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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Messen

Österreichische Kunst war und ist der Schwerpunkt der Kunst- und Antiquitätenmesse „Residenz Salzburg“. Aber wie viele Arbeiten von Alfons Walde verträgt eigentlich eine Verkaufsschau mit 37 Ausstellern?

Blumenpracht und Wiener Werkstätte


Zu einer Salzburger Messe gehört die alpenländische Kunst wie das Amen in der Kirche. Ein kräftig bis wild bemalter Florianer Reiterschrank aus dem späten 18ten Jahrhundert etwa bei Kunsthandel Runge aus Linz für 38.000 Euro und ein aus dem 15ten Jahrhundert stammendes Steinrelief mit Osterlamm für 16.000 Euro bei Antiquitäten Pöll aus Kufstein geben der „Messe für Kunst und Antiquitäten Residenz Salzburg“, die gerade zum 35ten Mal stattfindet, unbestreitbar ihr regionales Kolorit. Man weiß, dass sie sich nie gescheut hat, eine Brücke zwischen Barock und zeitgenössischer Kunst zu schlagen. Doch scheinen die Galerien der jüngeren Kunst diesmal mehr auf Bewährtes, Klassisches, kunsthistorisch Unverrückbares und auch Gefälliges gesetzt zu haben als in den Jahren zuvor. Mag sein, dass der Markt momentan für Gewagtes nur wenig Raum lässt, aber diese Fülle an Gemälden von Anton Faistauer, dessen Blumensträuße bei Wienerroither & Kohlbacher für 110.000 Euro, bei Lilly’s Art und für 190.000 Euro zu haben sind, an Arbeiten Max Weilers, des österreichischen Wegbereiters der gegenstandlosen Malerei, von Zoran Music oder dem Biedermeier-Blumenmaler Josef Lauer, dessen Gemälde bei Kovacek Spiegelgasse für 55.000 Euro angeboten werden, spricht für sich. ...mehr

Die Eurantica in Brüssel gibt sich zuversichtlich

Kerzenleuchter zum Falten


Eurantica, Brüssel

Schon nach dem ersten Wochenende in Brüssel schaute man in strahlende Gesichter. Im vergangenen Jahr sah das auf der Eurantica noch ganz anders aus. Das Wort Rezession schien in jede Händlerstirn eintätowiert zu sein. Verkäufe ließen auf sich warten, die Kunden ebenso. Dass nicht gekauft wurde, lag nicht an der mangelnden Qualität der angebotenen Raritäten und Kleinodien. Es fehlte der Mut, größere Geldausgaben zu tätigen. Doch in diesem Jahr glimmt neue Hoffnung auf. Die Kunst- und Antiquitätenmesse zeigt wieder ihr feines Gesicht. Wohltuende Ruhe, gedämpfte Atmosphäre, dem Bierstand des letzten Jahres wurde kein Raum mehr gegeben. Der Champagner fließt wieder, die Restaurants sind gut besetzt, die Brieftaschen gut gefüllt, die Kreditkarte schnell gezückt. ...mehr

Die TEFAF in Maastricht schafft es wieder, einem prinzipiell eher trägen Markt den Takt vorzugeben. Nach einigen Jahren des Stillstands Anfang des Jahrzehnts, wagt die Königin der Messen, dem Wettbewerb den Kampf anzusagen, ohne daß man es ihr übel nehmen kann.

Stabile Werte in behutsamem Wandel


Cornelis Cornelisz van Haarlem, Portrait eines Mannes, 1580er Jahre

Man hatte sich fast schon daran gewöhnt, daß die Zeitgenössische Kunst von einem Rekord zum nächsten jagt, während die Alten Meister und Antiquitäten zur Nische verkommen. Doch mit der Finanz- und Wirtschaftskrise war die große Sause plötzlich zuende. Bleibende Werte sind wieder gefragt, und wer könnte die besser repräsentieren als die TEFAF in Maastricht? Hatten einige Vertreter des Antiquitätenbereichs vielleicht auch hier noch gefürchtet, von der wachsenden Zeitgenossenfraktion ein wenig an die Wand gedrückt zu werden, hat sich das Problem inzwischen erledigt. Die aktuelle Ausgabe vermeldet schon für die Vernissage einen Besucherrekord von 10.500 Gästen, und die Stimmung unter den Ausstellern hat sich sichtlich gelockert. ...mehr

