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Jakob August Lorent, Nr. 4 Thurm des Aeolus, 1860/62

Jakob August Lorent, Nr. 4 Thurm des Aeolus, 1860/62

Konstanz begibt sich „On the Road“

Reisezeit bedeutet volle Straßen, ausverkaufte Flieger und Gedränge in Zügen. Menschen reisen aus unterschiedlichen Gründen. Dies gilt besonders für Künstler. Neugierde, ideale Orte für perfekte Motive, Sehnsucht nach Ruhe und Reflexion, Bildungshunger oder die Suche nach dem Paradies gehören zu den heterogenen Antrieben. Die Konstanzer Wessenberg-Galerie erkundet in der Ausstellung „On the Road. Künstler auf Entdeckungstour“ die vielfältigen Facetten von Künstlerreisen. Acht Kapiteln stellen mit rund 70 Gemälden, Grafiken und Fotografien von berühmten bis weniger bekannten Künstlern weitgehend aus dem eigenen Fundus Aspekte dieses Phänomens vor.



Die Präsentation setzt ein mit Rom-Ansichten des Kupferstechers, Archäologen und Architekten Giovanni Battista Piranesi, darunter mit der „Veduta del Romano Campidoglio con Scalinata che va alla Chiesa d’Araceli“. Die Ewige Stadt war über Jahrhunderte lang Anziehungspunkt für viele Künstler. Ein anderes Kapitel verdeutlicht die Entwicklung der Mobilität auf die Malerei. Das Spektrum reicht von der zu Fuß erfolgten Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten über den ab dem 18. Jahrhundert etablierten Postkutschenverkehr bis hin zur Nutzbarmachung der Dampfkraft für Eisenbahn und Schifffahrt. Kurze Reisezeiten bei geringen Kosten mündeten letztendlich in den Massentourismus, der den Bodenseeraum mittlerweile zu einem riesigen Eventpark hat aufsteigen lassen. Ab dem 19. Jahrhundert zunächst als Sommerfrische für adelige Kreise attraktiv, erfreute sich die Region als Kur-, Bade- und Künstlerdomizil bald großer Beliebtheit, wie Sujets von Alexander Koester, Hans Sauerbruch oder Fritz Mühlenweg zeigen.

Die Erfindung der verschließbaren Farbtube im Jahr 1841 ebnete den Weg für das Malen in freier Natur, womit wechselnde Wetterverhältnisse, Lichtstimmungen und Atmosphäre an Bedeutung gewannen. Gleichzeitig löste die technische und ästhetische Perfektion des neuen Mediums der Fotografie großes Staunen aus. Der Fotografie-Pionier Jakob August Lorent reiste 1860 und 1862 nach Griechenland zur Aufnahme klassisch-antiker Bauwerke. 1863 schenkte er der Wessenberg-Galerie 40 Griechenland-Fotografien, von denen nun eine kleine Auswahl erstmals öffentlich gezeigt wird. Den Abschluss bildet eine Reise in die Innenwelten. Als programmatisches Künstlerbild für Schöpfungen, die aus innerer Versenkung resultieren, gilt Albrecht Dürers personifizierte „Melencolia“. Franz Gutmanns archaisch anmutende Plastiken oder Raimund Wäschles beinahe abstrakte Tuschezeichnungen stehen am Ende des Rundgangs für eine spezifische Form der Horizonterweiterung.

Die Ausstellung „On the Road. Künstler auf Entdeckungstour“ läuft bis zum 1. September. Die Wessenberg-Galerie hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, samstags, sonn- und feiertags bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Städtische Wessenberg-Galerie
Wessenbergstraße 43
D-78462 Konstanz

Telefon: +49 (0)7531 – 900 921
Telefax: +49 (0)7531 – 900 608


24.06.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Robert Therrien, No Title (Table and Four Chairs), 2003

Robert Therrien, No Title (Table and Four Chairs), 2003

Robert Therrien gestorben

Robert Therrien ist tot. Wie die Galerie Gagosian mitteilte, starb der amerikanische Bildhauer, Zeichner und Fotograf am 17. Juni im Alter von 71 Jahren. Bekannt war Therrien für seine überdimensionierten Skulpturen, die die Art des Sehens und der Wahrnehmung veränderten. Er entwarf sie nach Vorbildern alltäglicher Gegenstände, die er mit perfektionistischer Akkuratesse aber in veränderten Maßstäben und Farbspektren wiedergab. Die gigantische Installation „No Title (Table and Four Chairs)“ – sie hat eine Grundfläche von über 129 Quadratmetern und ist mehr als 3,5 Meter hoch – zählt zu seinen wichtigsten Arbeiten. Der überdimensionierte Esstisch, der heute zu den Sammlungen der Tate und der National Galleries of Scotland gehört, führt den Betrachter damit zurück in die Perspektive der eigenen Kindheit, in der die Welt deutlich größer schien als heute. Therriens Œuvre eröffnet dadurch unerwartete, surreale oder auch traumhafte Welten. Ähnlich wie die Protagonisten in den Erzählungen von Alice im Wunderland oder Gullivers Reisen wird man darin seiner üblichen Perspektive beraubt und gezwungen, die Welt von einem neuen Blickwinkel aus zu erfahren.



