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Am 22.09.2021 Auktion 402: Kunsthandwerk, Antiquitäten und Schmuck

© Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

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Brandung bei Knokke, 1895 / Max Schlichting

Brandung bei Knokke, 1895 / Max Schlichting
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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ohne Titel / Günther Uecker

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© Galerie Luther


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Madonna del Ponte II / Doris Ziegler

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© Döbele Kunst Mannheim


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Kleine Bucht II (Rio), 1930 / Leo Putz

Kleine Bucht II (Rio), 1930 / Leo Putz
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

In der Fotografieauktion bei Grisebach in Berlin waren einige Bilder besonders begehrt

Leuchtende Herbststimmung


Unbekannter Fotograf, Herbststimmung, um 1900/10

Wie in einem impressionistischen Gemälde zieht sich ein von Bäumen gesäumter Weg in die Tiefe des Bildes. Drei vereinzelte Figuren, von hinten zu sehen, ziehen diesen entlang in Richtung des Lichts, das hinter den schattigen Bäumen aufscheint. Laub, wie mit Pinseltupfen gemalt, säumt den Pfad. Einzelne Lichtreflexe durch die karg werdenden Pflanzen wirken pointillistisch inspiriert. Dennoch handelt es sich um eine monochrome Fotografie, bei der ein mehrfacher Bromölumdruck auf Aquarellpapier diesen Effekt erzeugt. In der Entstehungszeit um 1900/10 handelt es sich damit um ein überzeugendes Beispiel des Piktorialismus, der die Fotografie vom Vorwurf der reinen Dokumentation befreien und zur freien Kunst erheben wollte. Eine Besonderheit ist die Größe des Blattes, das immerhin 91,5 Zentimeter in der Höhe und einen halben Meter in der Breite misst. Diese Alleinstellungsmerkmale und Qualitäten erkannten die Interessenten bei Grisebach – trotz der fehlenden Künstlerzuordnung. Die geschätzten 20.000 bis 30.000 Euro überboten sie schnell: Das einzigartige Vintage mit dem Titel „Herbststimmung“ wechselte letztlich für hohe 40.000 Euro von einer rheinischen Sammlung in die USA. ...mehr

Karl & Faber in München stemmen sich mit moderner und zeitgenössischer Kunst erfolgreich gegen die Corona-Folgen. Geholfen hat ihnen dabei auch eine Privatsammlung aus Baden-Württemberg

Trotz Corona das beste Jahr


Wassily Kandinsky, Communiqué, 1936

Wenn eine Auktion in Deutschland mit einer Zuschlagsquote von über 90 Prozent endet, dann war meistens eine geschlossene Privatsammlung das Objekt der Begierde. So zuletzt auch bei Karl & Faber: Unter dem Titel „Tendenzen der Abstraktion“ und mit der runden Auktionsnummer 300 hatte das Münchner Kunstunternehmen Anfang Dezember etwas über siebzig zum Teil hochkarätige Werke aus Ulmer Privatbesitz im Angebot, von denen nur sechs keinen Abnehmer fanden. Allerdings scheint die Devise von vornherein „Unbedingt verkaufen“ gewesen zu sein, wie einige deutliche Untergebote nahelegen. So schaffte Wassily Kandinskys abstrakt verspieltes Tuscheaquarell „Communiqué“ von 1936 statt der anvisierten 200.000 bis 300.000 Euro nur 150.000 Euro, und die gleiche Schätzung verfehlte mit 160.000 Euro auch die zarte minimalistische Ölmalerei „The Estuary from the Drive“ des chinesischstämmigen Briten Richard Lin aus dem Jahr 1971. Mit 60.000 Euro mindestens ein Viertel unterhalb der Taxe blieb Kurt Schwitters’ collagierte Merzzeichnung 465 namens „Abendschönheit“ von 1922. ...mehr

Die Versteigerung für moderne Kunst von Bassenge kam mit einer hohen Verkaufsquote gut beim Publikum an – jedoch nicht immer zu den gewünschten Preisen. Die Werke des Symbolisten und Lebensreformers Fidus waren dagegen ausgesprochen gefragt

