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Am 05.06.2020 115. Auktion: Zeichnungen des 16. - 19. Jahrhunderts

© Galerie Bassenge Berlin

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Am Badestrand / Otto Pippel

Am Badestrand / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Kentaur, 1891/93 / Franz von  Stuck

Kentaur, 1891/93 / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Stehender Mädchenakt vor Rot, 1954 / Karl Hofer

Stehender Mädchenakt vor Rot, 1954 / Karl Hofer
© Galerie Neher - Essen


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Marktberichte

Antiquitäten, Möbel und einige schöne Skulpturen im Wiener Dorotheum

Maschine zum Chiffrieren


Ernst Rietschel, Amor Panther zügelnd – Amor auf durchgehendem Panther reitend, 1850 und 1852

Nicht immer war der preußische Bildhauer Christian Daniel Rauch mit seinem wohl besten und nachmals bekanntesten Schüler zufrieden. Mitunter, so äußerte er einmal, zeige Ernst Rietschel doch eine zu große Gleichgültigkeit gegenüber der schönen Welt der Griechen und Römer. In der Tat wandte sich Rietschel ...mehr

29.05.2020

Bei der Druckgrafik des 15. bis 19. Jahrhunderts überzeugt das Auktionshaus Bassenge in Berlin mit einer Auswahl erlesener und teils seltener Blätter

Grusel des Manierismus


Israhel van Meckenem, Der Tod Mariens

Vielfigurige, motivreiche Szenen waren in der spätmittelalterlichen Druckgrafik offenbar ein beliebtes Objekt. Sie boten den Künstlern die Möglichkeit, ihr ganzes Können in diesem damals recht neuen Medium unter Beweis zu stellen. So zog auch Israhel van Meckenem, einer der Pioniere des Kupferstichs, alle Register, als er eine Vorlage seines etwa gleichaltrigen Kollegen Martin Schongauer in den Druck umsetzte. Seine Darstellung des Marientodes mit den zwölf Aposteln löst sich in eine schier unübersehbare Menge an spätgotischen Knitterfalten sowie wilden Kopf- und Barthaartrachten auf, in denen die eigentlichen Körper der Personen beinahe verschwinden. Alles wirkt vielleicht etwas hart, aber technisch ungemein virtuos. Auf der kommenden Versteigerung alter Druckgrafik bei Bassenge ist das Blatt mit 6.000 Euro Schätzpreis nicht die teuerste Offerte, aber eine der ältesten. ...mehr

27.05.2020

Mehrere Privatsammlungen, darunter den zweiten Teil der „Schwarzach Collection“ mit Mörsern aus fünf Jahrhunderten, hat Lempertz in Köln für seine Versteigerung mit Kunsthandwerk aufgetan

Armee der Stampfer


Andreas Roßner, Renaissance-Pokal, 1592/1601

Ein vergoldeter und an seiner Bekrönung farbig gefasster Traubenpokal der bildet mit einer Schätzung von 80.000 bis 90.000 Euro einen Höhepunkt der kommenden Versteigerung von Kunsthandwerk bei Lempertz. Um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert schuf der Nürnberger Meister Andreas Roßner das kostbare Gefäß. Den virtuosen und à jour gearbeiteten Fuß hielt er in Form eines Weinstockes, an dem sich gerade ein Holzfäller mit seiner Axt zu schaffen macht. Auch die Bekrönung mit dem floral durchbrochenen, noch farbig gefassten Schmeck zeichnet das Renaissance-Gefäß aus. Das Motiv eines Holzfäller mit Axt an einem Traubenpokal wählte wenige Jahre später Michael Müllner ebenfalls aus der großen fränkischen Handelsstadt, setzte es allerdings nicht ganz so vollkommen um. Daher stehen hier nur 10.000 bis 14.000 Euro auf dem Etikett. Hans Pezolt gehörte damals zu den produktivsten Silberschmieden Nürnbergs. Offenbar im Auftrag des Stadtrates schuf er einen mit Beschlagwerk geschmückten Pokal, dessen Kuppa an der Unterseite das Wappen von Betzenstein zeigt und vermutlich als Geschenk dorthin kam. Für 20.000 bis 24.000 Euro könnte ihn die oberfränkische Kleinstadt zurückerwerben. ...mehr

25.05.2020

Das Auktionshaus Van Ham in Köln hat seine „Classic Week“ mit alter und neuerer Kunst um Zeitgenossen aus der Sammlung SØR Rusche bereichert

