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Am 28.01.2021 Auktion 73: Alte und Moderne Kunst. Illustrierte Bücher. Autographen

© Galerie Auktionshaus Hassfurther

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Nautiluspokal / Franz von  Stuck

Nautiluspokal / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Frontales Bildnis I.B. 1988 / Max Uhlig

Frontales Bildnis I.B. 1988 / Max Uhlig
© Döbele Kunst Mannheim


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Holzvogel 1990 / Doris Ziegler

Holzvogel 1990 / Doris Ziegler
© Döbele Kunst Mannheim


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Farbradierung \

Farbradierung '5', 1953 / Hans Hartung
© Kunsthandel Michael Draheim - Wiesbaden


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Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel

Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach
© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Bei Ketterer in München kommen bedeutende Firmensammlungen sowie große Namen, beste Qualität und wichtige Provenienzen der modernen und zeitgenössischen Kunst unter den Hammer

Die Augen des Kalten Krieges


Ernst Wilhelm Nay, Blau bewegt, 1957

Vor Corona hat Ketterer Kunst keine Angst. Firmenchef Robert Ketterer ist sich sogar sicher, dass der Virus die Herbstauktionen positiv beeinflussen wird, sehnt sich das Kunst- und Sammlerpublikum derzeit doch mehr denn je nach geschlossenen Provenienzen und guter Qualität. Gut, dass die Auktion „Kunst nach 1945/Contemporary Art“ gespickt mit hochkarätigen Werken aus zwei namhaften Sammlungen ist: die der Deutschen Bank und die der Duisburger Unternehmerfamilie Haniel. Otto Piene, Ernst Wilhelm Nay und Max Liebermann sind nur einige der renommierten Künstler aus der Sammlung des Bankenriesen. Pienes frühes Rasterbild von 1959 in strahlendem ZERO-Weiß für 150.000 bis 200.000 Euro ist dabei ein krasser Kontrast zum kunterbunten, aber farbharmonischen, fließenden Scheibenbild „Blau bewegt“ von Nay für 200.000 bis 300.000 Euro und der düster-gedämpft gehaltenen, ungewöhnlich nächtlichen „Straßenszene am Brandenburger Tor“, in der Impressionist Liebermann wenige Nuancen unscharf und virtuos zu einem tagtäglichen Anblick vor seinem Atelier schichtete. Hier stehen 240.000 bis 280.000 Euro auf dem Preisschild. ...mehr

Ketterer in München versammelt in seiner Versteigerung für Kunst des 19. Jahrhunderts neben Porträts und Skulpturen insbesondere ländliche Idyllen

Hört, ihr Herrn, und lasst euch sagen


Carl Spitzweg, Nachtwächter bei Mondschein, Hund und Katze, um 1870

Der Brunnen plätschert leise, am sternenklaren Himmel dämmert schon der Morgen, in einem Haus glimmt bereits die erste Lampe. Der Nachtwächter schlendert, seine Hellebarde geschultert, bedächtig über den Dorfplatz, der durch Mauern und Zäune von den umstehenden Häusern abgeschirmt ist. Ein Spitz und eine weiße Katze bevölkern die friedliche Nachtszene, die ins silbrige Mondlicht getaucht ist. Carl Spitzweg malte dieses anheimelnde kleine Querformat um 1870, das nun bei Ketterer Kunst für 50.000 bis 70.000 Euro einen neuen Besitzer finden will. Gut 70 Positionen mit Kunst des 19. Jahrhunderts hat das Münchner Auktionshaus für seine Herbstrunde zusammengetragen, darunter auch zwei vorbereitende Zeichnungen für Gemälde Spitzwegs: Die „Strickende Wacht (Der Kanonier)“ um 1848 ist mit 1.200 bis 1.500 Euro, der berühmtere „Arme Poet“ um 1836 mit 3.000 bis 4.000 Euro veranschlagt. ...mehr

