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Am 25.10.2019 Auktion 128: Moderne und Zeitgenössische Kunst - Moderne Photographie

© Jeschke, van Vliet Kunstauktionen

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spring swing, 2012 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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AktuellAktuell:Auktionen

Das Kinsky startet in Wien mit einem breiten Angebot an Kunst und Kunsthandwerk alter Epochen in die neue Saison

Es herbstet allenthalben


Rudolf von Alt, Blick nach San Giorgio Maggiore von der Mole in Venedig, nach 1864

Beginnt bei uns der Herbst, so zieht es so manchen in wärmere Gefilde. Wer noch unentschlossen ist, kann sich in Venedig kurz ausruhen und von dort aus tiefer in Süden reisen, falls die Serenissima ihn nicht verzaubert und bei sich behält. Dem Charme Venedigs in herbstlichem Flair erlag Rudolf von Alt nach 1864 mit seinem „Blick nach San Giorgio Maggiore von der Mole in Venedig“. Der Campanile der Klosterinsel ragt in Rostrot in den weiten Himmel empor und scheint uneingeschränkter Herrscher über die grauen Wolken und das grünliche Wasser zu sein. Bestechend ist Alts Fähigkeit, die melancholische Atmosphäre einzufangen, die hier nicht die zumeist südliche Heiterkeit Venedigs vermittelt. Ungewöhnlich für Rudolf von Alt ist zudem, dass es sich hier um ein Ölbild und kein Aquarell handelt. Diese lyrische Arbeit steht als eine der Favoritinnen mit 70.000 bis 100.000 Euro in der Auktion „Alte Meister – Gemälde des 19. Jahrhundert“ im Wiener Kinsky an vorderster Front. ...mehr

20.10.2019

Die Alten Meister der Herbstsaison im Wiener Dorotheum überzeugen mit Qualität und Reichhaltigkeit

Madonnen und Frauen


Raffaello Sanzio, genannt Raffael, Umkreis, Madonna mit Kind

Raffaello Sanzio, kurz Raffael, gilt mit seinen ausgewogenen und durchdachten Kompositionen als einer der Hauptmeister der Renaissance. Ob er selbst Hand an die „Madonna mit Kind“ gelegt hat, die das Dorotheum in Wien nun innerhalb der Alten Meister feilbietet, bleibt in der Forschung strittig, wie auch bei anderen ihm zugeschriebenen Werken. Die Verortung in seinen nahen Umkreis lässt sich allerdings kaum leugnen. Nicht nur in diesem Fall setzte Raffael seine Madonna ins Grüne, vor eine mediterrane Ideallandschaft mit einem weiten Blick bis zum Horizont der ausblauenden Hügel- und Bergketten. Auch die fein durchdachte Linienführung spricht für den Stil des Meisters, etwa an der Stelle, an der der rechte Arm des stehenden Jesusknaben in den Schwung des Gewandes Mariens, die ihn mit der Hand hält, über führt. Im Ausschnitt und der Machart reiht sich die vorliegende Arbeit somit unter die Andachtsbilder, die der junge Raffael in seinen späten Jahren in Umbrien und in den ersten Jahren seiner Florentiner Periode schuf. Diese setzte um 1504 ein und gilt damit heute als zumeist anerkannte Datierung der marktfrischen Madonna, die dieselbe aristokratische Familie über Generationen hinweg aufbewahrte und dann an den heutigen Besitzer weitergab. ...mehr

18.10.2019

40 Jahre Glas bei Fischer: Zum Jubiläum hat der Heilbronner Versteigerer ein umfangreiches Angebot mit zerbrechlicher Kunst zusammengestellt

