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Tänzerin / Franz von  Stuck

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Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner

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AktuellAktuell:Messen

Die Art Cologne steuert auf ihr 50jähriges Bestehen zu und ist damit die älteste noch bestehende Messe für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Nun hat sie ihre Tore in Köln geöffnet

Die Kunst im flotten Dreier


Santiago Sierra, 483 Stunden Arbeit

„483 Stunden Arbeit“ steht in Metallbuchstaben auf einer Seite des vier Meter großen massiven Betonwürfels vor den Kölner Messehallen. Die mausgraue Plastik des spanischen Konzeptkünstlers Santiago Sierra hat die Arbeitssunden in Beton gegossen, die er zusammen mit seinen Mitarbeitern für die Produktion des Kunstwerkes benötigte. Die Leitung der nunmehr 49. Ausgabe der Art Cologne intendierte mit der Auswahl gerade jenes Werks für den prominenten Standort einen Verweis auf die viele Belange, die bei der Organisation der Ausgabe vor dem 50jährigen Jubiläum im kommenden Jahr zu berücksichtigen sind. Doch auch schon jetzt wird eine einschneidende Neuerung offensichtlich: nach sechs Jahren hat man sich zu einer Veränderung der räumlichen Struktur entschlossen: Das Angebot wurde erstmals auf drei Hallenebenen ausgebreitet und damit straffer organisiert. Positionen klassischer Künste finden sich im untersten Geschoss. Große Namen der Künstlerschaft vor allem aus der Zeit nach 1945 sind auf der mittleren Eingangsebene anzutreffen, während sich das in die Höhe strebende Progressive aktueller Produktion auf der obersten Ebene eingestellt hat. Die Vorteile liegen – bei aller vorhandener Durchmischung – auf der Hand: Die Besucherströme zeigten sich am Vernissagetag je nach spezieller Interessenslage erstaunlich gut aufgeteilt. ...mehr

Die Eurantica hofft in Brüssel noch auf starke Verkäufe

Die Deutschen ziehen sich zurück


Am Stand von Catherine Gavage

Am 22. März endete die TEFAF in Maastricht, am 20. März startete die Eurantica in Brüssel. Die dichte Messeabfolge ist ein Konzept, das sich über Jahre bewährt hat und nun wieder einmal vor der Bewährungsprobe steht. Wie immer erhofft man sich Synergieeffekte zwischen den Kunstmessen. Zur Vernissage am 19. März kamen die Besucher in Brüssel aber doch nur mäßig, immerhin war es ein Donnerstag und damit ein Arbeitstag. Allein zum Empfang der Bank BNP Paribas Fortis bei Häppchen und Champagner strömten die Menschen. Anlass war hier die Ausstellung der Fotografin Anne-Catherine Chevalier, die das Motto der diesjährigen Messeausgabe „Das Portrait“ fotografisch in Szene gesetzt hat. Das Konzept bezieht sich nicht nur auf den historischen Zusammenhang, der das Portrait schon in der Antike ausweist, die Organisatoren haben damit auch die Selfie-Manie der Neuzeit im Visier. Dass dieser rote Faden sich in der Eurantica finden lässt, ist außer Zweifel, doch das bunte Sammelsurium von allem, was das Antiquitätenherz höher schlagen lässt, macht die Bildnissuche zur privaten Entdeckungsreise. ...mehr

The European Fine Art Fair – kurz TEFAF – gilt noch immer als die Königin aller Kunstmessen. Nirgendwo gibt es eine höhere Konzentration an Altmeister-Gemälden als im März in Maastricht. Doch mit der neuen Abteilung „Night Fishing“ setzt sie auch ein Signal. Am Sonntag schließt die Messe

Das Gemäldeangebot ist der Kern der Messe


John Gibson, Armor und Psyche, Rom um 1845

Die Sensationsmeldungen kurz vor Eröffnung der diesjährigen TEFAF hielten sich in Grenzen. Kein neuer Rembrandt entdeckt. Kein Picasso aus ganz frühen Tagen. Und trotzdem bleibt diese Messe unübertroffen in ihrer Fülle an glanzvollen Gemälden aus sieben Jahrhunderten, an aufregenden Skulpturen und an bedeutendem Kunsthandwerk und bibliophilen Kostbarkeiten. Und dass es kein Werk von Pablo Picasso gäbe, kann man nicht sagen. Groß und unübersehbar hängt ein spätes Selbstporträt am Stand der Hammer Galleries aus New York zwischen Gemälden von Degas, Gauguin, Renoir und Chagall. ...mehr

