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Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Messen

Die Art Cologne feiert Jubiläum: die 50. Ausgabe der Mutter aller Kunstmessen hat in Köln ihre Tore für das Publikum geöffnet

„Auf einmal ist man Fünfzig


…wie schnell die Zeit vergeht“, neigt man da zu ergänzen, wie es so schön im rheinischen Karnevalslied von Ernst Neger heißt. Auch am Beispiel der Art Cologne ist nachvollziehbar, wie der Lauf der Zeit sich unerbittlich seinen Weg bahnt, in diesem Fall von Kölns heimeliger Stube, dem Gürzenich, in dem 1967 mit dem ersten „Kölner Kunstmarkt“ alles begann, der dann ab 1974 schon in die Messehallen der Rheinstadt umzog und seit 1984 als „Art Cologne“ firmiert. Die Kunst in ihrer medialen Vielfalt, die Masse der Werke und die hohe Zahl von 218 Ausstellern verdeutlichen die Dimensionen solch einer heutigen Kunstmaschinerie. Dies verleitete die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker auf der Pressekonferenz dazu, bei der Vorstellung der 50. Ausgabe von einem „Weltereignis“ zu sprechen. Dem Art Cologne-Direktor Daniel Hug blieb es anschließend überlassen, die Euphorie der Politik auf ein realistischeres Maß herunterzubrechen, indem er nüchtern feststellte, dass „nahezu alle führenden deutschen Galerien“ präsent seien. ...mehr

Die meisten Galeristen der Art Cologne blicken der diesjährigen Ausgabe der ältesten Kunstmesse der Welt mit Zuversicht und Optimismus entgegen. Unmut gibt es dagegen bei etlichen langjährigen Teilnehmern, die dieses Jahr nicht zugelassen wurden. Wir haben uns im Vorfeld der Messe schon einmal bei einigen Ausstellern umgehört

Die Grande Dame wird 50


Verkaufsgespräch auf der Art Cologne

In dieser Woche öffnet die Art Cologne wieder ihre Pforten. In diesem Jahr feiert man in Köln Jubiläum: Die ursprünglich unter dem Label „Kunstmarkt Köln“ gegründete Mutter aller Messen für zeitgenössische Kunst findet bereits zum 50. Mal statt. 219 Galerien aus 25 Ländern reisen an den Rhein und präsentieren Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien, Drucke, Multiples, Editionen, Installationen, Performances und Videokunst. Eine klare Aufteilung sorgt auf der Art Cologne für Übersichtlichkeit. Während in der Halle 11.1 die Klassische Moderne gezeigt wird, bildet die Halle 11.2 den weitaus größten Sektor mit zahlreichen international etablierten Galerien, darunter auch Blue-Chip-Aussteller wie Hauser & Wirth aus Zürich, Thaddaeus Ropac aus Salzburg oder David Zwirner aus New York. Die Halle 11.3 hingegen widmet sich jungen und aufstrebenden Galerien, die nicht älter als zehn Jahre sind, sowie den Sondersektionen „New Contemporaries“ mit 29 Galerien, „Collaborations“ mit 41 Galerien samt der amerikanischen Kooperationsmesse NADA und „Film Cologne“. Das Angebot reicht von der Klassischen Moderne über Highlights der Nachkriegskunst diesseits und jenseits des Atlantiks bis hin zu atelierfrischen Arbeiten von gerade der Hochschule entsprungenen Newcomern. ...mehr

Zu den Salzburger Osterfestspielen darf die traditionsreiche „Art & Antique Residenz Salzburg“ nicht fehlen. Ein Dutzend profilierter Händler aus Österreich und Süddeutschland sorgt für Glanz auf dieser Messe für Kunst, Antiquitäten und Design, wie sie sich im Untertitel selbst bezeichnet

Von A wie Antike bis Z wie Zülow


Sabäischer Männerkopf, Südarabien, 1. Jahrhundert v. Chr. bis 1. Jahrhundert n. Chr.

Es mag wohl wahr sein, dass ein großer Teil der Festspielgäste außerhalb der Osterzeit weder die international tätige belgische Asiatika-Galerie Art Blue noch den kundigen Volkskunstspezialisten Walter Moskat in der Nähe von Bregenz ganz gezielt ansteuern würde. Aber in Salzburg auf der „Art & Antique“, die noch bis zum 28. März in den Räumlichkeiten der Residenz stattfindet, ist das anders. Hier ist der Musikliebhaber empfänglich für das Reizvolle und Schöne, für Barock und Klassische Moderne, für Antiken und Wiener Jugendstil. Dass diese Messe immer noch den guten Ruf hat, das maßgeschneiderte Pendant zum anspruchsvollen Musikevent zu sein, ist vor allem auf jene Händler zurückzuführen, die mit Kompetenz, Neugierde und Engagement ihr Geschäft betreiben. ...mehr

Die TEFAF in Maastricht glänzt wieder. Doch die führende europäische Messe für Kunst und Antiquitäten muss sich auch neuen Herausforderungen stellen

Wie riecht’s?


