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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Messen

Die Art Nocturne in Knokke

Buntes Einerlei


Torso, Kambodscha, 13. Jahrhundert

Sie ist eine der wenigen Messen zur Urlaubszeit im August. Damit hat die kleine exklusive Kunst- und Antiquitätenmesse Art Nocturne Knocke eine Sonderstellung innerhalb der belgischen Antikmessen. War sie im letzten Jahr schwach besucht, weil das Wetter die Sonnenanbeter von der Küste vertrieb, so kamen in diesem Jahr schon zum Eröffnungswochenende zahlreiche Besucher. Peter Hardt aus Radevormwald nahm im vergangenen Jahr zum ersten Mal an der Messe teil und hatte damals viel zu klagen. Doch so schlecht muss es ihm nicht ergangen sein, da er erwartungsfroh in diesem Jahr wieder dabei ist. Er freut sich darüber, dass er schon etliche Reservierungen hat, und schaut hoffnungsvoll auf das letzte Wochenende, an dem man hier, so seine Aussage, all das kauft, was man vorher schon haben wollte. ...mehr

Dritte Ausgabe der Scope in Basel

Wanderer zwischen den Kunstwelten


Es mutet an wie bei einer Verbraucherausstellung in einer mittelgroßen Stadt. Mit weißen Planen bespannte Holzgestelle bilden das Gehäuse des mehrschiffigen Hallenensembles der Scope in Basel. Es steht für einige Tage auf dem Sportplatz im Inneren eines Gebäudeblocks, versteckt, unauffällig, aber nur eine Gehminute entfernt gegenüber dem Baseler Messeareal. Auf rohen, knatternden Bretterböden statt Parkett oder Teppich schlendert das Publikum. Alles gibt sich locker, ungezwungen, ohne gezierte Allüren und parvenühaften Habitus. Wer sich nur im Establishment bewegen möchte, ist hier falsch. ...mehr

Vor der Krise galten sie als sicheres Sprungbrett für die Künstlerkarrieren der Zukunft: Die Art Statements, das junge Segment der Art Basel. Doch Krise hin oder her. Auch in diesem Jahr sind hier wieder spannende Newcomer aus aller Welt zu entdecken

Hier tummeln sich die Stars von morgen


Fragil und leicht, abstrakt und elegant kommen die Arbeiten der 1975 in Stuttgart geborenen Künstlerin Hanna Schwarz daher. Ausgebildet in Hamburg, unter anderem bei Cosima von Bonin, bewegte sich Hanna Schwarz zunächst in etlichen temporären Hamburger Ausstellungsräumen. Zusammen mit einer Künstlerkollegin betrieb sie den charmanten „Salon de Thé“. Heute lebt Hanna Schwarz in Berlin. Ihre Arbeiten beschäftigen sich häufig mit den Posen des postmodernen Tanzes und der Bühnenpräsenz des weiblichen Körpers. Oskar Schlemmers „Triadisches Ballett“ mag man da im Hinterkopf haben, aber auch Bruce Naumans frühe Körperperformances aus den 1960er Jahren. Hanna Schwarz’ abstrakte Objekte, reduzierte Zeichnungen und ephemere Filmarbeiten entspringen in ihrer sparsamen Setzung dem Minimalismus. Elegante Kühle mischt sich hier mit spannungsreicher Ironie.

Hanna Schwarz bei Dépendance, Brüssel
www.dependance.be ...mehr

Trotz düsterer Weltuntergangssymbolik auf dem Messevorplatz: Von Krisenstimmung ist auf der 40. Art Basel nichts zu spüren

Träume, die man kaufen kann


Valentin Carron, Fosbury Flop, 2009

Zwölf Meter ragt es empor, das schlichte schwarze Kreuz von Valentin Carron auf dem Basler Messeplatz. Wird etwa der Papst zur Eröffnung der 40. Art Basel erwartet, zu der der internationale Kunsttross nach dem Eröffnungsmarathon der Biennale Venedig über die Alpen gepilgert ist? Wohl kaum. Oder darf diese symbolbehaftete Arbeit als Kommentar zur aktuellen Finanz- und Kunstmarktkrise gelesen werden? Ähnlich wie die überdimensionale Schraubzwinge mit dem Titel „Platz“ von Mark Handforth oder die strahlend weiße Rauf-und-Runter-Achterbahnskulptur aus Parkbänken von Jeppe Hein? ...mehr

25 Jahre Art Amsterdam

Anneke Oele verabschiedet sich


Vor 25 Jahren hatte man im europäischen Ausland keine Ahnung, dass sich in Amsterdam eine Kunstmesse etabliert hatte. Der Niederländer wollte eher unter sich bleiben und schon gar keine Deutschen auf dem Gelände haben. Neben zeitgenössischer Kunst gab es auf der ehemaligen „Kunst Rai“ auch Schmuck, Glas, Kunstgewerbliches und Unbeschreibliches. Die Geschichte der Kunst Rai, die nach und nach zur „Art Amsterdam“ mutierte, kann man in einem Sonderkatalog nachlesen, den die Messe zum 25jährigen Bestehen herausgegeben hat. Er enthält zahlreiche Portraits der Direktoren, die der Kunstmesse vorgestanden haben, Portraits von Sammlern und Galeristen, die seit Jahren Stammgäste der Messe sind. Eingefangen hat sie Koos Breukel, der durch seine Inszenierungen das Jubiläumsbuch zum Kunstwerk erhebt. Nur warum, so fragt sich der Leser, gibt es keine Übersetzung der beiden Einführungstexte? Ist die Internationalität doch noch nicht ganz in den Köpfen der Organisatoren angekommen? Doch damit sollte die Kritik auch schon verstummen. ...mehr

Optimismus auf der 27sten Art Brussels: vor allem die günstigen Arbeiten waren gefragt

Wer bietet mehr?