Gestutzter Schwan


Paul Klee, Landschafts scizze anlässlich einer Bestellung des Compagnie-Chefs, 1917

Ob die Sonne nun auf- oder untergeht – in jedem Fall steht sie tief am Horizont und sendet ihre Strahlen über die mit Nadelbäumen bestandenen Hügel. Lässt man den Entstehungskontext der Skizze, die Paul Klee 1917 als Schreiber während seines Kriegsdienstes bei der Fliegerschule V im bayerischen Gersthofen mit Feder und Pinsel anfertigte, außer Acht, so scheint das Blatt die Stimmung eines klaren, sonnigen Tages zu vermitteln. Genauso strahlend lief die Auktion für moderne Kunst bei Bassenge an, in der über Dreiviertel der gut 360 Lose einen Abnehmer fanden. Das Berliner Haus lag mit vielen Einschätzungen richtig, die Bieter waren jedoch manchmal nicht so spendabel, wie erhofft. Zum Teil stiegen die Preise nicht bis an ihr Soll heran, wie auch die Sonne an einem schönen Wintertag tiefer am Horizont steht. ...mehr

Bei der aufgeschobenen Dezemberauktion im Kinsky fielen die Hochkaräter der Alten Meister durch. Bei Bildern des 19. Jahrhunderts und den Antiquitäten lief es besser, aber auch hier verirrten sich einige Glanzstücke im Unterholz

Im Märchenwald


Karl Mediz, Der Birkenwald, 1894

Ein Gewirr von weißen Stämmen, hell erleuchtet, sodass das Gras des aufgeräumten Waldbodens einen wunderbaren Fleckerlteppich ergibt. Kurz gesagt, eine Idylle von einem Birkenwald, in den der Maler Karl Mediz noch ein Faunenpaar integrierte. Sie, ein sitzender Rückenakt, scheint über die tadellosen Rinden der Birken zu philosophieren, während er mit gespanntem Bogen in die sich kreuzenden Kronen der Bäume zielt. Sein Pfeil muss sich in diesem Gestrüpp verirren und eine unvorhergesehene Flugbahn einschlagen. Ähnlich verschlungene Wege gingen auch die Gebote der Kunden bei der Dezemberauktion im Kinsky, denn nur selten wurden hohe Taxen bestätigt, und nur wenige Ausreißer fanden den Weg aus dem Dickicht in den Glanz der Wertsteigerungen: Beim zwischen 25.000 und 50.000 Euro geschätzten, symbolistischen Mediz-Gemälde von 1894 stockte das Handheben bereits bei 21.000 Euro, und die Nachverhandlungen sollen den Verkauf noch richten. ...mehr

Im November feierte das Dorotheum mit der Contemporary Week auch die Kunst seit 1945. Das herausragende Angebot an internationalen und österreichischen Arbeiten zahlte sich für den Wiener Versteigerer aus

Christus mit neuen Raumkonzepten


Wie schon in früheren Auktionen des Wiener Dorotheums zählten auch dieses Mal bei der Kunst aus der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart Arbeiten von Lucio Fontana zu den Höhepunkten. „Deposizione di Cristo“, eine virtuos ausgeformte und glasierte Keramikinterpretation der Kreuzabnahme von 1954/56, holte sich mit einem Gebot von taxkonformen 210.000 Euro zum Auftakt die Bronzemedaille, während Fontanas leuchtend blaues „Concetto Spaziale, Attesa“ wie erhofft das Siegertreppchen stürmte und einen Sammler zu 450.000 Euro verführte. Angedacht waren für die 1967/68 einmal mit einem vertikalen Schnitt aufgeschlitzte Leinwand 400.000 bis 600.000 Euro. Den zweiten Platz sicherte sich das begehrte Covermotiv des Katalogs von Jannis Kounellis. Der Vertreter der Arte Povera gestaltete seine riesigen Rauminstallationen aus einfachen alltäglichen Materialien; bei seinem Spitzenlos von 1989 waren es eine Eisenplatte, Kohlestücke, Bleiummantelungen und eine breite schwarze Farbbahn. Die 280.000 Euro für die Lumpen-Findelkinder entsprachen ebenfalls den Erwartungen. ...mehr

