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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Messen

Die auf alte Kunst und Antiquitäten spezialisierte Cologne Fine Art hat mit der „COFA Contemporary“ einen zeitgenössischen Ableger bekommen und will damit ein jüngeres Publikum ansprechen

Schleichender Kehraus der Klassiker


am Stand des Grafikhändlers Hanns-Gert Braun aus Wuppertal

Der Markt für ältere Kunst, speziell für angewandte Disziplinen wie etwa Möbel oder Keramik, gilt als verstaubt und unzeitgemäß. Hinzu kommt ein gewaltiges Nachwuchsproblem: Viele Sammler sind mittlerweile hochbetagt, junge kommen nicht im ausreichenden Maß hinzu. So nimmt es nicht wunder, dass sich Händler und Käufer auf wenige Messen konzentrieren. Maastricht, München, Salzburg oder Wien sind hier attraktive Standorte, während das für klassische Moderne und Gegenwartskunst bekannte Rheinland auf diesem Sektor rasch zur Nebenrolle degradiert wird. Seismografisch spiegelt sich dies auch in den Wandlungen, die die altehrwürdige Westdeutsche Kunstmesse, die heutige Cologne Fine Art, in der letzten Zeit durchmachte. War schon vor zwei Jahren in Köln von einem breiteren Zusammenspiel die Rede und folglich im letzten Jahr mit der Erweiterung um den Bereich der „Zeitgenossen“ die Tür zu einer neuen Ausrichtung weit aufgestoßen, setzt sich heuer dieser Trend mit der eingeflochtenen „COFA Contemporary“ fort – zudem noch flankiert von 15 freien Kunsträumen. Die klassische Cologne Fine Art mit ihrem Spektrum der Kunst- und Kunsthandwerkgeschichte von der Antike bis ins 20. Jahrhundert dominiert mit 100 Ausstellern das Geschehen, wobei allerdings das Segment der klassischen Moderne deutlich überwiegt. Dagegen listet die COFA Contemporary 33 Teilnehmer, von denen drei beide Bereiche abdecken und doppelt verzeichnet sind. So ergibt sich die Gesamtzahl von 145 Ausstellern in den beiden Messeetagen. ...mehr

Zwischen Kommerz und Diskurs: Rund um die Kunstmesse FIAC häuften sich vergangene Woche Eröffnungen, Lectures und andere Events in der französischen Hauptstadt. Dabei ging es durchaus nicht immer nur um Big Business...

Pariser Kunstherbst


Wer in der vergangenen Woche in Sachen Kunst unterwegs war, den zog es nach Paris. Die 43. Ausgabe der Kunstmesse FIAC, Foire Internationale d’Art Contemporain, fand im Grand Palais unweit der Champs-Élysées statt. In diesem Jahr wurde aber erstmals auch das gegenüberliegende Petit Palais miteinbezogen. Unter der Bezeichnung „On Site“ waren hier 37 teilweise raumgreifende Arbeiten von Künstlern wie Jimmie Durham, Manfred Pernice oder Damien Hirst zu sehen. Ein wenig Art Unlimited à la Basel? Diesem Anspruch genügte die etwas disparat wirkende und dicht an dicht in die Foyers gestopfte Präsentation allerdings nicht ganz. Auch auf der erstmals für den Verkehr gesperrten Avenue Winston Churchill zwischen den Gebäuden sowie unter dem Motto „Hors les Murs“ in den Tuilerien wiesen ortsspezifische Arbeiten etwa von Lawrence Weiner oder Michael Sailstorfer den Weg. ...mehr

Die Art.Fair in Köln bewegt zwischen reifen Positionen und junger wilder Kunst

Eine Messe erfindet sich Jahr für Jahr neu


Bernd Reiter, Ironie des Schicksals, 2016

Eigentlich wollten sie in diesem Jahr gar nicht kommen und den Stand der Tochter überlassen. Aber dann haben sie rund 70 Blätter von Günther Uecker eingepackt und sind zur vierzehnten Art.Fair nach Köln gereist, um an der Messe teilzunehmen. Helga und Aloys Wilmsen, Inhaber der gleichnamigen Galerie aus Rheineck im Kanton St. Gallen, feierten am Vernissagetag ihre Goldene Hochzeit. Mit einer Magnumflasche Champagner, zwei roten Rosen, etlichen Gläsern und Kollegen zogen die Messechefs Walter Gehlen und Andreas Lohaus in die Koje der Schweizer, um mit ihnen auf ihr großes Glück anzustoßen. Das Jubelpaar verkündete, dass man anlässlich der Goldenen Hochzeit eben jene wunderbaren Auflagenblätter von Günther Uecker mitgebracht habe und via Mail eine Verlosung mache, bei der man Kunst im Wert von 20.000 Euro gewinnen könne. Das freut die Veranstalter der Messe und die Kunden der Galerie. Neben Uecker offeriert die Galerie Wilmsen auch zarte Farbenergiebilder von Tamar Klar aus buntem leuchtendem Acrylglas. ...mehr