Die zwölfte Ausgabe der Art Karlsruhe hat das deutsche Kunstmessejahr eingeläutet

Schwungvoll ins satte Dutzend


Die Art Karlsruhe hat sich als der kraftvolle Saisonauftakt im deutschen Kunstmessebetrieb etabliert. Die günstige Lage im kunstsinnigen Baden-Württemberg sowie zugleich in der Drehscheibe der deutsch-französisch-schweizerischen Mehrländerregion ließen die Besucherzahlen auf rund 50.000 anschwellen, die heuer auch wieder erwartet werden. Die Grenzlage hat auch das internationale Spektrum der Aussteller erweitert. Von den 32 Neuzugängen kommt die Hälfte aus dem Ausland. Insgesamt sind diesmal 212 Aussteller aus elf Ländern vertreten, wobei Frankreich und Italien unter den nichtdeutschen führen. Ergänzt werden die Kojen von 19 gleichfalls von den Galeristen bespielten Skulpturenplätzen, einem Markenzeichen der Messe. Dieses Jahr sind sie zu weit gespannten „Sehflächen“ aufgelockert. So bietet sich dem Besucher abermals ein breites Crossover von Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. ...mehr

16 Prozent mehr Besucher im 16. Jahr: Die Art Rotterdam wird immer beliebter bei Besuchern und jüngeren Galeristen. Neue Sammler kommend zunehmend aus Frankreich und ganz Benelux

Voll durchgestartet


am Stand der Rotwand Gallery aus Zürich

Die Marke von 25.000 Besuchern ist jetzt auch geknackt. Am Sonntag ging die 16. Ausgabe der Art Rotterdam zu Ende. Messedirektor Fons Hof zeigt sich überaus erfreut über die Steigerung der Besucherzahlen um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Dies war die beste Ausgabe der Art Rotterdam überhaupt, die von einer enormen Energie charakterisiert war“, resümmiert er. So drängten sich nicht nur zur Vernissage am Mittwoch sondern während der gesamten Messedauer unablässig Besucherströme durch die Kojengänge in der historischen Van Nellefabriek etwas außerhalb der Stadt. Im letzten Jahr war die als UNESCO-Weltkulturerbe klassifizierte ehemalige Tabakwarenfabrik als neue Messelocation überaus erfolgreich eingeführt worden. Schon damals konnten die Besucherzahlen um 35 Prozent gegenüber 2013 gesteigert werden. ...mehr

Wieder wurde ein Anlauf für eine Kunstmesse in Frankfurt gestartet. Doch die neue Verkaufsschau steckt noch in den Kinderschuhen

Zum Ersten


Kunst Messe Frankfurt, 2015

Manfred Möller ist 11.000 Kilometer mit seinem eigenen PKW gefahren, um Galeristen zu bewegen, an seinem Pilotprojekt teilzunehmen, das „Kunst Messe Frankfurt“ jetzt und zukünftig heißen soll. 56 Galerien aus den Sparten Antiquitäten, alte, außereuropäische, moderne und zeitgenössische Kunst waren in diesem Jahr zum ersten Mal seinem Ruf gefolgt. Die Halle 1.2 des Frankfurter Messegeländes allerdings fasst bis zu 160 Teilnehmer. Damit wäre die Messe so groß wie die BRAFA in Brüssel. Doch damit enden auch schon die Parallelen. Den Termin, den sich der neugebackene Kunstmessechef Möller ausgesucht hat, war für eine junge Kunst- und Antiquitätenmesse der denkbar ungünstigste. Die „Kunst Messe Frankfurt“ lag zwischen BRAFA und Arte Fiera Bologna, Art Rotterdam und der Antiquariatsmesse in Stuttgart, also umgeben von einer etablierten und erdrückenden Übermacht. ...mehr

Die Terrorgefahr konnte der BRAFA in Brüssel nichts anhaben. Die Messe für Kunst und Antiquitäten wird nun 60

