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AktuellAktuell:Messen

Auf der Artparis 2009 vermisst man die Amerikaner nicht

Prêt-à-porter im Grand Palais


Als „Messe für Moderne und Zeitgenössische Kunst“ versteht sich die Artparis, und sogar einige der Teilnehmer geben an, die Verkaufschau sei „klassischer“ ausgerichtet als die größere FIAC im Herbst, auf alle Fälle aber nicht ganz so zeitgenössisch. Was sie wahrscheinlich meinen, ist der Unterschied zwischen Prêt-à-porter und Haute Couture. Denn ihre Frühjahrsveranstaltung bespielt zwar ebenfalls das Grand Palais, doch ansonsten ist hier alles eine Nummer kleiner und preiswerter. In der aktuellen Situation ist das auch ganz gut so, weil das Geld bekanntlich nicht mehr so locker sitzt. Immerhin: „Die Franzosen kaufen im Gegensatz zu den Amerikanern noch, die schon bei 800 Dollar stöhnen“, weiß der Hamburger Galerist Thomas Levy zu berichten. In Paris hat er das Gefühl, „die Leute denken sich: ‚Investieren wir doch mal ein bisschen in Kunst.’“ Auf Anhieb hat er Arbeiten von Jean-Michel Basquiat, Allen Jones und Mel Ramos zu Preisen zwischen 6.500 und 15.000 Euro absetzen können. ...mehr

Die TEFAF 2009 in Maastricht

Leichter Übervölkerungsrückgang für die Königin


Pol Bury, Fontaine Murale, 1983

Jetzt hat es auch die Königin der Kunstmessen erwischt: „Nur“ 29.313 Besucher hatten bis Sonntagabend ihren Weg zur TEFAF in Maastricht gefunden. Das sind 9,28 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Allerdings bleibt noch eine ganze Woche, das „Museum auf Zeit“ zu besichtigen. Den Rückgang zu beklagen, wäre Jammern auf hohem Niveau. Denn schließlich hat die Messe der Krise zu verdanken, was sie selbst seit Jahren vergeblich versucht, nämlich die Besucherzahl zu reduzieren. Nicht einmal der eigentlich prohibitive Eintrittspreis von 55 Euro konnte das Publikum bisher davon abhalten, aus der Edelmesse das zu machen, was sie nicht sein will: eine Massenveranstaltung. ...mehr

Sechste Ausgabe der Art Karlsruhe hat geöffnet

Populärer Selbstläufer weiter auf Wachstumskurs


Eine ausgewogene Präsenz von Malerei und Skulptur von Klassischer Moderne bis zur Gegenwart – so lautet das lapidar das Konzept der aufstrebenden Art Karlsruhe. Selbst Kulturstaatsminister Bernd Neumann war gestern zur Eröffnung in den deutschen Südwesten gereist und lobte die Verkaufschau als „Erfolgsmodell im Bereich der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst“. Mit den steigenden Aussteller- und Besucherzahlen, zahlreichen Sonderschauen und wachsenden Umsätzen habe sich ein neues Aushängeschild für die Kunst- und Kulturlandschaft in Baden-Württemberg etabliert, so Neumann weiter. Angebot und Nachfrage dominieren das opulente Geschehen. Klar ist auch: Erkenntnis und Schönheit unterliegen nicht dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. In den großzügigen modernen Messehallen, geografisch exzellent gelegen und inhaltlich leicht fasslich, eilt die Art Karlsruhe seit ihrem Start im Jahr 2004 von einem Besucherrekord zum nächsten. Das Publikum rekrutiert sich aus dem kunstbeflissenen Ländle bis hinein nach Frankreich und in die Schweiz. Die letztjährige Zahl von 38.000 Besuchern will man heuer erneut toppen. ...mehr

Art Rotterdam und Object Rotterdam II

Frisch, frech und vor allem niederländisch


Xavier Montsalvatje, Vase aus der Serie „Permanent Danger“

Sie gründete sich als Gegenmesse zur Art Amsterdam und beschränkte sich auf 73 Galerien. Das war vor zehn Jahren. Rotterdam hatte eine neue Kunstmesse. Nur langsam öffnete sie sich für Galeristen aus dem Ausland. Und die kamen und gingen. War man vom vergangenen Jahr noch begeistert, weil man glaubte Neues entdeckt zu haben, wurde man im Jahr darauf herausgefordert, das Vergangene zu vergessen und sich auf noch Neueres einzulassen. Eines muss man der Art Rotterdam in einem krisengebeutelten Jahr lassen: von Rezession ist hier wenig zu spüren. Vielleicht hat das damit zu tun, dass Altbewährtes kaum zu finden ist, Hochpreisiges tunlichst vermieden wird und man unumwunden auf Entdeckungsreise gehen kann. ...mehr

Die Art Rotterdam und die erstmals parallel stattfindende Designmesse Object Rotterdam schaffen Synergieeffekte. Die Kehrseite des Messeduos: ein nicht zu übersehender Trend zur Regionalisierung

Auf Nummer sicher programmiert


Auf der elegant geschwungenen Erasmusbrücke, die die Rotterdamer Innenstadt mit den alten Überseekais verbindet, herrschte Dauerstau. Zur 10. Art Rotterdam kamen die Besucher offenbar gern mit dem Auto. In diesem Jahr setzte die Messe auf Synergieeffekte: Parallel zur Kunstmesse eröffnete einen Tag zuvor auch die kleine, übersichtliche und bis auf wenige Ausnahmen rein niederländische Designmesse Object Rotterdam mit nur 21 Ausstellern. Das Angebot dort ist, abgesehen von einigen puristischen, zeitlosen und funktionalen Entwürfen, zumindest für den deutschen Geschmack oft allzu verspielt und gagfreudig. Messedirektor Michael Huyser beschreibt es so: „Das holländische Design spiegelt oft auch die Volksseele wieder: Es ironisiert Großmutters Tasse, ist witzig, verspielt und humorvoll. Die junge Generation in Holland ist geprägt von den Gags in den Werbespots. Entweder sind sie sehr politisch ausgerichtet oder extrem funorientiert.“ ...mehr

