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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Horst Antes, Haus, 2005

auf der Cologne Fine Art zu sehen: Horst Antes, Haus, 2005

Cologne Fine Art-Preis für Horst Antes

Horst Antes erhält in diesem Jahr den Cologne Fine Art-Preis. Damit wird der Maler, Bildhauer und Zeichner für sein umfangreiches Lebenswerk geehrt. Bekanntheit erlangte er mit seinen „Kopffiguren“. In ihnen hatte Antes eine Bildidee gefunden, die nicht nur mit dem seit den 1950er Jahren bestehenden Primat des Informel brach, sondern auch viele Möglichkeiten an Variationen bot. Obgleich die Figuren mit wuchtigem Kopf und überlangen Beinen befremdlich und teils bedrohlich erscheinen, erlangten sie eine große Popularität. Inspiration für seine Figuren zieht Horst Antes aus seiner Kollektion an Ethnografika. Seine umfangreichen Sammlungen von Kachina-Figuren der Hopi-Indianer Neu-Mexikos, von indianischem Federschmuck und von Hilfsgeistern der Ewe und Dangwe aus Ghana hat er zudem in mehreren wissenschaftlichen Katalogen erfasst, die heute als Standardwerke gelten.



Seine Arbeiten befinden sich nicht nur in Museen und Sammlungen, sie sind mittlerweile auch in Form zahlreicher metallener Großplastiken zu einem festen Bestandteil des öffentlichen Raumes in Deutschland geworden. Beispielsweise steht eine zehnteilige Serie von Kopffiguren seit 1977 auf dem Universitätsgelände in Garching bei München, und für den Platz am Düsseldorfer Hauptbahnhof schuf er 1987 eine mehrteilige Brunnenanlage, der 1991 das Ensemble „Der Ring – Die Fresser – Die Insel“ im Stadtteil Oberbilk folgte. Etwa Mitte der 1980er Jahre ergänzte Horst Antes seine „Kopffüßler“ um zwei Grundelemente der menschlichen Kultur: die Zahl und das Haus. In den sogenannten Datums- oder Zeitbildern legt er die Ziffern so übereinander, dass eine dichte malerische Oberfläche entsteht. Die zweite Gruppe bilden fensterlose, auf ihre geometrischen Grundformen reduzierte Ansichten von Gebäuden. In diesen Werken weicht seine breite Farbpalette mitunter dunkleren Tönen.

Der heute 81jährige Horst Antes wurde 1936 in Heppenheim am Rande des Odenwalds geboren. Von 1957 bis 1959 studierte er an der Kunstakademie Karlsruhe unter anderem bei HAP Grieshaber. Ab 1967 war er selbst Professor dieser renommierten Institution. Horst Antes wurde im Laufe seiner Karriere mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet: Das Jahr 1962 verbrachte er in der Villa Romana in Florenz, im folgenden Jahr wurde ihm ein Studienaufenthalt in der Villa Massimo in Rom ermöglicht. 1966 erhielt er den Preis für Malerei auf der Biennale in Venedig und 1992 den Großen Preis der Biennale in São Paulo. Insgesamt dreimal nahm er an der Documenta in Kassel teil.

Der Cologne Fine Art-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 1996 gemeinsam von der Koelnmesse und dem Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG) anlässlich der Cologne Fine Art vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Dieter Roth, Gert und Uwe Tobias, Georg Baselitz, Tony Cragg und im vergangenen Jahr Georg Hornemann. Auf der Cologne Fine Art 2018 wird eine Sonderschau mit fünf großen Werken präsentiert, die Horst Antes persönlich auswählte: Ein Fensterbild als Leihgabe der Sammlung Würth sowie einige Häuser-Bilder, die zwischen 1997 und 2006 entstanden sind. Auch das Doppelbildnis „Haus“ und „Garten“ von 2018, in dem der Künstler die Möglichkeiten der Abstraktion ausreizt, wird zu sehen sein.


18.10.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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George Grosz, Brillantenschieber (Tatlinischer Planriss: Brillantenschieber im Café Kaiserhof), 1920

George Grosz, Brillantenschieber (Tatlinischer Planriss: Brillantenschieber im Café Kaiserhof), 1920

George Grosz in Berlin

Das Berliner Bröhan-Museum zeigt ab heute die Schau „George Grosz in Berlin“. Rund 25 Jahre nach der letzten Retrospektive dieses Künstlers in der deutschen Hauptstadt bietet die jetzige Ausstellung mit über 200 Werken die Möglichkeit, Grosz’ künstlerische Entwicklung in seiner inhaltlichen wie stilistischen Vielfalt nachzuvollziehen. Außerdem ist sie Teil des Themenwinters „100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19“ und geht deshalb auch gezielt Fragen wie „Was darf Kunst bzw. Satire?“, „Was ist politische Kunst?“ oder „Ist Grosz zeitlebens ein politischer Künstler?“ nach.



