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© Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

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Am Badestrand / Otto Pippel

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Seltenes gesucht: Bei der Druckgrafik-Auktion von Bassenge in Berlin kämpften die Bieter um besondere Blätter

Zarte Damenhände zupfen Skelettleier


nach Arent van Bolten, Ornamentblatt mit zwei auf Monstern reitenden Affen – Ornamentblatt mit grotesken Gestalten

Der niederländische Silberschmied und Modelleur Arent van Bolten muss ein origineller Mann gewesen sein; das legen jedenfalls seine Entwürfe nahe, nach denen der Pariser Verleger Pierre Firens zwischen 1604 und 1616 eine Folge von Kupferstichen herausgegeben hat. Auf einem der Blätter schreiten zwei straußenartige Wesen mit prallen Eutern und seltsamer Kopftracht über die Prärie. Sie werden von Affen beritten, deren vorderer just im Moment der Aufnahme ungeniert seine Winde verbreitet. Auf einem weiteren Stich steht ein Menschenpaar mit eselsartigen Ohren zwischen zwei grotesken Masken, auf denen koboltartige Mischwesen ihrer musikalischen oder auch obszönen Beschäftigung nachgehen. Die beiden Drucke regen heute noch zum Schmunzeln an, und auf der vergangenen Versteigerung von Druckgrafik bei Bassenge in Berlin animierten sie auch zu eifrigem Mitbieten. Auf 1.200 Euro angesetzt, verbesserten sie ihre Schätzung im Zuschlag auf 4.000 Euro. ...mehr

Silber mit viel russischer Zutat im Wiener Dorotheum

Wer besaß den Kammerherrenschlüssel?


Heinrich Mannlich, Deckelbecher, Augsburg 1669/71

Zwei schöne Augsburger Deckelgefäße gehören zu den ältesten Stücken der kommenden Versteigerung von Silber im Wiener Dorotheum. Der Becher, den Heinrich Mannlich um 1670 fein getrieben hat, zeigt auf der Wandung eine ungewöhnliche Szene. Das sitzt Christus mit drei Engeln beim Mahl um einen steinernen Tisch in einer Waldlandschaft, aus dem Boden züngeln zwei Schlangen auf. In der christlichen Ikonografie kommt diese Darstellung nicht häufig vor, dennoch konnte Mannlich auf eine bildliche Tradition und neutestamentliche Erzählung zurückgreifen. Denn in der Versuchung Jesu in der Wüste heißt es: „und die Engel dienten ihm.“ Aus diesem letzten Halbsatz haben Künstler seit dem Mittelalter eine Bildüberlieferung kreiert, die Mannlich einfühlsam mit christologischen Vertiefungen in zarten, nahezu ätherischen Gestalten umgesetzt hat. Für den Becher erwarten die Experten des Dorotheums 2.000 bis 3.500 Euro. ...mehr

Corona-Konfusion: Sotheby’s hält nun seine vom Mai verschobenen New Yorker Prestigeauktionen ab, den Hammer schwingt Oliver Barker aber in London und lässt sich weltweit übertragen

Gefühl von Sonne und Strand


Die „Orestie“ des Aischylos hat den irischen Künstler Francis Bacon zeit seines Lebens tief beeindruckt. Mehrmals setzte er sich künstlerisch mit dieser griechischen Tragödie auseinander und widmete ihr 1981 auch eines seiner berühmten Triptychen, die als seine Hauptwerke gelten können. Drei amorphe, zum Teil blutig verschmierte Körperfragmente schweben dort in unklar abgegrenzten und durch Binnenräume zusätzlich verschachtelten Zimmern, von denen zwei halb geöffnete Türen ins schwarze Nichts führen. Auf dem Markt rangieren Bacons Triptychon regelmäßig alle paar Jahre unter den teuersten Kunstwerken: „Three Studies of Lucian Freud“ von 1969 führte die Auktionsrekordliste im November 2013 mit 127 Millionen US-Dollar sogar für rund eineinhalb Jahre an. „Triptych Inspired by the Oresteia of Aeschylus“ ist bei Sotheby’s zumindest das Toplos der Abendversteigerung zeitgenössischer Kunst in New York, versehen mit einer Schätzung von 60 bis 80 Millionen Dollar. ...mehr

Die erste Auktionsrunde nach dem Corona-Lockdown stand für den Kölner Versteigerer Lempertz im Zeichen der Alten und Neueren Meister. An Kauflust hat es nicht gemangelt, doch wählten die Kunden gezielt aus

