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Am 03.12.2020 Auktion 69: Klassische Moderne, Post War & Contemporary Art

© Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

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ohne Titel / Günther Uecker

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© Galerie Luther


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Winterlandschaft in Schreiberhau in Schlesien / Hans Purrmann

Winterlandschaft in Schreiberhau in Schlesien / Hans Purrmann
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach
© Galerie Neher - Essen


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Marktberichte

Die Contemporary Week im Wiener Dorotheum geht weiter. Nun sind die Zeitgenossen dran und feiern ein Fest der abstrakten Kunst

Von Nagelschwestern und steinernen Findelkindern


Lucio Fontana, Concetto Spaziale. Attesa, 1967/68

Regelmäßig finden im Dorotheum große Auktionen Zeitgenössischer Kunst statt, und der Wiener Versteigerer bietet dabei eine Vielzahl an künstlerischen Strömungen von Minimalismus und Konzeptkunst über Pop Art bis hin zu Graffiti-Kunst renommierter österreichischer und internationaler Künstler an, die oft Spitzenpreise erzielen. Arbeiten von Lucio Fontana ...mehr

22.11.2020

Die Auswahl an Arbeiten auf Papier beim Berliner Versteigerer Bassenge ist wieder ansprechend und listet neben bekannten Namen attraktive Entdeckungen

Italienisches Gruseln


Théodore Géricault, Studie für „La Course des chevaux libres“, 1817

Théodore Géricault war ein Pferdenarr. Immer wieder hat er Rösser als Motive in seinen Bildern verarbeitet oder sie als Zeichen von ungebändigter Emotion und Stärke gar zum Thema gemacht. Als Géricault sich 1816/17 in Italien aufhielt und mehrere Monate davon in Rom weilte, zog ihn das traditionelle, seit der Mitte des 15. Jahrhunderts nachweisbare Pferderennen während der Karnevalszeit magisch an. Bei „La Mossa“ wurden Dutzende ungestüme Araberhengste von ihren Stallknechten auf der Piazza del Popolo vorgeführt, bevor sie entlang der Via del Corso, der Hauptschlagader der Stadt, davonjagten – für den pferdebegeisterten Géricault eine einzigartige Quelle der Inspiration. Mehr als zwanzig Ölskizzen und etliche Zeichnungen fertigte er von dem reiterlosen Rennen an. Dazu gehört auch seine Kreidestudie mit einem energisch sich aufbäumenden Hengst und einem Knecht kurz vor dem Start, die Géricaults Geschick in der Ausarbeitung der Pferdeanatomie unterstreicht. Sie ist nun im Auktionshaus Bassenge für 35.000 Euro zu haben. Das Projekt für ein rund zehn Meter breites Ölgemälde zu „La Mossa“ konnte Géricault nicht vollenden; denn er starb schon 1824 in Paris jung an den Folgen eines Reitunfalls. ...mehr

20.11.2020

Der November im Dorotheum hält für Sammler eine breite Palette an Werken vom Mittelalter bis zur Gegenwart bereit. Den Abschluss macht kommende Woche die Contemporary Week, beginnend mit moderner Kunst

Gott im Theater und Österreich an der Spitze


Chaïm Soutine, La Femme en rouge au fond bleu, um 1928

Die Klassische Moderne gibt sich im Wiener Dorotheum nun die Ehre, wenn auch komplett online aufgrund der verschärften Corona-Auflagen in Österreich. Liebhabern dieser Epoche muss man die prominenten österreichischen und internationalen Künstler ohnehin nicht persönlich vorstellen, ist die diesjährige Offerte doch vor allem mit bekannten Namen bestückt. Zum Top-Los ernannten die Wiener Experten die expressionistische „Dame in Rot mit blauem Hintergrund“ von Chaïm Soutine bei einer Schätzung von 1,5 bis 2,5 Millionen Euro. Ihren Zenit erlebten die Porträts des weißrussischen Malers vor allem im Paris der 1920er Jahre; aus dieser Schaffensphase, konkret von 1928, stammt die Frau mit den verschränkten Händen und dem bangen Blick. Großen Raum nimmt neben ihrem feuerroten Kleid der mit dicken Pinselstrichen aufgetragene Hintergrund ein, der im wilden Kontrast zu der im ruhigeren Malduktus Porträtierten steht und dem Gemälde eine plastische Textur verleiht. ...mehr

19.11.2020

Sotheby’s präsentierte in Paris eine Auswahl an Werken bekannter Künstler der europäischen Avantgarde bis in die Nachkriegszeit. Der kleine, qualitätvolle Querschnitt durch die Kunst der Moderne zahlte sich aus: Die Modernités erzielten den höchsten Gesamtumsatz seit Einführung der Sparte

