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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Messen

The European Fine Art Fair – kurz TEFAF – gilt noch immer als die Königin aller Kunstmessen. Nirgendwo gibt es eine höhere Konzentration an Altmeister-Gemälden als im März in Maastricht. Doch mit der neuen Abteilung „Night Fishing“ setzt sie auch ein Signal. Am Sonntag schließt die Messe

Das Gemäldeangebot ist der Kern der Messe


John Gibson, Armor und Psyche, Rom um 1845

Die Sensationsmeldungen kurz vor Eröffnung der diesjährigen TEFAF hielten sich in Grenzen. Kein neuer Rembrandt entdeckt. Kein Picasso aus ganz frühen Tagen. Und trotzdem bleibt diese Messe unübertroffen in ihrer Fülle an glanzvollen Gemälden aus sieben Jahrhunderten, an aufregenden Skulpturen und an bedeutendem Kunsthandwerk und bibliophilen Kostbarkeiten. Und dass es kein Werk von Pablo Picasso gäbe, kann man nicht sagen. Groß und unübersehbar hängt ein spätes Selbstporträt am Stand der Hammer Galleries aus New York zwischen Gemälden von Degas, Gauguin, Renoir und Chagall. ...mehr

Die zwölfte Ausgabe der Art Karlsruhe hat das deutsche Kunstmessejahr eingeläutet

Schwungvoll ins satte Dutzend


Die Art Karlsruhe hat sich als der kraftvolle Saisonauftakt im deutschen Kunstmessebetrieb etabliert. Die günstige Lage im kunstsinnigen Baden-Württemberg sowie zugleich in der Drehscheibe der deutsch-französisch-schweizerischen Mehrländerregion ließen die Besucherzahlen auf rund 50.000 anschwellen, die heuer auch wieder erwartet werden. Die Grenzlage hat auch das internationale Spektrum der Aussteller erweitert. Von den 32 Neuzugängen kommt die Hälfte aus dem Ausland. Insgesamt sind diesmal 212 Aussteller aus elf Ländern vertreten, wobei Frankreich und Italien unter den nichtdeutschen führen. Ergänzt werden die Kojen von 19 gleichfalls von den Galeristen bespielten Skulpturenplätzen, einem Markenzeichen der Messe. Dieses Jahr sind sie zu weit gespannten „Sehflächen“ aufgelockert. So bietet sich dem Besucher abermals ein breites Crossover von Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. ...mehr

16 Prozent mehr Besucher im 16. Jahr: Die Art Rotterdam wird immer beliebter bei Besuchern und jüngeren Galeristen. Neue Sammler kommend zunehmend aus Frankreich und ganz Benelux

Voll durchgestartet


am Stand der Rotwand Gallery aus Zürich

Die Marke von 25.000 Besuchern ist jetzt auch geknackt. Am Sonntag ging die 16. Ausgabe der Art Rotterdam zu Ende. Messedirektor Fons Hof zeigt sich überaus erfreut über die Steigerung der Besucherzahlen um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Dies war die beste Ausgabe der Art Rotterdam überhaupt, die von einer enormen Energie charakterisiert war“, resümmiert er. So drängten sich nicht nur zur Vernissage am Mittwoch sondern während der gesamten Messedauer unablässig Besucherströme durch die Kojengänge in der historischen Van Nellefabriek etwas außerhalb der Stadt. Im letzten Jahr war die als UNESCO-Weltkulturerbe klassifizierte ehemalige Tabakwarenfabrik als neue Messelocation überaus erfolgreich eingeführt worden. Schon damals konnten die Besucherzahlen um 35 Prozent gegenüber 2013 gesteigert werden. ...mehr

Wieder wurde ein Anlauf für eine Kunstmesse in Frankfurt gestartet. Doch die neue Verkaufsschau steckt noch in den Kinderschuhen

