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AktuellAktuell:Messen

Die Art Brussels schloss am Montag nach vier erfolgreichen Messetagen ihre Tore und verkündete nach 17 Ausgaben ihren Abschied vom Expo-Gelände. Ab 2016 findet die Kunstmesse auf dem wesentlich citynäher gelegenen Tour & Taxis-Areal statt

Eine Grande Dame erneuert sich


Arbeiten von Travis Somerville bei Beta Pictoris Gallery

Nachdem die überraschende Nachricht die Runde gemacht hatte, sorgte sie für unablässigen Gesprächsstoff auf der am Montag zu Ende gegangenen Art Brussels: Die internationale Kunstmesse fand in diesem Jahr mit ihrer 33. Ausgabe zum letzten Mal auf dem Messegelände außerhalb der Brüsseler City statt. Die Hallen 1 und 3 auf dem Expo-Gelände im Schatten des Atomiums stehen für die Art Brussels zum Frühjahrstermin 2016 nicht mehr zur Verfügung. Die Messe zieht um auf das zentrumsnahe Tour & Taxis-Gelände, wo bereits die Brüsseler Buchmesse und die eher gediegene Kunst- und Antiquitätenmesse BRAFA stattfinden. Einst betrieb hier die deutsche Adelsfamilie Thurn und Taxis eine Filiale ihres europaweit agierenden Postunternehmens. Der zwischen 1904 und 1906 errichtete, gigantische Gebäudekomplex beherbergte zunächst das königliche Zollamt, wird aber seit Ende der 1980er als Veranstaltungsort genutzt. Am zukünftigen Standort wird sich die Art Brussels jedoch räumlich einschränken müssen. Geplant ist zwar die Errichtung eines zusätzlichen Zeltes auf dem Gelände. Insider vermuten dennoch, dass es im nächsten Jahr zu einer Reduzierung um rund 30 Galerien kommen wird. ...mehr

Die Art Brussels verlässt ihr angestammtes Quartier auf dem Messegelände und zieht in die Brüsseler Innenstadt. Das Tour & Taxi-Gebäude soll ab kommenden Jahr die Messe für zeitgenössische Kunst beherbergen. Nicht alle sind mit der Verlagerung so glücklich

Bunt, schrill und zukünftig an anderem Ort


Nachts um drei fiel die Entscheidung. Dann wurden erst die Journalisten informiert, und die, die es eigentlich betraf, die Galeristen am späten Nachmittag. 2016 ist Schluss am Heysel, dem großartigen Expo-Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft zum Atomium. Die Art Brusssels zieht um, mehr ins Zentrum. Man geht ins Gebäude von Tour & Taxis, der alten Poststation derer von Thurn und Taxis, idyllisch am Kanal gelegen. Seit Jahren bespielt die BRAFA, die zur Artexis-Gruppe gehört wie die Leitung der Art Brussels, das historische und mittlerweile aufs Prächtigste renovierte ehemalige Postgebäude. Synergieeffekte erhofft man sich ab dem Jahr 2017. Denn dann soll in unmittelbarer Nachbarschaft das neue städtische Museum für moderne und zeitgenössische Kunst eröffnet werden. ...mehr

Die New Contemporaries auf der Art Cologne 2015

Weiße Verwirrung


PSM bei der Art Cologne 2015

Neue Besen kehren gut, sagt der Volksmund, doch wenn der Besen dann schon beinahe zehn Jahre alt ist, sollte man meinen, dass die Borsten abgenutzt sind, zumindest aber Ermüdungserscheinungen zeigen. Bei Daniel Hug ist das ganz und gar nicht so. Er hat der altehrwürdigen Mutter Art Cologne eine Verjüngungskur verschrieben, und siehe da, der Laden läuft besser denn je. Auf drei Etagen präsentieren sich die Galerien aus aller Welt. In der oberen Halle 11.3 treffen 29 junge Aussteller im Sektor der New Contemporaries auf 32 Teilnehmer der 2014 eingeführten Sektion Collaborations. Großzügig von der Deutschen Bank unterstützt, zeigen die Galerien im Bereich New Contemporaries, die nicht länger als zehn Jahre tätig sein dürfen, junge Künstler, die es noch zu entdecken gilt oder aber schon dabei sind, den Markt zu erobern. ...mehr

