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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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Johannes Grützke, Monument der Tröstungen, 1971

Johannes Grützke, Monument der Tröstungen, 1971

Öl auf Leinwand. 180 x 200 cm Unten links mit Pinsel in Rotbraun monogrammiert "J. G." und datiert sowie verso mit Pinsel in Braun signiert "Johannes Grützke", nochmals datiert "1.8.1971" und betitelt. Holeczek 123.

Weitere Details:


Er tröstet sich selbst. Ein wenig theatralisch, ein wenig inszeniert, aber auch mit einem Ausdruck echten Trostbedürfnisses und echter Zusprache. Simultan zeigt Grützke ein und dieselbe Person, den Mann mit Glatze, weißem Hemd und schwarzer Hose, in verschiedenen Posen der Zuwendung. Der Handlungsablauf des Tröstens wird also in mehrere Phasen aufgesplittert. Damit verlässt Grützke in seinem "Monument der Tröstungen" die Einheit von Raum und Zeit. In einer fest gefügten, kompakten Komposition, die in denkmalhafter Strenge die Psychologie der Darstellung spiegelt, erscheint der Bildgegenstand bei aller Künstlichkeit intensiviert. Die emotionale Handlung wird, museal mit Kordeln vom Zuschauer abgesperrt, zu einer Inszenierung. Das monumentale Gemälde zählt zu einer Werkgruppe Grützkes, die immer korrekt gekleidete Männer in sentimentalischen Posen zeigt. "Der Höhepunkt dieser nahezu intimen Szenen ist sicherlich das Monument der Tröstungen von 1971, das einen Turm aus sich umarmenden, küssenden und aneinanderschmiegenden Typen zeigt, die alle gleich aussehen: Die vier Männer sind ganz eins, versunken, fast verschmolzen. Gleichsam zum Denkmal erhoben werden sie durch vier Pfosten, zwischen denen Seile gespannt sind: Damit sind sie von der Umwelt abgeschirmt, so dass sie niemand in ihrer trauten Handlung stören kann." (Birgit Jooss, der Maler und Arbeiter am Erlebnismenschen, in: Johannes Grützke. Die Retrospektive, Ausst.-Kat. Nürnberg 2011, S. 16). "Nicht die spontane, sondern die vorgeführte Handlungsweise ist Bildgegenstand. Die von gewaltiger Geste getragenen Ausdrucksformen sind hohl, wirkliche Kommunikation findet nicht statt. Die mehr oder weniger vereinfachte Darstellungsweise macht die Grimasse zum Symbol... Hinter der Ironisierung von Bedeutung sucht er Sinn, hinter der gefrorenen Grimasse eine ungebrochene und ungehemmte Kraft des Ausdrucks." (E. Schenk zu Schweinsberg, Versuch zur Bildsprache von Johannes Grützke, in: Holeczek, S. 8 u. 17). Mit seiner "Berührung von Subjektivität und Öffentlichkeit" (Tilmann Lehnert, in: Johannes Grützke, Ausst.-Kat. NBK Berlin 1974, o.S.) ist das Gemälde Grützkes von musealer Bedeutung. Ausstellung: Johannes Grützke, NBK Berlin u. a., 1974, Kat.-Nr. 56 Johannes Grützke, Der Pinsel hat gesprochen, Museum More, Gorssel 2017 Literatur: Johannes Grützke, Der Pinsel hat gesprochen, Ausst.-Kat. Museum More, Gorssel 2017 (Abb. Nr. 7)

Taxe: 28.000,- 

Losnummer: 8140



Weitere Inhalte:

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Bericht:


Tischler in Aktion

Kunsttechnik/Material:


Öl auf Leinwand

Veranstaltung vom:


02.12.2017, 110. Auktion: Moderne Kunst Teil I und II




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