Zum Ersten


Kunst Messe Frankfurt, 2015

Manfred Möller ist 11.000 Kilometer mit seinem eigenen PKW gefahren, um Galeristen zu bewegen, an seinem Pilotprojekt teilzunehmen, das „Kunst Messe Frankfurt“ jetzt und zukünftig heißen soll. 56 Galerien aus den Sparten Antiquitäten, alte, außereuropäische, moderne und zeitgenössische Kunst waren in diesem Jahr zum ersten Mal seinem Ruf gefolgt. Die Halle 1.2 des Frankfurter Messegeländes allerdings fasst bis zu 160 Teilnehmer. Damit wäre die Messe so groß wie die BRAFA in Brüssel. Doch damit enden auch schon die Parallelen. Den Termin, den sich der neugebackene Kunstmessechef Möller ausgesucht hat, war für eine junge Kunst- und Antiquitätenmesse der denkbar ungünstigste. Die „Kunst Messe Frankfurt“ lag zwischen BRAFA und Arte Fiera Bologna, Art Rotterdam und der Antiquariatsmesse in Stuttgart, also umgeben von einer etablierten und erdrückenden Übermacht. ...mehr

Die Terrorgefahr konnte der BRAFA in Brüssel nichts anhaben. Die Messe für Kunst und Antiquitäten wird nun 60

Auch mit Comics verdient man Geld


Die 60ste Ausgabe der BRAFA in Brüssel 2015

Es war das Flüstergespräch der „Collectors Preview“ auf der BRAFA. In Anbetracht des verhinderten Terroranschlags in Belgien waren viele auf verschärfte Sicherheitsvorkehrungen gespannt. Dezent hatten die Organisatoren weiße Sicherheitsschleusen im Zugangsbereich als Tore getarnt. Ansonsten demonstrierte die Polizei eine verstärkte Präsenz, patrouillierte regelmäßig durch die Gänge und vermittelte gleichzeitig den Ausstellern und Sammlern ein Gefühl der Sicherheit. Die Kunsthändler ließen sich vom Terror nicht abschrecken. 126 waren zur Brussels Antique and Fine Art Fair gekommen, 51 aus Belgien, der Rest aus dem Ausland. Sie belebten die 15.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit kostbaren und dekorativen Objekten von der goldenen Kaminuhr bis zum historischen Wandteppich, mit Möbeln aus allen Epochen und Kunstwerken aus allen Jahrhunderten und feierten die 60. Ausgabe der Brüsseler Kunst- und Antiquitätenmesse. ...mehr

Fotografie zwischen Vintageabzügen und zeitgenössischen Positionen: Die 18. Ausgabe der Spezialmesse Paris Photo versammelte einmal mehr das gesamte Spektrum der Fotografiegeschichte. Doch der Trend geht eindeutig zum Zeitgenössischen

Alte Schätze und neue Visionen


Nicholas Nixon, The Brown Sisters

Sommer 1962 im New Yorker Central Park. Die Fotografin Diane Arbus ist wieder einmal mit ihrer Kamera unterwegs auf der Suche nach Abnormitäten im Alltag, ihrem bevorzugten Sujet. In der Person des vielleicht siebenjährigen Jungen Colin Wood scheint sie ein passendes Motiv gefunden zu haben. Der eine Hosenträger seiner kurzen schwarzen Hose ist verrutscht, sein gemustertes Hemd bis zum letzten Knopf zugeknöpft – so steht er da. Die linke Hand ist zu einer Art Kralle verkrampft. In der rechten hält er eine täuschend echt aussehende Spielzeughandgranate. Der bis zum Äußersten gereizte Gesichtsausdruck des blonden Kindes scheint sagen zu wollen: Lass mich in Ruhe, oder du bist gleich tot! Ein Vintageabzug von „Exasperated Boy with Hand Grenade“, so der Titel dieses mittlerweile ikonischen Fotos, ist jetzt auf der weltweit wichtigsten Fotomesse Paris Photo am Stand der New Yorker Galerie Howard Greenberg für annähernd 500.000 US-Dollar verkauft worden. ...mehr