Robert Therrien wurde 1947 in Chicago geboren. Seine Ausbildung begann er am California College of Arts and Crafts in Oakland, wechselte dann ins Brooks Institute nach Santa Barbara und erwarb dort einen Abschluss im Bereich Fotografie. Seinen Master of Fine Arts erhielt er nach einem anschließenden Studium an der University of Southern California in Los Angeles. In der Hollywood Metropole verbrachte Therrien den größten Teil seines Lebens. Seine Werke dagegen reisten um die ganze Welt und wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, so unter anderem in den britischen Tate Galerien, im Museum of Modern Art in New York, im Weserburg Museum für moderne Kunst in Bremen oder im Centre Pompidou in Paris. 1992 nahm Therrien an der Documenta in Kassel teil.


21.06.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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Timm Ulrichs

Timm Ulrichs erhält den Käthe-Kollwitz-Preis 2020

Käthe-Kollwitz-Preis geht an Timm Ulrichs

Die Akademie der Künste in Berlin zeichnet Timm Ulrichs mit dem Käthe-Kollwitz-Preis 2020 aus. Sein Œuvre umfasst konzeptuelle Arbeiten, Objektkunst, Environments, Performances, Aktionen, Multimediales und Konkrete Poesie. Seit den 1960er Jahren macht Timm Ulrichs vor allem sein Leben und seinen Alltag, aber auch seinen eigenen Körper zum Bestandteil seiner Kunst. Seine unangepasste Existenz jenseits von Mainstream und Kunstmarkt und seine Rolle als kritischer Beobachter der Szene ließen ihn zu einem einflussreichen Vorbild für die folgenden Generationen werden.



Die dreiköpfige Jury, bestehend aus den Akademie-Mitgliedern Ute Eskildsen, Wulf Herzogenrath und Gregor Schneider, freut sich besonders, den Künstler nun zu seinem 80. Geburtstag für sein Lebenswerk zu ehren. In ihrer Begründung hebt sie hervor, dass Timm Ulrichs fernab der Kunstzentren unermüdlich als Autodidakt seine Enzyklopädie der Ideen erfunden habe. „Als selbsternannter ‚Total-Künstler‘ arbeitet er in unterschiedlichsten Genres. Dabei verfolgt er mit seinem Ideenreichtum kein durchgehendes Konzept, sondern sucht Originalität in jeder einzelnen Idee. Die schiere Masse und Vielfältigkeit dieser unterschiedlichsten Einfälle sucht ihresgleichen.“

Timm Ulrichs, Jahrgang 1940, studierte nach dem Abitur Architektur an der Technischen Hochschule in Hannover und unterrichtete anschließend unter anderem an der Kunstakademie in Münster und an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. 1959 gründete Ulrichs die „Werbezentrale für Totalkunst, Banalismus und Extemporismus“ in Hannover, die zur Verbreitung, Entwicklung und Produktion von Totalkunst dienen sollte, und erklärte sich 1961 selbst zum „ersten lebenden Kunstwerk“. Es folgten 1966 eine öffentliche „Selbstausstellung“ in Frankfurt am Main, 1969 die Gründung einer „Kunstpraxis (Sprechstunden nach Vereinbarung)“ und 1970 die erste Totalkunst-Retrospektive in Krefeld. 1977 war er mit seiner radikalen Position Teilnehmer der Documenta in Kassel.

Der Käthe-Kollwitz-Preis wird seit 1960 jährlich und damit nun zum sechszigsten Mal an in Deutschland lebende Künstler vergeben. Er ist mit 12.000 Euro dotiert und beinhaltet eine Ausstellung und einen Katalog. Zu den bisherigen Empfängern zählen unter anderem Karl Erich Müller, Otto Nagel, Martin Kippenberger, Douglas Gordon, Adrian Piper und zuletzt Hito Steyerl. Die Präsentation der Werke Timm Ulrichs’ wird anlässlich der Preisverleihung Ende Januar 2020 in der Akademie der Künste am Hanseatenweg in Berlin zu sehen sein.


21.06.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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