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Am 16.03.2019 Auktion 270 'Europäisches Glas und Studioglas'

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Stillleben mit Blaudistel und Fruchtschale, 1958 / Karl Schmidt-Rottluff

Stillleben mit Blaudistel und Fruchtschale, 1958 / Karl Schmidt-Rottluff
© Galerie Neher - Essen


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Mädchen mit Katze / Otto Scholderer

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ohne Titel, 1965 / Ernst Wilhelm Nay

Ohne Titel, 1965 / Ernst Wilhelm Nay
© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Vor allem mit Nachkriegskunst punktete Van Ham in Köln bei seiner Auktion mit Arbeiten aus dem 20. und 21. Jahrhundert und erzielte einige Spitzenwerte

Die Lehre von der Abstraktion


Heinz Mack, Kleiner Urwald, 1966

Das Wissen darum, dass ZERO-Kunst nicht erst seit gestern auf dem Markt Spitzenpreise erzielt, hätte das Kölner Auktionshaus Van Ham vielleicht zu einer mutigeren Schätzung als 150.000 bis 200.000 Euro für Heinz Macks „Kleinen Urwald“ von 1966 veranlassen können. Oder war der zwar marktübliche, aber dennoch verlockend niedrige Preis für ein Werk dieser Größe – es misst zwei Meter in der Höhe und drei Meter in der Breite – und Qualität Kalkül? Jedenfalls ging der Plan, wie immer er auch gewesen sein mag, wunderbar auf: Auf der jüngsten Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst erzielte Van Ham mit dem „Urwald“ einen internationalen Auktionsrekordpreis für den 1931 geborenen Künstler: 800.000 Euro, mit Aufgeld sogar etwas über eine Million Euro ließ ein Bieter für die aus feinsten Aluminiumgittern bestehende, silbrig glänzende Naturnachahmung springen. Ersteigerer soll der Bielefelder Kunsthändler Samuelis Baumgarte im Auftrag einer rheinischen Sammlung sein. ...mehr

Bei der Druckgrafik von Bassenge in Berlin waren wieder einmal Dürer und Rembrandt die Verkaufsschlager. Doch die Spitzenposition ergatterte sich ein Romantiker

Teures Zeichen der Freundschaft


Johann Anton Ramboux, Doppelportrait des Malers Konrad Eberhard mit seinem Bruder Franz, 1822

„Ich muss gestehen, dass unter der großen Zahl an Schülern, die ich ausgebildet habe, niemand je mehr Talent gezeigt hat als der junge Ramboux; und ich fürchte nicht, dass jemand diesen lobenden Aussagen über ihn und seinen Anlagen widerspricht; er ist geboren, um dieser Kunst im Land seiner Geburt Ehre zu machen.“ Kein Geringerer als Jacques-Louis David, der Hauptmeister des französischen Klassizismus, stellte dem jungen Ramboux dieses Zeugnis aus. Doch Davids heroisch-realistische Malerei von bestechender Klarheit und Strenglinigkeit interpretierte Johann Anton Ramboux unverkennbar milder, nachdem er zwischen 1816 und 1822 in Rom die Nazarener kennengelernt hatte. Dort schloss er auch Freundschaft mit den Malern und Bildhauern Konrad und Franz Eberhard. 1822 schuf Ramboux zunächst ein kleines Ölgemälde der beiden Brüder, das heute im Kölner Wallraf-Richartz-Museum hängt, danach eine Lithografie. ...mehr

Bei Lempertz in Köln erfreuten sich Foto-Portfolios großer Beliebtheit. Doch auch die Klassiker der Fotografie bis zu den Zeitgenossen konnten punkten und teils deutliche Zuwüchse verbuchen

So malerisch, wie die Fotografie erlaubt


Heinrich Kühn, Ohne Titel (Küstenlandschaft in Italien), wohl 1897/99

Bis zu hundert Aufnahmen eines Motivs soll Heinrich Kühn angefertigt haben, bis er mit seinem Ergebnis zufrieden war. Sein Augenmerk lag dabei auf malerischen Effekten, wie sie die Impressionisten mit dem Pinsel einfingen. Dieses Prinzip machte ihn zu einem Hauptvertreter des Piktorialismus, der die Fotografie zur Kunst erhob. Technisch setzte Kühn dabei auf den Gummidruck, der ihm erheblich besser als vorherige Verfahren erlaubte, gestalterisch ins Bild einzugreifen. Das Ergebnis waren pittoreske Ansichten mit starken Lichteffekten und häufig romantisch weichgezeichneter Oberfläche, die die Atmosphäre der Werke betonte. Flirrend sind in der „Küstenlandschaft in Italien“ blitzartige Lichtreflexe im Wasser zu erkennen, während die weiße Gischt sich schaumartig an der Küste ausbreitet und der Hintergrund in nebligen Schwaden verschwimmt. Schon mit der Versteigerung von 60 Abzügen Kühns aus einer deutschen Privatsammlung konnte Lempertz im Herbst letzten Jahres große Erfolge verzeichnen. Nun überraschte auch der Abzug um 1897/99 mit einem Sprung von 15.000 Euro auf 34.000 Euro. ...mehr