Champagnerlaune und lange Gesichter: Die Art Rotterdam ging am Wochenende mit gemischten Gefühlen zu Ende. Die auf Design spezialisierte Schwestermesse Object Rotterdam sucht noch nach einem klareren Profil

An der Schnittstelle von Kunst und Design


Dichter Nebel hing in den vergangenen Tagen über Rotterdam und ließ zeitweise die Erasmusbrücke, die über die Nieuwe Maas führt und das Zentrum der Stadt mit dem städtebaulichen Entwicklungsgebiet Kop van Zuid verbindet, im Nichts verschwinden. 12.000 Besucher, das sind rund 500 weniger als 2009, kamen zur elften Art Rotterdam in das lichtdurchflutete und elegante ehemalige Kreuzfahrtterminal der Holland-Amerika-Linie. Viele von ihnen besuchten auch die zweite Ausgabe der Parallelmesse Object Rotterdam, die von denselben Veranstaltern ausgerichtet wurde. 76 niederländische und internationale Galerien nahmen in diesem Jahr an der Art Rotterdam teil. Messedirektor Fons Hof findet diese Anzahl an Teilnehmern, die bequem im Cruise Terminal Platz finden, ideal: „Wir wollen nicht wachsen. Es ist besser, man bleibt bei der Anzahl von ungefähr 75 Galerien und das bei einem guten Niveau.“ Es gibt also keinen Anlass, den Veranstaltungsort zu wechseln, im Gegenteil: Die Messe kann damit punkten. Fons Hof: „Das Gebäude funktioniert wie eine Trademark. Viele ausländische Sammler kommen gerade deswegen.“ ...mehr

Die Arte Fiera Bologna schloss am vergangenen Sonntag mit soliden Umsätzen ab

Die Zukunft liegt im Internet


Davide Gallo lebt in Berlin. Davide Gallo kommt eigentlich aus Mailand und spricht kein Wort Deutsch. Selbst nicht nach drei Jahren Berlin. Davide Gallo ist Galerist. Sein Ladenlokal liegt in der Linienstraße. Sehr angesagt. Trotz der tollen Lage ist die Raummiete gering. Einer von vielen Gründen, warum Davide Gallo nach Berlin kam. Davide Gallo ist ein radikaler Verfechter von Kunstverkäufen via Internet. Sein letztes großes Geschäft, so erzählt er, lief sogar via SMS mit einem Kunden aus Russland, der das Kunstwerk nur im Internet sah und dann alle weiteren Verhandlungen per SMS führte. Bis hin zur Überweisung des Kaufpreises über eine Bank in Shanghai. So sieht für ihn die Zukunft im Kunstgeschäft aus. Trotzdem nahm er nun schon zum dritten Mal an der Arte Fiera in Bologna teil und das mit durchwachsenem Erfolg. Aber Italien ist nun mal seine Heimat, und Massimiliano Nazzi ist italienischer Künstler mit der Vorliebe zum Alttagsschrott, den er zu witzigen Installationen verbaut. ...mehr

„Antique & Kunstmesse Düsseldorf“ läutet den Messereigen 2010 in Deutschland ein

Auf solidem Fundament


Fritz Heiden, Lyrasekretär, um 1820

Messen sind Verkaufsschauen. Es geht hier ums Geschäft. Auch am sogenannten Schreibtisch des Ruhrgebietes, in der Landeshaupt- und Akademiestadt Düsseldorf, wird viel Geld für Kunst ausgegeben. Neben großen Firmensammlungen wie bei Henkel oder E.ON stellen auch zahlreiche vermögende Industrielle ein großes Klientel von Käufern. Da scheint die Ausrichtung einer Kunstmesse im Grunde logisch. Nach vielen Vorläufern hat sich die „Antique & Kunstmesse Düsseldorf“ nun trotz Wirtschaftskrise erfolgreich etabliert. Heuer vereint die mittlerweile vierte Ausgabe 92 Aussteller. Nicht nur ökonomisch, sondern vor allem altersbedingt ist das Ausscheiden von 26 Vorjahresteilnehmern zu werten, denen 18 Neuzusagen gegenüberstehen. Neun Händler aus dem benachbarten Ausland, den Beneluxländern und Frankreich, bereichern die schwerpunktmäßig um Niederrhein beheimatete Ausstellerszene. ...mehr