Auch mit Comics verdient man Geld


Die 60ste Ausgabe der BRAFA in Brüssel 2015

Es war das Flüstergespräch der „Collectors Preview“ auf der BRAFA. In Anbetracht des verhinderten Terroranschlags in Belgien waren viele auf verschärfte Sicherheitsvorkehrungen gespannt. Dezent hatten die Organisatoren weiße Sicherheitsschleusen im Zugangsbereich als Tore getarnt. Ansonsten demonstrierte die Polizei eine verstärkte Präsenz, patrouillierte regelmäßig durch die Gänge und vermittelte gleichzeitig den Ausstellern und Sammlern ein Gefühl der Sicherheit. Die Kunsthändler ließen sich vom Terror nicht abschrecken. 126 waren zur Brussels Antique and Fine Art Fair gekommen, 51 aus Belgien, der Rest aus dem Ausland. Sie belebten die 15.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit kostbaren und dekorativen Objekten von der goldenen Kaminuhr bis zum historischen Wandteppich, mit Möbeln aus allen Epochen und Kunstwerken aus allen Jahrhunderten und feierten die 60. Ausgabe der Brüsseler Kunst- und Antiquitätenmesse. ...mehr

Fotografie zwischen Vintageabzügen und zeitgenössischen Positionen: Die 18. Ausgabe der Spezialmesse Paris Photo versammelte einmal mehr das gesamte Spektrum der Fotografiegeschichte. Doch der Trend geht eindeutig zum Zeitgenössischen

Alte Schätze und neue Visionen


Nicholas Nixon, The Brown Sisters

Sommer 1962 im New Yorker Central Park. Die Fotografin Diane Arbus ist wieder einmal mit ihrer Kamera unterwegs auf der Suche nach Abnormitäten im Alltag, ihrem bevorzugten Sujet. In der Person des vielleicht siebenjährigen Jungen Colin Wood scheint sie ein passendes Motiv gefunden zu haben. Der eine Hosenträger seiner kurzen schwarzen Hose ist verrutscht, sein gemustertes Hemd bis zum letzten Knopf zugeknöpft – so steht er da. Die linke Hand ist zu einer Art Kralle verkrampft. In der rechten hält er eine täuschend echt aussehende Spielzeughandgranate. Der bis zum Äußersten gereizte Gesichtsausdruck des blonden Kindes scheint sagen zu wollen: Lass mich in Ruhe, oder du bist gleich tot! Ein Vintageabzug von „Exasperated Boy with Hand Grenade“, so der Titel dieses mittlerweile ikonischen Fotos, ist jetzt auf der weltweit wichtigsten Fotomesse Paris Photo am Stand der New Yorker Galerie Howard Greenberg für annähernd 500.000 US-Dollar verkauft worden. ...mehr

Die 45ste Ausgabe der Cologne Fine Art hat geöffnet

Breites Zusammenspiel


Am Stand von Samuelis Baumgarte auf der Cologne Fine Art 2014

Wie stellt sich die Kunst aktuellen Herausforderungen? Unter den Vorzeichen gegenwärtiger Entwicklungen stand die Eröffnung der Cologne Fine Art. Dies bezog sich nicht nur auf die Kölner Messe, sondern auch auf die allgemeine Situation, die Thole Rotermund vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler auf der Eröffnungspressekonferenz zur Sprache brachte. Ausgangspunkt waren die einträglichen Kunstverkäufe der öffentlichen Hand in Nordrhein-Westfalen, die durch die avisierte Veräußerung der Kunstsammlung des WDR neue Nahrung erhielt. Erst in der letzten Woche waren zwei Bilder von Andy Warhol aus dem Besitz des landeseigenen Spielbankunternehmens Westspiel bei Christie’s im dreistelligen Millionenbereich zu Geld gemacht worden. Diese Dimensionen für die zeitgenössische High End-Ware lassen erblassen, wenn man sich vor Augen hält, dass der Erlös dieser einen Auktion bei rund 850 Millionen Dollar lag und damit laut Rotermund in etwa so viel beträgt, wie der gesamte Umsatz aller deutschen Kunsthandelsunternehmen in diesem Jahr. Hinzu kommen weitere fiskalische Komponenten, die den Galerien und Kunsthändlern zu schaffen machen. ...mehr

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