Viele Auktionsdebütanten unter den alten Hasen


Pablo Picasso, Tête d’homme, 1940

„Moderne Kunst“ ist eine ebenso einprägsame, wie unscharfe Bezeichnung für die avantgardistischen Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts. Die Franzosen nennen sie „Modernités“, also „Modernitäten“, und kommen des Pudels Kern damit schon näher: Der Begriff steht für Innovation, Frische und Fortschritt. Von Picasso über Klee bis Miró versammelte Sotheby’s in der Pariser Dependance Kunstwerke der bekanntesten in Europa tätigen Künstler. Die Auktion fand gemeinsam mit der Versteigerung zeitgenössischer Kunst in London als Livestream statt. So vereinten die beiden Repräsentanzen des Traditionshauses wichtige Kunstmomente des 20. und 21. Jahrhunderts. Und die sind bei Sammlern trotz hoher Preise heute sehr gefragt, wie die erfolgreiche losbezogene Zuschlagsquote von 80 Prozent in Paris bewies. Mit einem Bruttoumsatz von 23,8 Millionen Euro erwirtschaftete Sotheby’s trotz mancher schwacher Einzelresultate nach eigenen Angaben das beste Ergebnis seit dem Aufbau dieser Auktionskategorie im Jahr 2017. ...mehr

18.11.2020

So gut wie alle großen Meister der Druckgrafik geben sich bei Bassenge in Berlin die Ehre

Stich-Fest


Rembrandt, Der Obelisk (Der Meilenstein bei der Hütte am Spaarndammerdijk), um 1650

Still und ruhig steht sie da, die Hütte am Spaarndammerdijk, an einem kleinen Tümpel, geschützt durch einen großen Busch, während der Himmel monoton unaufgeregt ist. Am rechten Bildrand erhebt sich auf einem würfelförmigen Postament ein Obelisk mit barocken Formen. Das ist der Meilenstein. Allerdings gibt diese Landmarke weniger die Richtung vor, sondern kennzeichnet den Gipfel, denn höher geht es nicht. Mit 35.000 Euro ist dies nämlich das am teuersten veranschlagte Blatt der aktuellen Auktion für Druckgrafik des Hauses Bassenge. Um 1650 schuf Rembrandt das kleine Kunstwerk mittels Radierung und Kaltnadel. In vorzüglichem Zustand kommt es am 25. November in Berlin mit rund 720 weiteren Drucken unter den Hammer. Zum Verkauf steht fast jeder Meister, dessen Namen man mit dieser Kunstgattung verknüpft: Dürer, Leyden, Bruegel, Burgkmair, Callot, Raffael, Piranesi, Goya, Daumier, Klinger – Raimondi und Merian einmal ausgenommen. ...mehr

17.11.2020

Kleiner, kompakter, aber nicht minder hochkarätig. Die Highlights – Internationale Kunstmesse München trotzen Corona und eröffneten gestern unter großem Publikumszuspruch ihre elfte Ausgabe

Kunstgenuss, aber sicher


auf den Highlights in München 2020

Wenn das Fieberthermometer am Einlass der Münchner Highlights unter 37,5 Grad Celsius bleibt, ist der Weg frei in ein Kunstparadies, wie wir es für eine gefühlte Ewigkeit bereits vermisst haben. Gestern eröffnete in den Bronzesälen der Residenz unter strikten Hygienemaßnahmen die anspruchsvollste Kunst- und Antiquitätenmesse ...mehr

Das Niveau der TEFAF in Maastricht bleibt unübertroffen. Sie zeigte das Beste, was der Kunsthandel zu bieten hat, und vermeldet trotz vorzeitiger Schließung gute Umsätze. Die Hinwendung zur modernen Kunst ist unübersehbar

Corona und das Sammlervirus


Vincent van Gogh, Paysanne devant une chaumiere, 1885

Das Sammlervirus ist anscheinend stärker als die Angst vor Covid-19, das gerade die Weltwirtschaft aus den Angeln hebt. Die diesjährige The European Fine Art Fair, kurz TEFAF, die wegen der Corona-Pandemie vier Tage früher als geplant schloss, hat auf der Eröffnung am Freitag voriger Woche und während der Laufzeit rund 30 Prozent weniger Besucher registriert. Verkauft wurde aber sowohl im Altmeisterbereich, bei den Antiken und Antiquitäten, als auch in der modernen Kunst besser als erwartet. Als eines der Top-Exponate galt Vincent van Goghs Gemälde „Landarbeiterin vor Bauernhaus“ von 1885 am Stand der Londoner Galerie Dickinson. Das Bild von spröder Schönheit aus der frühen Schaffensphase eines der wichtigsten Künstler des Postimpressionismus hat eine erstaunliche preisliche Karriere hinter sich: 1968 hat es ein Sammler für 45 Pfund in einem englischen Antiquitätengeschäft entdeckt, später wurde es für 1,7 Millionen Dollar versteigert und nun auf der bedeutendsten Kunst- und Antiquitätenmesse für 15 Millionen Dollar angeboten. Lange musste es nicht auf einen neuen Besitzer warten. Die Galleri K aus Oslo setzte dagegen auf Fotografie der Becher-Schule. Andreas Gurskys dreiteilige Fotoarbeit „James Bond Island“ von 2007, eines von noch zwei existierenden, nicht zerstückelten Sets dieses Werks, ging für über 1 Million Euro in neue Hände. ...mehr

