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Am 31.05.2019 113. Auktion: Zeichnungen des 16. - 19. Jahrhunderts - Discoveries - Moderne Kunst Teil II

© Galerie Bassenge Berlin

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Marktberichte

Das Bauhaus-Jubiläum begeht auch der Kunsthandel. Die Auktionshäuser Quittenbaum in München und Grisebach in Berlin sowie die Galerie Ulrich Fiedler – ebenfalls in Berlin – bieten Ikonen und Unentdecktes, große Namen und fast vergessene Künstler. Die Preisexplosion für Bauhaus-Design hat trotz des runden Geburtstags noch nicht stattgefunden

Ein weitverzweigtes Geflecht der Moderne


Wilhelm Wagenfeld, Tischlampe aus Glas – Modell: MT 9, 1923/24

Das Bauhaus ist nicht nur Design. Das Bauhaus ist eine visionäre Idee, die ebenso in Architektur und Malerei, in Typografie und Fotografie ihre Spuren hinterließ. Dieser Tenor spiegelt sich deutlich im Angebot des deutschen Kunsthandels zum 100. Jubiläum des wohl folgenreichsten Kunstlabors der Moderne wider. ...mehr

23.05.2019

Gemälde, Miniaturen und Kreaturen bei Bassenge

Wundersame Artenvielfalt


August Wilhelm Ferdinand Schirmer, Ansicht der Ruine der Abteikirche von Paulinzella, um 1823

Für die deutschen Romantiker war die Ruine der Abteikirche Paulinzella ein Sehnsuchtsort schlechthin. Zahlreiche Künstler, Schriftsteller, Maler und Gelehrte pilgerten zu den Überresten des romanischen Benediktinerklosters aus dem frühen zwölften Jahrhundert ins sanfte thüringische Rottenbachtal. Bewunderer der mittelalterlichen Vergangenheit waren unter anderem Karl Friedrich Schinkel, Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Schadow, Wilhelm von Humboldt und Friedrich Schiller. Auf einer Studienreise durch Thüringen und den Harz im Sommer des Jahres 1823 suchten auch August Wilhelm Ferdinand Schirmer und August Wilhelm Julius Ahlborn die Klosterkirche Paulinzella auf. In den Erinnerungen Ahlborns liest man über ihre Wanderung: „Es läßt sich kaum Fröhlicheres denken, als so zwei junge Maler, denen in der Frische der Begeisterung alles schön erscheint, alles zulacht und bis zum Horizont die ganze Schöpfung gehört, und die nun bei erstarkenden Fähigkeiten drei schöne Monate lang auf deutschen Bergen, in deutschen Wäldern wetteifern im Dienst der geliebten Kunst.“ ...mehr

22.05.2019

Lempertz knüpft in Berlin mit dem zweiten Teil der „Twinight Collection“ an den Erfolg der Premiere an. Die ortsspezifisch ausgerichtete Preußen-Auktion verlief dagegen eher durchschnittlich: Einige Prunkstücke im höheren Preisniveau blieben liegen

Alltagsgegenstände als vollendete Kunstwerke


Joseph Nigg, Tablett mit Blumenkorb, Trauben und Vogelnest, 1816

Im Jahr 1816 übernahm Joseph Nigg nicht nur die Aufsicht über die Blumenmalerei in der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur Wien unter Matthias Niedermayer, sondern bemalte auch ein Tablett mit Blumenkorb, Trauben und Vogelnest, das seinen Ruhm als prominenten Blumenmaler seiner Epoche bis heute fortträgt. Schon das feine Ornament des goldenen Holzrahmens, der das Oval mit dem Aufglasurdekor fasst, zeigt den hohen künstlerischen Anspruch, der das Tablett über den Status eines Alltagsgegenstandes erhebt. Ins Zentrum des eigentlichen Utensils komponierte Nigg präzise Blüten in einen Korb, vor dem noch Weintrauben und ein verlassenes Vogelnest liegen. Das prachtvoll leuchtend kolorierte Stillleben setzte er vor eine idyllische Wald- und Wiesenlandschaft. Die durchdachte Inszenierung hatte der amerikanische Sammler Richard Baron Cohen für seine „Twinight Collection“ mit ihrem Schwerpunkt auf Porzellan des frühen 19. Jahrhunderts erworben, die er nun bei Lempertz wieder neue Sammler brachte. ...mehr