Der Kunst der Moderne und der Gegenwart hat Lempertz diesmal Spitzenwerke Alter Meister aus der Sammlung Hinrich Bischoff zur Seite gestellt, hofft auf ein kaufkräftiges Publikum jenseits traditioneller Gattungsgrenzen und lockt mit einem seltenen Gemälde

Feuer fängt mit Funken an


Georges de la Tour, La fillette au brasier, 1646/48

Kurz vor Jahresende könnte es in diesem von Corona gebeutelten Jahr doch noch zu einem vorgezogenen Feuerwerk kommen. Die Funken dazu sind schon geschlagen. Jetzt ist nur noch die Frage, ob diese sich am 8. Dezember zu einem Freudenfeuer entzünden lassen. Denn an diesem Tag wird Georges de la Tours „La fillette au brasier“ aus der Sammlung von Hinrich Bischoff versteigert. So gut wie alles an diesem 76 mal 55 Zentimeter großen Meisterwerk ist bemerkenswert. Da ist zum einen das Bild an sich: Ein junges Mädchen, dem Betrachter im würdevollen Profil präsentiert, bläst in ein Kohlenbecken. Die hell aufglühenden Brocken beleuchten als einzige Lichtquelle die schlicht gekleidete Gestalt, sodass von ihrer Umgebung kaum etwas zu erkennen ist. Insgesamt strahlt das Nachtstück eine derartige Würde und meditative Ruhe aus, wie es Flammenglut an sich eben tut. Auch einiges im Leben des Malers Georges de la Tour liegt noch im Dunkeln und bedarf einer Beleuchtung. Bis heute weiß man nicht, woher der 1593 in Lothringen Geborene seine Inspiration nahm: Lernte er bei den Utrechter Caravaggisten oder machte er doch eine Italienreise? Hinzu kommt, dass ihm nur 44 Bilder zugeschrieben werden können. Besonders nobilitiert dieses Gemälde, dass es als eines der wenigen signiert und das einzige Kunstwerk aus dem späten Schaffen des Meisters ist, das sich noch in privater Hand befindet. Nun tritt es nach 45 Jahren in der Sammlung Hinrich Bischoff bei Lempertz wieder auf den Kunstmarkt. Mit 3 bis 4 Millionen Euro ist die Messlatte hoch gelegt: Die „Fillette au brasier“ könnte das teuerste Werk im schmalen Ranking Georges de la Tours und auf deutschen Auktionen werden. ...mehr

Moderne und zeitgenössische sowie Schweizer Kunst beim Züricher Auktionshaus Koller

Symmetrischer Berg


Ferdinand Hodler, Thunersee mit Niesen, 1912/13

„Ich liebe die Klarheit in einem Gemälde und darum liebe ich den Parallelismus“, schrieb der Schweizer Maler Ferdinand Hodler 1904 über seine Beweggründe für die häufig streng und abgezirkelt wirkende Gestaltung seiner Bilder. Auch die Landschaft „Thunersee mit Niesen“ aus den Jahren 1912/13 ist ein Beispiel für dieses Prinzip. Über der fast mittig auf der Leinwand platzierten horizontalen Linie des Sees ragt annähernd symmetrisch der Berg auf. Alles ist in ein dunstiges Blau-Grau gehüllt – passend zur Jahreszeit, in der dieses Gemälde nun in der Auktion „Schweizer Kunst“ bei Koller in Zürich verhandelt wird. Einlieferer sind Schweizer Privatleute, deren Urgroßmutter das Gemälde im Mai 1913 direkt aus einer Ausstellung des Kunstvereins in Solothurn erworben hatte. Seitdem war es häufig in weiteren Ausstellungen zu sehen, zuletzt in einer Hodler-Schau 2018/19 in Bern und Genf. Jetzt soll es für 1,2 bis 1,8 Millionen Franken versteigert werden. ...mehr

