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Eileen Gray, E.1027 Master Bedroom

Eileen Gray, E.1027 Master Bedroom

Eileen Gray in Berliner Akademie der Künste

Die Stahlrohrmöbel von Eileen Gray gehören heute zu den Klassikern des modernen Designs. Ihr legendärer „Adjustable Table E.1027“ wurde 1978 in den Fundus des Museum of Modern Art in New York aufgenommen. Die von ihr gestalteten Objekte kommen auf schwindelerregende Summen, wie etwa 2009, als bei der Versteigerung der Kunstsammlung von Yves Saint Laurent ihr „Drachensessel“ den Rekordpreis von netto 19,5 Millionen Euro erzielte. Gray war Vertreterin des französischen Phänomens einer luxuriösen edlen Variante der Moderne, die unter dem Begriff Art Déco firmiert. Zeitgleich zur Entstehung des neuen Bauhaus-Gebäudes in Dessau entwarf und errichtete sie zwischen 1926 bis 1929 ihr erstes Haus „E.1027“ in Roquebrune-Cap-Martin an der französischen Riviera.



Kern und Ursprungszelle der Architekturkonzeption des kompakten, offenen Ferienhauses am Hang der Felsenküste der Côte d’Azur ist das Schlafzimmer. Nach umfassenden Forschungen an der University of Texas in Austin unter der Leitung von Wilfried Wang gelang eine originalgetreue Rekonstruktion des Schlafzimmers als 1:1 Installation. Diese wird nun unter dem Titel „Eileen Gray – E.1027. Master Bedroom“ in der Akademie der Künste in Berlin präsentiert.

An der Stelle eines traditionellen rechteckigen Zimmers gestaltete die aus einer irisch-schottischen Adelsfamilie stammende Architektin und Designerin einen geteilten, verschobenen Raum, dessen Fläche eine größere Differenzierung für jeden Bereich erlaubt. Wie alle Räume ist auch er so organisiert, dass man sich zu jeder Zeit zur Entspannung zurückziehen kann. Wie für die gesamte Villa entwarf Eileen Gray das Mobiliar des Schlafzimmers. Es besteht aus 25 Unikaten vom Bettgestell bis zum Aktenschrank. Die Nutzer ihrer Villa konnten das Mobiliar verwandeln, wurden davon aber gleichfalls beeinflusst. Halbrunde Kleiderschränke, rotierende Lesetische und abgerundete Ecken deuten Bewegungsmuster an. Diese analysierte Gray ebenso wie den Sonnenverlauf oder die Wirkung der Luftzüge. Diese bewegen sich durch originelle Fensterläden der sorgfältig komponierten räumlichen Sequenzen des minimalistischen Baukörpers auf L-förmigen Grundriss.

Dies können die Besucher der Akademie der Künste selbst in der begehbaren Installation nachvollziehen und neben der Atmosphäre das Zusammenspiel von räumlichen Proportionen, Materialien, Farben und Inventar erleben. Die vom Akademiemitglied und ehemaligen Direktor des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt, Wilfried Wang, als Ergebnis eines Forschungsprojektes kuratierte Ausstellung wird von einer reich bebilderten Monografie begleitet, in der das sorgfältig nach den Regeln des Goldenen Schnitts für einen offenen Lebensstil geplante Anwesen enträtselt wird.

Die Ausstellung „Eileen Gray – E.1027. Master Bedroom“ ist bis zum 10. Juni zu sehen. Die Akademie der Künste am Pariser Platz hat täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung ist eine Publikation im Wasmuth Verlag in englischer Sprache für 39,80 Euro erschienen.

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
D-10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 200 57 10 00
Telefax: +49 (0)30 – 200 57 16 06


24.04.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Peter Schenck d.Ä., Bunter Vogel, um 1700

Peter Schenck d.Ä., Bunter Vogel, um 1700

Wuppertal entdeckt Peter Schenck

Im Fundus des Wuppertaler Von der Heydt-Museums befinden sich 80 Grafiken des Künstlers Peter Schenck d.Ä. In den wenigen Beiträgen, die es über ihn in der Fachliteratur gibt, wird er zu den Niederländern gezählt, obwohl er in Elberfeld an einem unbekannten Tag im Jahr 1660 geboren wurde; nur sein Taufdatum, der 26. Dezember 1660, ist überliefert. In jungen Jahren zog er nach Amsterdam und verstarb vermutlich 1711 an einem unbekanntem Tag und Ort. In die Kunstgeschichte ist Schenck als Miterfinder des Farbdrucks eingegangen. Als einer der ersten fertigte er Stiche in Farbe, entwickelte neue Verfahren und erwarb 1688 dazu auch ein Patent. Unter dem launigen Titel „Peter Scheck. Der berühmteste Elberfelder, der jemals in Vergessenheit geriet“ präsentiert das Von der Heydt-Museum nun 75 Werke Schencks aus dem eigenen Bestand sowie eine Leihgabe im Dialog mit 41 Gemälden und Grafiken von Zeitgenossen.



