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Aenne Biermann, Kaktus, um 1929

Aenne Biermann, Kaktus, um 1929

Aenne Biermann in Köln

Das Museum Ludwig präsentiert seit dem Wochenende Arbeiten der jung verstorbenen Aenne Biermann. Die Fotografien der 1898 in Goch nahe Kleve geborenen und 1933 in Gera verschiedenen Vertreterin der Neuen Sachlichkeit stammen aus der Sammlung des Agfa-Filmarchivs, das im Kölner Museum angesiedelt ist und dort aufgearbeitet wird. Hieraus und einem kürzlich getätigten Ankauf begründet sich der Bestand von 24 Arbeiten, elf Negativen und 17 kleinformatigen Archivabzügen sowie anderer Archivalien von Aenne Biermann, die nun erstmals vollständig zu sehen sind.



Aenne Biermann beteiligte sich an wegweisenden Ausstellungen, wie „Film und Foto“ des internationalen Werkbundes, die 1929 in Stuttgart stattfand. Mit ihren sachlichen Aufnahmen aus der nächsten Umgebung galt die Autodidaktin als Avantgardefotografin des ersten Ranges und prägte die fotografische Moderne. Charakteristisch für ihr Werk sind Makroaufnahmen von Personen und Gegenständen, wie es etwa „Kaktus“ um 1929 illustriert. Vor schwarzem Grund reckt sich die parabelförmige schlanke Wüstenpflanze mit der Vielzahl an dicken und gebogenen Nadeln empor.

Androgyne Gesichtszüge und kurzes blondes Haar offenbaren sich im Selbstportrait der Fotografin um 1931. Ihr leicht diagonal geneigter Kopf mit herunter geschlagenen Augen füllt das Format gänzlich aus, nur der Kragen des weißen Hemdes leuchtet noch auf. Die Qualität der Fotografien Aenne Biermanns fiel auch der Firma Hauff-Leonar auf, die ihre „Kinder beim Spielen“ von 1930 bei der Produktpräsentation auf einer Messe verwendete. Letzteres erklärt sich aus dem Aufruf des Unternehmens an seine Kunden, Negative einzureichen. Stießen diese auf Gefallen, wurden sie vergütet und etwa in Broschüren oder auf Messen vorgeführt.

Die Ausstellung „Name der Fotografin: Aenne Biermann“ ist bis zum 30. September im Fotoraum zu sehen. Das Museum Ludwig hat dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr und an jedem ersten Donnerstag im Monat bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Museum Ludwig
Heinrich Böll Platz
D-50667 Köln

Telefon: +49 (0)221 – 221 26 165
Telefax: +49 (0)221 – 221 24 114


18.06.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Suki Seokyeong Kangs Installation auf der Art Basel

Suki Seokyeong Kangs Installation auf der Art Basel

Bâloise-Kunstpreis vergeben

Suki Seokyeong Kang und Lawrence Abu Hamdan haben den 20. Bâloise-Kunstpreis erhalten. Damit wurden ihre Arbeiten im Sektor „Art Statements“ der Art Basel ausgezeichnet. Die Künstler dürfen sich je über 30.000 Schweizer Franken freuen. Zudem erwirbt die Baseler Versicherungsgruppe Bâloise ihre und schenkt sie der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und dem MUDAM in Luxemburg. Suki Seokyeong Kang, 1977 in Seoul geboren, kombiniert abstrakte filigrane Skulpturen zu einer Installation, die mit Materialien wie Metall und Wolle ebenso spielt wie auch mit Form und Farbe. Die Basis für das Werk bildet das traditionelle koreanische Notationssystem „Jeongganbo“. In diesem Notensystem folgen rechteckige Zellen einem bestimmten Raster, das mit Regeln über Tonhöhe und Länge von Klängen versehen ist.



In ihren Arbeiten türmt die Koreanerin die meist ovalen und partiell mit horizontalen schlanken Balken versehenen Formen übereinander. Hierbei schafft Suki Seokyeong Kang bei einigen der geometrischen Arbeiten durch Verschränkung und angewinkelte Addition einen labilen Eindruck. Andere kleinere Skulpturen, die auf die Staffelung verzichten, vermitteln hingegen Stabilität. Die Jury erklärt: „Interessant ist dabei, wie die Künstlerin, mittels eines Rhythmus-Verständnisses, das Zusammenspiel zwischen ihren Arbeiten und der Bewegung der Zuschauer im Raum untersucht und damit eine körperliche Annäherung provoziert.“ Suki Seokyeong Kang studierte Malerei an der Ewha Womans University in Seoul und später am Royal College of Art in London. Neben Ausstellungen in Galerien und Museen in Seoul waren ihre Werke unter anderem in der Villa Vassilieff in Paris sowie dem Institute of Contemporary Art in London zu sehen.