Roelant Savery, Vase mit Blumen in einer Steinnische, 1615

Die ersten Erfolgsmeldungen verkündet die TEFAF in Maastricht noch während der Eröffnung: Ein Blumenstilleben mit Insekten in einer Steinnische von Roelant Savery war dem Mauritshuis in Den Haag 6,5 Millionen Euro wert. Für die Galerie Colnaghi mit Konrad O. Bernheimer an der Spitze und das Museum war das Grund genug, während der Eröffnung einen Pressetermin vor dem Bild aus dem Jahr 1615 anzuberaumen. Mit großem Twitter-Aplomb haben zudem Talabardon et Gautier aus Paris ein kleinformatiges Gemälde von Rembrandt präsentiert: Die lange verloren geglaubte Verbildlichung des Geruchssinns, erst kürzlich für deutlich unter eine Million Dollar bei einem Auktionshaus in der amerikanischen Provinz erworben. Das auf unter 1.000 US-Dollar geschätzte Bildchen hatte sich als erstes signiertes Werk des Meisters entpuppt. Allerdings wurde es bereits Wochen vor der Messe an The Leiden Collection nach New York weitergereicht. Immerhin bekam die Öffentlichkeit es auf diese Weise einmal zu sehen. ...mehr

Die 17. Ausgabe der Art Rotterdam endete am Sonntag mit einem neuen Besucherrekord. Die größte niederländische Kunstmesse bietet für Händler, Sammler und Besucher aus dem In- und Ausland viele Nischen

Schauen, kaufen, reflektieren


Ryan Mendoza, Detroit House

Ein weißes, schlichtes Holzhaus stand zur Begrüßung der Besucher der Art Rotterdam vor der mächtig aufragenden Van Nellefabriek. Der amerikanische Künstler Ryan Mendoza, Jahrgang 1971, hat die stark baufällige Behausung in Detroit erworben, dort abgebaut und als Kunstinstallation auf die am Sonntag zu Ende gegangene Messe nach Holland verfrachtet. Ein Monument des Leerstands, aber auch der intelligenten Umnutzung. Das „Detroit House“ erfährt so eine Aufwertung ganz ähnlich wie der Austragungsort der 17. Art Rotterdam selbst. In der Ende der 1920er Jahre als Paradebeispiel für moderne, arbeiterfreundliche Industriearchitektur errichteten Van Nellefabriek finden heute ganz unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen statt. Wo einst Tabak, Kaffee und Tee produziert wurden, werden jetzt Mieter aus dem kreativen Bereich und Start up-Unternehmen begrüßt. ...mehr

Die neue Ausgabe der Art Karlsruhe läutet nun zum 13. Mal das deutsche Messekunstjahr ein

Verankert in der Heimat


bei der Art Karlsruhe 2016

Obwohl die 13 im Verruf drohenden Unheils steht, muss man die Primzahl hinsichtlich der neuen Ausgabe der Art Karlsruhe eher als Glückszahl auffassen. Das besucherstärkste Paradeschiff unter den deutschen Kunstmessen wird auch heuer im kunstaffinen Landstrich am Oberrhein zumindest diese Position behaupten. Denn das Konzept des Messemachers Ewald Karl Schrade, solide und qualitätvolle Dialoge zwischen Gegenwartskunst und klassischer Moderne aus den letzten 100 Jahren unter Verortung in der Region aufblühen zu lassen, ist auch diesmal aufgegangen. So stoßen zu den Ausstellern, die schon von Anbeginn dabei waren, immer wieder renommierte hinzu. Die schwergewichtige Gruppe aus der klassischen Moderne wird diesmal etwa von der Galerie Utermann aus Dortmund erweitert. Auch in der Halle 4 mit Anbietern der jüngeren Gegenwartskunst konnten mit Brigitte March aus Stuttgart oder Meyer Riegger aus dem heimischen Karlsruhe mit Dependance in Berlin neue Teilnehmer hinzugewonnen werden. ...mehr