Die Ausstellung zeigt zahlreiche Porträts, Landkarten, Stadtansichten, Veduten, Tier- und Kostümmotive, Genre- und Sittenbilder sowie mythologische Szenen, mit denen der als Druckgrafiker, Verleger und Hofgraveur tätige Schenck beachtliche kommerzielle Erfolge erzielte. Im 17. Jahrhundert stand in Europa die Bildkunst in höchster Blüte. Speziell die Druckgrafik war weit verbreitet, kostengünstig und erlebte besonders in Amsterdam eine Hochblüte. Folglich war in den 1780er Jahren der Bildermarkt übersättigt. Schenck agierte auf dem Kunstmarkt als Unternehmer. Zusammen mit dem Erfinder Johannes Teyler verfeinerte Schenck die Mezzotinto-Technik. Durch Schaben und Polieren einer aufgerauten Kupferplatte wurden verschiedene Druckstufen ermöglicht. Auf diese Weise entstanden sanfte, subtile, an Ölgemälde erinnernde Tonübergänge. Im „à la poupée“-Verfahren produzierte Schenck Farbblätter, bei denen er mehrere Farben direkt auf die Kupferplatte auftrug. Diese malerischen Effekte wurden von Kunstsammlern besonders geschätzt.

In Amsterdam ging Peter Schenck beim Graveur, Verleger und Kartografen Gerard Valck in die Lehre und ehelichte 1687 dessen Schwester Agatha Valck. Mit seinem Lehrer und Schwager übernahm er den Kunstverlag J. Jansen, der für seine Landkartenstiche und dem neu etablierten Geschäftszweig der Porträtstiche berühmt war. August der Starke von Sachsen-Polen ernannte Schenck zu seinem Hofgraveur. Höfische, politische, gesellschaftliche Prominenz setzte Schenck imposant in Szene, darunter König Karl II. von Spanien, den Philosophen René Descartes oder Philipp Melanchthon.

Die Ausstellung „Peter Schenck. Der berühmteste Elberfelder, der jemals in Vergessenheit geriet“ ist bis zum 25. August zu sehen. Das Von der Heydt-Museum hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Für Kinder bis 6 Jahre ist er frei. Zur Ausstellung ist ein Begleitheft erschienen, das im Museumsshop 5 Euro kostet.

Von der Heydt-Museum Wuppertal
Turmhof 8
D-42103 Wuppertal

Telefon: +49 (0)202 – 563 62 31
Telefax: +49 (0)202 – 563 80 91


24.04.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Hermann Glöckner, Rechtwinklige Durchdringung: Zeichen F auf Schwarz, um 1932

Hermann Glöckner, Rechtwinklige Durchdringung: Zeichen F auf Schwarz, um 1932

Zwei Neuerwerbungen für München

Die Staatliche Graphische Sammlung in München darf sich kurz vor Ostern über zwei Hauptwerke von Hermann Glöckner freuen. Dank der finanziellen Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung gelang es dem Haus, Glöckners um 1932 datierte doppelseitige Tafeln „Rechtwinklige Durchdringung: Zeichen F auf Schwarz“ und „Rot über Schwarz und Blau“ zu erwerben. Beide gehören zu seinen frühen Werken der Jahre 1930 bis 1935.



Hermann Glöckner zählt zu den wichtigen Pionieren konstruktiver Kunst der Moderne. 1930 schuf der gebürtige Dresdner eine neue konzeptuelle Werkgruppe, um die konstruktiven und geometrischen Grundlagen seiner gegenständlichen Malerei zu erforschen. Dieser Ansatz ist den Ideen des Bauhauses verwandt und führte bei Glöckner zur sogenannten Serie „Tafelwerk“. Hier zeigt sich seine Idee einer offenen Systematik zu Material- und Formfragen. Die frühen Arbeiten dieser Serie von 1930 bis 1935 besitzen eine Schlüsselfunktion für das Verständnis seines späteren Œuvres.

Die zwei von der Graphischen Sammlung erworbenen Bilder gehören zusammen. In „Rechtwinkelige Durchdringung: Zeichen F auf Schwarz“ nutzt Glöckner auf der Vorderseite die Initiale „F“, auf der Rückseite „HG“. Vermutlich handelt es sich um eine persönliche Komponente im Werkkomplex, da Glöckner sie als „Geburtstagstafel für Frieda“ bezeichnete, was sie in Bezug zu seiner Ehefrau setzt. Der Buchstabe „F“ löst sich auf der schwarzen Tafel in einander überlagernde schlanke goldgelbe Vierecke unterschiedlicher Größen auf. Auf der Rückseite dreht Glöckner das Farbschema um, so dass filigrane Ansammlungen an schwarzen Linien horizontal wie auch vertikal in die gelbe Fläche eindringen. Dazwischen formen sich die Initialen des Künstlers.

Gemeinsam mit einigen wenigen Exemplaren besitzt die Tafel „Rot über Schwarz und Blau“ eine Sonderrolle. Glöckner formuliere hier explizit eine künstlerische Idee gültig aus, so die Mitteilung des Museums, und greife sie in keiner der nachfolgenden Tafeln erneut auf. Des Weiteren zeichne sich hier eine intensive Durcharbeitung der beidseitigen Motive aus, die einander in wechselseitiger Bezugnahme konzeptuell durchdringen.

Die Graphische Sammlung München nimmt die Neuerwerbungen als Anlass, Hermann Glöckners Kunst ab 24. Oktober in der Ausstellung „Ein Meister der Moderne“ zu präsentieren. Hier werden 23 Arbeiten des frühen Tafelwerks einer Gruppe von 16 späteren Modellen der 1960er und 1970er Jahre gegenübergestellt.


18.04.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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