Rückblick: Die ambitionierte Preisgestaltung schreckte manche Design-Freude im Dorotheum ab

Teuer ist nicht immer besser


Gerrit Rietveld, Beugel Stoel, 1927

Der Preis eines Objektes auf dem Auktionsmarkt wird durch vielerlei Dinge beeinflusst. Die Kauflaune des Publikums ist meist unberechenbar und kann für Überraschungen sorgen. Eine ungünstige Entwicklung präsentierte sich bei der Design-Auktion im Wiener Dorotheum. Hier bevorzugten die Kunden deutlich die günstigeren Preise und mieden die Toplose. Die bittere Medizin der Zurückweisung mussten unter anderem der verspielte Prototyp des Buchregals „This Mortal Coil“ von Ron Arad aus dem Jahr 1993 bei 100.000 bis 150.000 Euro, sein metallener Sessel „Big Easy“ von 1988 bei 40.000 bis 60.000 Euro oder die seltene Deckenleuchte mit einem floralen Glasdekor Flavio Polis aus der Zeit um 1950 bei 22.000 bis 32.000 Euro schlucken. Auch ein Schranksegment von Margarete Schütte-Lihotzkys 1926 entwickelter, standardisierter „Frankfurter Küche“ schloss sich bei 10.000 bis 15.000 Euro auf der Rückgangsliste an, ebenso Gustav Siegels um 1900 datiertes Jugendstilameublement aus drei Armlehnstühlen, einer Sitzbank und einem Tisch bei 5.000 bis 7.000 Euro. ...mehr

Bei Andreas Sturies und seiner Auktion moderner und zeitgenössischer Kunst in Düsseldorf, die ein Spektrum von lokalen Künstlern bis zu internationalen Größen vorwies, kaufte das Publikum reichlich ein

Fruchtbare Wahlverwandtschaften


Blinky Palermo lässt sich schwer einordnen. Für eine Kategorisierung als Minimalist sind seine Werke oft zu sinnlich, taktil und entgegen der reinen Reduzierung ausformulierte Kompositionen. Mit teils harten Kanten und teils dynamischen Strichen steht sein Œuvre im Konflikt zwischen streng geometrischer Abstraktion und gestisch ausdrucksstarken Malereieinflüssen. Einen Fokus auf rein optische Effekte, wie ihn einige kreative Kollegen seiner Zeit anstrebten, lässt sich in manchen Bildern vermuten, aber ebenso wenig übergreifend ausmachen. Diese Spannungsfelder werden schon an zwei Positionen bei der Auktion von Andreas Sturies in Düsseldorf deutlich: Im Zentrum des Probedrucks für Blatt II der Mappe „Suite“ von 1971 steht ein großes Dreieck, dessen rotbraune, verschieden breite Außenlinie mit ungleichmäßigen Rändern bewegte schwarze Striche in der Mitte umrahmt. Die Offerte kletterte 3.500 Euro über ihre Erwartung von 4.000 EUR. Der nur etwas über sieben Zentimeter hohe Folienprägedruck des Jahres 1972 ist dagegen ein schwarzes Rechteck klarer Kanten, das von einem graublauen winkligen Element durchzogen und unten von einer roten Linie abgeschlossen ist. Hier konnte ein Sammler schon bei 1.700 Euro anstelle der vorgesehenen 2.000 Euro zuschlagen. ...mehr

Bei Lempertz’ Moderne-Auktion punkteten die Franzosen. Die Deutschen hatten mit mehr Lücken zu kämpfen

Der nackte Mann mit dem Bart


Pablo Picasso hat es wieder einmal geschafft. Mit deutlichem Abstand positionierte sich der Jahrhundertkünstler in der Auktion „Moderne Kunst“ bei Lempertz an der Spitze der Zuschlagliste. Dafür setzte er eine „Kinderzeichnung“ aus seinem Lebensende ein. Denn aus unzähligen bunten Kringeln hat Picasso nach Kindermanier 1967 seinen „Homme nu couché“ entwickelt, der ohne Muse, Modell, Aphrodite, Stierkampfgetöse oder sonst übliche Begleitungen auskommen muss. Dennoch ist sein liegender nackter Mann mit Bart, der etwas versonnen aus dem Bild schaut, kraftvoll entwickelt, vibriert zwischen Ruhe und Spannung und lässt deutlich Picassos Handschrift aufscheinen. Das schien auch mehreren Sammlern zu gefallen, die schließlich den Preis für die großformatige Papierarbeit von 360.000 Euro auf 560.000 Euro hoben. ...mehr

