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AktuellAktuell:Messen

Die Salzburg World Fine Art Fair 2008

Festspiel in der Residenz


Rakuchu rakugai, Kyoto, um 1600

Salzburg hat sich mächtig herausgeputzt, wie jedes Jahr im August. Zwischen japanischen Touristengruppen und älteren deutschen Ehepaaren mit Socken in den Sandalen kann man zu praktisch jeder Tageszeit Herren im feinen Zwirn und Damen in edler Robe in den Straßen beobachten, die neuerdings nicht unbedingt zu einer Festspielveranstaltung wollen. Seit letztem Jahr hat die Mozartstadt auch eine Messe für Kunst und Antiquitäten, die sich selbstbewusst Salzburg World Fine Art Fair (SWFAF) nennt. In der zweiten Ausgabe hat die Welt der Aussteller ihren Mittelpunkt zwar im deutschsprachigen Raum, doch das angepeilte Publikum ist die internationale Klientel der Festspiele. Daher scheint es nur folgerichtig, dass nach der Premiere im letzten Jahr die aktuelle Veranstaltung um eine Woche nach hinten gerückt ist; in den ersten Tagen hetzt die Prominenz von einem Empfang zum nächsten und hat kaum Zeit für den Besuch einer Kunstmesse – und vielleicht auch gar kein Interesse. Die echten Musikliebhaber und Kulturfreunde kommen in der Zeit danach. „Salzburg ist der einzige Ort auf der Welt, der im Sommer diese Art von Leuten anzieht“, meint Bruce Lamarche, Leiter der SWFAF. ...mehr

Nach wie vor ein wichtiges Sprungbrett für die Art Basel: Die LISTE 08 bietet junge Kunst zu überschaubaren Preisen

Schneller Abverkauf und neue Entdeckungen


Annette Kelm, Gärtnerhaus, Berlin-Wannsee, Bergstraße, Wolgaster Holzindustrie Aktiengesellschaft, Architekt Johannes Lange 1890, 2008

Sie gehört zur Art Basel wie der Senf zur Schweizer Kalbsbratwurst. Die nunmehr zum 13. Mal stattfindende LISTE, die sich im Untertitel stolz „The Young Art Fair in Basel“ nennt, versammelt in diesem Jahr 64 Galerien aus 22 Ländern im ehemaligen Gebäude der Baseler Warteck-Brauerei. Nach wie vor gilt die Satellitenmesse als das wichtigste Sprungbrett für die nur wenige Hundert Meter entfernte Art Basel. Obwohl sich mit der Volta Show, der Scope sowie weiteren Nebenmessen im Umfeld der Art Basel jedes Jahr immer mehr kleinere Kunstverkaufsveranstaltungen tummeln, gelingt vor allem den LISTE-Teilnehmern oft der Sprung auf die große Messe. In der Vergangenheit war die LISTE-Teilnahme auf drei bis vier Jahre beschränkt. Mittlerweile aber hat die LISTE ihr Zulassungsverfahren geändert und ebnet denjenigen Galerien, die sich auf der Art Basel noch nicht dauerhaft etablieren konnten, den Weg zurück, um weiter in Basel auf einer Messe präsent zu sein. ...mehr

Sammeln auf höchstem Niveau: Die 39. Art Basel lockt Spitzensammler und Kunstexperten aus aller Welt in die Schweiz. Trotz um sich greifender Messemüdigkeit und Querelen im Führungsteam: Das Kunstbarometer zeigt vorerst weiter auf Hoch

Das Kunstmarktkarussell dreht sich weiter


Art Basel 2008

Die große Uhr über der Halle 2 des Messegeländes zeigt 10:55 Uhr. Der Countdown läuft. Schick gestylte Ladies mit sündhaft teuren Hermès- Handtaschen schieben sich noch einmal die große Sonnenbrille ins Haar, Herren im leichten Sommerjackett wedeln mit der begehrten First Choice-Karte. 11 Uhr, die Tore öffnen sich, der Ansturm beginnt. Ein bisschen ist es wie beim Schlussverkauf von C&A. Jeder will der Erste sein beim großen Kunst-Shopping auf der Art Basel, wenn es ums Ergattern der angesagtesten und teuer gehandelten Arbeiten geht. Top-Sammler, und professionelle „Art Advisors“ eilen zu ihren Lieblingsgaleristen, den Hallenplan bereits im Kopf abgespeichert, das Handy permanent am Ohr. Auch bei Eigen + Art aus Berlin und Leipzig beginnt der schnelle Abverkauf. Erfolgsgalerist Gerd Harry Lybke rät einem leicht zögernden Paar, das vor einer Arbeit von Carsten Nicolai steht: „Wenn ihr euch schnell entscheidet, ist das eine prima Sache. Da kann man nichts falsch machen.“ Gegenüber hängt ein neues Gemälde des Leipziger Malers Tim Eitel für 170.000 Euro. Ein Foto aus der neuen Serie „Die Armen“ von Martin Eder gibt es bereits für 18.000 Euro. Auch ein Neo Rauch ist im Angebot, den Preis verrät Lybke nur auf Anfrage. ...mehr