Der Zar beim Schiffsbau


Jacob Duck, König Balthasar

Schrittweise trennt sich SØR-Chef Thomas Rusche von der über vier Generationen hinweg aufgebauten Kunstsammlung, um mit dem Erlös die Digitalisierung seines Modeunternehmens voranzutreiben. Nachdem es vor einem Jahr bei Sotheby’s in London mit den Alten Meistern losgegangen war, kommen seit Ende Mai 2019 bei Van Ham die Zeitgenossen unter den Hammer. Nun gibt es im Kölner Auktionshaus eine Art Zwischenspiel, bei dem zeitgenössische und alte Werke unmittelbar einander gegenübergestellt werden. Als erstes trifft hier die einen Meter hohe, schemenhaft en grisaille gehaltene „Queen“ der 1971 geborenen Düsseldorferin Miriam Vlaming auf eine Verbildlichung des Heiligen-Drei-Königs Balthasar mit einem kostbaren Silberpokal in der Hand, geschaffen von dem Utrechter Barockmaler Jacob Duck. Motivisch verbindende Elemente sind die quer angelegte Schärpe und vor allem der ausladende Turban. Die Schätzpreise hält Van Ham wie bisher eher niedrig: Das Bild von 2008 ist mit 2.500 bis 3.500 Euro bewertet, der Duck mit 15.000 bis 20.000 Euro. ...mehr

22.05.2020

Mit einer schönen Auswahl Alter und Neuerer Meister bestreitet Lempertz in Köln die erste Auktionsrunde nach dem Corona-Lockdown

Ende eines Bankrotteurs


Hugo Kauffmann, Die Versteigerung, 1873

Man müsse ihm ja nicht gleich um den Hals fallen, so schließt Henrik Hanstein sein Anschreiben, das den Katalogen zu den kommenden Frühjahrsauktionen bei Lempertz in Köln Ende Mai beigelegt ist. Gleichwohl habe er sich noch nie so sehr auf das Wiedersehen mit seinen Kunden gefreut wie jetzt nach diesen Wochen der Einkehr. Mache es doch „keine Freude, als Dirigent vor fast leerem Konzertsaal zu spielen“, wie dies im März gezwungenermaßen der Fall war. Wegen der coronabedingten Auflagen ganz so quirlig wie auf einem Gemälde des gebürtigen Hamburgers Hugo Kauffmann, betitelt „Die Versteigerung“ und datiert 1873, wird es am 30. Mai bei der Auktion Alter und Neuerer Meister freilich noch nicht zugehen können. Dichtgedrängt hat sich dort eine Menschenmenge vor der Hausnummer 5 versammelt, um die Habseligkeiten des offenbar verstorbenen Dorfbewohners unter sich aufzuteilen. Die detailreiche Genreszene ist als eine der interessanten Offerten des 19. Jahrhunderts mit 40.000 bis 50.000 Euro bewertet und wird wie die anderen gut dreihundert Losnummern hoffentlich auch via Internet, Post und Telefon Gebote auf sich ziehen. ...mehr

20.05.2020

Das Niveau der TEFAF in Maastricht bleibt unübertroffen. Sie zeigte das Beste, was der Kunsthandel zu bieten hat, und vermeldet trotz vorzeitiger Schließung gute Umsätze. Die Hinwendung zur modernen Kunst ist unübersehbar

Corona und das Sammlervirus


Vincent van Gogh, Paysanne devant une chaumiere, 1885

Das Sammlervirus ist anscheinend stärker als die Angst vor Covid-19, das gerade die Weltwirtschaft aus den Angeln hebt. Die diesjährige The European Fine Art Fair, kurz TEFAF, die wegen der Corona-Pandemie vier Tage früher als geplant schloss, hat auf der Eröffnung am Freitag voriger Woche ...mehr

Die Entdeckermesse Art Rotterdam ist vergangene Woche zu Ende gegangen. Einige Neuerungen sorgten für ein Facelift und guten Publikumszuspruch

Frische Kunst für neugierige Sammler


Die Art Rotterdam, eingebettet in die Rotterdam Art Week, nennt sich im Untertitel „The Fair to Discovery Young Art“ und positioniert sich einmal mehr mit ihrer Mischung aus junger Kunst zu Einsteigerpreisen und einem Fokus auf niederländische Galerien sowie einige Händler aus anderen europäischen Ländern. Mit 225 Euro pro Quadratmeter ist der Kojenpreis auf dieser Kunstmesse vergleichsweise günstig. Exakt 100 Galerien waren nach Rotterdam gereist, um in der historischen Van Nellefabriek etwas außerhalb des Stadtzentrums Kunst von etablierten Stars der internationalen Kunstszene, darunter etwa Documenta-Teilnehmer Guillaume Bijl, bis hin zu ganz jungen Akademieabsolventen zu präsentieren. Allein 67 Nachwuchskünstler wurden in der kuratierten und eher unkonventionellen Sektion „Prospects & Concepts“ vorgestellt. ...mehr

