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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Messen

Optimismus auf der 27sten Art Brussels: vor allem die günstigen Arbeiten waren gefragt

Wer bietet mehr?


Aus zahlreichen Lautsprechern wurde der Besucher der Art Brussels aufgefordert, das Lächeln nicht zu vergessen oder aber folgendes nachzumachen: den Pfiff, den man einer kessen Biene hinterschickt. Das Lächeln auf den Lippen der Besucher war also in Brüssel vorprogrammiert. Die Genter Künstlerin Kelly Schacht, eine von fünf Künstlerinnen, die das Rahmenprogramm der Messe bildeten, forderte in regelmäßigen Abständen per Lautsprecher zu diesen ungewohnten Aktionen auf. Nein, in Brüssel ist man nicht beunruhigt von Rezession oder gar Depression. Selbst die neu gestaltete, fast gleichzeitig laufende Art Cologne war hier kein Thema. Messechefin Karen Renders will die Art Brussels gar zur wichtigsten Messe für junge zeitgenössische Kunst in Europa machen. ...mehr

Die neue Ausgabe der Art Cologne versucht Zeichensetzungen in der Krise

Konzentration auf das Wesentliche


Frischer Chef, sinkende Wirtschaftskraft, andere Perspektiven. Daniel Hug war sich nicht zu schade, aus Los Angeles an den Rhein zu wechseln, um die Ärmel hoch zu krempeln und die Art Cologne auf Vordermann zu bringen. Der Schweizer mit US-Pass, Galerist und Enkel des Bauhaus-Pioniers László Moholy-Nagy nutzt die ökonomische Krise zur Erneuerung des Dinosauriers unter den Kunstmessen. Schluss damit, dem Neuen auf Teufel komm raus mehr verpflichtet zu sein als der Wohlgestalt. Der Besucher spürt schnell: Weniger Lifestyle, keine Spekulanten, mehr Qualität sind angesagt. In einer Zeit ohne ökonomische Zudringlichkeiten gewinnt die Einsicht an Gewicht, dass Schönheit und Erkenntnis nicht dem Gesetz von Angebot und Nachfrage unterliegen. ...mehr

Osterzeit ist Messezeit in Salzburg. Österreichische Kunst war und ist der Schwerpunkt der 45 Aussteller der Residenz-Kunstmesse in der Festspielstadt

Makart, Hoffmann, Rainer


Josef Hoffmann, Schreibtisch, um 1905

Eine österreichische Kunst- und Antiquitätenmesse ohne Gemälde eines Ferdinand Georg Waldmüller oder eines Carl Moll, ohne Arbeiten der Wiener Werkstätte ist und bleibt unvorstellbar. Auch die diesjährige „Residenz – Messe für Kunst und Antiquitäten“ in Salzburg enttäuscht da nicht sowohl im Hinblick auf das Angebot, als auch hinsichtlich der Sammlerinteressen. Eine große Fruchtschale aus Keramik von Vally Wieselthier der Jahre 1921/25 bei Patrick Kovacs und ein Schreibtisch von Josef Hoffmann aus dem Jahr 1905 bei der Galerie bei der Albertina von Christa Zetter fanden bereits einen Käufer. Das 19te Jahrhundert und das frühe 20ste Jahrhundert sind offensichtlich die Trumpfkarten der österreichischen Händler. Das teuerste Gemälde ist mit einem Preis von 8,5 Millionen Euro Egon Schieles „Mutter und Kind I“ von 1909/10, das die Galerie Wienerroither & Kohlbacher aus Wien anbietet. Sie ist weiterhin mit einer Italienansicht für 140.000 Euro von Anton Faistauer, einem weiteren Klassiker der Moderne Österreichs, sowie mit Tuschzeichnungen von Lyonel Feininger aus seiner US-Zeit vertreten, die zwischen 58.000 und 85.000 Euro kosten sollen. ...mehr

Was ist los mit der Eurantica in Brüssel?

Spitzendecke und Muscheltische


auf der Eurantica

Es mag ja am Termin liegen, dass an diesem ersten Wochenende der Brüsseler Eurantica so wenig Besucher den Weg zum Messegelände fanden oder aber am schönen Wetter. Die TEFAF ist soeben zu Ende gegangen, die Antiquitätenmesse in Paris hat ihre Pforten geöffnet. Da drängt sich die Frage auf, warum die Eurantica zeitgleich gelegt wurde und daher mit den anderen Kunst- und Antiquitätenmessen um Besucherpotential konkurriert. Im Pressetext steht es geschrieben: es sind die Aussteller und der „Strategieausschuss“, die sich für den Märztermin entschieden haben. Ob sich diese Wahl als glücklich erweist, wird man erst nach dem 29. März sehen, wenn sich die Pforten der alt ehrwürdigen Messehalle wieder geschlossen haben. ...mehr

