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Am 26.10.2019 Kunstauktion 99 bei Winterberg|Kunst in Heidelberg

© Winterberg|Kunst

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spring swing, 2012 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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AktuellAktuell:Auktionen

Bassenge würdigt neben den Klassikern einige weniger bekannte, aber nicht uninteressantere Vertreter der Moderne in einer gesonderten Auswahl. Auch eine Grafiksammlung hält der Berliner Versteigerer bereit und ergänzt damit sein breit angelegtes Angebot

Düster und doch ansprechend


Der Erste Weltkrieg bedeutete eine tiefe Zäsur in der Jugend des 1900 geborenen Albert Birkle, bevor er seine Lehre und das nachfolgende Studium in seiner Heimatstadt Berlin antrat. In den Kunstbetrieb der Hauptstadt gliederte er sich schnell erfolgreich ein, knüpfte wichtige Kontakte und fand etwa 1921 Aufnahme in der Berliner Secession. Gegenüber sozialen Problemen und politischen Missständen reagierte der bekennende Pazifist stets sensibel und prangerte diese in seiner Kunst ausdrucksstark an. 1923 dokumentierte er seine subjektiven Eindrücke eines schicksalsreichen Jahres der Weimarer Republik, als Deutschland in die dramatische Inflation mit verheerenden wirtschaftlichen Folgen rutschte. Ausgemergelte Gestalten und Pferde ziehen im „Schlächterwagen“ durch das dunkle Nichts. Ein von Not und Hunger gezeichneter Mann blickt schwach von unten links zum Betrachter, während in der Mitte eine elegante Dame in offener Droschke mit Kutscher fährt. Die gesamte Szene spielt sich dabei im schummrigen Zwielicht ab. Birkles Werk hat damit neben dem emotional aufrüttelnden Stil damit noch eine kritisch chronografische Wertigkeit. ...mehr

Mit einem hauptsächlich auf ungegenständliche Arbeiten ausgerichteten Programm bestreitet Lempertz seine Auktion „Zeitgenössische Kunst“

Der Läufer und ein Wurmloch


Die Wiedergabe von Dynamik kann in der Malerei auf unterschiedliche Weise geschehen. Eine Gruppierung, die sich insbesondere damit auseinandersetzte, waren die technikfreudigen Futuristen, die in einer stakkatoartigen Malweise die Geschwindigkeit einfingen. Ähnliche Methoden finden sich mit Geschwindigkeitslinien oder mehrfacher Wiederholung der Kontur auch in der Welt des Comics. All dies lässt Tony Cragg in seine Bronzeskulptur „Runner“ einfließen. Durch die Laufgeschwindigkeit verzerrt sich der Rennende in eine Art doppeltes Zick-Zack-Muster mit partiell ausstehenden Spitzen. Den Anfang solcher bewegten Gestalten machen in Craggs Schaffen die „Early Forms“ oder die „Rational Beings“. Cragg selbst erklärte 1996: „Was mich an diesen Skulpturen interessierte, war wie eine organische, irrationale Form sich mit dem starren geometrischen Element verband und daraus neue Formen entstanden, in denen ich eine Fülle erregender Bezüge und Eindrücke entdeckte.“ Diese Faszination an der Transformation spiegelt sich auch im 2014 gegossenen, temperamentvollen „Runner“, der als Unikat bei Lempertz in Köln nun für 300.000 bis 400.000 Euro zum Laufen ansetzt. ...mehr

Moderne Kunst mit hohem Anteil aus Frankreich und der Schweiz bei Lempertz in Köln

Hard Edge aus den 20ern


Kurt Schwitters, Das Gustav Finzlerbild, 1926/36

Unter „Hard Edge“ versteht die Kunstgeschichte eine schablonenhafte, flächige, geometrische Malerei mit harten Kanten und scharf gegeneinander abgegrenzten Farbaufträgen. Geprägt hat den Begriff 1958 der US-amerikanische Kunstkritiker Jules Langsner für eine von ihm organisierte Ausstellung im Los Angeles County Museum mit vier jungen Malern. Da war Kurt Schwitters schon zehn Jahre tot. Doch betrachtet man sein „Gustav Finzlerbild“ von 1926/36, meint man, auf eine Vorwegnahme der Hard Edge-Kunst zu treffen. So entschieden voneinander getrennt sind die Dreiecke, Trapeze und freie geometrische Entwicklungen auf dieser Collage-Malerei. Dass der amerikanische Hard Edge-Mitbegründer Leon Polk Smith von 1956 an über zwanzig Jahre lang Eigentümer des Werkes war, wundert daher nicht. Nun gelangt „Das Gustav Finzlerbild“ aus Berliner Privatbesitz wieder auf den Kunstmarkt und ist mit 400.000 bis 600.000 Euro eines der Highlights der Auktion „Moderne Kunst“ bei Lempertz in Köln. ...mehr

