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Rachel Maclean, The Lion and The Unicorn, 2012

Rachel Maclean, The Lion and The Unicorn, 2012

Rachel Maclean in Wiesbaden

Der Nassauische Kunstverein in Wiesbaden präsentiert erstmals in Deutschland eine Einzelausstellung zu Rachel Maclean. In den satirisch übersteigerten und bunten Scheinwelten ihrer Filme und Fotografien beschäftigt sich die 1987 in Edinburgh geborene Multi-Media-Künstlerin mit der politischen und sozialen Situation in Großbritannien. So thematisiert Maclean in zwei Video- und einer Virtual Reality-Installationen den bevorstehenden Brexit. Die Ausstellung ist zudem Teil der „B3 – Biennale des bewegten Bildes 2019“ unter dem Leitthema „Realities“, die Mitte Oktober von der Hochschule für Gestaltung Offenbach veranstaltet wird.



Rachel Maclean schuf 2012 den Film „The Lion and The Unicorn“ und zeichnet darin ein Porträt der schottisch-englischen Beziehungen: Der Titel bezieht sich auf die Tiere im Wappen des Vereinigten Königreiches. Der Löwe repräsentiert England, und das Einhorn steht für Schottland. Der Kurzfilm stellt Bündnis- und Oppositionsvorstellungen im Kontext des Referendums über die schottische Unabhängigkeit 2014 dar und lässt sich mit einem gegenwärtigen Fokus auf die Brexit-Entscheidungen der unterschiedlichen Landesteile Großbritanniens übertragen.

In dem Video „Please, Sir ...“ von 2014 adaptiert Maclean auf komisch-düstere Weise Mark Twains Roman „Der Prinz und der Bettelknabe“, in dem Gier, Gesellschaftsschicht und Abhängigkeit verhandelt werden. Die Texte sind eine Zitatsammlung aus verschiedenen Quellen des Unterhaltungsfernsehens, darunter Sendungen wie „Britain’s Got Talent“, „Jeremy Kyle“ und „The Apprentice“. Wie in vielen ihrer Werke ist Rachel Maclean hier die einzige Darstellerin des komplett vor einem Green Screen gedrehten Videos. 2018 entwickelte sie die Virtual-Reality-Installation „I’m Terribly Sorry“. Sie versetzt die Spieler in eine Post-Brexit-Dystopie mit der Möglichkeit, mittels eines Mobiltelefons mit Passanten und Sehenswürdigkeiten zu interagieren. Hierbei reflektiert sie gesellschaftliches Unbehagen und Missverständnisse in einer Kultur unersättlicher Selbstdarstellung, Dokumentation und Voyeurismus.

Charakteristisch für die Absolventin des Edinburgh College of Art ist der Einsatz von Computeranimationen, die digitale Nachbearbeitung sowie die collagenartige Verwendung von Audiomaterial aus der Populärkultur. Rachel Maclean stellte in der National Gallery und der Tate Britain in London aus und repräsentierte 2017 Schottland auf der 57. Biennale in Venedig. Ihre Arbeiten werden auf internationalen Filmfestivals gezeigt, etwa auf dem Rotterdam Film Festival und dem Kurzfilmfestival in Köln. 2014 erhielt sie während des Glasgow Film Festivals den Margaret Tait Award.

Die Ausstellung „Rachel Maclean / Tales of Disunion“ läuft vom 23. August bis zum 3. November. Der Nassauische Kunstverein hat dienstags von 14 bis 20 Uhr, mittwochs, donnerstags und freitags von 14 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Nassauischer Kunstverein Wiesbaden
Wilhelmstraße 15
D-65185 Wiesbaden

Telefon: +49 (0)611 – 30 11 36
Telefax: +49 (0)611 – 37 11 41


23.08.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Heinz Zander, Schwangeres Sommerengelchen in einem duftigen Sommerkleidchen mit einem oft gebrauchten Sommersonnenschirm, 2018

Heinz Zander, Schwangeres Sommerengelchen in einem duftigen Sommerkleidchen mit einem oft gebrauchten Sommersonnenschirm, 2018

Heinz Zander in Villingen-Schwenningen

Anlässlich des 80. Geburtstages von Heinz Zander widmet die Städtische Galerie Villingen-Schwenningen dem Künstler mit „Schönheiten und Ungeheuer“ eine Ausstellung mit 68 Gemälden und 24 Grafiken überwiegend aus seiner jüngsten Schaffensphase. Der Maler, Zeichner, Grafiker und Autor präsentiert surreale Welten, bevölkert von bizarren Kreaturen, Fabelwesen und erotisch-morbiden Frauen. Inspiration findet Zander in biblischen Themen, Literatur, politischer Geschichte, aber auch Sagen und Mythologie, wie etwa in seinem Gemälde „Aktaeon“ von 1998, das den bereits zum Hirsch verwandelten Heros neben der entblößten Jagdgöttin Diana in einer Gebirgslandschaft verortet.



Heinz Zander distanziert sich bewusst von der abstrakten Malweise. So findet man in seinen opulenten Inszenierungen durchgehend Anspielungen und Querverweise auf alte Meister der Kunstgeschichte. Sein „Schwangeres Engelchen in einem duftigem Sommerkleidchen mit einem oft gebrauchten Sommersonnenschirm“ erinnert an Frauendarstellungen Sandro Botticellis. Der nahezu laszive Gesichtsausdruck des „Engelchens“ und das groteske Fabelwesen als „Schoßhündchen“ brechen diese Assoziation. Zander tritt als eigenständiger Künstler mit besonderer Note hervor. Seine an den Renaissancestil erinnernden Selbstporträts wie „Selbst mit Hörrohr“ von 2017 sind stets mit einem Augenzwinkern und gewissen Hintersinn gemalt und verleiten mitunter zu einem Schmunzeln. Die Facetten des künstlerischen Ausdrucks des ostdeutschen Malers reichen von sinnlich über ironisch bis zu alptraumhaft und erotisch.

