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Am 17.11.2018 Auktion 40: Moderne und Zeitgenössische Kunst

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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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© Galerie Neher - Essen


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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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Nature morte au crane / Pablo Picasso

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Ernst Wilhelm Nay, Männer mit braunem Stier

Ernst Wilhelm Nay, Männer mit braunem Stier

Gouache auf Karton. Signiert u. datiert.

Weitere Details:


Claesges 47-141 - Provenienz: Kunstausstellung Kühl, Dresden; Privatsammlung Dresden. - Ausgestellt und abgebildet in: Informel. Spielarten und Grenzbereiche. Dresden, Kunstausstellung Kühl, 2007, Abbildung auf der Einladungskarte. - Nays künstlerische Verarbeitung der Kriegs- und Nachkriegserlebnisse vollzieht sich von 1945 bis 1948 in den sogenannten "Hekate-Bildern", in deren Titeln Themen aus Mythen, Legenden und Dichtung anklingen. In ihnen spiegeln sich die Tragik der jüngsten Vergangenheit und die aufkeimende Hoffnung der ersten Nachkriegsjahre wider. Im Spannungsfeld zwischen figürlichem Motiv und abstrakter Gestaltungsweise, markieren diese Werke eine neue Entwicklungsstufe in Nays Werk. Hekate ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Magie, der Theurgie und der Nekromantie. Sie ist die Göttin der Wegkreuzungen, Schwellen und Übergänge, die Wächterin der Tore zwischen den Welten. Die Bezeichnung "Hekate-Bilder" prägte Ernst Gosebruch (1872-1953) unter Bezugnahme auf Nays Bild "Tochter der Hekate I" von 1945. Bezeichnenderweise fehlt eine Tochter der Hekate in der griechischen Mythologie. Sie ist eine Verfremdung bzw. Erfindung von Nay, so wie auch insgesamt die Titel aus dieser Werkperiode, in denen häufig antike oder biblische Themen anklingen, die nicht abbildhaft oder gar illustrativ, sondern "als metaphorische Brücken" zu seinen verschlüsselten Motiven zu verstehen sind. - "Das Motiv mehrerer Männer mit Stier (oder Kuh) griff Nay 1946 und 1947 mehrfach auf. So sind insgesamt 23 Papierarbeiten zu diesem `bukolischen´ Thema bekannt." (Claesges 2012) Im antiken Griechenland galten Stiere als mythologische Himmelstiere - insbesondere als Werkzeuge der Götter. Im Gilgamesch-Epos entsendet die vom sumerischen Helden-König verschmähte Liebesgöttin Ischtar den Himmelsstier, um Gilgamesch zu töten, doch Gilgamesch bezwingt den gigantischen Bullen. Auch in der altgriechischen Herakles-Sage gelingt es dem Helden, das Tier zu zähmen. Sich auf diese Vorbilder berufend gestaltete Nay seine Werke assoziativ und frei, ganz aus der Farbe heraus. Titel für seine Arbeiten fand Nay zudem erst nach der Fertigstellung. - In vorliegender Arbeit treten die hellblauen Figuren und grauweißen Flächen vor dem Rotbraun des Stieres und dem ockerfarbenen Hintergrund klar hervor. In Nays kantigen Formen und Flächen werden Mensch und Tier zu einem kraftvollen Farbrhythmus verwoben: "Malen, das heißt aus der Farbe das Bild formen, denn die Farbe ist das Leben der Malerei, Ausdruck der Ursprünglichkeit, die wiedergewonnen ist." (Scheibler, Nay: Werkverzeichnis, S. 224). Auffallend ist der pastosere Farbauftrag und eine deutlich dunklere Palette, die mythische Urkräfte freizusetzen scheint. Rückblickend schrieb Nay zu diesen Werken: "Da kamen wieder sehr starke formale Ideen zum Vorschein, die sich mit mythisch-magischen verbanden. Bilder, dick gemalt, die von Jahr zu Jahr, je älter sie werden - umso schöner werden. Wo ich ihnen begegne, bin ich davon entzückt. Aber ich bin ein Mensch der Gegenwart, den die Gegenwart auch in seinem Leben bestimmt." (nach Claesges 2002, S. 177)

Maße: 26 x 35,4 cm

Jahr: 1947

Signiert: ja

Datiert: ja

Taxe: 18.000,- EURO

Losnummer: 361



Weitere Inhalte:

Bericht:


Bemalter Kühlschrank

Veranstaltung vom:


27.10.2018, Auktion 49

Künstler:

Ernst Wilhelm Nay




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