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AktuellAktuell:Messen

Die 43. Ausgabe der Art Basel eröffnet im Documenta-Jahr ihre Tore. Was bringt sie? Eindrücke eines ersten Rundganges

Weniger Sockel, mehr Durchgangsbahnhof


Welche Berechtigung besitzt im Onlinezeitalter eine Kunstmesse, auch wenn sie noch so Erlesenes präsentiert? Diese Frage war oft auf den letzten Kunstmessen im deutschen Sprachraum zu hören. Sicherlich, nichts geht über die eigene Anschauung, aber braucht es dazu bei noch so hochwertigen Werken eine Messe? Dieser Gedanke kommt unterschwellig dem aufmerksamen Beobachter auf der 43. Ausgabe der Art Basel, der renommiertesten aller Kunstmessen, auf. Man sieht wenig Experiment, dazu sind auch primär die zahlreichen Satellitenschauen da. Das High End der Künste bieten zeitgleich die Museen. Und was macht die Art Basel? Wieder finden sich sämtliche Topnamen unter den Künstlern und Galeristen. Aber wer einige Baseler Messen ausgelassen hat und heuer wieder in die Schweizer Rheinmetropole gefahren ist, dem fällt auf, dass das, was den Anspruch auf einsame Spitze und absolute Rarität erheben kann, auf der Messe seltener geworden ist. ...mehr

Kunst für die Wenigen, nicht die Vielen: Die 43. Art Basel setzt verstärkt auf Exklusivität. Das breite Publikum ist in diesem Jahr erst am dritten Tag erwünscht

Im Biotop der Top-Sammler


Raum von Andreas Schulze auf der Art Unlimited

Baulärm, Platzregen, umgeknickte Regenschirme: Am Eröffnungstag der 43. Art Basel herrschte rund um die Messe hektische Betriebsamkeit. Die Basler Star-Architekten Herzog & de Meuron überbauen gerade den Messeplatz – umfangreiche Abrissarbeiten inklusive. Doch die internationale Kunstcommunity, die vielfach frisch von der Documenta in Kassel nach Basel weitergereist ist, lässt sich auch von solch widrigen Umständen nicht die Laune verderben. Fiebrig konsultierten Top-Sammler aus aller Welt, die eine der heißbegehrten pechschwarzen First Choice VIP Karten ergattert hatten, ihre kleinen Notizzettel, auf denen sie Namen und Standorte ihrer favorisierten Galerien gekritzelt hatten. Über 300 Galerien aus 36 Ländern bilden den Kern der wichtigsten Kunstmesse der Welt. Mächtige Blue Chip-Galerien aus den USA, Deutschland und der Schweiz geben den Takt vor. ...mehr

Ein Grund zum Feiern: Auf der 30. Art Brussels trafen vorwiegend belgische Kunstconnaisseure auf eine internationale Galerienauswahl

Auf der Jagd nach belgischen Visitenkarten


Impressionen von der Art Brussels 2012

Die einzige Klage, die man auf der diesjährigen Art Brussels zu hören bekommen hatte, war das Unverständnis über den Termin: Nahezu zeitgleich zur Art Cologne, eine Woche vor dem Gallery Weekend in Berlin und zwei Wochen vor der in diesem Jahr erstmals auch in New York stattfindenden Frieze. Manche Galeristen mussten sich ganz schön etwas einfallen lassen, um all die Transfers, die Transporte, die Flugbuchungen und das permanente Kofferpacken unter einen Hut zu bekommen. Dennoch war die Stimmung auf der Jubiläumsausgabe der Art Brussels beschwingt. Über 31.000 Besucher feierten die 30. Ausgabe der Art Brussels in den historischen Expo-Hallen im Schatten des vor einigen Jahren frisch aufgemöbelten Atomiums. 182 Galerien aus 28 Ländern, darunter auch außereuropäische Exoten aus Uruguay, Japan, Brasilien, Indien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten, waren in diesem Jahr in die belgische Hauptstadt gereist. ...mehr