Die Art Rotterdam und die Object Rotterdam gehen an den Start

Schluss mit Winterpause


auf der Art Rotterdam 2009

Wenige Tage nach den Italienern, die mit der Arte Fiera Bologna Ende Januar den europäischen Messereigen für zeitgenössische Kunst eröffnen, starten auch die Niederländer ins neue Messejahr 2010: Vom 4. bis 7. Februar finden die beiden Messen Art Rotterdam und Object Rotterdam statt. Veranstaltungsort der Art Rotterdam ist wie in den vergangenen Jahren das historische Kreuzfahrtterminal der Holland-Amerika-Linie nahe der markanten Erasmusbrücke. In diesem Jahr ist Co-Direktor Fons Hof, der seit 2000 gemeinsam mit Michael Huyser die Art Rotterdam organisiert hatte, alleinverantwortlich für die Kunstmesse und die parallel stattfindende Designmesse Object Rotterdam, die im letzten Jahr Premiere feierte. Sein bisheriger Partner Huyser wechselte im vergangenen April als neuer Direktor an das Zuiderzee Museum in Enkhuizen in der nordholländischen Region West-Friesland. ...mehr

Die Brüsseler BRAFA in Frühlingsstimmung

Comic und mehr


Reliquiarfigur „Ngulu“, Kota, Gabun, Ende 19. Jahrhundert

Nachdem der Thalys nachgerüstet hat und dem Bahnfahrenden sowohl mehr Beinfreiheit in allen Klassen als auch eine verkürzte Reisezeit bietet, gibt es keine Ausflüchte mehr, um nicht zur BRAFA nach Brüssel zu reisen. Hat sich diese Messe, die sich im vergangenen Jahr vom Französischen „Foire des Antiquaires de Belgique“ zum Internationaleren „Brussels Antiques & Fine Arts Fair“ umbenannt hat, doch aus einer eher nationalen Antiquitätenschau zu einer internationalen Kunst- und Antiquitätenmesse entwickelt, die ihrem großen Vorbild TEFAF ein wenig auf die Pelle rückt. Nachdem nun auch die Umbau- und Sanierungsarbeiten im ehemaligen Postgebäude derer von Thurn und Taxis abgeschlossen sind, wird man in diesem Jahr in frischem Grün empfangen. Sowohl an den Wänden als auch in den großen Blumenkübeln erinnert alles an Natur und den hoffentlich bald aufkeimenden Frühling. ...mehr

Paris Photo 2009: Trotz Besucherrekord eher selektives Kaufinteresse

Orientalische Bilderwelten an der Seine


Besucherandrang kurz vor Schluss der Paris Photo

Besucherrekord auf der Paris Photo 2009: 40.150 Fotoliebhaber, rund 2.400 mehr als im Vorjahr, drängelten sich auf der 13. Ausgabe der weltweit größten Spezialmesse für künstlerische Fotografie in den prestigeträchtigen Hallen des Carrousel du Louvre. Ein weiterer Gradmesser für die Beliebtheit der Fotomesse: Der 300 Seiten dicke Katalog war bereits am vorletzten Tag restlos ausverkauft. 102 Aussteller aus 23 Ländern zeigten fünf Tage lang fotografische Preziosen aller Epochen. Wie jedes Jahr gab es auch 2009 ein Schwerpunktthema. In diesem Jahr standen die Bilderwelten der arabischen Welt und des Iran im Fokus. Kuratiert von Ex-Documenta-Chefin Catherine David, gab es eine Sonderschau mit Fotografie aus dem Archiv der Arab Image Foundation in Beirut, dazu Konferenzen, Podiumsgespräche und Diskussionen. Und auch in der Statement-Sektion zeigten acht Galerien aus dem Iran, Libanon, Marokko, Tunesien und Dubai zeitgenössische Fotografie aus dem Orient. ...mehr

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