Moderne und Zeitgenössische Kunst bei Grisebach in Berlin mit einigen alten Einsprengseln und der wundersamen Kollektion Calábria

Im Rausch der Nacht


Georg Tappert, Geisha-Revue, 1911/13

Georg Tappert ist eine feste Größe bei Grisebach. Immer wieder schlägt der Expressionist mit Spitzenwerken bei dem Berliner Versteigerer auf, stellt seine Bilder von Chansonetten, Nackttänzerinnen, Zirkusartistinnen oder Halbweltdamen aus den Etablissements der lebenshungrigen und vergnügungssüchtigen Metropole zur Verfügung und sorgt für manchen Geldsegen. Diesmal ist es seine bunte bewegte „Geisha-Revue“ von 1911/13, die mit ihrem exotischen Lichter- und Farbenrausch für Furore sorgen soll. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg ist Tappert mit den sieben als japanische Geishas geschminkten und kostümierten Varietétänzerinnen ein eindrückliches Sinnbild für den „Tanz auf dem Vulkan“ gelungen, der bald ausbrechen sollte. Kein Wunder, dass Grisebach das Gemälde, auf dessen Rückseite sich noch zwei Akte vor Bäumen räkeln, als „Ausdruck großstädtischer Dynamik“ und „Inkunabel des deutschen Expressionismus“ anpreist und dafür 350.000 bis 450.000 Euro sehen will – ein Schnäppchen. Denn schon im November 2007 nahm ein griechischer Sammler Tapperts „Geisha-Revue“ mit und bewilligte den bis heute gültigen Auktionsrekord von netto 610.000 Euro. ...mehr

Alte bis Moderne Kunst und Kunsthandwerk aus mehreren Jahrhunderten bei Neumeister in München

Auf den Spuren Jesu


Hermann Max Pechstein, Keitelkähne, 1920

„Hier ist Arbeit, Freude, Wut, Sturm. Leinwände reichen nicht aus, Hände auch nicht“, schwärmte Hermann Max Pechstein im September 1919 seinen Freunden von seinem Aufenthalt in Nidden vor. Der kleine Fischerort an der Kurischen Nehrung zog den Expressionisten seit 1909 magisch an. Bei längeren Sommerurlauben schuf er hier in freier Natur zahlreiche Bilder: Wege in den Dünen, der Mittag im Haff, Akte am Strand, Spiegelungen im Wasser, Fischerboote in Nidden oder Kutter im Sturm. 1920 sah Pechstein einige „Keitelkähne“ ruhig an der Küste liegen und bannte sie wasserseitig mit Blick auf zwei Häuser und den Wald in expressionistisch gesteigerten Farben und grobem Pinselstrich auf seine Leinwand. Das Gemälde schenkte er seinem Berliner Arzt, in dessen Familie es rund 60 Jahre blieb, ehe es über das Züricher Auktionshaus Schuler 1999 in süddeutschen Privatbesitz ging. Nun tritt es erneut seinen Weg in den Kunstmarkt an und soll bei Neumeister 350.000 bis 450.000 Euro einspielen. ...mehr

Die Modern Week bringt bei Van Ham in Köln viele Höhepunkte für unterschiedlich dicke Geldbeutel aus dem 20. und 21. Jahrhundert

Der Schaumbläschenmeister


Max Ernst, Enseigne pour une école de moustiques, 1961

„Monumental in den Herbst“ lautet das Motto der anstehenden Auktionen bei Van Ham. Moderne und Zeitgenössische Kunst ist eine Spezialität des Kölner Auktionshauses, zeichnet sich diese Abteilung ohnehin durch ein besonders dynamisches Wachstum aus. Top-Los unter den modernen Kunstwerken ist ein abstraktes Gemälde von Max Ernst aus dem Jahr 1961 für 100.000 bis 150.000 Euro. Zum Hingucker wird „Enseigne pour une école de moustiques“ dank eines faszinierenden Blautons, in dessen flächendeckender Tiefe sich die weißen Strukturen stilisierter Blüten verlieren und zu einer verschlüsselten und fantastischen Bildwelt verschmelzen. Für seine doppeldeutige „Mückenschule“ wandte Max Ernst eine neuartige Technik an: die Grattage, ein Durch- und Abreibeverfahren, bei dem der Zufall eine Rolle spielt. Abschließend verlieh er der Komposition durch ein rotes Liniengefüge Struktur, die man im Durcheinander der wie ein Mückenschwarm flirrenden Bildelemente auch braucht. ...mehr