Wegzeichen und Friedenswächter


Kurfürsten-Humpen, Franken, 1670

Im September 1979 war es soweit: Der Auktionator Jürgen Fischer veranstaltete seine erste Spezialauktion, die sich rein um das Thema Glas drehte. Seitdem führt das Heilbronner Unternehmen jährlich drei spezielle Glasauktionen durch und hat sich dadurch zum Spezialisten auf diesem Sammelgebiet und zu einem der wichtigsten Umschlagorte für den internationalen Glashandel entwickelt. Nach vierzig Jahren stehen die Auktionstermine bei Museen und Sammler aus der ganzen Welt fest im Kalender. Auch diesmal sind Fischer zahlreiche Einlieferungen aus 2000 Jahren Glasproduktion geglückt, die die beiden Kataloge auf rund 1150 Positionen anwachsen lassen. Im ersten Teil mit europäischer Ware des 16. bis 19. Jahrhunderts sticht eine kleine, aber bedeutende norddeutsche Privatsammlung mit 30 hochwertigen Gläsern hervor. Sie geht die etwa mit einem venezianischen Fadenglaspokal aus dem 17. Jahrhundert in zarter Netzoptik für 3.000 bis 4.000 Euro oder einem böhmischen Henkelkrug von 1599 mit einer Hirschjagd in bunter Emailmalerei für 1.800 bis 2.500 Euro an den Start. ...mehr

17.10.2019

Bei der Alten Meistern von Koller in Zürich suchten die Käufer die niederländische Kunst aus Renaissance und Barock. Bei den Italienern und dem 19. Jahrhundert zeigten sie sich zurückhaltender

Kluger Frechdachs


Meister von 1537, wohl Frans Verbeeck, Bildnis eines Narren, um 1550

Er trat als Favorit bei den Gemälden Alter Meister an und behauptete diese Rolle im Züricher Auktionshaus Koller auch eindrücklich: Der Narr, der den Betrachter durch seine gespreizten Finger fixiert. Dabei treibt er vielleicht ein falsches Spiel. Denn die Brille, die in der Kunst gemeinhin als Symbol für die Gelehrsamkeit gilt, hat er abgesetzt und hält sie vor seinem Bauch. Zu genau sollte man also nicht hinschauen. Ging doch früher der Brillenkauf aufgrund der schwankenden Qualität bei der aufwändigen Herstellung oft mit Blendung und Betrug einher. Aber der lachende Spaßmacher mit Eselsohrenmütze und Narrenstock bittet ja schon um Verzeihung. Denn der Blick durch seine Finger illustriert das alte holländische Sprichwort „door de vingers zien – durch jemandes Finger sehen“, also einmal etwas durchgehen lassen und das Fehlverhalten anderer nicht ahnden. Vielleicht fordert der Spaßmacher den Betrachter auch dazu auf, in seinem Leben nicht alles so ernst zu nehmen. Die Tafel stammt aus der Hand des Meisters von 1537, den der niederländische Kunsthistoriker Jaco Rutgers in seiner Expertise mit Frans Verbeeck identifiziert. Trotz des nicht ganz greifbaren Malers verabschiedete sich das um 1550 entstandene Gemälde taxgerecht für hohe 580.000 Franken. ...mehr

12.10.2019

Nicht alles, was die Alte Kunst bei Neumeister zu bieten hatte, begeisterte das Publikum. Doch die teuren Stücke nahm es mit und verhalf manchen zu ungeahnte Höhen