Die Entdeckermesse Art Rotterdam ist vergangene Woche zu Ende gegangen. Einige Neuerungen sorgten für ein Facelift und guten Publikumszuspruch

Frische Kunst für neugierige Sammler


Die Art Rotterdam, eingebettet in die Rotterdam Art Week, nennt sich im Untertitel „The Fair to Discovery Young Art“ und positioniert sich einmal mehr mit ihrer Mischung aus junger Kunst zu Einsteigerpreisen und einem Fokus auf niederländische Galerien sowie einige Händler aus anderen europäischen Ländern. Mit 225 Euro pro Quadratmeter ist der Kojenpreis auf dieser Kunstmesse vergleichsweise günstig. Exakt 100 Galerien waren nach Rotterdam gereist, um in der historischen Van Nellefabriek etwas außerhalb des Stadtzentrums Kunst von etablierten Stars der internationalen Kunstszene, darunter etwa Documenta-Teilnehmer Guillaume Bijl, bis hin zu ganz jungen Akademieabsolventen zu präsentieren. Allein 67 Nachwuchskünstler wurden in der kuratierten und eher unkonventionellen Sektion „Prospects & Concepts“ vorgestellt. ...mehr

Für die Bibliophilen ist das letzte Januarwochenende ein Pflichttermin. Dann starten die Antiquare mit ihren Messen in Stuttgart und Ludwigsburg ins neue Jahr

Hohe Buchkunst


Sind Bilderbücher nur etwas für Kinder? Schaut man sich „Das wunderliche Bilderbuch“ von Grethe Jürgens an, denkt man sofort an das malerische Vokabular des Bauhauses und der Neuen Sachlichkeit. So reduziert und experimentell hat die Hannoveraner Künstlerin ihre neun ganzseitigen Farblithografien gestaltet, etwa die lustige Szene mit einer doch noch unsicheren Maus, die am Halsband eine Spielzeugkatze hinter sich herzieht. Zudem lässt „Das wunderliche Bilderbuch“ das Menschenbild und die Utopien der Weimarer Republik erkennen. Die seltene erste Ausgabe, für die Jürgens auch den jeweils vierzeiligen Text typografisch herausragend aufgearbeitet hat, liegt im Antiquariat Sabine Keune vor. Auf der aktuellen Stuttgarter Antiquariatsmesse stellt die Aachenerin das um 1935 erschienene Werk nun für 4.400 Euro vor und hat ihren Stand auf einen Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung ausgerichtet. Denn mit der Sonderschau „Internationale BilderBuchKunst der Gegenwart“ will man in Stuttgart über die pädagogische Zielsetzung dieser Bücher hinaus auch ihre künstlerische Eigenart und die kreative Verbindung von Bild und Text beleuchten. Dafür trennt sich der österreichische Musikwissenschaftler und Buchliebhaber Friedrich C. Heller kurze Zeit von 40 Bilderbücher und spricht am Samstagnachmittag über seine Sammelleidenschaft. ...mehr

Die 50. Ausgabe der Cologne Fine Art & Design hat eröffnet und will mit ihrem bunten Mix wieder auf Erfolgskurs

An der Schnittstelle vieler Disziplinen


Silberwaren von Goudji und Malerei des Informel am Stand von Samuelis Baumgarte

„Alt und neu, Europa und die Welt, Kunst und Antiquitäten, eine Reise durch die Welt der Kunst“ – das soll nach Worten Daniel Hugs, des neuen Direktors der Cologne Fine Art & Design, die Messe nunmehr ausmachen. Dabei soll „das Design als wesentlicher Beitrag in der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts herausgestellt und eine Geschichte des Möbeldesigns erzählt werden“. Der Trend zum Crossover der Disziplinen erfasst verstärkt auch das Sammeln, folglich bestimmt die Vermischung unterschiedlicher Stile deutlicher als zuvor den Tenor der heute in Köln eröffneten Kunstmesse. Hug war bestrebt, die Veranstaltung in diese Richtung weiterzuentwickeln, und konnte 95 Händler zum Mittun bewegen, 15 mehr als im letzten Jahr. Darunter sind allein sieben reine Designhändler, denn „die Antiquität von heute ist das Design“, so Thole Rotermund vom Beirat der vor 50 Jahren als „Westdeutsche Kunstmesse“ gestarteten Verkaufsschau. Von der Antike bis zur Gegenwart finden sich hier Kunstwerke, die als bunter Reigen ein breites Publikum ansprechen sollen. ...mehr







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