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AktuellAktuell:Messen

Die Basler Entdeckermesse „Liste“ behauptet sich auch unter ihrer neuen Direktorin Joanna Kamm als wichtiges Sprungbrett für die Art Basel

Neues Team, konstante Qualität


Liste 2019

Wer in der vergangenen Woche die wichtigste Nebenmesse der Art Basel besuchte, fühlte sich wieder zuhause. Die schwarz-weiße Flagge der „Liste“ wehte wie immer über dem Turm der ehemaligen Warteck-Brauerei. Im Eingangsbereich herrschte die gleiche wuselige Betriebsamkeit wie all die Jahre zuvor. Sammler, Kuratoren, Künstler, Medienvertreter und sonstige Interessierte und Stammgäste, egal ob aus Zürich, Brüssel, Los Angeles oder Jakarta, waren angereist und kamen bei Kalbsbratwurst, Klopfer, Merguez und deren veganen Alternativen miteinander ins Gespräch. Wer jedoch genau hinschaute, stieß bereits im Eingangsbereich auf einige Neuerungen, die sofort klar machten, dass sich die „Liste – Art Fair Basel“ behutsam neu aufstellt, ohne jedoch ihre alten Tugenden über Bord zu werfen. ...mehr

24.06.2019

Die 50. Art Basel lockt mit einem fulminanten Angebot moderner und zeitgenössischer Kunst Sammler aus aller Welt in die Schweiz. Die kuratierte Sektion Unlimited legt aber auch mutig den Finger in die offenen Wunden unserer Zeit

Kunst zwischen laut und leise


Sislej Xhafa, ovoid solitude, 2019

Größer könnte der Kontrast kaum sein. Im dichten Messetrubel der Unlimited Halle auf der Art Basel stehen die Besucher Schlange für ein Erlebnis der unheimlichen Art. Der saudi-arabische Künstler Abdulnasser Gharem, Jahrgang 1973, vertreten durch die Kölner Galerie Nagel Draxler, hat im Eingangsbereich eine begehbare Gummizelle aufgebaut, wie man sie in psychiatrischen Kliniken und Gefängnissen findet. Die gelbe Plastikmarkise am Eingang der Arbeit dürfte den meisten Messebesuchern noch aus der TV-Berichterstattung über die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul bekannt sein. Die Besucher treten einzeln oder zu zweit ein und dürfen nur 40 Sekunden an diesem beklemmenden Ort verweilen. Auf einem Sektionstisch aus Edelstahl finden sie große Stempel mit Politikeraussagen und Literaturzitaten, in denen es um Macht und Gewalt geht. Die Besucher sind aufgefordert, sich einen davon auszusuchen und mit blutroter Stempelfarbe einen Abdruck auf den weißen Gummiwänden zu hinterlassen, die sich nach und nach rot einfärben. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. ...mehr

13.06.2019

Die 37. Ausgabe der Art Brussels kommt einmal mehr als international gut aufgestellte Entdeckermesse daher

Alles, nur nicht langweilig


250 bis 300 Kunstmessen und messeähnliche Veranstaltungen gibt es mittlerweile weltweit. Allein in diesen Tagen findet in Monaco die Art Montecarlo statt, und in Berlin nehmen 45 Galerien am nunmehr 15. Gallery Weekend teil. Nächste Woche beginnen dann die Frieze New York, die Art New York und die TEFAF New York. Anne Vierstraete, die Direktorin der Art Brussels, lässt sich von derlei Konkurrenz nicht beeindrucken: „Wettbewerb ist etwas Positives, denn er spornt einen dazu an, selbst sein Bestes zu geben.“ ...mehr

Reduktion als Konzept: Die 53. Ausgabe der Art Cologne kam in diesem Jahr komprimierter daher und beschränkte sich auf nur noch zwei Ausstellungshallen. Die Kölner Messe punktete zwar bei den Besuchern, dennoch fehlt es der Art Cologne vergleichsweise an Internationalität

Kunstwerke als Trophäen


Fußboden von Christoph Ruckhäberle bei der Galerie Kleindienst aus Leipzig

Weniger soll mehr sein. Ob die neue Strategie des Direktors der Art Cologne, Daniel Hug, die älteste Kunstmesse der Welt zu verschlanken und die reduzierte Zahl der Aussteller auf zwei statt bisher drei Hallen zu verteilen, aufging, können vielleicht die Besucherzahlen zeigen. 57.000 Besucher kamen in diesem Jahr auf die am 14. April beendete 53. Ausgabe der Art Cologne. Das ist immerhin ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Viele Händler und Fachbesucher lobten die neue Übersichtlichkeit. Andere sehnten sich jedoch nach dem überbordenden Angebot der Vorjahre zurück. Unter den teilnehmenden Galerien – 176 Aussteller aus 24 Ländern waren in diesem Jahr an den Rhein gereist – fehlte zum Beispiel mit der Galerie Konrad Fischer aus Düsseldorf einer der wichtigsten Platzhirsche aus dem Rheinland. ...mehr

Die neue Ausgabe der Art Cologne hat eröffnet. Ein erster Überblick über die klassischen Positionen