Der unbekannte Iwan


Pieter Breughel d.J. Werkstatt, Frühling – Das Bereiten der Blumenbeete, um 1600

Eines der Zugpferde bei der letzten Versteigerung von Neumeister in München hieß Pieter Breughel d.J. Dabei trat der flämische Maler nicht einmal selbst an. Aus seiner Werkstatt stammte die Holztafel mit einem Sinnbild, bei dem mehrere Bauern eben die Beete für die Bepflanzung herrichten, schon erstes Gemüse stecken, Weinranken an einem Laubengang schneiden und vor dem Gehöft Schafe scheren. Im Hintergrund turteln in einem Schlossgarten mehrere höfische Liebespaare bei Musik. So hatte sich schon sein Vater Pieter Bruegel d.Ä. 1565 die Allegorie auf den Frühling vorgestellt und in einer Zeichnung niedergelegt, die dann ab 1570 als Kupferstich Verbreitung fand und heute in der Albertina in Wien liegt. Viel eigene Gedankenleistung musste Pieter Breughel d.J. bei seiner Komposition also nicht aufwenden, von der er selbst und dann auch seine Werkstattmitarbeiter mehrere Varianten erstellten. Dennoch war die auf 25.000 bis 30.000 Euro geschätzte Tafel bei Neumeister gefragt. Zahlreiche Bieter an den Telefonen und im Internet trieben den Preis in die Höhe, bis ein russischer Käufer die Konkurrenz bei 95.000 Euro abschütteln konnte. ...mehr

09.10.2019

Beim Dresdner Auktionshaus Schmidt überzeugten wieder viele heimische Positionen. Doch der Spitzenreiter kam diesmal aus dem Ausland

Telefonturm im Sternengewirr


Gösta Adrian-Nilsson, Telefonturm (Alter Telefonturm im Klarakvarteren, Stockholm), 1917

Ein Zuschlag im sechsstelligen Bereich ist für das kleine Auktionshaus Schmidt in Dresden eine Seltenheit. In ihrer September-Versteigerung konnten Annekathrin und James Schmidt damit wieder einmal aufwarten. Und wie schon im März 2017 war Gösta Adrian-Nilsson der umworbene Künstler. Damals schoss seine farbenfroh aquarellierte Landschaft „Marine in Halmstad“ aus dem Jahr 1917 von 7.000 Euro auf stolze 240.000 Euro. Auch diesmal war es ein Aquarell des schwedischen Malers von 1917 in kubofuturistischer Abstraktion, das die Kundschaft hervorlockte. Adrian-Nilsson hatte auf seinem Blatt den 1887 in Stockholm errichteten „Telefonturm“ ins Zentrum seiner hell-bunten Komposition gerückt, ihn mit Häuserfassaden, Kirchendächern und Reklameschildern verwoben und darüber noch Kreissegmente und geschwungene Linien gelegt, die an Gestirne und Wolken erinnern. Auch die Provenienz tat das ihrige zum Erfolg des Aquarells: Adrian-Nilsson hatte es 1917 für eine Ausstellung in der berühmten Berliner Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden eingeliefert. Dort entdeckte es der kunstsinnige Dresdner Sammler Friedrich Bienert, dessen Erben es nun bei Schmidt in die Auktion gaben. Etwas marktgerechter mit 30.000 bis 50.000 Euro angesetzt, vervierfachte sich die untere Schätzgrenze jetzt auf 120.000 Euro. ...mehr

06.10.2019

Van Ham versteigert den zweiten Teil der SØR Rusche Collection und hofft auf den Erfolg vom Mai

Deprimierter Tod


Rosa Loy, Aufzug, 2009

Der Auftakt war fulminant. Was Van Ham Ende Mai an zeitgenössischer Kunst aus der überbordenden SØR Rusche Collection versteigerte, ging weg wie warme Semmeln. Kein Objekt blieb liegen, zahlreiche Höchstbewertungen kamen für die jungen Kunstschaffenden zusammen. Nun steht der zweite Teil der über 4.000 Werke umfassenden Sammlung im Kölner Auktionshaus auf dem Programm, gut 500 Gemälde und Grafiken der figurativen Kunst. Auch damit will Thomas Rusche, Chef des Textilunternehmens SØR Rusche, den digitalen Umbau seiner Firma bewerkstelligen und damit Arbeitsplätze sichern. Ein eigener Katalog mit über 90 Arbeiten ist dem Leipziger Künstlerpaar Neo Rauch und Rosa Loy gewidmet. Dabei handelt sich um das größte Grafikkonvolut des deutschen Malerstars und seiner Frau, das bisher den Auktionsmarkt betreten hat und rund die Hälfte seines druckgrafischen Œuvres versammelt. Zeitlich gelistet, geht es los mit Neo Rauchs gelb-schwarzer Farblithografie „Steuermänner“ aus dem Jahr 1990 für 1.200 bis 1.500 Euro, in der sich schon seine geheimnisvollen Bildwelten Bahn brechen. ...mehr