Der 1893 geborene Maler und Grafiker Grosz gilt als einer der bedeutenden politisch-satirischen Künstler der Weimarer Republik, nicht zuletzt weil er insgesamt dreimal wegen Beleidigung der Reichswehr, Angriffs auf die öffentliche Moral und Gotteslästerung angeklagt wurde. Seine in den 1920er Jahren in Berlin entstandenen Arbeiten sind ein Spiegel der politischen und gesellschaftlichen Fragen der Zeit. Häufiges Motiv ist die Großstadt, vor allem auch ihre dunklen und gewalttätigen Seiten. Ein weiteres Sujet bilden Klassengegensätze, die gerne in kritischen Äußerungen über Wirtschaft, Politik, Militär und Klerus münden. Zentrales Thema ist außerdem der Krieg und seine zerstörerischen Auswirkungen auf den Einzelnen wie auch die Gesellschaft. Unter anderem in den 17 Lithografien der Mappe „Hintergrund“, veröffentlicht 1928, kulminieren all diese Themen zu einer umfassenden Anklage an den Staat und die Nation.

1933 siedelte George Grosz in die Vereinigten Staaten über. Auch dort ließen ihn die politischen Ereignisse, die von Berlin unter nationalsozialistischer Herrschaft ausgingen, nicht los. Auch wenn er nach wie vor als Zeichner und Illustrator für Zeitschriften wie die Vanity Fair arbeitete, finden diese Geschehnisse in Europa nun vermehrt Eingang in düstere, apokalyptisch anmutende Ölgemälde wie etwa „Cain or Hitler in Hell“ von 1944. Die Kuratoren Tobias Hoffmann, Inga Remmers und Ralph Jentsch ergänzen diese Eindrücke aus dem amerikanischen Exil mit selten gezeigten Fotografien Grosz’ und erweitern so den bisher bekannten Blick auf das Spätwerk des Künstlers.

Die Ausstellung „George Grosz in Berlin“ läuft vom 18. Oktober bis zum 6. Januar 2019. Das Bröhan-Museum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am 24. und am 31. Dezember bleibt das Haus geschlossen. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro; jeden ersten Mittwoch im Monat ist er frei. Der begleitende Katalog ist für 22 Euro an der Museumskasse erhältlich.

Bröhan-Museum
Schlossstraße 1a
D-14059 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 326 906 00
Telefax: +49 (0)30 – 326 906 26


18.10.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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Ara Güler

Ara Güler in Istanbul gestorben

Ara Güler gestorben

Ara Güler gilt als einer der bedeutendsten Fotokünstler, auch wenn er sich selbst nie als solchen, sondern maximal als Reporter sehen wollte. Sein liebstes Motiv war seine Heimatstadt Istanbul, ihre Straßen, ihre Bewohner, ihre Traditionen, ihre vielfältige Schönheit: „Das Auge von Istanbul“ wurde zu einer Art Synonym seines Namens. Gleichzeitig fotografierte Güler die Großen und Mächtigen und hielt mehr als einmal historische Wendepunkte fest. Er porträtierte beispielsweise Indira Gandhi, Konrad Adenauer, Winston Churchill, Alfred Hitchcock und Pablo Picasso.



Ara Güler kam 1928 als Sohn einer Apothekerfamilie mit armenischer Abstammung in Istanbul zur Welt. Den von den Eltern gewünschten Beruf eines Arztes schlug er aus. Ihn zog es in jungen Jahren zu den Künstlern, vor allem ins Theater und zur Schauspielerei, doch blieb es nur bei einer halben Schauspielausbildung. Als Jugendlicher begann er mit dem Fotografieren und legte damit unbewusst seine spätere Karriere fest. Sein technisches Wissen eignete er sich autodidaktisch an. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften arbeitete er zunächst für die Zeitung „Yeni Istanbul“. Sein Talent erregte schnell international Aufmerksamkeit. Er erhielt Aufträge vom „Stern“ oder von „Paris Match“ und wurde 1958 zum ersten Nah-Ost-Korrespondenten des Magazins „Time Life“. Ab 1961 arbeitete er als Chef-Fotograf des türkischen Blattes „Hayat“. Etwa zeitgleich trat er in die renommierte Agentur Magnum ein.

Ende 2015 geriet Ara Güler negativ in die Schlagzeilen. Er fertigte im türkischen Präsidentenpalast eine Fotoserie über Recep Tayyip Erdogan und dessen Familie an. Persönlich stand Güler dem Staatschef äußerst kritisch gegenüber. Doch konnte er den Aufschrei nicht verstehen, es seien doch nur Fotos und er nur ein Beobachter. Er machte keinen Unterschied zwischen großen oder kleinen Momenten, zwischen guten und schlechten Motiven. Als eine Art visueller Historiker wollte er sie lediglich für die Nachwelt überliefern.

Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet: 1961 bezeichnete ihn „Photography Annual“ als einen der sieben besten Fotografen weltweit, 1962 kürte man ihn zum „Master der Leica“ und 2016 wurde er in die Leica Hall of Fame aufgenommen. 1968 zählte ihn das Museum of Modern Art in New York zu den „Zehn Meistern der Farbfotografie“, und 1999 erhielt er die türkische Auszeichnung als „Fotograf des Jahrhunderts“. Nun ist Ara Güler tot. Er starb am gestrigen Abend in Istanbul an einem Herzinfarkt.


18.10.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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