21.05.2019

Eine kleine feine Auswahl an Kunst des 19. Jahrhunderts offeriert Ketterer in München. Den Schwerpunkt bilden die bayerischen Klassiker, daneben gibt es auch Namen der internationalen Kunstszene

Genussmenschen und Naturliebhaber


Franz von Stuck, Faun und Bacchusknabe, 1905

Gierig reißt der kleine Bacchus seinen Mund weit auf und die Hände nach oben. In seiner gestisch ausdrucksstarken Erwartungshaltung freut sich das Kind auf den süßen Traubensaft, den ihm ein Faun aus den frischen Früchten mit seinen kräftigen Händen presst. Der strahlend blaue Abendhimmel mit Andeutungen einer Landschaft lässt die beiden Figuren, die Franz von Stuck 1905 gekonnt in ein achteckiges Format komponierte, noch stärker in den Vordergrund treten. Das Gemälde macht neben der Faszination des Künstlers für die Sagenwelt der klassischen Antike nicht nur sein Denken über das Gesamtkunstwerk deutlich, das der goldene Rahmen mit antikisierenden Rändern impliziert, sondern ebenso den Stolz auf sein Schaffen. Franz von Stuck setzte etwa seinen 1906 erhaltenen adligen Namenszusatz nachträglich in die Signatur ein. Für das im Œuvre des Malers seltenere Motiv „Faun und Bacchusknabe“ erhoffen sich die Experten Ketterers nun 100.000 bis 150.000 Euro. Damit ist es das Hauptlos der Kunst des 19. Jahrhunderts, die der Versteigerer in München offeriert und die mehrheitlich mit ruhigen, oft naturbezogenen Motiven des täglichen Lebens bestückt ist. ...mehr

20.05.2019

Rembrandt und Kirchner an der Spitze der Grafiksuite bei Winterberg in Heidelberg

Grüne Hommage an Picasso


Rembrandt, Die Windmühle, 1641

Vor allem mit grafischen Arbeiten bestreitet Thilo Winterberg seine kommende Versteigerung. Ein Höhepunkt im Heidelberger Auktionshaus ist eines der wenigen Landschaftsblätter Rembrandts. Seine feine Radierung „Die Windmühle“ von 1641 mit viel weißer Fläche für den Himmel soll 38.000 Euro einspielen. Andere Werke Rembrandts, wie der etwa gleichaltrige „Triumph des Mardochäus“ oder das „Selbstbildnis mit federgeschmücktem Barett“ von 1638, liegen mit 9.800 Euro und 3.600 Euro deutlich darunter. In diese Preiskategorie reiht sich noch Anthonis van Dycks ernstes Bildnis des flämischen Malers und Kupferstechers „Jan de Wael“ mit 9.500 Euro ein, das nur im Gesicht und bei der Halskrause akkurat ausgearbeitet ist und sich zum Unterleib hin immer weiter auflöst. ...mehr

17.05.2019

Die 37. Ausgabe der Art Brussels kommt einmal mehr als international gut aufgestellte Entdeckermesse daher

Alles, nur nicht langweilig


Skulpturen von Jos de Gruyter und Harald Thys

250 bis 300 Kunstmessen und messeähnliche Veranstaltungen gibt es mittlerweile weltweit. Allein in diesen Tagen findet in Monaco die Art Montecarlo statt, und in Berlin nehmen 45 Galerien am nunmehr 15. Gallery Weekend teil. Nächste Woche beginnen dann die Frieze New York, die Art New ...mehr

26.04.2019

Reduktion als Konzept: Die 53. Ausgabe der Art Cologne kam in diesem Jahr komprimierter daher und beschränkte sich auf nur noch zwei Ausstellungshallen. Die Kölner Messe punktete zwar bei den Besuchern, dennoch fehlt es der Art Cologne vergleichsweise an Internationalität

Kunstwerke als Trophäen


Fußboden von Christoph Ruckhäberle bei der Galerie Kleindienst aus Leipzig

Weniger soll mehr sein. Ob die neue Strategie des Direktors der Art Cologne, Daniel Hug, die älteste Kunstmesse der Welt zu verschlanken und die reduzierte Zahl der Aussteller auf zwei statt bisher drei Hallen zu verteilen, aufging, können vielleicht die Besucherzahlen zeigen. 57.000 Besucher kamen in diesem Jahr auf die am 14. April beendete 53. Ausgabe der Art Cologne. Das ist immerhin ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Viele Händler und Fachbesucher lobten die neue Übersichtlichkeit. Andere sehnten sich jedoch nach dem überbordenden Angebot der Vorjahre zurück. Unter den teilnehmenden Galerien – 176 Aussteller aus 24 Ländern waren in diesem Jahr an den Rhein gereist – fehlte zum Beispiel mit der Galerie Konrad Fischer aus Düsseldorf einer der wichtigsten Platzhirsche aus dem Rheinland. ...mehr