Klein, fein und begehrt: In der Versteigerung „Meisterwerke der Sammlung Bischoff“ liefen die Käufer bei Lempertz oft zu Hochtouren auf

Die Weitergabe des Feuers


Georges de la Tour, La fillette au brasier, 1646/48

Laut einer Legende erfand Athene den Aulos, ein antikes Blasinstrument. Als die Göttin jedoch bemerkte, wie sehr sie beim Spielen ihr Gesicht verzog, warf sie das Instrument von sich und musizierte nie wieder darauf. Ein Gemälde von Georges de la Tour lässt einen allerdings zweifeln, ob die Göttin der Weisheit ihre Situation richtig eingeschätzt hat. Auf dem Bild „La fillette au brasier“ des Lothringer Caravaggisten bläst ein Mädchen in ein Kohlebecken, das, vom Sauerstoff entfacht, hell aufglüht und die Gestalt in Rottönen erleuchtet. Es ist ein Bild von aparter Andacht, schlichter Intimität und naturalistischer Wärme; keine Spur von Hässlichkeit, die eine antike Göttin auf den Plan rufen könnte. Ähnlich dürften das auch die Teilnehmer der Auktion von Lempertz gesehen haben, wo de la Tours bezaubernde Nachtszene aus der Sammlung des Unternehmers Hinrich Bischoff für 3,6 Millionen Euro versteigert wurde: ein Rekord für Alte Meister in Deutschland und das teuerste Werk im schmalen Auktionsranking des französischen Barockmalers. ...mehr

Hohe Zuschlagsquoten und herausragende Einzelergebnisse für die Kunst des 20. Jahrhunderts und die Schweizer Abteilung haben Koller in vorweihnachtliche Festlaune versetzt

Der Berg kreißt


Ferdinand Hodler, Thunersee mit Niesen, 1912/13

Weit über den Erwartungen schloss die Versteigerung von Ferdinand Hodlers Ölgemälde „Thunersee mit Niesen“ im Züricher Auktionshaus Koller ab: Auf 1,2 bis 1,8 Millionen Franken angesetzt, schoss die stilisierte blaue ätherische Landschaft mit dem fast achsensymmetrisch zur Bildmitte hin ansteigenden Berg nach längerem Telefongefecht schließlich auf 3,5 Millionen Franken. Die Attraktivität der mit 85 Zentimetern Breite eher mittelgroßen Leinwand von 1912/13 lag nicht zuletzt in ihrer Marktfrische: Während einer Ausstellung in Solothurn wurde sie im Mai 1913 von der Urgroßmutter des jetzigen Einlieferers erworben. Gegenüber einem kauffreudigen Publikum hatte Koller noch mit zwei weiteren Hodlers Erfolg. So ließ sich seine große weibliche Kopfstudie zu dem Gemälde „Blick ins Unendliche“ von 1915/18 erst bei 850.000 Franken und damit etwa dem Doppelten der Schätzung bitten, und die frühe Landschaft „Fischende Kinder am Ufer der Arve“ aus den späten 1870er Jahren verbesserte sich von 100.000 Franken auf 155.000 Franken. Lediglich der symbolostische „Mäher“ um 1910 enttäuschte etwas bei 650.000 Franken anstelle der anvisierten unteren 800.000 Franken, und die 1910 datierte „Tanne am Bach“ blieb bei 750.000 bis 950.000 Franken unveräußert. ...mehr

Van Ham schließt das Jahr mit dem besten Gesamtergebnis in Höhe von 40 Millionen Euro ab und beweist, dass in der Corona-Krise auf hochwertige Kunst gesetzt wird. Einen wichtigen Anteil am Erfolg hatte die vergangene Modern Week