Die Art Cologne steuert auf ihr 50jähriges Bestehen zu und ist damit die älteste noch bestehende Messe für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Nun hat sie ihre Tore in Köln geöffnet

Die Kunst im flotten Dreier


Santiago Sierra, 483 Stunden Arbeit

„483 Stunden Arbeit“ steht in Metallbuchstaben auf einer Seite des vier Meter großen massiven Betonwürfels vor den Kölner Messehallen. Die mausgraue Plastik des spanischen Konzeptkünstlers Santiago Sierra hat die Arbeitssunden in Beton gegossen, die er zusammen mit seinen Mitarbeitern für die Produktion des Kunstwerkes benötigte. Die Leitung der nunmehr 49. Ausgabe der Art Cologne intendierte mit der Auswahl gerade jenes Werks für den prominenten Standort einen Verweis auf die viele Belange, die bei der Organisation der Ausgabe vor dem 50jährigen Jubiläum im kommenden Jahr zu berücksichtigen sind. Doch auch schon jetzt wird eine einschneidende Neuerung offensichtlich: nach sechs Jahren hat man sich zu einer Veränderung der räumlichen Struktur entschlossen: Das Angebot wurde erstmals auf drei Hallenebenen ausgebreitet und damit straffer organisiert. Positionen klassischer Künste finden sich im untersten Geschoss. Große Namen der Künstlerschaft vor allem aus der Zeit nach 1945 sind auf der mittleren Eingangsebene anzutreffen, während sich das in die Höhe strebende Progressive aktueller Produktion auf der obersten Ebene eingestellt hat. Die Vorteile liegen – bei aller vorhandener Durchmischung – auf der Hand: Die Besucherströme zeigten sich am Vernissagetag je nach spezieller Interessenslage erstaunlich gut aufgeteilt. ...mehr

Die Eurantica hofft in Brüssel noch auf starke Verkäufe

Die Deutschen ziehen sich zurück


Am Stand von Catherine Gavage

Am 22. März endete die TEFAF in Maastricht, am 20. März startete die Eurantica in Brüssel. Die dichte Messeabfolge ist ein Konzept, das sich über Jahre bewährt hat und nun wieder einmal vor der Bewährungsprobe steht. Wie immer erhofft man sich Synergieeffekte zwischen den Kunstmessen. Zur Vernissage am 19. März kamen die Besucher in Brüssel aber doch nur mäßig, immerhin war es ein Donnerstag und damit ein Arbeitstag. Allein zum Empfang der Bank BNP Paribas Fortis bei Häppchen und Champagner strömten die Menschen. Anlass war hier die Ausstellung der Fotografin Anne-Catherine Chevalier, die das Motto der diesjährigen Messeausgabe „Das Portrait“ fotografisch in Szene gesetzt hat. Das Konzept bezieht sich nicht nur auf den historischen Zusammenhang, der das Portrait schon in der Antike ausweist, die Organisatoren haben damit auch die Selfie-Manie der Neuzeit im Visier. Dass dieser rote Faden sich in der Eurantica finden lässt, ist außer Zweifel, doch das bunte Sammelsurium von allem, was das Antiquitätenherz höher schlagen lässt, macht die Bildnissuche zur privaten Entdeckungsreise. ...mehr

The European Fine Art Fair – kurz TEFAF – gilt noch immer als die Königin aller Kunstmessen. Nirgendwo gibt es eine höhere Konzentration an Altmeister-Gemälden als im März in Maastricht. Doch mit der neuen Abteilung „Night Fishing“ setzt sie auch ein Signal. Am Sonntag schließt die Messe

Das Gemäldeangebot ist der Kern der Messe


John Gibson, Armor und Psyche, Rom um 1845

Die Sensationsmeldungen kurz vor Eröffnung der diesjährigen TEFAF hielten sich in Grenzen. Kein neuer Rembrandt entdeckt. Kein Picasso aus ganz frühen Tagen. Und trotzdem bleibt diese Messe unübertroffen in ihrer Fülle an glanzvollen Gemälden aus sieben Jahrhunderten, an aufregenden Skulpturen und an bedeutendem Kunsthandwerk und bibliophilen Kostbarkeiten. Und dass es kein Werk von Pablo Picasso gäbe, kann man nicht sagen. Groß und unübersehbar hängt ein spätes Selbstporträt am Stand der Hammer Galleries aus New York zwischen Gemälden von Degas, Gauguin, Renoir und Chagall. ...mehr

