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Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel

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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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Antoine Watteau, Junger Mann, nach unten blickend, um 1715

Antoine Watteau, Junger Mann, nach unten blickend, um 1715

Rötel, schwarze und weiße Kreide ("trois crayons", auf Bütten, alt montiert. 18,5 x 12,5 cm. Um 1715.

Weitere Details:


In Watteaus bevorzugter Trois-crayons-Technik gezeichnet, verkörpert diese Studie seinen späten und reiferen Stil. Pierre Rosenberg und Louis-Antoine Prat datieren die Zeichnung auf 1715 und sehen die Zeichnung in Zusammenhang mit einer Reihe von Kopien Watteaus nach venezianischen Meistern. Gegen Ende seines Schaffens, um 1714/15, begann Watteau eine größere Vielfalt von Materialien wie Graphit, Blei oder die erwähnte Kombination von roter, schwarzer und weißer Kreide zu verwenden. Sein Interesse an dieser Technik wurde zweifellos durch Zeichnungen früherer Meister, vor allem Peter Paul Rubens, Anthony van Dyck und Charles de La Fosse, geweckt, die Watteau während seiner Besuche bei dem Sammler Pierre Crozat (1665-1774) sah. Bei vorliegendem Blatt handelt es sich wohl nicht um eine Kopie nach einem der alten Meister, sondern um ein nach dem Leben gezeichnetes Blatt. Watteau bat seine Modelle darum nicht zu posieren, sondern sich frei zu bewegen, um möglichst natürliche Posen einfangen zu können. Unter anderem arbeitete er dabei in Skizzenbüchern, die ihm als wichtige Inspirationsquelle dienten und Vorlagenmotive für seinen Gemälde lieferten. Auch diese Zeichnung könnte als Vorlage gedient haben. Der nach unten gesenkte Kopf des Mannes sowie die Körperhaltung ähneln dem des tanzenden Mannes im Gemälde La Surprise, das 1718-19 datiert ist (Christie's, London, Auktion am 8. Juli 2008, Los 21). Das sich umarmende Pärchen dieses Gemäldes wiederum basiert motivisch auf Rubens' Gemälde La Kermesse, das sich im Louvre befindet (Inv.-Nr. 1797) und von Watteau in einer anderen Zeichnung im Musée des Beaux Arts Décoratifs, Paris (Inv.-Nr. CD 16421; Rosenberg/Prat Nr. 245) studiert wurde. In der Zeichnung im Musée des Beaux Arts weist der tanzende Mann dieselbe Köperhaltung wie in La Surprise auf, sein markantes Gesicht, mit spitzer Nase und den v-förmigen Augenbrauen sind jedoch in vorliegender Zeichnung charakteristisch. Diese vergleichbare Mimik des Mannes in La Surprise könnte darauf hinweisen, dass Watteau diese Zeichnung zusätzlich zu der Pariser Studie für das Gemälde verwendet hat. Provenienz: Jean Delaigne, Paris, Auktion im Hôtel Drouot am 14. Februar 1914, Los 123 mit Abb. Hôtel Drouot, Paris, Auktion am 2. Juni 1923, Los 101. Galippe, Hôtel Drouot, Paris, anonyme Auktion am 30. April 1924, Los 143 ("attribuè à Watteau") mit Abb. Matthiesen Gallery, London, seit 1946. Baron Paul Hatvany (von Matthiesen erworben), London, 1957. Christie's, London, Auktion Hatvany am 24. Juni 1980, Los 41 mit Abb. Christie's, London, Auktion Alfred Scharf am 2. Juli 1991, Los 324 mit Abb. Privatsammlung Schweiz. Ausstellung: Matthiesen Gallery, London, Exhibition of French Master Drawings of the 18th Century, 1950, Nr. 108. Literatur: Karl T. Parker und Jacques Mathey: Antoine Watteau: Catalogue complet de son œuvre dessiné, Paris 1957, II, Nr. 679. Margaret Morgan Grasselli: The Watteau Society Bulletin, 1994, Nr. 3, S. 49. Pierre Rosenberg und Louis-Antoine Prat: Antoine Watteau, Catalogue raisonné des dessins, 1996, I, S. 576, Nr. 358.

Taxe: 35.000,- 

Losnummer: 6670



Weitere Inhalte:

Kunstsparte:


Zeichnung

Stilrichtung:


Barock

Bericht:


Italienisches Gruseln

Kunsttechnik/Material:


Kreide auf Papier

Kunsttechnik/Material:


Rötel

Veranstaltung vom:


27.11.2020, 116. Auktion: Zeichnungen des 16. bis 19. Jahrhunderts




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