Heinz Zander wurde 1939 in Wolfen bei Bitterfeld geboren. Von 1959 bis 1964 studierte er Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, von 1967 bis 1970 war er Meisterschüler bei Fritz Cremer an der Akademie der Künste der DDR. Seither lebt und arbeitet Zander in Leipzig und gilt als zentrale Figur des „Leipziger Manierismus“. Seine Arbeiten sind heute unter anderem im Besitz der Nationalgalerie in Berlin, der Gemäldegalerie Neue Meister in Dresden, des Gewandhauses in Leipzig und des National Museum of Western Art in Tokio. Die Schau in Villingen-Schwenningen ist Auftakt einer Reihe von Ausstellungen zur Kunst aus der ehemaligen DDR, um dieser auch im süddeutschen Raum zu mehr Beachtung zu verhelfen.

Die Ausstellung „Heinz Zander. Schönheiten & Ungeheuer“ läuft vom 25. August bis zum 17. November. Die Städtische Galerie Villingen-Schwenningen ist Mittwoch bis Freitag von 13 bis 17 Uhr, donnerstags von 13 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr öffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zur Ausstellung erscheint ein bebilderter Katalog.

Städtische Galerie Villingen-Schwenningen
Friedrich-Ebert-Straße 35
D-78054 Villingen-Schwenningen

Telefon: +49 (0)7720 – 82 10 98
Telefax: +49 (0)7720 – 82 10 97


23.08.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Nadine Waldmann

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Udo Kittelmann verlässt Berlin

Udo Kittelmann, Direktor der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB), wird auf eigenen Wunsch seinen noch bis zum 31. Oktober 2020 laufenden Vertrag nicht mehr verlängern. Der 61-jährige wird dann nach zwölf Jahren die Leitung der auf die fünf Häuser Alte und Neue Nationalgalerie, Museum Berggruen, Sammlung Scharf-Gerstenberg und Hamburger Bahnhof verteilten Sammlung abgeben. Die Stiftung Preußisches Kulturbesitz und die SMB bedauern seinen Weggang.



„Udo Kittelmann und sein versiertes, leidenschaftliches Wirken werden fehlen. Mit seinem feinen Gespür für kulturelle und gesellschaftliche Tendenzen schafft es Udo Kittelmann immer wieder, wichtige Themen frühzeitig aufzuspüren, den Kunstkanon aufzubrechen und gesellschaftliche Debatten auszulösen. Mit seiner Vision eines Museums, die stets den Menschen ins Zentrum rückt, setzt er fortwährend Impulse für den internationalen Kunst- und Museumsdiskurs – Impulse, an denen sich andere Institutionen international orientieren. Persönlich und im Namen der Staatlichen Museen zu Berlin danke ich Udo Kittelmann für die stets sehr guten und ertragreichen Jahre der Zusammenarbeit“, kommentiert Michael Eissenhauer, Generaldirektor der SMB, Kittelmanns langjähriges Engagement.

Zu Kittelmanns zahlreichen Verdiensten in seiner Amtszeit zählt beispielsweise die Akquise von über 500 Werken aus allen Epochen seit dem 19. Jahrhundert bis zur Gegenwartskunst, darunter Leo von Klenzes „Concordia-Tempel“ von 1857, Lotte Lasersteins „Abend über Potsdam“ aus dem Jahr 1930, Pierre Huyghes „Zoodram 6“ von 2013, Adrian Pipers „The Probable Trust Registry“, entstanden 2013 bis 2015, sowie Max Beckmanns „Selbstbildnis in der Bar“ von 1942. Hinzu kommt ein umfangreiches, publikumswirksames und vielschichtiges Ausstellungsprogramm. In seiner Verantwortung lagen außerdem mehrere bedeutende strategische Entscheidungen für die Geschichte der Nationalgalerie, so etwa die Einrichtung der temporären Neuen Galerie im Hamburger Bahnhof oder die Planung des Neubaus der Nationalgalerie am Kulturforum, der noch in diesem Jahr begonnen werden soll.

Udo Kittelmann, ursprünglich gelernter Augenoptiker, begann seine Karriere als Kurator 1988 mit der Organisation erster Ausstellungen und leitete bis 2001 zunächst das Forum Kunst in Rottweil, anschließend den Ludwigsburger und schließlich den Kölner Kunstverein. Ab 2002 führte der gebürtige Düsseldorfer sechs Jahre lang das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main. Kittelmann trat den Direktorenposten in Berlin am 1. November 2008 an. 2001 gestaltete der Autodidakt mit einer Installation von Gregor Schneider den deutschen Beitrag für die venezianische Kunstbiennale. 2013 wurde Udo Kittelmann als „Europäischer Kulturmanager des Jahres“ geehrt. Im selben Jahr kuratierte er wieder auf der Biennale in Venedig als erster nichtrussischer Kommissar den Pavillon für Russland. Die Leitung der Nationalgalerie in Berlin wird nach Kittelmanns Ausscheiden und bis zur Neubesetzung der Stelle übergangsweise der derzeitige stellvertretende Direktor Joachim Jäger übernehmen.


22.08.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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