Aus zahlreichen Lautsprechern wurde der Besucher der Art Brussels aufgefordert, das Lächeln nicht zu vergessen oder aber folgendes nachzumachen: den Pfiff, den man einer kessen Biene hinterschickt. Das Lächeln auf den Lippen der Besucher war also in Brüssel vorprogrammiert. Die Genter Künstlerin Kelly Schacht, eine von fünf Künstlerinnen, die das Rahmenprogramm der Messe bildeten, forderte in regelmäßigen Abständen per Lautsprecher zu diesen ungewohnten Aktionen auf. Nein, in Brüssel ist man nicht beunruhigt von Rezession oder gar Depression. Selbst die neu gestaltete, fast gleichzeitig laufende Art Cologne war hier kein Thema. Messechefin Karen Renders will die Art Brussels gar zur wichtigsten Messe für junge zeitgenössische Kunst in Europa machen. ...mehr

Die neue Ausgabe der Art Cologne versucht Zeichensetzungen in der Krise

Konzentration auf das Wesentliche


Frischer Chef, sinkende Wirtschaftskraft, andere Perspektiven. Daniel Hug war sich nicht zu schade, aus Los Angeles an den Rhein zu wechseln, um die Ärmel hoch zu krempeln und die Art Cologne auf Vordermann zu bringen. Der Schweizer mit US-Pass, Galerist und Enkel des Bauhaus-Pioniers László Moholy-Nagy nutzt die ökonomische Krise zur Erneuerung des Dinosauriers unter den Kunstmessen. Schluss damit, dem Neuen auf Teufel komm raus mehr verpflichtet zu sein als der Wohlgestalt. Der Besucher spürt schnell: Weniger Lifestyle, keine Spekulanten, mehr Qualität sind angesagt. In einer Zeit ohne ökonomische Zudringlichkeiten gewinnt die Einsicht an Gewicht, dass Schönheit und Erkenntnis nicht dem Gesetz von Angebot und Nachfrage unterliegen. ...mehr

Osterzeit ist Messezeit in Salzburg. Österreichische Kunst war und ist der Schwerpunkt der 45 Aussteller der Residenz-Kunstmesse in der Festspielstadt

Makart, Hoffmann, Rainer


Josef Hoffmann, Schreibtisch, um 1905

Eine österreichische Kunst- und Antiquitätenmesse ohne Gemälde eines Ferdinand Georg Waldmüller oder eines Carl Moll, ohne Arbeiten der Wiener Werkstätte ist und bleibt unvorstellbar. Auch die diesjährige „Residenz – Messe für Kunst und Antiquitäten“ in Salzburg enttäuscht da nicht sowohl im Hinblick auf das Angebot, als auch hinsichtlich der Sammlerinteressen. Eine große Fruchtschale aus Keramik von Vally Wieselthier der Jahre 1921/25 bei Patrick Kovacs und ein Schreibtisch von Josef Hoffmann aus dem Jahr 1905 bei der Galerie bei der Albertina von Christa Zetter fanden bereits einen Käufer. Das 19te Jahrhundert und das frühe 20ste Jahrhundert sind offensichtlich die Trumpfkarten der österreichischen Händler. Das teuerste Gemälde ist mit einem Preis von 8,5 Millionen Euro Egon Schieles „Mutter und Kind I“ von 1909/10, das die Galerie Wienerroither & Kohlbacher aus Wien anbietet. Sie ist weiterhin mit einer Italienansicht für 140.000 Euro von Anton Faistauer, einem weiteren Klassiker der Moderne Österreichs, sowie mit Tuschzeichnungen von Lyonel Feininger aus seiner US-Zeit vertreten, die zwischen 58.000 und 85.000 Euro kosten sollen. ...mehr

Was ist los mit der Eurantica in Brüssel?

Spitzendecke und Muscheltische


auf der Eurantica

Es mag ja am Termin liegen, dass an diesem ersten Wochenende der Brüsseler Eurantica so wenig Besucher den Weg zum Messegelände fanden oder aber am schönen Wetter. Die TEFAF ist soeben zu Ende gegangen, die Antiquitätenmesse in Paris hat ihre Pforten geöffnet. Da drängt sich die Frage auf, warum die Eurantica zeitgleich gelegt wurde und daher mit den anderen Kunst- und Antiquitätenmessen um Besucherpotential konkurriert. Im Pressetext steht es geschrieben: es sind die Aussteller und der „Strategieausschuss“, die sich für den Märztermin entschieden haben. Ob sich diese Wahl als glücklich erweist, wird man erst nach dem 29. März sehen, wenn sich die Pforten der alt ehrwürdigen Messehalle wieder geschlossen haben. ...mehr

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