Auf der Artparis 2009 vermisst man die Amerikaner nicht

Prêt-à-porter im Grand Palais


Als „Messe für Moderne und Zeitgenössische Kunst“ versteht sich die Artparis, und sogar einige der Teilnehmer geben an, die Verkaufschau sei „klassischer“ ausgerichtet als die größere FIAC im Herbst, auf alle Fälle aber nicht ganz so zeitgenössisch. Was sie wahrscheinlich meinen, ist der Unterschied zwischen Prêt-à-porter und Haute Couture. Denn ihre Frühjahrsveranstaltung bespielt zwar ebenfalls das Grand Palais, doch ansonsten ist hier alles eine Nummer kleiner und preiswerter. In der aktuellen Situation ist das auch ganz gut so, weil das Geld bekanntlich nicht mehr so locker sitzt. Immerhin: „Die Franzosen kaufen im Gegensatz zu den Amerikanern noch, die schon bei 800 Dollar stöhnen“, weiß der Hamburger Galerist Thomas Levy zu berichten. In Paris hat er das Gefühl, „die Leute denken sich: ‚Investieren wir doch mal ein bisschen in Kunst.’“ Auf Anhieb hat er Arbeiten von Jean-Michel Basquiat, Allen Jones und Mel Ramos zu Preisen zwischen 6.500 und 15.000 Euro absetzen können. ...mehr

Die TEFAF 2009 in Maastricht

Leichter Übervölkerungsrückgang für die Königin


Pol Bury, Fontaine Murale, 1983

Jetzt hat es auch die Königin der Kunstmessen erwischt: „Nur“ 29.313 Besucher hatten bis Sonntagabend ihren Weg zur TEFAF in Maastricht gefunden. Das sind 9,28 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Allerdings bleibt noch eine ganze Woche, das „Museum auf Zeit“ zu besichtigen. Den Rückgang zu beklagen, wäre Jammern auf hohem Niveau. Denn schließlich hat die Messe der Krise zu verdanken, was sie selbst seit Jahren vergeblich versucht, nämlich die Besucherzahl zu reduzieren. Nicht einmal der eigentlich prohibitive Eintrittspreis von 55 Euro konnte das Publikum bisher davon abhalten, aus der Edelmesse das zu machen, was sie nicht sein will: eine Massenveranstaltung. ...mehr

Sechste Ausgabe der Art Karlsruhe hat geöffnet

Populärer Selbstläufer weiter auf Wachstumskurs


Eine ausgewogene Präsenz von Malerei und Skulptur von Klassischer Moderne bis zur Gegenwart – so lautet das lapidar das Konzept der aufstrebenden Art Karlsruhe. Selbst Kulturstaatsminister Bernd Neumann war gestern zur Eröffnung in den deutschen Südwesten gereist und lobte die Verkaufschau als „Erfolgsmodell im Bereich der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst“. Mit den steigenden Aussteller- und Besucherzahlen, zahlreichen Sonderschauen und wachsenden Umsätzen habe sich ein neues Aushängeschild für die Kunst- und Kulturlandschaft in Baden-Württemberg etabliert, so Neumann weiter. Angebot und Nachfrage dominieren das opulente Geschehen. Klar ist auch: Erkenntnis und Schönheit unterliegen nicht dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. In den großzügigen modernen Messehallen, geografisch exzellent gelegen und inhaltlich leicht fasslich, eilt die Art Karlsruhe seit ihrem Start im Jahr 2004 von einem Besucherrekord zum nächsten. Das Publikum rekrutiert sich aus dem kunstbeflissenen Ländle bis hinein nach Frankreich und in die Schweiz. Die letztjährige Zahl von 38.000 Besuchern will man heuer erneut toppen. ...mehr

Art Rotterdam und Object Rotterdam II

Frisch, frech und vor allem niederländisch


Xavier Montsalvatje, Vase aus der Serie „Permanent Danger“

Sie gründete sich als Gegenmesse zur Art Amsterdam und beschränkte sich auf 73 Galerien. Das war vor zehn Jahren. Rotterdam hatte eine neue Kunstmesse. Nur langsam öffnete sie sich für Galeristen aus dem Ausland. Und die kamen und gingen. War man vom vergangenen Jahr noch begeistert, weil man glaubte Neues entdeckt zu haben, wurde man im Jahr darauf herausgefordert, das Vergangene zu vergessen und sich auf noch Neueres einzulassen. Eines muss man der Art Rotterdam in einem krisengebeutelten Jahr lassen: von Rezession ist hier wenig zu spüren. Vielleicht hat das damit zu tun, dass Altbewährtes kaum zu finden ist, Hochpreisiges tunlichst vermieden wird und man unumwunden auf Entdeckungsreise gehen kann. ...mehr

Die Art Rotterdam und die erstmals parallel stattfindende Designmesse Object Rotterdam schaffen Synergieeffekte. Die Kehrseite des Messeduos: ein nicht zu übersehender Trend zur Regionalisierung

Auf Nummer sicher programmiert


Auf der elegant geschwungenen Erasmusbrücke, die die Rotterdamer Innenstadt mit den alten Überseekais verbindet, herrschte Dauerstau. Zur 10. Art Rotterdam kamen die Besucher offenbar gern mit dem Auto. In diesem Jahr setzte die Messe auf Synergieeffekte: Parallel zur Kunstmesse eröffnete einen Tag zuvor auch die kleine, übersichtliche und bis auf wenige Ausnahmen rein niederländische Designmesse Object Rotterdam mit nur 21 Ausstellern. Das Angebot dort ist, abgesehen von einigen puristischen, zeitlosen und funktionalen Entwürfen, zumindest für den deutschen Geschmack oft allzu verspielt und gagfreudig. Messedirektor Michael Huyser beschreibt es so: „Das holländische Design spiegelt oft auch die Volksseele wieder: Es ironisiert Großmutters Tasse, ist witzig, verspielt und humorvoll. Die junge Generation in Holland ist geprägt von den Gags in den Werbespots. Entweder sind sie sehr politisch ausgerichtet oder extrem funorientiert.“ ...mehr

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