In der Münchner Messelandschaft wurden die Karten neu gemischt. Statt drei Messen gibt es diesen Herbst nur zwei. Die Highlights – Internationale Kunstmesse München und die Kunst & Antiquitäten München spielen in unterschiedlichen Ligen, aber das bedeutet enorme Bandbreite. Beide Veranstaltungen sind bis zum 30. Oktober geöffnet

Viel Glanz in München


Johann Gottlieb Kirchner, Teekanne in Form eines japanischen Zwerghuhns, um 1730

„Die Highlights wird auch 2016 die schönste Kunstmesse Deutschlands sein“, versprach schon vor Wochen der neue Highlights-Co-Geschäftsführer Alexander Kunkel. Nach der gestrigen Eröffnung wird keiner daran zweifeln. Die seit 2010 veranstaltete, hochkarätige Messe, die seit einigen Jahren im Kaiserhof der Residenz eine noble Location gefunden hat, ist in diesem Jahr vor allem ein Spiegel dessen, was der deutschsprachige Kunst- und Antiquitätenhandel an Spitzenobjekten zu bieten hat. Der 37jährige Alexander Kunkel, dessen Gemälde- und Zeichnungsangebot zwischen Salon und Sezession angesiedelt ist, macht da keine Ausnahme. Fast ein Jahrhundert war Franz von Stucks dämonische Ölskizze „Luzifer“ in den Untiefen privater Sammlungen verschollen. Jetzt ist die mit stechendem Blick und dunklem Timbre gefertigte Studie des Erzengels, die dem Münchner Malerfürsten als Vorarbeit für das gleichnamige, 1891 vollendete Gemälde diente, hier für 240.000 Euro wieder auf dem Markt. ...mehr

Die Entdecker-Kunstmesse Art-O-Rama in Marseille feierte am vergangenen Wochenende ihr zehnjähriges Bestehen. Noch bis zum 11. September locken 39 Stände mit internationalen Positionen

Kunst total an der Côte d’Azur


auf der Art-O-Rama 2016

Ein wenig Urlaub, viel Sonne und ganz viel Kunst: Am letzten Wochenende öffnete in Marseille die kleine, aber feine Kunstmesse Art-O-Rama ihre nunmehr zehnte Ausgabe. 20 französische und internationale Galerien, darunter auch sechs deutsche, sorgen in den Hallen der Friche la Belle de Mai, einer seit 1992 als Kulturzentrum genutzten ehemaligen Tabakfabrik, für eine konzentrierte und überschaubare Veranstaltung. In der in diesem Jahr neu geschaffenen Sektion mit Editionen kommen sieben weitere Aussteller hinzu, dazu noch regionale Kunstinitiativen, die Sektion Show Room mit vier jungen Künstlern und die beiden Gastprojekte „The Green Parrot“ aus Barcelona und „63rd-77th Steps“ aus dem süditalienischen Bari. Insgesamt sind 39 Stände auf den rund 2.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche zugegen. ...mehr

Zwei Kunst-Verkaufsschauen buhlen in Salzburg derzeit um die Gunst der Festspielgäste. Wirkliche Konkurrenten sind die Art Salzburg und die Art & Antique nicht. Denn keine stielt der anderen die Show

Kunstsalon und Minimesse


Blick in die Sala Terrena der Art Salzburg

Für Österreichs führende Kunsthändler gibt es wohl nur eine Option, die gar nicht in Betracht kommt: darauf zu verzichten, den gutbetuchten Salzburger Festspielgästen Werke von Egon Schiele bis Arnulf Rainer sowie Sammlerstücke von Laterndluhr bis Design der Wiener Werkstätte zu präsentieren. In der Nähe des Doms laden nur ein paar Schritte voneinander entfernt derzeit die Art Salzburg in die Sala Terrena der Universität und in den Hof Dietrichsruh, die Art & Antique hingegen in den Hof der Residenz ein. Die eine Veranstaltung konzentriert sich ganz auf die klassische Moderne und die Gegenwartskunst, die andere bleibt der Idee einer Kunst- und Antiquitätenmesse treu. Wer die Namen der Aussteller überfliegt, wird feststellen, dass sich fast alle schon seit Jahren auf dem Salzburger Messeparkett bewegen. ...mehr

