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Georges Braque, Le moulin à café, 1942

Georges Braque, Le moulin à café, 1942

Öl und Sand auf Leinwand, doubliert. 87,6 x 106,7 cm. Gerahmt. Unten links in der Darstellung hellbraun signiert 'G Braque'. - In schönem Erhaltungszustand. Maeght Catalogue de L'Oeuvre de Georges Braque, Peintures 1942-1947, o.S., o. Nr., mit Abb.

Weitere Details:


Provenienz Aimé Maeght, Paris; M. Knoedler & Co., Inc., New York (Erwerb von A. Maeght 1950); Mr. und Mrs. Lee A. Ault, New York (1951); Christie's New York 1996, Impressionist and Modern Paintings, Drawings and Sculpture (Part I), November 13th, 1996, lot 58 ("Property from the Estate of Lee A. Ault"); Sammlung Klaus J. Jacobs, Zürich Ausstellungen Amsterdam 1945 (Stedelijk Museum), Georges Braque, Faltblatt, Kat. Nr. 6 ("Le moulin à café, De Koffiemolen, The coffeegrinder", irrtümlich mit den Maßen "87 x 46"); Zürich 1946 (Kunsthaus Zürich), Georges Braque, Wassily Kandinsky, Pablo Picasso, Kat. Nr. 19; Paris Juni 1947 (Galerie Maeght), G. Braque, Kat. Nr. 21; Avignon 1947 (Palais des Papes), Exposition de peintures et sculptures contemporaines, Kat. Nr. 20; Toronto 1949 (The Art Gallery of Toronto), Contemporary Paintings from Great Britain, The United States and France with Sculpture from the United States, Kat. Nr. 164; New York 1964 (M. Knoedler and Co., Inc.), Georges Braque, An American Tribute, The Late Years (1910-63 and The Sculpture), Nr. 6 mit Abb. ("Oil and sand on canvas" "Mr. and Mrs. Lee A. Ault, New York"); Roslyn Harbor, New York 1994 (Nassau County Museum of Art), The Avant Garde of France: The 1940's and 1950's, o. Kat. Nr., mit Farbtafel III ("Cafe au Moulin" - sic - , o.J. und "Collection Mr. and Mrs. Lee A. Ault") Literatur Christian Zervos (Hg.), Cahiers d'art: peinture, sculpture, architecture, musique, Paris 1940-1944, Vol. 15/19, Paris (mit einem Text zu Braque von Jean Paulhan), S. 101 mit ganzseitiger Abb. ("Moulin à café et poisson, 1942"); Stanislas Fumet (Vorwort), Braque (Couleurs des Maitres), Paris 1945, mit ganzseitiger Farbtafel I; Derrière Le Miroir, G. Braque, Juin 1947, Galerie Maeght, Paris 1947 (mit einem Text von René Char), Peintures Nr. 21; Maurice Gieure, G. Braque, Paris 1956, S. 70 mit Abb. 107; Vogue, New York, June 1, 1956, Fashion: It's So Peaceful - The Country Fashion, Abb. S. 93 (Modefoto, "Photographed at the New Canaan, Connecticut, house of Mr. and Mrs Leee Ault"); John Russell, G. Braque, London 1959, mit ganzseitiger Abb. Tafel 62 „Was mich während meines ganzen Lebens besonders angezogen hat, war die Verkörperung dieses neuen Raumes, den ich fühlte.“ (Georges Braque, zit. nach: Ausst. Kat. Georges Braque, Haus der Kunst München 1963, S. 14). Das Stillleben ist für Georges Braque eine zentrale Darstellungsform. Im Streben nach visueller Erfahrung führen seine Bilder in den Salon, die Küche, das Esszimmer und das Atelier, wobei er die Ausdrucksmöglichkeiten dieser Gattung vor allem im Spätwerk mit besonderer Intensität zu variieren vermag. Er experimentiert mit Farbigkeit und Form, entwickelt fortwährend neue Beziehungsfüge zwischen Volumen und Fläche, Hell und Dunkel, weicher und harter Linie. Als Beleg für Braques zunehmend phantastische Annäherung an die Welt ist „Le moulin à café“ ein herausragendes Beispiel für die außerordentliche Qualität dieses späteren Schaffens. Braques Stillleben folgen weder einem starren kompositionellen Konzept noch einer klar lesbaren Ikonographie. So mag auch im vorliegenden Werk die Zusammenstellung der Objekte auf dem Tisch in seinem Atelier in Varengeville (vgl. Ausst. Kat. The Avant Garde of France. The 1940' and 1950's, Nassau County Museum 1994, S. 13) erstaunen, deren innerer Zusammenhang zunächst nur schwer greifbar scheint: Neben der titelgebenden Kaffeemühle lässt er auf dem Tisch eine Zwiebel und einen Fisch auf surreal-phantastische Weise miteinander in Dialog treten - als solches profane Gegenstände, die im Werk allerdings eine eigentümlich atmosphärische Aufladung erfahren. Mit Braques „Les poissons noirs“ aus der Sammlung des Musée national d'Art moderne, Centre Georges Pompidou etwa (s. Vergleichsabb.), entstand im selben Jahr ein emblematisches Stillleben, dessen verstörende Darstellung zweier schwarzer Fische der französische Lyriker Pierre Reverdy als Motiv des Unterbewusstseins deutete (vgl. Bernhard Zurcher, Georges Braque, Life and Work, New York 1988, S. 174). Jenseits der dargestellten Objekte entwickelt sich die enigmatische Grundstimmung von „Le moulin à café“ nicht zuletzt über das komplexe Beziehungsfüge der Gegenstände untereinander. Unwillkürlich sieht sich der Betrachter mit der Frage nach den Relationen der Dinge und ihren Zwischenräumen konfrontiert. Indem sie sich einer abschließenden Deutung nachhaltig entziehen, verhelfen sie der Arbeit zu einer subtilen Widerständigkeit. Im Falle unseres Stilllebens vermag dieses Konzept umso eindringlicher zu wirken, erinnert man sich dessen Entstehungszeit im besetzten Frankreich. Ein Aspekt, der mitunter auch in Bezug auf Braques dosierte Palette bedacht werden kann. Neben dem historischen Kontext sind es vor allem der mit Hilfe von Sand fein akzentuierte Farbauftrag und der differenziert gestaffelte Bildraum, welche unser Werk als bedeutenden Vertreter der Malerei Braques in den frühen 1940er Jahre auszeichnen. Bereits zu Beginn der 1950er Jahre gelangte das repräsentative Gemälde über Aimé Maeght in die Sammlung des US-amerikanischen Verlegers und Kunsthändlers Lee A. Ault (1915 - 1996), wo es bis zu seiner Rückkehr nach Europa im Jahr 1996 verblieb. Die schon damals herausgehobene Stellung in Aults Kunstsammlung belegt eine Fotostrecke der Vogue in Aults Anwesen in New Canaan, Connecticut aus dem Jahr 1956 (s. Vergleichsabb.). Für dieses Los gelten gesonderte Versteigerungsbedingungen (Legende "D").

Taxe: 400.000 - 600.000 

Losnummer: 331



Weitere Inhalte:

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Bericht:


Rückzugsort Ostsee

Kunsttechnik/Material:


Mischtechnik auf Leinwand

Veranstaltung vom:


01.12.2017, Auktion 1099: Moderne Kunst




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