Mit Bytes und Bits fertigen die Aussteller der heute in München beginnenden „Unpainted Lab 3.0“ ihre Kunstwerke

Phänomenal digital


Die „Unpainted Media Art Fair“, die vor zwei Jahren als erste deutsche Messe für digitale Kunst mit viel Enthusiasmus angetreten ist, existiert weiter – aber nicht in München. Dort wird heute Abend lediglich die einstige Sektion „Unpainted Lab 3.0“, eine Plattform für junge Künstler ohne Galerieanbindung, auf dem derzeit angesagten Event-Gelände des ehemaligen Heizkraftwerks an der Katharina-von-Bora-Straße als selbständiges Forum eröffnet. Dass es hier um professionelle Medienkunst, um ästhetischen Input in Bits und Bytes und um Auseinandersetzung mit virtuellen Erfahrungsräumen geht, reflektiert allein das interaktive Gemälde „Deneva“ von Bernhard Rauscher aus München. Die 34 Teilnehmer aus vielen Ländern Europas, aber auch aus Taiwan und den USA spiegeln die Vielfalt, die vitale Kreativität und die Dynamik dieses jungen Kunstbereiches. ...mehr

Arte Fiera ging in Bologna zum 40. Mal etwas bescheidener über die Bühne

Die internationale Teilnahme hat sich verabschiedet


auf der Arte Fiera 2016 in Bologna

An der Kasse standen lange Schlangen, um noch Karten für die Vernissage zu bekommen. Die Arte Fiera in Bologna präsentierte sich bis zum Montag wieder so, wie man sie aus ihren Anfängen kannte. Halle 25 und 26 boten Platz für ausreichend Kunst, in Halle 32 kamen die Fotografie, Solo Shows und neue Ideen zum Zuge. Insgesamt hat die Messe für zeitgenössische Kunst zugelegt, Werke von rund 1.000 Künstlern waren zu sehen, oder – anders ausgedrückt – 222 Aussteller schmückten die Wände mit den Highlights ihrer Galeriearbeit. Auch die Besucherzahlen stiegen nach Angaben der Arte Fiera um zehn Prozent auf 58.000. Ganz in Weiß waren die Gänge und Kojen gehalten, die Besucher gaben sich lässig und trafen Freunde und Bekannte an der Champagnerbar, die zwischen den beiden Hallen zum Meeting-Point wurde. War die Messe in ihren Anfängen eine italienische Angelegenheit, so ist sie heute dorthin zurückgekehrt. Keine deutsche Galerie mehr, wo einst von Hans Mayer aus Düsseldorf bis zu Dorothea van der Koelen aus Mainz vieles vertreten war, was in Deutschland Rang und Namen hatte. Das Gleiche galt für Österreich, Schweiz, Frankreich und Belgien. ...mehr

55. Antiquariatsmesse in Stuttgart

Bücher aus fast tausend Jahren


Wirnt von Grafenberg, Wigalois mit dem Rade, Elsass um 1420

Zum 55. Mal lädt der Verband Deutscher Antiquare vom 29. Januar an wieder zur Antiquariatsmesse in den Württembergischen Kunstverein am Stuttgarter Schlossplatz ein. Siebzig Marktführer der Branche überwiegend aus Deutschland, aber auch aus Österreich, Italien, der Schweiz, den Niederlanden und England bieten drei Tage lang ihre Kostbarkeiten zum Verkauf an. Einsamer Spitzenreiter und einziger Millionenkandidat ist eine Preziose aus Heribert Tenscherts Schatzkammer in der Bibermühle nahe dem schweizerischen Ramsen. Für stolze 2,4 Millionen Euro stellt er eine illuminierte Handschrift aus dem Elsass der Zeit um 1420 vor, die den „Wigalois“ des Wirnt von Grafenberg enthält. Anfang des 13. Jahrhunderts entstand dieses umfangreiche Versepos, es gehörte zu den beliebtesten Texten seiner Art und ist dementsprechend relativ häufig überliefert. Die Offerte Tenscherts ist jedoch eine der wenigen Handschriften eines mittelhochdeutschen Ritterepos überhaupt, die sich noch in privater Hand befinden. Da gilt nur eines: Zuschlagen, so eine Chance kommt nie wieder! ...mehr

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News vom 17.08.2017

Martin Roths Vermächtnis erschient

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Lichtwark-Preis für Martha Rosler

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Leipzig erinnert an Adam Friedrich Oeser

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Geoffrey Farmer und Gareth Moore in Salzburg

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