Art Basel präsentiert sich dieses Jahr im Solospiel

Unaufgeregte Stärke


Dieses Jahr ist alles anders. Zeitgleich mit der Art Basel fiebert die Stadt am oberrheinischen Dreiländereck dem Auftakt zu. Er gilt allerdings dem Fußball; am Samstag startet hier die Europameisterschaft mit dem ersten Spiel. Aber nicht nur deswegen scheint die Situation für die weltweite Leitmesse der bildenden Künste ungewohnt. Begleitende Events wie die venezianische Biennale, die Documenta in Kassel oder überragende Museumsausstellungen im engeren Umkreis fehlen dieses Mal. Ferner ist dies die erste Messe ohne den langjährigen Leiter Samuel Keller. Aus seinem Nachfolgetrio ist zudem Anfang Mai nach wenigen Monaten im Amt die künstlerische Leiterin Cay Sophie Rabinowitz ausgeschieden. Nun müssen Annette Schönholzer und Marc Spiegler allein die Art Basel verantworten. Wie meistert die weltweite Spitzenmesse den Auftritt im Vakuum des Jahres 2008? ...mehr

Einschnitte bei der Eurantica in Brüssel

Belgischer Schwerpunkt


Gustave Serrurier-Bovy, Kaminvorsatz, 1899

Schon im Vorfeld hatte der führende belgische Messeveranstalter Artexis, verantwortlich auch für die Art Brussels, revolutionäre Neuerungen angekündigt. Die neue Spitze des Unternehmens, Karen Renders als „group exhibition director“ und Luc Darte als „exhibtion manager“ verordnete der Eurantica eine Radikalkur. Schlagwörter dafür: Ereignischarakter, Innovation und Dynamik. Den Ereignischarakter erhielt die radikal auf sechs Tage gekürzte Messe – sie dauerte früher glatte zwei Wochen – durch ihr schon im vergangenen Jahr erfolgreich getestetes ungewöhnliches Ambiente. Sie wurde in dem mächtigen Stufenpalast, dem Hauptgebäude der Weltausstellung von 1935, untergebracht, direkt gegenüber dem zum 50sten Geburtstag auf Hochglanz poliertem Atomium. Die Halle, ein Kind der Zwischenkriegsarchitektur, mit linearer Durchfensterung der oberen Stockwerke und 15.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche durfte auch in diesem Jahr die 150 teilnehmenden Aussteller beherbergen. ...mehr

Art Amsterdam 2008

Was nun, Anneke?


In diesem Jahr, so hatte Anneke Oele, die Direktorin der Art Amsterdam, vollmundig angekündigt, werden mehr Kunstsammler die Messe besuchen als die Jahre vorher. Bekanntlich ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Dieser Wunsch wurde der Messeorganisation nicht erfüllt. Den Termin für die Messe über die Pfingstfeiertage zu planen, erwies sich als völlig falsch – das schöne Wetter mit Temperaturen von 25 Grad und mehr, mal außen vor gelassen. Denn fürs Wetter ist niemand verantwortlich. So musste auf Grund mangelnder Anmeldung ein Tag, voll gepackt mit VIP-Programm der exklusiven Art, ohne Angabe von Gründen abgesagt werden. Kein gutes Zeichen. Fehlende Besucherzahlen machten den teilnehmenden Galeristen das Leben schwer. Nur zögerlich kamen die Kunstinteressierten zur Messe und wenn, dann schien es verlockender, im Strandbad nebenan in der Sonne zu liegen und kühle Drinks zu schlürfen. ...mehr