Die Art Brussel feiert ihren 30. Geburtstag

Konkurrenz aus Belgien


1968 gründeten 15 belgische Kunstgalerien eine kleine Kunstmesse im Herzen Brüssel und nannten sie „Art Actuel“. Die Messe wuchs im Laufe der Jahre, benannte sich mehrfach um, bis man sich 1998 auf den international gängigen Namen „Art Brussels“ einigte und eine neue Art Direktorin fand, die fortan die Geschicke bestimmen sollte: Karen Renders. Sie erkannte bald das Potential der damals noch alle zwei Jahre stattfindenden Verkaufsschau für zeitgenössische Kunst. Qualität und Teilnehmer stimmten schon mal, aber was der Messe fehlte, war ein professionelles Gesicht in professioneller Umgebung. Die Art Brussels zog in geeignete Hallen auf dem historischen Heysel, dem Messegelände in Brüssel, in direkter Nachbarschaft zum Atomium. Um internationaler zu werden, griff man auf einen einfachen Trick zurück: Jede 15te teilnehmende Galerie lud eine befreundete Galerie aus dem Ausland ein. Ein Netzwerk wurde aufgebaut, die Ausstellerzahl verdoppelte sich. Zur 30sten Ausgabe lagen heuer trotz parallel stattfindender Art Cologne so viele Bewerbungen vor, dass ein Auswahlgremium die sicherlich nicht einfache Aufgabe hatte, zu bestimmen, was dem Image der Art Brussels gut tut und was nicht. ...mehr

Die 46. Art Cologne ist am Sonntag mit über 60.000 Besuchern zu Ende gegangen. Viele interessante Positionen verbargen sich gerade im zeitgenössischen Bereich auf der oberen Etage. Ein Rückblick

Auf Entdeckungstour in Köln


Oft lohnt ein zweiter Blick, um auf Kunstmessen überraschende Entdeckungen zu machen. Die am Wochenende zu Ende gegangene Art Cologne hielt viele anregende neue Ideen bereit. So hatte die Berliner Galerie Croy Nielsen aktuelle Arbeiten von Roman Schramm mit an den Rhein gebracht. Die ästhetischen Aufnahmen des Berliners von Objekten wie High Tech-Turnschuhen kombinierte Schramm installativ mit maßgeschneiderten Bundfaltenhosen in ungewöhnlichen Farben, die unterhalb der perfekt abgezogenen Fotografien angebracht waren (je 1.800 Euro, Auflage 5. Nur das Exemplar 1/1 mit Hose). Ebenfalls am Stand zu sehen waren ein Video und Zeichnungen von Judith Hopf. Die Wienerin beschäftigt sich auf ironische Weise mit der Idee von Zugänglichkeit und Versperrung. Als wiederkehrendes Motiv wählt sie dabei das Haushuhn (Video: 8.000 Euro, Auflage: 6, Zeichnungen: 4.000 Euro). ...mehr

Gute Stimmung auf der Vernissage der 46. Art Cologne: An den Marktführer Art Basel reicht die Messe zwar noch nicht heran, aber in Deutschland ist sie jetzt wieder die unumstrittene Nummer eins

Mit Aufbauspritzen erneut an die Spitze


am Stand der Galerie Klosterfelde aus Berlin

Das Interview kam zum rechten Zeitpunkt. Vor genau einer Woche hat Daniel Hug, Jahrgang 1968, seit vier Jahren Direktor der Art Cologne, in einem Interview mit der Deutschen Presseagentur selbstbewusst verkündet, er wolle die Messe wieder zur Nummer eins unter den großen Kunstmessen machen. Was dem schweizerisch-amerikanischen Ex-Galeristen dabei zu Gute kommt, ist die Tatsache, dass Berlin im vorigen Jahr seine Vorzeigemesse Art Forum verloren hat. Zu groß waren die Streitereien zwischen Berliner Galeristen und der Messegesellschaft geworden. Was in der Hauptstadt blieb, ist rund ein halbes Dutzend unentschiedener Nebenmessen, die nicht dazu angetan sind, ein großes, internationales Publikum an die Spree zu locken. Das kommt jedoch wegen der in Europa einmaligen Galeriendichte sowieso nach Berlin. „Berlin braucht keine Messe. In Berlin ist jedes Wochenende Messe“, folgert denn auch Hug. ...mehr