Die zwölfte Ausgabe der Art Karlsruhe hat das deutsche Kunstmessejahr eingeläutet

Schwungvoll ins satte Dutzend


Die Art Karlsruhe hat sich als der kraftvolle Saisonauftakt im deutschen Kunstmessebetrieb etabliert. Die günstige Lage im kunstsinnigen Baden-Württemberg sowie zugleich in der Drehscheibe der deutsch-französisch-schweizerischen Mehrländerregion ließen die Besucherzahlen auf rund 50.000 anschwellen, die heuer auch wieder erwartet werden. Die Grenzlage hat auch das internationale Spektrum der Aussteller erweitert. Von den 32 Neuzugängen kommt die Hälfte aus dem Ausland. Insgesamt sind diesmal 212 Aussteller aus elf Ländern vertreten, wobei Frankreich und Italien unter den nichtdeutschen führen. Ergänzt werden die Kojen von 19 gleichfalls von den Galeristen bespielten Skulpturenplätzen, einem Markenzeichen der Messe. Dieses Jahr sind sie zu weit gespannten „Sehflächen“ aufgelockert. So bietet sich dem Besucher abermals ein breites Crossover von Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. ...mehr

16 Prozent mehr Besucher im 16. Jahr: Die Art Rotterdam wird immer beliebter bei Besuchern und jüngeren Galeristen. Neue Sammler kommend zunehmend aus Frankreich und ganz Benelux

Voll durchgestartet


am Stand der Rotwand Gallery aus Zürich

Die Marke von 25.000 Besuchern ist jetzt auch geknackt. Am Sonntag ging die 16. Ausgabe der Art Rotterdam zu Ende. Messedirektor Fons Hof zeigt sich überaus erfreut über die Steigerung der Besucherzahlen um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Dies war die beste Ausgabe der Art Rotterdam überhaupt, die von einer enormen Energie charakterisiert war“, resümmiert er. So drängten sich nicht nur zur Vernissage am Mittwoch sondern während der gesamten Messedauer unablässig Besucherströme durch die Kojengänge in der historischen Van Nellefabriek etwas außerhalb der Stadt. Im letzten Jahr war die als UNESCO-Weltkulturerbe klassifizierte ehemalige Tabakwarenfabrik als neue Messelocation überaus erfolgreich eingeführt worden. Schon damals konnten die Besucherzahlen um 35 Prozent gegenüber 2013 gesteigert werden. ...mehr

Wieder wurde ein Anlauf für eine Kunstmesse in Frankfurt gestartet. Doch die neue Verkaufsschau steckt noch in den Kinderschuhen

Zum Ersten


Kunst Messe Frankfurt, 2015

Manfred Möller ist 11.000 Kilometer mit seinem eigenen PKW gefahren, um Galeristen zu bewegen, an seinem Pilotprojekt teilzunehmen, das „Kunst Messe Frankfurt“ jetzt und zukünftig heißen soll. 56 Galerien aus den Sparten Antiquitäten, alte, außereuropäische, moderne und zeitgenössische Kunst waren in diesem Jahr zum ersten Mal seinem Ruf gefolgt. Die Halle 1.2 des Frankfurter Messegeländes allerdings fasst bis zu 160 Teilnehmer. Damit wäre die Messe so groß wie die BRAFA in Brüssel. Doch damit enden auch schon die Parallelen. Den Termin, den sich der neugebackene Kunstmessechef Möller ausgesucht hat, war für eine junge Kunst- und Antiquitätenmesse der denkbar ungünstigste. Die „Kunst Messe Frankfurt“ lag zwischen BRAFA und Arte Fiera Bologna, Art Rotterdam und der Antiquariatsmesse in Stuttgart, also umgeben von einer etablierten und erdrückenden Übermacht. ...mehr

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News vom 22.05.2017

Museum Morsbroich lädt zum Mitmachen und Mitdenken ein

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Berliner Museum ehrt Alfred Flechtheim

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