Skelett-Sprung


Alessandro Allori, Nach rechts schreitendes Skelett

Aus dem 16. Jahrhundert stammt die Zeichnung, so viel steht wegen des Wasserzeichens in dem Papier fest. Doch war wirklich Agnolo di Cosimo, genannt Bronzino, der Schöpfer des schreitenden Skeletts, wie die zweifellos von fremder Hand aufgetragene Signatur unten rechts suggeriert? Die Experten des Kölner Auktionshauses Lempertz waren sich im Vorfeld der jüngsten Versteigerung Alter und Neuerer Meister nicht wirklich sicher bei dieser Frage – und tatsächlich: Vermutlich hat nicht Bronzino, sondern sein Neffe und Schüler Alessandro Allori diese ebenso subtile wie technisch brillante Zeichnung geschaffen. Auf den Wert des Blattes hatte die Frage nach der Urheberschaft vermutlich wenig Einfluss, Bronzino gilt allgemein sogar als der bedeutendere von beiden. Wohl die qualitätvolle Darstellung als solche dürfte dafür gesorgt haben, dass das Blatt heiß begehrt war und sich schon im Vorfeld fünfzehn Telefonbieter aus aller Welt dafür angemeldet hatten. Da waren die veranschlagten 3.000 bis 3.500 Euro zur kurz gegriffen; erst bei sensationellen 420.000 Euro fiel der Hammer. Als Käufer wurde ein Kenner und Händler alter Zeichnungen aus Paris genannt. ...mehr

Auf moderne und zeitgenössische Kunst aus Österreich, altes Kunsthandwerk und klassisches Design des 20. Jahrhunderts hat das Wiener Auktionshaus im Kinsky seine kommenden Versteigerungen konzentriert

Freundliche Corona-Bronze


Koloman Moser, Feldeinsamkeit, 1912/13

Überwiegend österreichische Kunst steht im Mittelpunkt der Versteigerung von Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts im Wiener Auktionshaus im Kinsky – mit hohem Klassikeranteil. Das beginnt schon mit der ersten Losnummer der Modernen, Gustav Klimts „Brustbild einer Frau im Profil nach links“ von circa 1904/05. Die Bleistiftzeichnung, bei der nur die Lippen der eleganten jungen Dame mit rotem Farbstift betont sind, stammt aus dem Nachlass des Künstlers, wurde zuletzt 2008 bei Sotheby’s in London für brutto etwas über 70.000 Pfund verhandelt und ist jetzt mit annähernd gleichwertigen 75.000 bis 150.000 Euro zu haben. Klimts Schüler und künstlerischer Erbe Egon Schiele ist mit einem weiblichen Akt aus dem Jahr 1912 ebenfalls in Bleistift auf Papier vertreten. Seit Generationen befindet sich das Blatt in Familienbesitz und trägt drei Schenkungsvermerke von 1923, 1958 und 2003. Für 70.000 bis 140.000 Euro soll es den Inhaber wechseln. ...mehr

Das Wiener Dorotheum streift durch die Nachkriegs- und Gegenwartskunst europäischer und amerikanischer Prägung

Farben und Embleme des Kommunismus


Gewohnt international ist das Angebot der Versteigerung von Kunst seit 1945 im Wiener Dorotheum. Von dem Amerikaner Andy Warhol etwa gibt es eine gerade zwölf mal zwölf Zentimeter messende Leinwand mit seinen bekannten vier „Flowers“ in Schwarz-Weiß aus dem Jahr 1964 für 140.000 bis 180.000 Euro. Die kaligrafische Tradition seiner chinesischen Heimat übertrug der 1920 geborene Zao Wou-Ki 1953 in eine informelle, von der aktuellen Kunst in seiner französischen Wahlheimat beeinflusste Zeichnung, die an einen Krug mit Blumen erinnert und mit 70.000 bis 100.000 Euro veranschlagt ist. Aus Frankreich selbst kommt François Morellet mit der mathematisch konzipierten Acrylkomposition „2 simple trames 0°, 10°“ von 1974 für 90.000 bis 100.000 Euro. Der gebürtige Venezolaner Jesús Rafael Soto schließlich schickt „Tres pequeñas columnas“ aus dem Jahr 1992, unverwechselbar durch die Applikation quadratischer Metallplatten vor unterschiedlich strukturiertem Hintergrund, die teils zu Flirren scheinen. Hier stehen 80.000 bis 100.000 Euro auf dem Etikett. ...mehr

Das Dorotheum hat seine Auktion „Moderne Kunst“ mit zahlreichen Österreichern und Italienern gut bestückt

Auf zur erotischen Bootsfahrt!