Es ist doch Gold, was glänzt


Mit einem Bruttoumsatz von insgesamt 5,8 Millionen Euro hat die Modern Week die Erwartungen des Kölner Auktionshauses Van Ham erfüllt. Auch die losbezogene Zuschlagquote kann sich mit 71 Prozent sehen lassen. Die meisten Positionen verkauften sich in der Sparte „Moderne Kunst“; hier blieben nur neun der 64 angebotenen Kunstwerke liegen. Außerdem befand sich unter den Topsellern eines von sechs sechsstelligen Zuschlägen der Auktion: Max Ernsts blauer Hingucker „Enseigne pour une école de moustiques“ von 1961. Für das abstrakte Gemälde mit den stilisierten weißen Blüten waren 100.000 bis 150.000 Euro aufgerufen, und ein deutscher Online-Kunde sorgte mit seinem Gebot von 135.000 Euro für einen erfreulichen Auftakt. Auf dem Fuße folgten ein bunt koloriertes Selbstbildnis Marc Chagalls im Profil aus dem Jahr 1977, das sich ein nordrhein-westfälischer Sammler für 80.000 Euro an der unteren Schätzgrenze sicherte, die sympathische „Gähnende Dame“ aus der Damenkapelle im grünen Minikleid von Paul Kleinschmidt, die für gar nicht müde 43.000 Euro ebenfalls zum erwarteten Preis in eine süddeutsche Privatsammlung wechselte, und eine schnelle Tuschfederzeichnung von Pablo Picasso für taxkonforme 70.000 Euro, die einer 180teiligen Serie aus dem Winter 1953/54 angehört und vermutlich seine junge Geliebte Jacqueline Roque mit ihrem Hund darstellt. ...mehr

Lempertz feiert sein 175. Jubiläum. Leider hielt die Versteigerung mit Alten und Neuern Meistern nicht ganz, was die Erwartungen versprachen. Oft waren die Preise zu hoch angesetzt. Ein paar Lichtblicke gab es dann aber doch

Ein toter Mönch und zwei Klavierspieler


Giovanni Battista Tiepolo, Innenraum mit Kapuzinermönchen am Sterbebett eines Ordensbruders

Lempertz kam bei seiner Auktion mit Kunst bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert mit einem lachenden und ein weinenden Auge davon: Während das mit 400.000 bis 450.000 Euro taxierte Top-Los der Offerte tatsächlich für 400.000 Euro unter den Hammer kam, überzeugten viele andere hochpreisige Werke Alter Meister nicht. Knapp die Hälfte blieb im Kölner Auktionshaus liegen. Der Höhepunkt war mit Giovanni Battista Tiepolos intimem Gemälde eines Innenraums mit Kapuzinermönchen am Sterbebett eines Ordensbruders erreicht, das in eine ausländische Sammlung wanderte. Begeisterung löste das für den großen venezianischen Settecento-Maler ungewöhnliche Sujet aus, das Tiepolo mit skizzenhafter Unmittelbarkeit und flackernder Lichtregie zum Leben erweckte, sowie die reduzierte Farbpalette in Brauntönen. Das 19. Jahrhundert schloss mit einer losbezogenen Zuschlagquote von 56 Prozent nur marginal besser ab, überraschte dann aber mit einem bemerkenswerten Anstieg der kleinformatigen, heimeligen Alltagsszene „Vierhändiges Klavierspiel“ des Porträt- und Genremalers Konstantin Egorovich Makovskij von 1880, die die Experten nicht auf dem Schirm hatten, wie die Bewertung von 6.000 bis 8.000 Euro erahnen lässt. Das lange Bietergefecht für das alte Ehepaar am Klavier des russischen Realisten stoppte erst bei 85.000 Euro. ...mehr

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News vom 21.09.2021

Korakrit Arunanondchai in Zürich

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Berliner Galerienpreis geht an Alexander Levy

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Katja Blomberg verlässt vorzeitig das Haus am Waldsee

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