Der 1985 in der jordanischen Hauptstadt Amman geborene Lawrence Abu Hamdan überzeugte die internationale Jury mit seiner Video- und Soundinstallation „The Shouting Valley“. Thema ist die Überschreitung der Grenze zwischen Syrien und Israel in den Golan-Höhen am 15. Mai 2011 durch Palästinenser. Zu hören ist das akustische Phänomen der wandernden, sich verstärkenden Stimmen, die sich der Topografie des Tals verdankt und der Arbeit ihren Titel gab. „Die Montage von vorgefundenen Handyfilmen und Audioaufnahmen, wie sie in den Medien üblicherweise verwendet werden, um Augenzeugenberichte zu begleiten, erzeugt hier eine Nervosität und Verunsicherung, die sich auf den Betrachter überträgt. In der Arbeit überlagern sich die topografische Situation, die politisch bedingte Grenzziehung und die konkrete Grenzverletzung in faszinierender Weise. Der Sound ist das verbindende Element, das wesentlich zur Eindringlichkeit der Arbeit beiträgt“, so die Begründung der Jury.

Lawrence Abu Hamdan lebt und arbeitet in Berlin und Beirut. Seine Arbeiten befassen sich nach eigener Aussage mit der „Politik des Hörens“. Lawrence Abu Hamdans Audio-Untersuchungen dienten auch als Beweismaterial beim britischen Asylum and Immigration Tribunal. Er stellte bisher etwa im Frankfurter Portikus, der Kunsthalle St. Gallen oder dem Hammer Museum in Los Angeles aus. 2016 erhielt er den Düsseldorfer Nam June Paik Award , 2017 wurde er für seine Ton-Forschungen der „Forensic Architecture“ am Londoner Goldsmiths College promoviert.


18.06.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Charles Rennie Mackintosh, Glasgow School of Art, 1897-1909

Die historische Glasgow School of Art von Charles Rennie Mackintosh

Kunsthochschule in Glasgow ging wieder in Flammen auf

In der Nacht zum vergangenen Samstag hat es in der Glasgow School of Art lichterloh gebrannt. Das Feuer beschädigte alle Stockwerke des historischen Gebäudeteils von Charles Rennie Mackintosh. Bis zu 50 Prozent des Hauses waren den Flammen direkt ausgesetzt. Damit wird der Schaden wohl deutlich größer ausfallen als der vorherige Brand. Gerade wurde der Jugendstilbau des berühmten Architekten, dessen 150. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird, nach dem Großbrand vom 23. Mai 2014 restauriert. Das auch als „The Mack“ bezeichnete Gebäude sollte im Februar 2019 wieder eröffnet werden. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon erklärte, die Kunsthochschule sei „nur noch eine Hülle“. Auf Unverständnis stößt der Umstand, dass trotz laufender Arbeiten keine Sprinkleranlage eingefügt war.



Für das Löschen der Flammen war ein Großaufgebot von 120 Feuerwehrmännern notwendig, die die Situation auch in den Morgenstunden und mit Unterstützung durch Kollegen aus Perth und West Lothian nicht unter Kontrolle bringen konnten. Der Brand mit seiner kilometerweit sichtbaren Rauchsäule griff auf umliegende Gebäude über und beschädigte auch diese. Laut Feuerwehr waren die Löscharbeiten „extrem herausfordernd und komplex“. Den Männern war es bisher nicht möglich, den Ursprungsort und die Brandursache festzustellen. Glücklicherweise gab es weder Verletzte noch Tote. Es scheint, dass einzig die Sandsteinfassade des „Mack“ nach dem Feuer erhalten ist. Eine Wiederinstandsetzung des zerstörten Baus wird nach Schätzungen von Billy Hare, Professor für Baumanagement der Caledonian University in Glasgow, mindestens 100 Millionen Pfund kosten.

Der Architekturhistoriker Neil Baxter bezeichnete das Ereignis als „Tragödie“, da die zwischen 1897 und 1909 errichtete Hochschule das wichtigste Gebäude in Glasgow sei. Das Mackintosh Building sei von globaler Bedeutung und habe die Entwicklung der Architektur des 20. Jahrhunderts weltweit beeinflusst. Alan Dunlop, Professor für Architektur in Glasgow, verweist auf einen Hoffnungsschimmer: Wenn die Ausstattung der Mackintosh-Bibliothek aufgrund der Restaurierungsarbeiten noch andernorts eingelagert ist, so ist wenigstens diese erhalten. Derweil führen die schottischen Feuer- und Rettungskräfte, der Stadtrat von Glasgow und weitere Behörden ihre Untersuchungen zum Zustand nach dem Brand fort. Unterstützung sprach neben Nicola Sturgeon auch der Scottish Funding Council aus. Ob und inwieweit neue Restaurierungsarbeiten eingeleitet werden, ist noch nicht sicher.


18.06.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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News vom 18.06.2018

Aenne Biermann in Köln

Aenne Biermann in Köln

Bâloise-Kunstpreis vergeben

Bâloise-Kunstpreis vergeben

Kunsthochschule in Glasgow ging wieder in Flammen auf

Kunsthochschule in Glasgow ging wieder in Flammen auf

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