Grisebach offeriert eine vielgestaltige Auswahl aus dem 19. Jahrhundert. Zwischen Malerei und Plastik stechen dabei insbesondere qualitätvolle Arbeiten auf Papier hervor

„Ja, ich bin ein fleißiger Kirchenbesucher“


Adolph von Menzel, Inneres der Stiftskirche zu Einsiedeln, 1881

Adolph von Menzel berichtete im Gespräch mit dem kaiserlichen Oberhofprediger Dryander von seinen häufigen Kirchenbesuchen und ergänzte direkt: „Aber vielleicht nicht in dem von Ihnen gewünschten Sinne; ich stecke gewöhnlich im Hochsommer hinter den Altären, mache mir da mit meiner Malerei zu schaffen und glaube auch damit Gott zu dienen.“ Zumindest schuf der Wahl-Berliner mit virtuoser Hand Eindrücke der Gotteshäuser, die Prunk und Atmosphäre der von ihm bevorzugten Rokoko- und Barockkirchen einfangen. Mit Bleistift verewigte er 1881 das „Innere der Stiftskirche zu Einsiedeln“ und sparte nicht an Details der üppigen Ausstattung. Durch die Monochromie erhält die Zeichnung einen eigenen Charakter, der die Formenvielfalt würdigt, ohne dass viele Farben ablenken. Auch der Blickwinkel ist präzise gewählt: Menzel zeigt nicht den kompletten Innenraum, sondern nur einen der Teil des Chorraumes, der ihm beachtenswert erschien. Grisebach bietet das Blatt innerhalb der Auktion „Kunst des 19. Jahrhunderts“ an. Mit erwarteten 60.000 bis 80.000 Euro übertrumpft es sämtliche weitere Positionen. ...mehr

Bassenge punktet mit Facettenreichtum: Die Druckgrafik des Berliner Versteigerers reicht vom 15. bis ins 19. Jahrhundert und behandelt dabei ein umfangreiches Motivspektrum

Marktfrisch, alt und selten


Martin Schongauer, Die Taufe Christi, vor 1481

Rund 540 Jahre alt ist Martin Schongauers Kupferstich der „Taufe Christi“ und dafür in äußerst gutem Zustand. Im Zentrum steht Christus im Fluss und lässt sich von Johannes taufen, der am linken Bildrand auf einem Felsvorsprung kniet. Um die Komposition ausgewogen zu halten, fügte Schongauer noch einen Engel hinzu, der Jesus von rechts ein Tuch zum Abtrocknen bereithält. Die Bibel berichtet: „Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.“ Jenes Symbol des Heiligen Geistes positionierte Schongauer über den Hauptprotagonisten. Die Taube überfängt zusätzlich noch Gottvater in der Wolkenöffnung, sodass die Trinität zusammenhängend in der Mittelachse verbunden ist. Mit feinen Linien setzte der Pionier des Kupferstichs das Blatt vor 1481 um, wie einige Details verraten, die in jenem Jahr für das bischöfliche Wappen im Würzburger Missale übernommen wurden. ...mehr

Van Ham in Köln hat die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts mit zwei Privatsammlungen gespickt

Trennung aus unternehmerischer Verantwortung


Zwei Sammlerleben stehen in der kommenden Auktionsrunde bei Van Ham zur Disposition. Eines gehört Thomas Rusche, dem Chef des Textilunternehmens SØR Rusche. Es ist schon eine Überraschung, dass der für seine Kunstleidenschaft bekannte Sammler sich von seiner über vier Generationen in der Familie zusammengetragenen Kollektion trennen will. Als Grund nannte Rusche den digitalen Umbau seiner Traditionsfirma, der doch erhebliche Investitionen abnötige. Nachdem schon Anfang Mai bei Sotheby’s in London ein erster Teil der Altmeister-Abteilung teils mit kräftigen Aufschlägen veräußert wurde, stehen nun bei Van Ham die Zeitgenossen auf dem Programm. Erst seit 2004 hat Thomas Rusche in unglaublicher Geschwindigkeit und mit einem sicheren Gespür für Qualität über 4.000 Werke der aktuellen Kunst zusammengetragen, die nun in mehreren Auktionen über das Jahr verteilt bei Van Ham angeboten werden. ...mehr

Das Bauhaus-Jubiläum begeht auch der Kunsthandel. Die Auktionshäuser Quittenbaum in München und Grisebach in Berlin sowie die Galerie Ulrich Fiedler – ebenfalls in Berlin – bieten Ikonen und Unentdecktes, große Namen und fast vergessene Künstler. Die Preisexplosion für Bauhaus-Design hat trotz des runden Geburtstags noch nicht stattgefunden