30.09.2019

Grafik, Künstlerbücher und Multiples von der Moderne bis zur Gegenwart in Hülle und Fülle bei Venator & Hanstein in Köln

Am falschen Ort


Max Beckmann, Ulrikusstraße in Hamburg, 1912

Schwelgen in einem Meer aus Grafiken, Multiples und Künstlerbüchern sowie kleinen Gemälden und skulpturalen Arbeiten des 20. Jahrhunderts – diesen Genuss versprechen Venator & Hanstein am zweiten Tag ihrer Herbstauktion. Nach Büchern und grafischen Arbeiten der alten Zeit listet der alphabetisch geordnete Katalog dann rund 700 Positionen aus der facettenreichen Kunstentwicklung seit 1900. Da findet sich Klassisches wie Max Beckmanns freizügige Prostitutionsszene auf der Lithografie „Ulrikusstraße in Hamburg“ von 1912 für 30.000 Euro und sein Selbstbildnis als „Ausrufer“ aus der Mappe „Der Jahrmarkt“ von 1921 für 4.000 Euro oder Lyonel Feiningers frühe karikaturhafte Radierungen „Die Arbeiter“ und „Die Eisenbahner“ um 1910/11 für 20.000 Euro und 15.000 Euro. Den Bogen spannen dann etwa Bernard Aubertin mit seinen beiden Verbrennungen „Dessin de feu circulaire gris“ und „Revues d’art brûlées – Art Deutschland“ von 2005 für jeweils 2.500 Euro, Carsten Höller mit seiner 2010 erstellten Photogravüre eines Rentiers, das für 1.000 Euro neugierig einen Fliegenpilz beschnuppert, oder Julie Mehretu mit ihrer explosiven Farblithografie „Pulse“ von 2013 für 1.200 Euro bis in die Gegenwart. ...mehr

25.09.2019

Das Kölner Auktionshaus Venator & Hanstein hat ein gewohnt umfangreiches Programm mit Büchern, Autografen und alter Druckgrafik aufgelegt. Eine Neuerung gibt es jedoch

Wiederbelebung eines verlorenen Gemäldes


Missale Coloniense, Köln oder Umkreis, 1420

Mittelalterliche Bücher faszinieren bis heute mit ihren farbprächtigen Malereien. Ganz so aufwendig ist das rund 600 Jahre alte „Missale Coloniense“ nicht ausgestattet. Doch die lateinische Handschrift auf Pergament mit Ordinariums- und Propriumsteilen zum Kirchenjahr wartet auf den 319 Blättern mit schön gestalteten Lombarden, den großen Schmuck- und Gliederungsbuchstaben, in Rot und Blau samt Blattrankenmotiven oder Drachen-Drolerien, Gesängen in Hufnagelnotation oder dem Kanonbild vor dem Hochgebet mit einer gotischen Kreuzigung samt Maria und Johannes auf rotem quadriertem Grund auf. Das Messbuch befand sich offenbar bis 1940 im Bestand der Pfarrkirche St. Severinus in Erpel südlich von Köln. Die Zugehörigkeit bestätigt die auf das Jahr 1420 datierte Dedikationsnotiz. Als Entstehungsort gehen die Experten bei Venator & Hanstein weniger von Köln, als vielmehr von einem Kloster im mittel- und niederrheinischen Raum aus und ziehen Schreiber aus der Windesheimer Kongregation der Augustiner-Chorherren in Betracht. Mit einer Schätzung von 20.000 Euro gehört das Missale zu den Höhepunkten der kommenden Auktion. ...mehr

23.09.2019

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