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Am 28.04.2018 Auktion 48

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Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel

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Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior

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© Galerie Neher - Essen


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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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Marktberichte

Winterberg besticht in seinem Frühjahrsprogramm mit einer Vielfalt quer durch Epochen, Gattungen und Preisklassen

Ein Blick hinter die Maske


Otto Dix, Jünglingskopf im Profil nach links, 1934

Otto Dix ist bekannt für seine charakterbetonten Figuren. Er zeichnete Menschen nicht, wie sie gesehen werden wollten, sondern übte sich darin, hinter ihre Masken zu blicken. Schmeichelhaft mussten die Ergebnisse dabei nicht sein. Der Künstler schreckte keineswegs davor zurück, seine Dargestellten bis zur abstrakten Karikatur ...mehr

17.04.2018

Lempertz hat seine „Berlin“-Auktion in „Preußen“ umbenannt und tritt mit einem umfangreichen Programm aus dem Land des Alten Fritz’ an

Die großen Augen des Königs


Charles Amédée Philippe van Loo, Bildnis König Friedrich II. von Preußen, 1766

Preußen im Allgemeinen, gerne auch Berlin und recht viel zu König Friedrich II. definieren die kommende Auktion bei Lempertz. Rund 360 Positionen bestücken den opulenten, mit kulturhistorischen Aufsätzen erweiterten Katalog, der einer chronologischen Anordnung folgt und mit barocken Objekten seinen Anfang nimmt, darunter dem Miniaturbildnis des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg wohl noch aus dem 18. Jahrhundert für 1.000 bis 1.500 Euro oder zwei charakteristischen Kugelfußbechern um 1680 der Berliner Silberschmiede Hans Georg Beltz mit dichtem Blüten- und Blattwerk und Gregorius Quippe mit Adlern zwischen Akanthusranken für jeweils etwa 2.500 bis 3.000 Euro. Als Highlight unter den Gemälden preist Lempertz ein Werk des Hofmalers Charles Amédée Philippe van Loo an. Ein für den privaten Gebrauch gedachtes Bildnis Friedrichs II. präsentiert ihn im mittleren Alter mit ergrautem Haar in schlichter dunkler Kleidung. Die unerwartet großen Augen, die auch vom Titel des Katalogs herausblicken, rahmen die schmale Nase und nehmen eine zentrale Rolle ein. Weniger Repräsentation als vielmehr das Individuum und die Gesichtszüge des Herrschers stehen im Fokus. Freundlich und ernst tritt der Alte Fritz im gemalten ovalen Goldrahmen auf. Auch ein literarisches Nachleben hat das Gemälde aus dem Jahr 1766. Denn Theodor Fontane erwähnte genau dieses mit 80.000 bis 100.000 Euro veranschlagte Portrait in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. ...mehr

16.04.2018

Trotz hochkarätiger Objekte bleiben die Möbel bei Koller ein schwieriges Segment. Doch mit außergewöhnlichen Stücken waren die Bieter zu überzeugen und für einige Überraschungen gut

Der Frühling ist da!


Lackkabinett, wohl England, um 1700

Frühlingshaft ist das Lackkabinett „A Fleurs“ aus der Zeit um 1700 mit Blumen bemalt. Auf dem dunklen Grund des schlicht quaderförmigen Möbels stechen die bunten Verzierungen besonders hervor und leuchten auf. Frontal umringen Girlanden zwei Bouquets in Vasen, eines je Tür. Sind diese geöffnet, geben sie den Blick auf ungleich große Schubkästchen frei, die noch dichter mit floraler Ornamentik versehen sind. Das blühende Leben steht bei diesem Kabinett geradezu programmatisch im Kontrast zur Düsternis der vorangegangenen Jahreszeit. Zwei Tage nach dem kalendarischen Frühlingsanfang ließ sich ein Interessent bei Koller vielleicht davon leiten und bot 70.000 Franken für das Stück aus England, das nachträglich auf einem italienischem Sockel des 18. Jahrhunderts mit anthropomorphen Stützen gesetzt wurde. Der Zuschlag, der höchste jenes Verkaufstages, entsprach der Forderung des Auktionshauses. ...mehr

11.04.2018

Der Jahresauftakt ist dem Kinsky in Wien mit einer Auktion der kleinen Preise geglückt