Ein weitverzweigtes Geflecht der Moderne


Wilhelm Wagenfeld, Tischlampe aus Glas – Modell: MT 9, 1923/24

Das Bauhaus ist nicht nur Design. Das Bauhaus ist eine visionäre Idee, die ebenso in Architektur und Malerei, in Typografie und Fotografie ihre Spuren hinterließ. Dieser Tenor spiegelt sich deutlich im Angebot des deutschen Kunsthandels zum 100. Jubiläum des wohl folgenreichsten Kunstlabors der Moderne wider. Wenn am 30. Mai im Berliner Auktionshaus Grisebach in der Orangerie-Sektion „bauhaus forever!“ zelebriert wird, sind selbstverständlich einige Ikonen dabei: Marianne Brandts Messing-Aschenbecher MT36 von 1924 mit einer Erwartung von 40.000 bis 60.000 Euro, Wilhelm Wagenfelds berühmte „Tischlampe aus Glas“ in einer frühen Ausführung von 1924 für mindestens 100.000 Euro, Marcel Breuers Wassily-Chair aus der Pariser Produktion Thonet Frères von 1930 mit einem Limit von 12.000 Euro und als Glanzstück progressiver Handwerkskunst ein vierteiliges silbernes Kaffee- und Teeservice Naum Slutzkys von 1927 in avantgardistischer Maschinenästhetik, dessen untere Taxe bei 180.000 Euro liegt. ...mehr

Gemälde, Miniaturen und Kreaturen bei Bassenge

Wundersame Artenvielfalt


August Wilhelm Ferdinand Schirmer, Ansicht der Ruine der Abteikirche von Paulinzella, um 1823

Für die deutschen Romantiker war die Ruine der Abteikirche Paulinzella ein Sehnsuchtsort schlechthin. Zahlreiche Künstler, Schriftsteller, Maler und Gelehrte pilgerten zu den Überresten des romanischen Benediktinerklosters aus dem frühen zwölften Jahrhundert ins sanfte thüringische Rottenbachtal. Bewunderer der mittelalterlichen Vergangenheit waren unter anderem Karl Friedrich Schinkel, Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Schadow, Wilhelm von Humboldt und Friedrich Schiller. Auf einer Studienreise durch Thüringen und den Harz im Sommer des Jahres 1823 suchten auch August Wilhelm Ferdinand Schirmer und August Wilhelm Julius Ahlborn die Klosterkirche Paulinzella auf. In den Erinnerungen Ahlborns liest man über ihre Wanderung: „Es läßt sich kaum Fröhlicheres denken, als so zwei junge Maler, denen in der Frische der Begeisterung alles schön erscheint, alles zulacht und bis zum Horizont die ganze Schöpfung gehört, und die nun bei erstarkenden Fähigkeiten drei schöne Monate lang auf deutschen Bergen, in deutschen Wäldern wetteifern im Dienst der geliebten Kunst.“ ...mehr

Lempertz knüpft in Berlin mit dem zweiten Teil der „Twinight Collection“ an den Erfolg der Premiere an. Die ortsspezifisch ausgerichtete Preußen-Auktion verlief dagegen eher durchschnittlich: Einige Prunkstücke im höheren Preisniveau blieben liegen

Alltagsgegenstände als vollendete Kunstwerke


Joseph Nigg, Tablett mit Blumenkorb, Trauben und Vogelnest, 1816

Im Jahr 1816 übernahm Joseph Nigg nicht nur die Aufsicht über die Blumenmalerei in der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur Wien unter Matthias Niedermayer, sondern bemalte auch ein Tablett mit Blumenkorb, Trauben und Vogelnest, das seinen Ruhm als prominenten Blumenmaler seiner Epoche bis heute fortträgt. Schon das feine Ornament des goldenen Holzrahmens, der das Oval mit dem Aufglasurdekor fasst, zeigt den hohen künstlerischen Anspruch, der das Tablett über den Status eines Alltagsgegenstandes erhebt. Ins Zentrum des eigentlichen Utensils komponierte Nigg präzise Blüten in einen Korb, vor dem noch Weintrauben und ein verlassenes Vogelnest liegen. Das prachtvoll leuchtend kolorierte Stillleben setzte er vor eine idyllische Wald- und Wiesenlandschaft. Die durchdachte Inszenierung hatte der amerikanische Sammler Richard Baron Cohen für seine „Twinight Collection“ mit ihrem Schwerpunkt auf Porzellan des frühen 19. Jahrhunderts erworben, die er nun bei Lempertz wieder neue Sammler brachte. ...mehr

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Deutscher Cartoonpreis für Piero Masztalerz

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Toulouse-Lautrec und der Montmartre in Linz

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