24.04.2019

Die neue Ausgabe der Art Cologne hat eröffnet. Ein erster Überblick über die klassischen Positionen

Vom Solitär in die Reihe


Am Stand der Galerie von Vertes

Ein halbes Jahrhundert ist eine lange Zeitspanne, die an keiner Institution spurlos vorübergeht, erst recht nicht am Kunstmessegeschehen. Die wird heuer fühlbar deutlich, wo ganz Deutschland das Bauhaus-Jubiläum und andere Ehrentage mehr vermarktet als feiert und gerade jetzt vor Ostern eine Reihe von Pressekonferenzen, Eröffnungen und Events stattfinden. Sie lassen die Art Cologne als nur eine Veranstaltung unter immens vielen erscheinen. Vielleicht hat Messedirektor Daniel Hug daher gut daran getan, die Ausstellerzahl bei der 53. Ausgabe der stattlichen Kölner Kunstmesse zu reduzieren, die Kräfte zu bündeln, eine Ausstellungsetage zu schließen und eine Größe wie zuletzt 1987 anzustreben, um dem Publikum nicht zuviel zuzumuten. Den Parcours durch die Galerienkojen kann es nun leichter und schneller bewältigen, um noch weitere Termine wahrzunehmen. ...mehr

Auf der TEFAF in Maastricht, die noch bis Sonntag geöffnet ist, verschieben sich die Koordinaten weiter zugunsten der Moderne. Dennoch bleibt die Kunst der früheren Epochen das Zugpferd der weltweit renommiertesten Kunstmesse

Eine Zeitreise durch 7000 Jahre Kunst


Am Stand der Galerie Léage

Wer hätte das im Jahr 1988 geglaubt, als The European Fine Art Fair, kurz TEFAF, als weit über Europa hinaus strahlende Altmeister-Messe an den Start ging: 31 Jahre später übertrifft die Zahl der Moderne-Galerien mit 57 Ausstellern knapp die der 53 Kunsthändler mit einem Fokus auf Gemälde von der Gotik bis ins 19. Jahrhundert. Ein Abgesang auf die alte Kunst ist das noch lange nicht. Die TEFAF bleibt weltweit die führende Kunstmesse für die bedeutendsten und bezauberndsten Kunstwerke vergangener Epochen, die auf dem Kunstmarkt verfügbar sind. Die leichte Koordinatenverschiebung ist ganz offensichtlich ein Symptom für die Schwierigkeiten, auf dem Gebiet der alten und neueren Meister Werke mit Begeisterungspotential und von musealer Qualität zu akquirieren. ...mehr

Die 16. Ausgabe der Art Karlsruhe öffnet die Tore für das Kunstpublikum

Die Mischung macht’s


Hiromi Akiyama, Shadow-Dimension No. 9, 1995

Es ist wieder so weit. Die Art Karlsruhe läutete gestern mit einem quirligen Auftakt das deutsche Kunstmessejahr ein. Die Zahlen sprechen für sich: 208 Aussteller aus 16 Ländern, darunter 35 erstmalige Teilnehmer, lockten etwas verhaltener als sonst die Publikumsströme in die tageslichterhellten, weit geschwungenen Messehallen im Vorort Rheinstetten. Ein Kennzeichen der Art Karlsruhe ist die konsequente und übersichtliche Gliederung in vier Segmente, wobei die „Klassische Moderne“ aus eher traditionellen Positionen und die der Nachfolgegeneration gewidmete „Moderne Klassik“ den breitesten Raum einnehmen und zwei komplette Hallen bespielen. Editionen und Fotografie ist ebenso eine Teilhalle gewidmet wie der zeitgenössischen frischen „Contemporary Art 21“. ...mehr







News vom 23.05.2019

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Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn - Lot 9: Großer Samowar, Russland, Moskau, Sasikow, um 1860, H. 48 cm, Erlös: 20.000 €

Nachbericht Auktionen 271/272 'Russian Art & Icons' und 'Kunst, Antiquitäten & Schmuck'
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