Das Wiener Dorotheum bietet Feines aus der Zeit des Jugendstil und Markantes aus dem Bereich der angewandten Kunst des 20. Jahrhunderts an

Ornament ist Verbrechen


Adolf Loos, Stuhl „Café Museum“, 1898/99

Unter dem griffigen Schlagwort „Ornament und Verbrechen“ hat Adolf Loos kurz nach 1900 die Designentwicklung umgekrempelt. Er verurteilte den überbordenden Zierrat des Historismus und des Jugendstil und argumentierte, dass Funktionalität und Abwesenheit von Ornamenten ein Zeichen hoher Kulturentwicklung seien. Damit öffnete er einer Gestaltungsidee die Tür, die bis heute nicht geschlossen ist. Auch seine eigenen Objekte orientieren sich an den Maximen, die er 1910 in der Schrift „Ornament und Verbrechen“ niedergelegt hat, etwa der dunkelbraune Stuhl „Café Museum“ von 1898/99. Die Rückenlehne der Sitzgelegenheit besteht aus gebogenen Holzteilen und ist auf zwei Linien reduziert, die einfach aber keineswegs plump anmuten. Sie entspricht den Vorstellungen der Modernität und ist zugleich bequem. Für Liebhaber steht der Stuhl nun im Wiener Dorotheum bei der Auktion „Jugendstil und angewandte Kunst des 20. Jahrhunderts“ für 10.000 bis 15.000 Euro zum Verkauf. ...mehr

Die Silberauktion des Dorotheums überzeugt mit adelswürdigen Offerten, großer Handwerkskunst und starken russischen Positionen

Silber zum Jahresausklang


Hans Weienmayr II, Deckelpokal, Augsburg 1610/12

In der Mitte des 15. Jahrhunderts kamen die Augsburger Silberschmiede aufgrund ihrer qualitätvollen Waren zu hohem Ansehen. Die wohlhabenden Bürger der aufstrebenden Handelsstadt waren ihre Kunden, und schon bald traten sie in Konkurrenz mit anderen wichtigen Silberzentren wie Nürnberg. Offen für neue Stilentwicklungen, verschloss sich Augsburg weder dem italienischen Renaissance-Geschmack, noch niederländischen Einflüssen oder später den barocken Formen. Die ansässigen Meister konnten so im internationalen Wettbewerb bestehen und ihre Waren exportieren. Ein Beispiel für die hohe Kunst der dortigen Silberschmiede ist ein Deckelpokal, dessen birnenförmiger Korpus von Früchten und Rollwerk umzogen wird. Den Schaft hat Hans Weienmayr II. um 1610/12 als urigen Baumstamm, den ein Holzfäller erklimmt, plastisch angelegt. Dieses vegetabile Element setzte er in der Blumenbekrönung fort. Der Renaissance-Pokal schmückt nun den Katalog zur Silberauktion des Dorotheums bei 8.000 bis 14.000 Euro. ...mehr

Die Versteigerung der amerikanischen Twinight Collection brachte Lempertz einen beachtlichen Umsatz. Kaum andere Sammlung der Welt konnte in diesem Umfang und mit einer vergleichbaren Dichte Porzellan des frühen 19. Jahrhunderts aus Europa vorlegen

1,4 pieces of porcelain every other day


Service mit Mikromosaikmalerei auf Tablett, KPM, Berlin um 1815

Der amerikanische Sammler Richard Baron Cohen erwarb im Jahr 1991 eine um 1880 entstandene Deckelurne aus Porzellan. Damit legte er, ohne sich selbst darüber im Klaren zu sein, den Grundstein für seine fortan ständig wachsende Porzellansammlung. Schnell realisierte er, dass ihn vor allem das frühe 19. Jahrhundert begeisterte. Daher trennte er sich von allen jüngeren Objekten und konzentrierte sich stattdessen auf Teller, Prunkvasen, Service und Porzellanbilder des Klassizismus aus den Manufakturen in Sèvres, Berlin, Wien und Meißen. 2004 trat Samuel Wittwer von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg mit der Bitte an den New Yorker Makler heran, seine Sammlung, die nach Cohens Anwesen mittlerweile unter dem Namen „Twinight“ bekannt geworden war, im Schloss Charlottenburg in Berlin ausstellen zu dürfen. ...mehr

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News vom 18.02.2019

Heilige und Dämonen für Karlsruhe

Heilige und Dämonen für Karlsruhe

„Bruderschaft der neuen Holzköpfe“ in Zürich

„Bruderschaft der neuen Holzköpfe“ in Zürich

Kunsthändlerin Mary Boone verurteilt

Abstraktion in Dresden

Abstraktion in Dresden

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