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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Emil Schumacher, Blanco, 1985

Emil Schumacher, Blanco, 1985

Öl auf Leinwand. 125 x 170 cm. Gerahmt. Signiert und datiert 'Schumacher 85'. - Mit geringfügigen Altersspuren. Die vorliegende Arbeit ist in der Emil-Schumacher-Stiftung, Hagen, registriert.

Weitere Details:


Provenienz Andre Emmerich Gallery, New York (mit rückseitigem Aufkleber und Stempel); Galerie Hans Strelow, Düsseldorf; Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen Ausstellungen Locarno 1994 (Musei e cultura Pinacoteca comunale Casa Rusca), Emil Schumacher, Ausst.Kat., S.166/167 mit Farbabb. (mit rückseitigem Aufkleber) New York 1991 (Andre Emmerich Gallery), Emil Schumacher, recent paintings, Ausst.Kat.Nr.1 Berlin 1988 (Nationalgalerie, Staatliche Museen Preussischer Kulturbesitz), Düsseldorf 1989 (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen), Emil Schumacher, Späte Bilder, Ausst.Kat., S.112/113 mit Farbabb. „Das Sinnliche an der Farbe ist Teil meiner Antriebskraft“, so der Künstler 1992. (Michael Klant u.a., Emil Schumacher im Gespräch, Der Erde näher als den Sternen, Stuttgart 1992, S.52). Emil Schumacher ist zweifellos eine herausragende Gestalt der europäischen Malerei seit den 1950er Jahren. Seine Bilder zeichnen sich durch eine physisch-sinnliche Verbindung von Farbe und Materie aus. Aufgebrochene Oberflächen mit einander überlagernden (Farb)-Schichten, aber auch der Gestus heftiger Aggression sind das Resultat von komplexen Arbeitsvorgängen. Die materielle Verletzung von Oberflächen ist ein Grundthema, als Ausdruck und als Form. Die so geschaffenen Farb- und Formstrukturen assoziieren, wie auch in diesem großformatigen Bild „Blanco“, Natur und Landschaft; sie sind für den Künstler unerlässliche Quellen seiner Inspiration, um das nicht sichtbare Hintergründige darzustellen ohne sich daran zu binden. Dabei wirken Schumachers Gemälde wie eine Wiedergabe topografischer Untersuchungen unter dem Mikroskop in zigfacher Vergrößerung, übertragen in großformatige Ölgemälde, bisweilen unterstützt von verschiedenen Materialien und Maltechniken. Es entstehen Kompositionen mit gestischen, eruptiv überlagerten Schlieren, tief gezogenen, in die gestisch aufgetragene Farbschicht geritzten Spuren, aufgerissenen Gräben, geologisch anmutende Verwerfungen zu bildnerischen Inseln in einem Meer von weißer Gischt. „Zu meinen Bildern gehören Farbe und Form, das Strukturelle, das Haptische. Wesentlich ist und bleibt aber doch die Linie.“(wie Anm.1, Schumacher im Gespräch S.55). Linien, die ihren Charakter nicht aus der Umrissfunktion schöpfen, sondern mit Assoziationen aufladen und wie „Ergebnis sukzessiver Entscheidungen“ (Schmalenbach) oder als „Schneckenspur“ (Jens Christian Jensen) wirken. Die Linie des Horizonts, die Linie als Grenze, als Rand, als Hilfsmittel geographisch anmutende Landschaft zu ordnen oder figürliche Erinnerung assoziierend. „In der Linie manifestiert sich vieles, was mit der Farbe nicht so einfach dazustellen ist [...] die Linie [ist] ein ganz wesentlicher Bestandteil menschlicher Äußerung“, so Emil Schumacher im Interview 1992 (zit. nach: Von künstlerischer Freiheit, Werkstattgespräch mit Christoph Brockhaus, in: Ernst-Gerhard Güse (Hg.), Emil Schumacher, Leben in der Malerei, Gespräche und Texte, Ostfildern 2008, S.62). Nicht immer betitelt Schumacher seine Werke so konkret wie hier mit dem spanischen Wort „Blanco“; es sind dies häufig Anspielungen auf den Inhalt wie hier das überwiegend eingesetzte Weiß, das so auf den von Licht und der hellen Farbigkeit des Ortes der Entstehung hinweisen mag: San José auf Ibiza? Der intensive Klang der dominanten Farbe Weiß akzentuiert das Bild mit darin schwimmenden Inseln, die wie Bildkörper auch über den oberen Bildrand gedanklich hinausführen in einen imaginären Raum darüber, dahinter, rechts oder links davon. Für Schumacher ist eine Orientierung an einen Horizont ebenso evident wie an ein haptisches Element. Die Farben werden wie selbstverständlich zur Materie und mutieren dennoch zu einer immateriellen Schönheit wie hier der Kontrast der rot und braun von schwarzer Linie umrandeten Insel auf dem dominanten Weiß. Blasses Gelb und eine Ahnung von Himmelsblau von gestischer Liniatur herausgestellt, bildet den ausgleichenden Akzent dieser für Emil Schumacher ungewöhnlich hell leuchtenden Erde einer Landschaft.

Taxe: 120.000 - 150.000 EURO

Losnummer: 604



Weitere Inhalte:

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Kunsttechnik/Material:


Öl auf Leinwand

Veranstaltung vom:


01.06.2019, Auktion 1135: Zeitgenössische Kunst




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