Vom Solitär in die Reihe


Am Stand der Galerie von Vertes

Ein halbes Jahrhundert ist eine lange Zeitspanne, die an keiner Institution spurlos vorübergeht, erst recht nicht am Kunstmessegeschehen. Die wird heuer fühlbar deutlich, wo ganz Deutschland das Bauhaus-Jubiläum und andere Ehrentage mehr vermarktet als feiert und gerade jetzt vor Ostern eine Reihe von Pressekonferenzen, Eröffnungen und Events stattfinden. Sie lassen die Art Cologne als nur eine Veranstaltung unter immens vielen erscheinen. Vielleicht hat Messedirektor Daniel Hug daher gut daran getan, die Ausstellerzahl bei der 53. Ausgabe der stattlichen Kölner Kunstmesse zu reduzieren, die Kräfte zu bündeln, eine Ausstellungsetage zu schließen und eine Größe wie zuletzt 1987 anzustreben, um dem Publikum nicht zuviel zuzumuten. Den Parcours durch die Galerienkojen kann es nun leichter und schneller bewältigen, um noch weitere Termine wahrzunehmen. ...mehr

Auf der TEFAF in Maastricht, die noch bis Sonntag geöffnet ist, verschieben sich die Koordinaten weiter zugunsten der Moderne. Dennoch bleibt die Kunst der früheren Epochen das Zugpferd der weltweit renommiertesten Kunstmesse

Eine Zeitreise durch 7000 Jahre Kunst


Am Stand der Galerie Léage

Wer hätte das im Jahr 1988 geglaubt, als The European Fine Art Fair, kurz TEFAF, als weit über Europa hinaus strahlende Altmeister-Messe an den Start ging: 31 Jahre später übertrifft die Zahl der Moderne-Galerien mit 57 Ausstellern knapp die der 53 Kunsthändler mit einem Fokus auf Gemälde von der Gotik bis ins 19. Jahrhundert. Ein Abgesang auf die alte Kunst ist das noch lange nicht. Die TEFAF bleibt weltweit die führende Kunstmesse für die bedeutendsten und bezauberndsten Kunstwerke vergangener Epochen, die auf dem Kunstmarkt verfügbar sind. Die leichte Koordinatenverschiebung ist ganz offensichtlich ein Symptom für die Schwierigkeiten, auf dem Gebiet der alten und neueren Meister Werke mit Begeisterungspotential und von musealer Qualität zu akquirieren. ...mehr

Die 16. Ausgabe der Art Karlsruhe öffnet die Tore für das Kunstpublikum

Die Mischung macht’s


Hiromi Akiyama, Shadow-Dimension No. 9, 1995

Es ist wieder so weit. Die Art Karlsruhe läutete gestern mit einem quirligen Auftakt das deutsche Kunstmessejahr ein. Die Zahlen sprechen für sich: 208 Aussteller aus 16 Ländern, darunter 35 erstmalige Teilnehmer, lockten etwas verhaltener als sonst die Publikumsströme in die tageslichterhellten, weit geschwungenen Messehallen im Vorort Rheinstetten. Ein Kennzeichen der Art Karlsruhe ist die konsequente und übersichtliche Gliederung in vier Segmente, wobei die „Klassische Moderne“ aus eher traditionellen Positionen und die der Nachfolgegeneration gewidmete „Moderne Klassik“ den breitesten Raum einnehmen und zwei komplette Hallen bespielen. Editionen und Fotografie ist ebenso eine Teilhalle gewidmet wie der zeitgenössischen frischen „Contemporary Art 21“. ...mehr

Weniger Galerien, mehr Qualität: Die zwanzigste Ausgabe der Art Rotterdam endete am Sonntagabend mit 28.000 Besuchern. Messedirektor Fons Hof zieht eine positive Bilanz und reflektiert die Veränderungen auf dem Kunstmarkt

Konsolidierung auf der Art Rotterdam


Willem de Haan, Metrostation Van Nellefabriek, 2019

Ein großes gelbes, im Dunkeln leuchtendes „M“ steht in Rotterdam für eine Metrostation. Dass eine solche allerdings auch direkt vor dem Haupteingang der Van Nellefabriek, dem Veranstaltungsort der Kunstmesse Art Rotterdam, existiert, stellte für die Besucher der Vernissage am vergangenen Mittwochabend eine Überraschung dar. Sie waren wie immer mit Privatwagen, Bussen, Taxis oder – ganz landestypisch – mit dem Fahrrad gekommen, denn die Van Nellefabriek liegt an der Peripherie der Stadt. War die schnelle Rückfahrt mit der U-Bahn ins Zentrum also gesichert? ...mehr

Ende November fand die 16. Ausgabe der auf Videokunst spezialisierten Loop Barcelona statt. Über 4.500 überwiegend professionelle Besucher trafen sich zum intensiven Austausch rund um die internationale Videoproduktion

Die Faszination des bewegten Bildes


Sie begegnen uns auf Schritt und Tritt: Videos, kurze Filmchen mit bewegten Bildern, haben seit vielen Jahren Einzug in unseren Alltag gehalten, ob als Nachrichtenclip im Online-Newsportal, als Do-it-yourself- oder Influencer-Video auf Youtube, als Kochanleitung auf Social Media-Seiten oder als Animationsfilm für Kinder auf dem iPad. Spätestens mit den ersten Videoexperimenten Nam June Paiks in den 1960er Jahren gehören von Künstlern produzierte Kurzfilme fest zum Kunst- und Ausstellungsbetrieb. Heute ist das Medium Video aus der Kunstwelt nicht mehr wegzudenken. Und auch der Sammlermarkt für zeitbasierte Medienkunst wächst kontinuierlich. Internationale Großsammler wie die Düsseldorferin Julia Stoschek oder das Ehepaar Isabelle und Jean-Conrad Lemaître aus Frankreich setzen neue Maßstäbe, an denen sich auch die öffentlichen Museumssammlungen orientieren müssen. ...mehr

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News vom 26.06.2019

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