„Was ich male, sind Volumen… Ich interessiere mich für das Volumen, für die Sinnlichkeit der Form. Wenn ich eine Frau, einen Mann, einen Hund oder ein Pferd male, habe ich immer diese Vorstellung von Volumen.“ Das sagt Fernando Botero, und genauso trifft es auf sein „Paar mit Schirm“ zu. Es hat sich fein herausgeputzt, gerade das Haus verlassen und einen Schirm aufgespannt, obwohl es nicht regnet und keine Sonne scheint. Eine Prise Ironie hat Botero 2004 in sein kleines Gemälde eingestreut: Die dicken Leiber sprengen fast die Kleidung, die Frau ist leicht größer als der Mann, er läuft wie ein Diener hinter ihr her und beschirmt sie, mit ihrem festen und energischen Blick sowie dem zupackenden Griff nach ihrem Handschuh scheint sie das Sagen zu haben. Mit solchen naiv-grotesken Figuren, die sich aus der Erinnerung an seine Kindheit, aus dem populären lateinamerikanischen Muralismus, aber auch aus der westlichen Kunst der Renaissance und der Moderne speisen, ist der kolumbianische Maler und Bildhauer berühmt geworden. Nun gehört das sinnliche, wie tragisch-komische „Paar mit Schirm“ zu den Highlights der Versteigerung „Moderne Kunst“ im Wiener Dorotheum und hofft auf 180.000 bis 260.000 Euro. ...mehr

Das Corona-Virus konnte der Classic Week bei Van Ham in Köln nichts anhaben: Hohe Verkaufsraten und gute Preise bestimmten die Auktionsrunde. Besonders begehrt war die Sammlung SØR Rusche

Mer losse d’r Dom en Kölle


James Webb, Ansicht von Köln mit dem unvollendeten Dom, 1870

Als ziemlich krisenfest erwies sich der Kunstmarkt trotz Unsicherheiten durch die Corona-Krise auf der jüngsten Versteigerung Alter und Neuerer Meister Ende Mai bei Van Ham in Köln. Die losbezogene Zuschlagsquote lag bei annähernd drei Vierteln, und auch die erzielten Preise entsprachen oder übertrafen häufig die Erwartungen. Das Hauptlos der Auktion, eine Ansicht der Kölner Altstadt mit dem unvollendeten Dom, Rathaus und Groß St. Martin über den mit Händlern und Schiffen reich belebten Rhein hinweg von dem Engländer James Webb, traf mit 125.000 Euro genau die Mitte der Schätzung. Ein einheimischer Mäzen sicherte sich das großformatige Bild für deutlich weniger als beim letzten Auktionsauftritt vor vierzehn Jahren mit 205.000 Euro und übergab es anschließend der Stadt Köln. Es soll in Zukunft an einem prominenten Ort seinen Platz finden. Der Dom bleibt also in der Rheinmetropole. ...mehr

Lempertz macht bei der umfangreichen Offerte moderner und zeitgenössischer Kunst vor allem mit einer vielfältigen Gruppe herausragender Stillleben und einer starken Skulpturen-Suite auf sich aufmerksam

Tischlein deck’ dich


Lyonel Feiningers farbenfrohem „Stillleben auf blauem Tisch“ von 1911 wohnt trotz der leblosen Gegenstände einiges an Bewegung inne. Die Zitrusfrüchte scheinen zu rollen, die Tassen zu kippeln und die Öllampe sowie die Kanne krumm zu stehen. Im Wechsel von erhöhter An- und Aufsicht auf das Arrangement bringt Feininger die Dynamik in sein marktfrisches Frühwerk, die ihm mit einer Schätzung von 400.000 bis 600.000 Euro die preisliche Führungsrolle bei Lempertz verschaffen soll. Der spätere Bauhaus-Meister hat allerdings starke Konkurrenten. Anders ging zwei Jahre später etwa Max Slevogt an die Gattung Stillleben heran und platzierte in dem Ölgemälde „Crevetten auf Eis“ die zart rosafarbenen Meeresfrüchte in einer Holzschale auf rustikalen gleichfarbigen Holzkisten. Hier macht das Ton-in-Ton-Kolorit den Reiz der Leinwand für 40.000 bis 60.000 Euro aus. Juan Gris wagte 1922, seine „Raisins, Carafe et Livre“ in ein ungleichmäßiges Ovalformat zu komponieren. Die kubistischen Gegenstände fügen sich zu einem im Zentrum gesteigerten komplizierten Bildaufbau zusammen, der 300.000 bis 350.000 Euro rechtfertigen soll. Neusachlich schlicht und kühl ist 1929 dann Alexander Kanoldts „Stillleben I“ mit hohem grünem Gummibaum, Kanne, einem Glas und Buch vor einer gelben Wand. Hier sind 60.000 bis 80.000 Euro vorgesehen. ...mehr

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Kunsthaus Dresden erhält Preis der Commerzbank-Stiftung

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Schirn im Spionage-Fieber

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Ketterer Kunst Auktionen - Ernst Ludwig Kirchner, Unser Haus. Öl auf Leinwand, 1918-1922. 91 x 120 cm. € 500.000-700.000

Herbstauktionen: Kunst des 19.-21. Jahrhunderts – GRANDIOS
Ketterer Kunst Auktionen

Galerie Frank Fluegel - Mr. Brainwash | We are all in this Together

Mr. Brainwash | We are all in this Together - Ausstellung Nürnberg | 15.10.2020 - 31.01.2021
Galerie Frank Fluegel





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