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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Victor Servranckx, opus 9 - 1927, 1927

Victor Servranckx, opus 9 - 1927, 1927

Öl auf Leinwand. 130/130,6 x 205,7 cm. Gerahmt. Unten rechts dunkelbraun signiert und datiert 'SERVRANCKX 1927'. - Im Kantenbereich stellenweise mit kleinen Randretuschen, bedingt durch Spuren ehemaliger Rahmung. Randdoubliert. - In schönem Erhaltungszustand. - Rückseitig mit Ausstellungsaufklebern.

Weitere Details:


Provenienz Ehemals Mme Servranckx, Elewijt; Galerie Gmurzynska; Privatbesitz Schweiz (seit 1986) Ausstellungen Brüssel 1957 (Galerie "Les Contemporains"), Hommage à Servranckx à l'occasion de son soixantième anniversaire, Kat. Nr. 30; Hasselt 1970 (Provinciaal Begijnhof Hasselt), Victor Servranckx, Kat. Nr. 52 mit Abb. ("Cosmisch vizioen", als Leihgabe von "Mevr. Servranckx, Elewijt"); Elewijt 1972 (Rubenskasteel), Victor Servranckx, mit Abb. (o.S., o. Kat. Nr.); Aalst 1972 (Galerij Valerius De Saedeleer), Nr. 18 [?] ("cosmisch vizioen") Literatur Maurits Bilcke, Servranckx (Monographies de L'Art Belge), Brüssel 1964, mit Abb. 18; Maurits Bilcke (Einführung), Ausst. Kat. Musée D'Ixelles/ Museum van Elsene 1965, mit Abb. (o.S.) Gilt Victor Servranckx mit seinem 1917 in Brüssel in der Galerie Giroux erstmals ausgestellten Werk und dem 1918 folgenden Aufenthalt in Paris bei "L'Effort Moderne", wo er Marinetti, Theo van Doesburg, Fernand Léger und Marcel Duchamp begegnet, schlechthin als der legendäre Pionier abstrakter Kunst in Belgien - und zwar unter konstruktivistischem Vorzeichen -, so wurde schon damals nach wenigen Jahren deutlich, dass der Künstler Welt, Kunst und Leben wohl stets lebendig aufeinander bezog und theoretisch wie praktisch mit seinem individuellen Anspruch abglich. Engagiert wie überzeugt testete er den Puls der Zeit entgegen aller orthodoxen Festlegung. Mit der besonderen Sensibilität des Künstlers reagierte er insbesondere auf die Ideen und die Arbeit seiner befreundeten Weggefährten und liess sich dennoch kaum einseitig vereinnahmen. DIe Ismen, die in den zwanziger Jahren nach dem Weltkrieg, insbesondere in den Kunstzentren von Paris, Berlin und Amsterdam, in wilder Rasanz aufgeblüht waren, sammelten über alle Grenzen hinweg ihre Adepten. So konnte es geschehen, dass die Galerie "Der Sturm" noch 1928 mit der bedeutenden, abstrakt-geometrischen, konstruktivistischen Arbeit "opus 9-1922" (heute im Centre Pompidou, Paris) für Victor Servranckx warb (s. Vergleichsabb.), während sich für den Künstler selbst, in steter Bewegung, die künstlerischen Praemissen schon längst verschoben hatten: "Nous marchons sur la conquête de l'impossible. Les forces prodigieuses de notre imagination, de notre énergie inspiratrice qui crache les images, feront éclater la croute qui emprisonne notre esprit. Le positivisme, concept artistique tout à fait arbitraire qui atteint seulement de nos jours sa forme la plus grossière, retourne ses armes non seulement contre l'esprit libre, mais aussi contre la science dont elle est issue. La logique ne contient pas l'universellement existant." (Victor Servranckx, "Hypothèses pour l'enrichissement de l'inspiration", in "7 Arts" vom 22.1.1925, zit. nach: Ausst. Kat. Victor Servrancks, Knokke 1988, S. 17). Seit 1927 entstehen neue Arbeiten, die von surrealistischem Geist durchdrungen sind. Der Maler entdeckt neue Quellen künstlerischer Inspiration. Die zehn Jahre zuvor entwickelten abstrakten Purismen mutieren zu phantastischen Bildwelten. Gegen die Formalismen mathematischer Flächengeometrie setzt er ein völlig anderes abstraktes Amalgam, das sich aus neu gewonnenen Erfahrungen speist. "opus 9-27" gehört in dieser Hinsicht, als Wurf eben dieses Jahres, zweifellos zu seinen individuellen Meisterwerken. Der emotionalen Wirkung der großformatigen Komposition kann heute unvoreingenommen und frisch nachgespürt werden. Man ist fasziniert von der kühlen Distanz des angedeuteten unendlichen Raumes wie von der schwebenden, suggestiven Balance der Darstellung. Weit vor der Existenz von Satellit und Sputnik, weit vor Stanley Kubrick, schwindelt es den Betrachter vor der Höhe, der Tiefe und der Weite der angedeuteten kosmischen Landschaft, deren Malerei Elemente des Terrestrischen mit dem Metaphysischen und Absoluten zu verbinden scheint. Die freie und dennoch in sich geschlossene Bildstruktur funktioniert primär auch ohne Interpretation. Zur Imagination des Motivs gesellt sich eine Bildtechnik, die dem Wissen und der Beobachtung verpflichtet ist. "Qu'est-ce qui est plus angoissant que le mystere dans l'évidence?" resumierte Servranckx in einem Aufsatz von 1928 ("Ons Standpunkt" in: Opbouwen, 1. JG., Nr. 1, zit. nach: Ausst. Kat. Knokke 1988, S. 15). So ähnelt der Bildgrund nicht nur der Trift der Kontinente, sondern auch, wie Jan Hoet es feststellte, den Zufallsbewegungen von flüssigen Farbmassen in riesigen Industriebehältern, wie sie der Künstler 1925/1926 bei U.P.L., in der Tapetenfabrik in Haren, wo er als Entwurfszeichner tätig gewesen war, beobachtet haben mag (vgl. Jan Hoet in Ausst. Kat. Victor Servranckx, Rubenskasteel, Elewijt 1972).

Taxe: 200.000 - 240.000 

Losnummer: 329



Weitere Inhalte:

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Abstrakte Kunst

Bericht:


Rückzugsort Ostsee

Kunsttechnik/Material:


Öl auf Leinwand

Veranstaltung vom:


01.12.2017, Auktion 1099: Moderne Kunst




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