Die 45ste Ausgabe der Cologne Fine Art hat geöffnet

Breites Zusammenspiel


Am Stand von Samuelis Baumgarte auf der Cologne Fine Art 2014

Wie stellt sich die Kunst aktuellen Herausforderungen? Unter den Vorzeichen gegenwärtiger Entwicklungen stand die Eröffnung der Cologne Fine Art. Dies bezog sich nicht nur auf die Kölner Messe, sondern auch auf die allgemeine Situation, die Thole Rotermund vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler auf der Eröffnungspressekonferenz zur Sprache brachte. Ausgangspunkt waren die einträglichen Kunstverkäufe der öffentlichen Hand in Nordrhein-Westfalen, die durch die avisierte Veräußerung der Kunstsammlung des WDR neue Nahrung erhielt. Erst in der letzten Woche waren zwei Bilder von Andy Warhol aus dem Besitz des landeseigenen Spielbankunternehmens Westspiel bei Christie’s im dreistelligen Millionenbereich zu Geld gemacht worden. Diese Dimensionen für die zeitgenössische High End-Ware lassen erblassen, wenn man sich vor Augen hält, dass der Erlös dieser einen Auktion bei rund 850 Millionen Dollar lag und damit laut Rotermund in etwa so viel beträgt, wie der gesamte Umsatz aller deutschen Kunsthandelsunternehmen in diesem Jahr. Hinzu kommen weitere fiskalische Komponenten, die den Galerien und Kunsthändlern zu schaffen machen. ...mehr

Das Münchner Messekarussell dreht sich weiter. Nach der traditionsreichen Regionalmesse „Kunst & Antiquitäten“ haben nun die „Kunst-Messe München“ und die „Highlights“ die Staffel im Kunstherbst München übernommen. Millionenobjekte sind auf beiden Verkaufsschauen zu finden.

Alte Meister versus Oldtimer


Leonhard Kern, Huckepackgruppe zweier Putten, Schwäbisch Hall, um 1650

Unter den deutschen Kunst- und Antiquitätenmessen kann ihr keine andere Veranstaltung das Wasser reichen. Die „Highlights – Internationale Kunstmesse München“, die ab heute geöffnet ist, ist hierzulande die glanzvollste und hochkarätigste. Das Gros der 48 Aussteller, wie etwa die Kunsthandlung Julius Böhler, die eine umwerfend dramatische, kleine Alabaster-Pieta des in Wien tätigen Johann Baptist Hagenauer aus der Mitte des 18. Jahrhunderts offeriert, oder die Galerie Thomas, die mit Ernst Ludwig Kirchners Gemälde „Rastende Spaziergänger“ von 1918 eines der Millionen-Exponate bereit hält, spielt auch auf dem internationalen Kunstmarktparkett mit. Was Meißen-Porzellan-Spezialist Röbbig zeigt, hätte wohl auch Madame Pompadour bezaubert. Mehr als 100 Blüten, 1750 in der Manufaktur Vincennes gefertigt, ragen aus einer Meißner Vase mit Vergissmeinnicht-Dekor heraus. Dass so ein rarer, ausufernder Porzellan-Blumenstrauß preislich im siebenstelligen Bereich liegt, ist nicht verwunderlich. ...mehr

Die Art Fair feiert Premiere in den Kölner Messehallen

Zugig, aber ohne Zug


Vorbei! Vorbei die Tage, da man sich fragte, wo bitte liegt die EXPO XXI und wo bitte ist der Gladbacher Wall. Vorbei die Tage, da man sich durch ungewöhnliche Architektur, die die grandiose Partylounge ohne großes Zutun auswies, die Treppe hoch in eine Ausstellungshalle begab, die nicht genug Platz hatte für all jene Aussteller, die an der jungen Art Fair teilnehmen wollten. Das Zelt, das man kurzerhand aufstellte, war kalt und zugig, sprach aber für die Aufbruchsstimmung in ein neues Zeitalter der Messe. So jedenfalls dachte man. 2010 erfolgte dann der Umzug ins Staatenhaus auf dem Gelände der Koelnmesse. Hier wurde dann auch die BLOOOM eingerichtet, eine Idee der Berliner Galeristin Yasha Young, Direktorin der Strychnin Gallery mit Dependancen in London und New York. Street Art und ungewöhnliche Positionen junger Kunst sollten hier eine Plattform finden. Übrig geblieben ist davon nichts mehr. Was heute in den Hallen 1 und 2 der Kölner Messe gezeigt wird, findet man auf allen Messen, die europaweit aus dem Boden sprießen. 36.000 Besucher verzeichnete die Messe im vergangenen Jahr, 36.000 Besucher wurden in diesem Jahr als begeisterte Messebesucher im Abschlussbericht der Messe erwähnt. Außer den Räumlichkeiten hat sich nichts geändert? Doch, es ist alles farbloser, etablierter, langweiliger und noch durchschnittlicher geworden. ...mehr

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