Mut zur Stellungnahme: Die diesjährige Art Basel zeigt neben hochkarätiger Malerei, Skulptur, Videokunst und Installationen verstärkt auch Arbeiten, die zu den politisch-gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit eindeutig Position beziehen

Raus aus der Komfortzone


Oscar Tuazon, Zome Alloy

Schwache Ergebnisse bei den Frühjahrsauktionen in New York. Gedämpfte Erwartungen auch für die jetzt beginnende Auktionssaison in London. Verheerende Terroranschläge in den USA und Europa, der bevorstehende Brexit, die mit vielen Unsicherheiten behaftete Präsidentschaftswahl in den USA, drohende Handelshemmnisse, etwa in Form des umstrittenen Kulturgutschutzgesetzes in Deutschland. Das derzeitige Umfeld stürzt den lange Zeit von einer Erfolgswelle zur nächsten surfenden Kunstmarkt in arge Selbstzweifel. Umso größer sind da die Herausforderungen – auch an eine Messe wie die Art Basel. „In unsicheren Zeiten kann man mittelmäßige Arbeiten nicht verkaufen. Das wissen die Galerien“, betonte jetzt Marc Spiegler, Messedirektor der Art Basel, auf der Pressekonferenz zur 47. Ausgabe der weltweit führenden Kunstmesse. ...mehr

Die „Cultures“ bringen in Brüssel erstmals in den Galerien am Grand Sablon antike, asiatische und außereuropäische Kunst zu einer Verkaufsschau zusammen

In fernen Welten


Masken der Kasai

Es ist das umstrittenste Sammelgebiet, das die Kunstwelt kennt, und das trotzdem oder gerade deswegen eine exklusive Sammlerklientel hat. Es geht um Objekte aus Afrika, Ozeanien, Indonesien, Asien, Ägypten und auch dem Mittleren Osten. In keinem anderen Sammlungsgebiet ist die Dunkelziffer bezüglich Verkauf und Schmuggel von illegalen Kunstwerken und Kulturgütern so hoch wie in diesem. Ein offenes Geheimnis ist es, dass die durch den Islamischen Staat zerstörten Kunstwerke bruchstückhaft ins Ausland verkauft werden, damit dieser schmutzige Krieg finanziert werden kann. Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist mit ihrer Novellierung des Kulturgutschutzgesetzes bei Sammlern, Künstlern und Kuratoren, Galeristen, Museumsleuten und anderen Kunstschaffenden in Ungnade gefallen. Nach wie vor wird sie ihr Ziel nicht aufgeben: Grütters will Ein- und Ausfuhr von kulturellen Objekten neu regeln und den Handel mit Raubkunst gerade aus den Kriegsgebieten in Afrika und dem arabischen Raum unterbinden. Und sie will mit Hilfe der neuen Ausfuhrregeln auch die Abwanderung von bedeutendem Kulturgut aus Deutschland verhindern. Dies ist der eigentliche Schmerzpunkt für die Kunstszene und der Grund dafür, dass so erbost über das Novellierungspaket aus dem Kulturstaatsministerium gestritten wird. ...mehr

Less is more: Auch an ihrer neuen Location, dem citynahen ehemaligen Zolllager Tour & Taxis, behauptet sich die um 50 Galerien geschrumpfte Art Brussels als wichtige europäische Messe für Neu- und Wiederentdeckungen. Was der Messe guttut: Die scheidende künstlerische Direktorin Katerina Gregos hat der Verkaufsschau einmal mehr einen kuratorischen Stempel aufgedrückt. Kommerzielle und nichtkommerzielle künstlerische Praxis gehen in Brüssel Hand in Hand

Mehr als die üblichen Verdächtigen


Frederik Van Simaey, Sing Sing Bar, 2016

Man trifft sich auf der Sing-Sing-Plattform. Auf der 34. Ausgabe der Art Brussels hat die Genter Kunsthochschule HISK eine kuratierte Karaoke-Bühne gleich neben dem beliebten Hamburger-Stand auf der sonnigen Bierterrasse errichtet. Hier ertönen schmalzige Liebeslieder in verschiedenen Sprachen. Der Text läuft mit, und zwei Darsteller untermalen in emotionalen Gesten den Sound. Ausgedacht hat sich das Ganze der Künstler Frederik Van Simaey. Wer mitmachen möchte, ist im Übrigen herzlich eingeladen. Eine pfiffige Abwechslung im geschäftigen Messealltag. Gleich am ersten Tag der Art Brussels hat sich die quirlige „The Belgian Beer Terrace“ zum inoffiziellen Hot Spot der diesjährigen Art Brussels entwickelt. ...mehr

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