Porträt, Akt, Reisebericht, Architektur, Fotodokumentation, Neues Sehen, Montage – Bassenge präsentiert in seiner Auktion die Breite der Fotografie

Posieren und Dokumentieren


Wilmar Koenig, Storch, 1992

Der lange Hals ist schwungvoll nach hinten gebogen, sodass der Kopf beinahe das Federkleid des Rückens berührt. Dennoch ist dem Storch auf dem Farbabzug aus der Serie „Le Bestiaire“ des Fotografen und Architekten Wilmar Koenig keinerlei Anstrengung anzusehen, anmutig hebt sich seine schwarz und weiß gefiederte Silhouette von der unscharfen Landschaft im Hintergrund ab. Der exaltierte Gestus des Storchs gehört zur Sammlung des 2018 früh verstorbenen Koenig. Der 1952 geborene Berliner war als Künstler, Kurator und Vermittler zeitgenössischer Fotografie bekannt. Schon während seines Studiums der Mathematik und Architektur von 1974 bis 1982 beschäftigte er sich mit der Lichtbildnerei, engagierte sich in dem Workshop- und Ausstellungsprojekt „Werkstatt für Photographie“ und leitete es in den Jahren 1982 bis 1985. Koenigs gut 130 Positionen umfassende Sammlung steht nun bei Bassenge zum Verkauf, der Storch als erster von drei Abzügen von 1992 für 1.200 Euro. ...mehr

Insgesamt werden bei Grisebach in den Herbstauktionen knapp 900 Kunstwerke versteigert. Eine der Sparten, von der man sich Spitzenpreise, aber auch Käufer im unteren und mittleren Preissegment erhofft, ist die Kunst des 19. Jahrhunderts

Göttliches Licht


Osmar Schindler, Römischer Knabe mit Bildhauerwerkzeug, um 1897

Erst vor wenigen Monaten feierte Grisebach mit der Ausstellung „King Kong kommt aus Dresden“ die Wiederentdeckung des Malers Max Pietschmann und seines verschollen geglaubten Hauptwerks „Fischzug des Polyphem“. Da ist es Ehrensache, dass das Berliner Auktionshaus nun auch einen Schwung Arbeiten aus seinem Nachlass versteigert. Neben einigen Frauenporträts und Landschaften stechen besonders zwei stimmungsvolle Ölstudien heraus, auf denen Pietschmann mit dem Licht- und Farbenspiel entzündeter Lampions bei Nacht experimentierte. Die kleinere auf blauem Karton zeigt mehrere aneinander gereihte Varianten der bunten Papierlampen für 3.000 bis 4.000 Euro, während die größere eine detailreiche Vorarbeit zu seinem Gemälde „Lampionfest“ ist und das Doppelte verlangt. Auch für Pietschmanns zwei Jahre jüngeren Dresdner Kollegen Osmar Schindler hat sich Grisebach in den letzten Jahren stark gemacht. Er stellt ebenfalls eine Ölstudie für 5.000 bis 7.000 Euro zur Verfügung und hat den überaus modern wirkenden römischen Knaben mit Bildhauerwerkzeug um 1897 für Fresken im Chemnitzer Polytechnikum entworfen. ...mehr

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News vom 18.01.2021

Museen waren 2019 gut besucht

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Foto Wien abgesagt

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Österreich trauert um Hans Staudacher

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