„Antique & Kunstmesse Düsseldorf“ eröffnet den deutschen Kunstmessereigen des Jahres 2009

Trotz Krise: Sehnsucht nach dem Schönen


Satz von neun Stühlen, Berlin/Potsdam, um 1790

Guter Dinge muss man zu einer Zeit schon sein, in der sich wirtschaftliche Hiobsbotschaften überschlagen. In wieweit ist auch die Kunst betroffen? Messen sind neben Auktionen der wichtigste Indikator. Wie reagieren die Aussteller? Wo liegen die Erwartungen? Wer jetzt Kunst kauft, tut es der ausgewiesenen Qualität erlesener Werke zuliebe. Ein eindeutiger Vorteil für die Kunst. Halbgares, Unausgereiftes will sich die „Antique & Kunstmesse Düsseldorf“ also nicht leisten. Hier hat man reagiert: Form und Inhalt rücken auf der niveauvollen Verkaufsschau für Kunst und Antiquitäten in den Fokus. Versiert trotzt die deutsche Jahresauftaktmesse der Bedrängnis und stärkt ihre Position als ernst zu nehmende Verkaufsschau. ...mehr

30 internationale gegen fast 200 italienische Galerien: Die Arte Fiera Bologna sollte mehr um internationale Aussteller buhlen

Das Ausland blieb fern


Am Stand der Galleria Federico Luger aus Mailand

Strömender Regen und Eiseskälte zum Wochenende in Bologna zog die Massen hinaus zum Messegelände, wo zum 33ten Mal die Arte Fiera Bologna ihre Pforten vom 23. bis zum 26. Januar geöffnet hatte. Mit dem Besucherstrom wanderten auch alle diejenigen dorthin, die sich sicherlich nicht für Kunst interessieren, es aber auf die scheinbar wohlgefüllten Brieftaschen der Messebesucher abgesehen hatten. So hatte manch einer sein Geld schon vertan, bevor er in den drei oft völlig überfüllten Messehallen nach der Kunst schauen konnte. Darinnen boten erstmals drei Hallen mehr Platz für die Galerien, ein Starkoch sollte mit Spitzengastronomie die Besucher inmitten des Ausstellungsgeschehens verführen und an der Champagnerbar ließ es sich trefflich ausruhen. ...mehr

Die 54te Brussels Antiques & Fine Arts Fair gibt sich vorsichtiger

International soll es sein


weibliche Figur, römisch, 1.-2. Jh. v. Chr.

Gediegen geht es zu auf Belgiens edelster Branchenschau, der „Brussels Antiques & Fine Arts Fair“, kurz BRAFA. Bis zum 1. Februar dauert die Leistungsschau der Kunst- und Antiquitätenhändler, die ihnen mit einer Laufzeit von elf Tagen einiges an Durchhaltevermögen abverlangt. Die Veranstalter bemühen sich seit dem Umzug in die Lagerhallen des ehemaligen Rangierbahnhofs Thurn & Taxis vor fünf Jahren um eine Internationalisierung, die zur Umbenennung von „Foire des Antiquaires de Belgique“ in den aktuellen Namen geführt hat. Noch ist davon nicht allzu viel zu spüren, Belgien und Frankreich stellen über 80 Prozent der Aussteller und wahrscheinlich 90 Prozent des Publikums. Bisher sind erst sechs der 124 Aussteller aus Deutschland, darunter jedoch so prominente wie die Göttinger Antikenhändlerin Roswitha Eberwein oder der Münchener Kunstsalon Franke. ...mehr

Die aktuelle Ausgabe der „Cologne Fine Art & Antiques“ versucht den Neubeginn

Ende der Party, Startfrei für die Kunst


Fritz Heiden, Lyrasekretär, um 1820

Völlig unverhofft stolperte die altehrwürdige Westdeutsche Kunstmesse in die Veränderungsfalle der Zeit. Dezente Wandlungen der letzten Jahre wie die Terminierung in den Herbst, die Unbenennung in „Cologne Fine Art“ und vor allem fehlende junge Käuferschichten deuteten lediglich ein größeres Beben an. In unbehaglichen, schlecht erreichbaren Hallen der Kölner Messe wähnte man sich eher in einem lustlos sortierten Gemischtwarenladen mit Stücken fürs heimische Wohnzimmer, das Publikum schien großteils einem Seniorentanztee entronnen. Alles aus und vorbei. Verbände und Galeristen probten den Aufstand, der drastische ökonomische Wandel spitzte alles auf die Frage zu: Aufgeben oder radikale Zäsur. Das Wagnis zu letzterem bedingte schonungslose Einschnitte, die mit den Schlagworten schlanker, niveauvoller, ortsverändert auf den Punkt zu bringen sind. ...mehr

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News vom 24.03.2017

Marlene Dumas enthüllt ihr Altargemälde in Dresden

Italienische Zeichnungen der Renaissance in Düsseldorf

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Kemang Wa Lehulere: Der „Künstler des Jahres“ in Berlin

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Armin Linke in Aachen

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