Die vierte Ausgabe der ViennaFair hat eröffnet

Lebendige Nischenmesse mit eigenem Schwerpunkt


Die österreichische Metropole gilt als traditionsbewusst, so dass eine Messe für zeitgenössische Kunst in Wien ein oftmals belächelter Kraftakt ganz eigener Art zu sein scheint. Aber immerhin: Für die nunmehr vierte Veranstaltung im modernen, hellen Ambiente der Messehalle A haben sich nach Angaben der Leitung 260 internationale Sammler angemeldet, davon ein Drittel aus den USA. Aufhorchen lässt auch die stattliche Zahl von 126 Galerien aus 19 Nationen. Neben jeweils zwei aus Amerika und Israel stellen Österreich und Deutschland die größten Kontingente. Viel Engagement bemüht sich, mit Hilfe der ViennaFair als wichtigem Bestandteil des Kunstmarktstandortes Wien aus dem ansonsten kleinräumlichen Denken in lokalen Kategorien auszubrechen. Die Veränderungen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs scheinen Vielen als zu gering. Auf der Suche nach einem ganz eigenen Profil wünscht man vor allem Kontakte zu den südosteuropäischen Staaten. ...mehr

Die Art Brussels 2008

Frisch, frech, fröhlich, frei


Der Umzug ging so unmerklich vonstatten, dass man noch nicht einmal aus dem Pressetext auffallende Neuerungen herausgelesen hatte. Mit 179 Teilnehmern präsentierte sich die Art Brussels nun in den Hallen 1 und 3 des Messegeländes am frisch renovierten Atomium. Die Empfangssituation wurde komplett neu gestaltet und gab sich großzügig, offen, freundlich und hell. Übersichtlicher geht’s nimmer, und selbst die wieder schmaler gewordenen Gänge durch die beiden Hallen vermittelten kein Gefühl von Enge, sondern von Intimität. Man habe nicht vor, noch größer zu werden, hört man von Karen Renders, der Messedirektorin mit guten Drähten ins Ausland. Aus 430 Bewerbungen hat die aus internationalen Galeristen bestehende Jury siebzig Neuzulassungen in die Messehallen eingeladen. Dafür vermisste man die deutschen Galerien Voss aus Düsseldorf, Sturm aus Stuttgart und Röpke aus Köln. Hier war wohl die Wahl zwischen der altehrwürdigen Art Cologne und der Art Brussels zu schwierig oder der Kraftakt, an beiden Messen teilzunehmen, zu groß. ...mehr

Neuanfang in Bescheidenheit: Die Art Cologne 2008

Neuer Direktor – Neues Glück?


Ob er es richten wird? Ob er allein den Bedeutungsverlust der weltweit ältesten Verkaufschau für Kunst der Gegenwart auffangen wird? Auf die aktuelle Ausgabe der Art Cologne konnte ihr neu ernannter Direktor Daniel Hug jedenfalls keinen großen Einfluss nehmen. Seine Tätigkeit in Köln beginnt offiziell erst am 1. Mai. Doch auch jetzt schon hat sich einiges verändert. Auf der Suche nach dem Neuanfang beschreitet die Art Cologne den Weg weg von der Masse. Qualität ist nun die Devise. Nur noch 150 Galerien präsentieren sich in drei Hallen, eine deutliche Reduzierung von den einst rund 300 Teilnehmern aus den Hochzeiten der Kunstmesse. Das bescheidenere Teilnehmerfeld resultiert nach Angaben der Messeleitung auf strengeren Auswahlkriterien, in Wahrheit jedoch haben viele im Vorfeld wegen der Turbulenzen auf eine Anwesenheit verzichtet, darunter auch solche, die Jahrzehnte lang der Art Cologne die Treue gehalten haben, wie etwa Hans Mayer aus Düsseldorf. Mal sehen, wie sich im Detail die angestrebte „substantielle Stärkung für 2009“ gestaltet. So sollen alle Teilnehmer in diesem Jahr einer „Prüfung“ unterzogen werden. ...mehr

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*Bitte beachten Sie: Die Monatsseiten gehen fliessend ineinander über.






News vom 24.03.2017

Marlene Dumas enthüllt ihr Altargemälde in Dresden

Italienische Zeichnungen der Renaissance in Düsseldorf

Italienische Zeichnungen der Renaissance in Düsseldorf

Kemang Wa Lehulere: Der „Künstler des Jahres“ in Berlin

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Armin Linke in Aachen

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