Ein Hauch von Nichts


Gustav Klimt, Sitzender Akt nach links, 1904

Gustav Klimt ist einer der beliebtesten Künstler, nicht zuletzt durch seine ornamentale Gestaltungsweise. In seinen Skizzen gewährt er mit einfachen Mitteln einen Einblick in seine Formfindung. Einen Hauch von Nichts hielt der Wiener 1904 in der schlichten Konturzeichnung „Sitzender Akt nach links“ fest. Die Frau winkelt ein Bein an und lässt ihren Kopf auf die Brust fallen. Sie ist tief in Gedanken versunken und mag wohl gerade deshalb im Wiener Auktionshaus Kinsky für Furore gesorgt haben. Mit einem Rufpreis von 15.000 Euro ging das Blatt an den Start und überquerte die Zielgerade mit beachtlichen 65.000 Euro. Damit ist es der teuerste Posten bei der Versteigerung von Jugendstil-Ware, Antiquitäten, Gemälden des 19. Jahrhunderts, der Klassischen Moderne und Zeitgenössischen Kunst. Bei 32.000 Euro folgte ein weiterer Wiener. Franz Grabmayr sah sein „Tanzbild“ wohl als Akt der Rebellion. Mit wilden Pinselzügen, Spritzern und Klecksen überzog er 1983 die weiße Oberfläche und schuf ein dynamisches Ensemble aus weißen, roten, gelben, grünen und blauen Strichen in mehreren Schichten. Angesetzt war es mit 15.000 Euro. ...mehr

09.04.2018

Resultate: Impressionisten und Moderne Kunst bei Sotheby’s in Paris

Eine Vorfahrin des blauen Handschuhs?


Victor Brauner, Maman fait le marché, 1948

Der Beatles-Film „Yellow Submarine“ ist nicht nur aufgrund seiner Lieder legendär, sondern besticht auch mit seinem charakteristischen Zeichenstil. Das Werk von George Dunning aus dem Jahr 1968 hält den Musikern der Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band die musikverachtenden Blaumiesen entgegen. Einer dieser Gegenspieler ist „Glove“, ein blauer Handschuh. Amüsanter Weise erinnert das 20 Jahre vor dem Zeichentrickfilm geschaffene bunte Blatt „Maman fait le marché“ von Victor Brauner an besagten Handschuh. Brauner nutzt auch das Blau im Gesicht der einkaufenden Mutter, ihr Kinn endet sogar in einer magentafarbenen Faust. Sowohl den Film, wie auch Brauners Werk eint die Freude an der Farbe und die surreal-kindliche Verspieltheit. Es ist also nicht überraschend, dass das humorvoll abstrakte Blatt bei der Auktion „Art Impressionniste et Moderne“ bei Sotheby’s in Paris zu den Top Ten gehörte und über den Erwartungen von 80.000 bis 120.000 Euro stattliche 175.000 Euro einspielte. ...mehr

05.04.2018

Die 52. Ausgabe der Art Cologne hat die Tore geöffnet. Ist, wie man oft sagt, mit 50 der Lack ab oder werden zarte Frühlingsgefühle geweckt?

Rheinischer Schönwettergeist


Zuzanna Czebatul, Higher Than The Sun, 2018

Wie man empfangen wird, ist oft entscheidend. Zwar hat die neue Ausgabe der Art Cologne keinen roten, dafür aber einen umso auffälligeren Teppich für die Besucher ausgerollt. Für das große Südfoyer gestaltete die polnische Künstlerin Zuzanna Czebatul einen flächendeckenden Bodenbelag, dessen bunte Musterung sofort ins ...mehr

18.04.2018

Die Eurantica ist auf das Messegelände nach Brüssel zurückgekehrt, und die Aussteller freuen sich über den gewohnten Rahmen für ihre Kunststücke

Auf altem schönem Terrain


Gemeinschaftsarbeit der Aborigines-Künstlerinnen von Kaltjiti

Bob Shimanovich hat wohl allen Händlern aus der Seele gesprochen, als er von der geglückten Rückkehr der „Eurantica“ auf das Brüsseler Messegelände am Atomium gesprochen hat. „Natürlich sind die Interessenten in diesen zwei Jahren nach Mechelen gekommen“, sagt er, „aber es gab kaum Publikumsverkehr, da wir doch sehr abgelegen waren.“ Verärgert ist er allerdings darüber, dass die Kunst- und Antiquitätenmesse heuer nur fünf Tage gedauert hat. „Zwei Wochenenden sollten bei dieser Messe drin sein, damit die Kunden aus den angrenzenden Ländern, wie Frankreich, den Niederlanden und Deutschland anreisen können.“ Mit 90 Ausstellern gab sich die Eurantica in diesem Jahr übersichtlich, aber auch in hohem Maße elegant in Halle 1 der Expo in Brüssel. ...mehr

27.03.2018

Mit zahlreichen Millionenverkäufen ist The European Fine Art Fair in Maastricht zu Ende gegangen. Die Messe mit der höchsten Konzentration an exquisiten Kunstwerken von der Antike bis in die Gegenwart hat nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt. Aber die Veränderungen des Kunstmarktes setzen neue Prioritäten

