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Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel

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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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Peter Binoit, Früchte- und Gemüsestillleben mit Rosen in einer Vase und einem Eichhörnchen

Peter Binoit, Früchte- und Gemüsestillleben mit Rosen in einer Vase und einem Eichhörnchen

Öl auf Holz (parkettiert). 53,5 x 84 cm

Weitere Details:


Peter Binoit wurde in Köln geboren, war aber wohl wie Sebastian Stoskopff ein Schüler des in Hanau ansässigen Daniel Soreau. Das früheste signierte und datierte Gemälde des Künstlers entstand 1611, wobei sich Binoit zunächst auf Blumenstillleben konzentrierte und seine Kompositionen erst ab 1616 um Früchte bereicherte. Während seiner künstlerischen Laufbahn hat Binoit offenbar gleichzeitig sowohl schlichter komponierte als auch üppiger ausgestattete Darstellungen gedeckter Tische geschaffen. Gerhard Bott erklärt dieses zeitliche Nebeneinander unterschiedlich aufwendiger Gemälde durch die unterschiedlichen Preise, die der Künstler dafür erzielen und somit auch verschiedene Marktsegmente abdecken bzw. Käuferschichten ansprechen konnte (vgl. Bott 2001 a.a.O., S. 74). Beim vorliegenden Stillleben handelt es sich gewiss um eine der reichsten und damit auch kostbarsten Ausführungen im Oeuvre des Künstlers. Auf einer bildparallel angeordneten, nach hinten ansteigenden Steinplatte sind vor einem dunklen Hintergrund zahlreiche wie zufällig abgelegte Nahrungsmittel wiedergegeben: In einer großen Wan-Li-Schale finden sich rote und gelbe Pflaumen, links daneben erinnert ein Vase mit Rosen an die Anfänge Binoits als Blumenmaler. Bereits nahe des linken Bildrands liegt eine große Artischocke, davor eine geöffnete Bohnenschote. Im vorderen Bereich der Tischplatte sind in der Mitte zwei übereinander gestapelte Bündel grünen Spargels platziert, das obere leicht über den Rand des Tischs hinausragend. Links davon steht ein kleines Weidenkörbchen mit Walderdbeeren, als Pendant liegen auf der rechten Seite zahlreiche lose Johannisbeeren auf einem großen Blatt. Ergänzt wird diese vielfältige und luxuriöse Zusammenstellung durch einzelne Zweige mit Stachelbeeren, Pflaumen, Erdbeeren, Johannisbeeren und Kirschen, vor allem aber durch ein Eichhörnchen, das inmitten des Früchtearrangements Platz genommen hat und genüsslich an einer Haselnuss knabbert. Die Datierung unseres Gemäldes in das Spätwerk des 1632 gestorbenen Peter Binoit ermöglicht eine annährend gleich große Variante der Komposition, die sich in der Kasseler Gemäldegalerie Alte Meister erhalten hat (Inv.-Nr. GK 1067) und für die in älteren Inventaren aus den Jahren 1816 und 1875 eine heute kaum noch lesbare Datierung „1631“ überliefert ist. In diese Zeit, also das vorletzte Lebensjahr des Künstlers dürfte demnach auch das vorliegende Gemälde zu datieren sein, das sich vor allem durch das Eichhörnchen unterscheidet, das auf der Kasseler Museumsversion fehlt und dort durch ein Karottenbündel ersetzt wird. Zertifikat Walther Bernt, München, 20.2.1963. Provenienz 512. Lempertz-Auktion, Köln, 26.-28.11.1970, Lot 21. - Deutsche Privatsammlung. Literaturhinweise Gerhard Bott: Stillebenmaler des 17. Jahrhunderts. Isaak Soreau, Peter Binoit, in: Kunst in Hessen und am Mittelrhein 1/2, 1961/62, S. 27-93, hier S. 78 u. 80, Abb. 10 u. 13. - Aust.-Kat. „Stilleben - Natura Morta im Wallraf-Richartz-Museum und im Museum Ludwig“, hg. von Gerhard Bott, Köln 1980, S. 119 u. 121. - Aust.-Kat. „Wahre Wunder. Sammler & Sammlungen im Rheinland“, hg. v. Siegfried Gohr, Köln 2000, S. 103. - Gerhard Bott: Die Stillebenmaler Soreau, Binoit, Codino und Marrell in Hanau und Frankfurt 1600-1650, Hanau 2001, S. 211, Werkverzeichnis Nr. WV.B.47, S. 74, Detailabb. - Aust.-Kat. „Die Magie der Dinge. Stilllebenmalerei 1500-1800“, hg. v. Jochen Sander, Ostfildern 2008, S. 106, Nr. 27, Abb. S. 107. Ausstellung Stilleben - Natura Morta im Wallraf-Richartz-Museum und im Museum Ludwig, Köln, Wallraf-Richartz-Museum u. Museum Ludwig, 13.6.-3.8.1980. - Wahre Wunder. Sammler & Sammlungen im Rheinland, Köln, Josef-Haubrich-Kunsthalle, 5.11.2000-11.2.2001. - Die Magie der Dinge. Stilllebenmalerei 1500-1800, Frankfurt a. M., Städel Museum, 20.3.-17.8.2008, Basel, Kunstmuseum, 5.9.2008-4.1.2009.

Taxe: 100.000 - 120.000 

Losnummer: 2029



Weitere Inhalte:

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Barock

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Wenn Mönche Trauer tragen

Kunsttechnik/Material:


Öl auf Holz

Veranstaltung vom:


14.11.2020, Auktion 1160: Alte Kunst und 19. Jahrhundert




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