Für die Bibliophilen ist das letzte Januarwochenende ein Pflichttermin. Dann starten die Antiquare mit ihren Messen in Stuttgart und Ludwigsburg ins neue Jahr

Hohe Buchkunst


Sind Bilderbücher nur etwas für Kinder? Schaut man sich „Das wunderliche Bilderbuch“ von Grethe Jürgens an, denkt man sofort an das malerische Vokabular des Bauhauses und der Neuen Sachlichkeit. So reduziert und experimentell hat die Hannoveraner Künstlerin ihre neun ganzseitigen Farblithografien gestaltet, etwa die lustige Szene mit einer doch noch unsicheren Maus, die am Halsband eine Spielzeugkatze hinter sich herzieht. Zudem lässt „Das wunderliche Bilderbuch“ das Menschenbild und die Utopien der Weimarer Republik erkennen. Die seltene erste Ausgabe, für die Jürgens auch den jeweils vierzeiligen Text typografisch herausragend aufgearbeitet hat, liegt im Antiquariat Sabine Keune vor. Auf der aktuellen Stuttgarter Antiquariatsmesse stellt die Aachenerin das um 1935 erschienene Werk nun für 4.400 Euro vor und hat ihren Stand auf einen Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung ausgerichtet. Denn mit der Sonderschau „Internationale BilderBuchKunst der Gegenwart“ will man in Stuttgart über die pädagogische Zielsetzung dieser Bücher hinaus auch ihre künstlerische Eigenart und die kreative Verbindung von Bild und Text beleuchten. Dafür trennt sich der österreichische Musikwissenschaftler und Buchliebhaber Friedrich C. Heller kurze Zeit von 40 Bilderbücher und spricht am Samstagnachmittag über seine Sammelleidenschaft. ...mehr

Die 50. Ausgabe der Cologne Fine Art & Design hat eröffnet und will mit ihrem bunten Mix wieder auf Erfolgskurs

An der Schnittstelle vieler Disziplinen


Silberwaren von Goudji und Malerei des Informel am Stand von Samuelis Baumgarte

„Alt und neu, Europa und die Welt, Kunst und Antiquitäten, eine Reise durch die Welt der Kunst“ – das soll nach Worten Daniel Hugs, des neuen Direktors der Cologne Fine Art & Design, die Messe nunmehr ausmachen. Dabei soll „das Design als wesentlicher Beitrag in der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts herausgestellt und eine Geschichte des Möbeldesigns erzählt werden“. Der Trend zum Crossover der Disziplinen erfasst verstärkt auch das Sammeln, folglich bestimmt die Vermischung unterschiedlicher Stile deutlicher als zuvor den Tenor der heute in Köln eröffneten Kunstmesse. Hug war bestrebt, die Veranstaltung in diese Richtung weiterzuentwickeln, und konnte 95 Händler zum Mittun bewegen, 15 mehr als im letzten Jahr. Darunter sind allein sieben reine Designhändler, denn „die Antiquität von heute ist das Design“, so Thole Rotermund vom Beirat der vor 50 Jahren als „Westdeutsche Kunstmesse“ gestarteten Verkaufsschau. Von der Antike bis zur Gegenwart finden sich hier Kunstwerke, die als bunter Reigen ein breites Publikum ansprechen sollen. ...mehr

Eine neue Ausgabe der Art Düsseldorf hat eröffnet und präsentiert viel regionale Kunst mit internationalem Anspruch

Aller guten Dinge sind drei


Jonathan Meeses Bodengestaltung am Stand von Sies + Höke

„Nach der Behebung von Kinderkrankheiten und logistischen Schwierigkeiten können wir uns nun in der dritten Ausgabe voll auf die Inhalte konzentrieren“, meinte der Messechef Walter Gehlen zur Auftaktpressekonferenz der neuen Auflage der Art Düsseldorf. Die Verkaufsschau versteht sich als internationale Kunstmesse mit betonter Verankerung in der Region. Die Hälfte der 98 Aussteller kommen aus dem Ausland, davon zehn Prozent aus Asien und den USA. 30 Prozent sind in Düsseldorf und der Region beheimatet. 75 Prozent der Teilnehmer sind mindestens schon einmal mit dabei gewesen. Scheinbar scheint das auf „Abgrenzung und Eigenständigkeit bedachte Konzept“, so Walter Gehlen, gut anzukommen. „Die zwei wichtigsten Städte des Rheinlandes verdienen auch zwei Kunstmessen, erst recht in einer Region, wo sich extrem viele Kunstsammler und Museen finden“, so Gehlen weiter. ...mehr







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