Zeitenwende in Maastricht


am Stand von Richard Green

Verkäufe sind und bleiben der Gradmesser für den Erfolg einer Messe. Am Sonntag schloss die TEFAF in Maastricht ihre Pforten, die immer noch als die nobelste und hochkarätigste Kunst- und Antiquitätenmesse der Welt gilt. Auch sie wird selbstverständlich an ihren Millionenverkäufen gemessen. M&L Fine Art aus London vermeldete den Verkauf der 1951 entstandenen „Natura morta“ von Giorgio Morandi zum sogenannten „asking price“ – sprich geforderten Preis – von 1 Million Euro. Das ist keine Sensation, sondern inzwischen das Morandi-Level. Auf Auktionen kosteten ähnliche Motive 1,5 bis 1,8 Millionen US-Dollar. Die Hammer Galleries aus New York konnten das mit 9,5 Millionen US-Dollar veranschlagte Gemälde „Lilacs“ von Vincent van Gogh, ein relativ unspektakuläres Blumenbild von 1887, veräußern. Für Furore sorgte wieder der Pariser Galerie J. Kugel mit Kunstkammerobjekten und Renaissance-Möbeln. Ihr Prunkstück war eine monumentale astronomische Uhr – ein Meisterwerk der Elfenbeinkunst mit vielen Figuren und Reliefs, 1637/39 in Augsburg gefertigt und nach einem der prominenten Vorbesitzer kurz „Bulgari-Uhr“ genannt. Schon in den ersten Tagen verkauft, erfuhr man den Preis nur noch aus der „Bunten“: 7,5 Millionen Euro. ...mehr

Mit einer schier unüberschaubaren Fülle ist die 15. Ausgabe der Art Karlsruhe zu Ende gegangen. Für Aufregung sorgte eine Erdogan-Arbeit von Thomas Baumgärtel

Den Menschen im Blick


Skulpturenplatz der Galerie Victor Lope mit Arbeiten von Mario Dilitz

Fast schon überbordend gab sich auch heuer wieder das Angebot auf der Art Karlsruhe, die den Auftakt ins deutsche Kunstmessenjahr gestaltete und gestern mit rund 50.000 Besuchern zu Ende ging. Ihr augenfälliges Signet: Vier voluminöse, vom Tageslicht durchflutete Bogenhallen, die genug Platz für 215 Aussteller aus 14 Ländern boten. Sie präsentierten in der nunmehr 15. Ausgabe Werke von rund 1.500 Künstlern. Das üppige und variantenreiche Panorama aus vielen künstlerischen Ausdrucksformen lockerten abermals 20 Skulpturenplätze auf, die dieser Gattung besonderes Gewicht verliehen. Von klassisch modernen Richtungen bis hin zu brandneuen Arbeiten, von Low bis High, von wenigen dreistelligen Beträgen bis hin zu über drei Millionen Euro teuren Werken, von der kleinformatigen Grafik bis hin zur raumgreifenden Installationen bewegte sich das Spektrum. ...mehr

Auf Stuttgarter Antiquariatsmesse präsentierten die Aussteller ihre bibliophilen Schätze

Frühes Manifest gegen die Abholzung des Regenwalds


Hartmann Schedel, Liber Chronicarum, Nürnberg 1493

Alexander von Humboldt gehört zu den großen Gelehrten des 19. Jahrhunderts. Als Botaniker, Physiker, Geologe, Zoologe, Astronom, Geograph und Ethnologe setzte er neue Maßstäbe und schuf in mehr als sieben Jahrzehnten ein Gesamtwerk, das „einen neuen Wissens- und Reflexionsstand des Wissens von der Welt“ darlegt, so der Schweizer Literaturwissenschaftler Ottmar Ette. Schon früh griff der Naturforscher Fragen auf, die noch heute die Welt bewegen. So wird Humboldt heute auch wegen seines kritischen Blicks auf den von Menschen beeinflussten Klimawandel geschätzt. Bereits um 1800 warnte er vor der Abholzung des Regenwaldes. Der berühmte Weltreisende entdeckte die tropische Natur, als ihn sein Forscherdrang zwischen 1799 und 1804 auf den amerikanischen Kontinent führte. Von dort brachte er die „Voyage aux régions équinoxiales du nouveau continent“ mit. Die gemeinsam mit dem Reisegefährten, dem Botaniker Aimé Bonpland, verfasste mehrbändige Schrift über die Expedition in Lateinamerika ist teils Reisebericht, teils wissenschaftliche Erörterung. Ein Exemplar als Sammelband aus Partie 6 mit den „Plantes équinoxiales“ samt 198 prachtvollen Farbstichtafeln offeriert jetzt das Stuttgarter Antiquariat Engel & Co. für 8.500 Euro. ...mehr







News vom 18.04.2018

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Arno Rink in Leipzig

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Elaine Reichek in Wien

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