Eine neue Ausgabe der Art Cologne öffnet ihre Tore

Auf Konsolidierungskurs


Im kalten Foyer der Koelnmesse waren die Teilnehmer der Pressekonferenz zur neuen Ausgabe der Art Cologne kalter Zugluft ausgesetzt. Da drängte sich unweigerlich die Frage auf, ob auch die Messe frische Winde durchwehen. Vor vier Jahren startete Daniel Hug als Direktor bei der Art Cologne, einem damals schlingernden, ja sinkenden Schiff. Ein radikaler Schrumpfungsprozess sollte Zeitgeistschrott und Eventkunst aussondern. Einmal aus der Premiumklasse abgestiegenen, gestaltet sich der Aufstieg langwierig und schwierig, insbesondere was das Zurückholen alter Teilnehmer anbelangt. Doch jetzt kann man erkennen: Der Abwärtstrend ist gestoppt, der Konsolidierungskurs trägt Früchte, auch wenn noch lange nicht der alte Glanz wieder erstrahlt. Denn auch die Kunstwelt hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch verändert, und Hugs Bestreben, die globale Nummer Eins in der Messelandschaft für moderne und zeitgenössische Kunst zu werden, lässt sich wohl allein aus abgabentechnischer, fiskalischer Sicht nicht mehr erreichen. Hier wird die Art Basel unangefochten Spitze bleiben. Global Player aus der Galerienszene wie beispielsweise Gmurzynska lassen sich wohl nie mehr nach Köln locken. Das kann aber Daniel Hug nicht angelastet werden. ...mehr

Die Salzburger Ostermesse in der Residenz hat sich einen neuen Namen zugelegt. Das Konzept der „Art & Antique Residenz Salzburg“, die vom Messeunternehmer MAC Hoffmann veranstaltet wird, aber bleibt das selbe. Kunst aus Österreich von der Gotik bis zur Gegenwart überwiegt

Liaison zwischen Kunstmarkt und Musikevent


Paar chinesischer Porzellanvasen mit puderblauem Fond und Blumendartstellungen

In der Salzburger Residenz hatte man noch nie Berührungsängste zwischen moderner und alter Kunst. Während die Wiener Galerie Kaiblinger eine kleine Suite temperamentvoller, gestischer Gemälden des 2011 verstorbenen Markus Prachensky und das großformatigen, fotorealistischen „Brandenburger Tor“ von Gottfried Helnwein zeigt, öffnet der Kunsthandel Katzenmeyer aus dem vorarlbergischen Feldkirch einen Spalt in eine alpenländischen Kunstkammer. Zwischen geschnitzten Sensenmännern und Madonnen befindet sich ein frühbarocker Bezoar, ein Magenstein, dem man im 16ten und 17ten Jahrhundert wundersame Kräfte zusprach, und eine sogenannte Kühlkugel aus Bergkristall, beide mit silbernen Bändern verziert, beide zu einem moderaten vierstelligen Preis. ...mehr

Silbernes Jubiläum in Maastricht: Die TEFAF zeigt sich wieder von ihrer attraktivsten Seite. Doch der Markt hat sich mittlerweile woanders hin verlagert

Die Königin wird 25 und ein bisschen müde


Henry Moore und Pablo Picasso bei Landau Fine Art aus Montreal

Festlich ist das Jubiläum ausgefallen, wie immer. Jedes Jahr im März ist die The European Fine Art Fair, kurz TEFAF, in Maastricht das Mekka der Liebhaber Alter Kunst und des Kunsthandwerks auf musealem Niveau aus vieler Herren Länder. Aber eben nur vieler. Selbst die Königin der Kunstmessen sieht sich mit einem Phänomen konfrontiert, das sich grob mit dem Begriff Globalisierung umreißen lässt und das den westlichen Kunstmarkt vor große Herausforderungen stellt. ...mehr

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News vom 24.03.2017

Marlene Dumas enthüllt ihr Altargemälde in Dresden

Italienische Zeichnungen der Renaissance in Düsseldorf

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Kemang Wa Lehulere: Der „Künstler des Jahres“ in Berlin

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Armin Linke in Aachen

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