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Am 28.09.2018 Auktion A186: Alte Graphik

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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
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AktuellAktuell:Auktionen

Auch im Dorotheum ist die zeitgenössische Kunst das Zugpferd und beschert dem Wiener Haus ein Umsatzhoch

Von selbstreflektierenden Privatmenschen


Es sind eigentlich nur zehn Ziffern, aber diese haben es in sich. Von 0 bis 9 geht die bunte Reihe, die Robert Indiana erstmals 1978 aus Aluminium fertigte und bis zum Jahr 2003 insgesamt acht Mal herstellte. Jede Nummer steht für sich selbst. Die Ziffern sind zweifach mal grün mal gelb, mal blau mal rot, mal grau, weiß und orangefarben gefasst und haben sich auf einem eigenen schwarzen Sockel niedergelassen. Wie im Vorfeld erwartet, konnten die schwungvoll wie auch mathematisch geradlinig abgeklärten Objekte in der Auktion „Zeitgenössische Kunst“ im Dorotheum das Rennen für sich entscheiden. Ein Bieter fühlte sich jedenfalls zum großzügigen Rechnen hingerissen und ließ in Wien die untere Schätzgrenze von 750.000 Euro springen, um sich die bunten Nummern in ihrer einprägsamen Einfachheit zu sich zu holen. ...mehr

Auch bei Christie’s in London gibt es für die Gegenwartskunst einen starken Markt

Anhaltende Kauflaune


„Das Interesse an zeitgenössischer Kunst hat stark zugenommen und es hat Substanz.“ Mit diesen Worten bekräftigte Francis Outred am Mittwochabend seine Freude angesichts der guten Ergebnisse, die die Kunst der Gegenwart dem Auktionshaus Christie’s wieder einmal bescherte. Zwar musste sich der Chef der Abteilung „Post-War & Contemporary Art“ diesmal dem Erzkonkurrenten Sotheby’s bezüglich Umsatzhöhe wegen einer Differenz von 6 Millionen Pfund geschlagen geben, doch lief in der Auktion alles wie am Schnürchen. Bei einer losbezogenen Zuschlagsquote von 92 Prozent, nach Wert sogar von 95 Prozent kamen für Christie’s gut 117 Millionen Pfund zusammen. Dafür sorgten Kunden aus 40 Ländern, die auch die Highlights der Auktion von Cy Twombly, Gerhard Richter und Francis Bacon planmäßig umwarben. ...mehr

Auch die zeitgenössische Kunst schlägt sich bei Sotheby’s in London herausragend

Der teuerste Richter ist wieder abstrakt


Es läuft im Moment gut auf dem Kunstsektor des Auktionshauses Sotheby’s. Nach dem Bombenergebnis mit Impressionisten und klassischer Moderne in London spülten eine Woche später auch die Zeitgenossen viel Geld in die Kassen von Einlieferern und Vermittler. Brutto 123,5 Millionen Pfund brachten allein die 75 Prestigewerke in der Abendauktion am 10. Februar auf die Waage, von denen nur zehn ohne Abnehmer blieben. Bei neuerdings leicht erhöhtem Aufgeld konnte man mit diesem Wert auch dem Erzrivalen Christie’s, der mit der Gegenwartskunst in den vergangenen Jahren immer vorne lag, eins auswischen; denn dessen Abendauktion spielte „nur“ 117,1 Millionen Pfund ein. Für Sotheby’s war es die umsatzstärkste Auktion in dieser Sparte in Europa, getragen von einem „riesigen weltweiten Appetit nach Meisterwerken zeitgenössischer Kunst“, wie Abteilungsleiter Alex Branczik nach der Versteigerung zufrieden konstatierte. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Christie’s in London

Schemenhafte Historie


Ruhig und nebelverhangen liegt er da, der Vierwaldstätter See, den Gerhard Richter 1969 in grauen Tönen eingefangen hat. In seiner fotorealistisch verschwommenen, etwas distanzierten Malweise und dem Fehlen jeglicher menschlicher Einwirkung erscheint er wie ein Monument aus der Urzeit der Erde. 1969 hat Richter sich in mehreren Gemälden mit dem für die Schweizer Geschichte bedeutenden See beschäftigt. Das 120 auf 150 Zentimetern messende Bild ist das größte der vierteiligen Serie und seit 1973 nach seiner Präsentation in der „Großen Kunstausstellung“ im Münchner Haus der Kunst in einer Privatsammlung beheimatet. Sie trennt sich nun von dem marktfrischen Gemälde, hat dafür Christie’s in London auserkoren und will um die 10 Millionen Pfund dafür sehen. ...mehr

Die Alten Meister wollten bei Christie’s in New York nicht recht an den Mann

Mademoiselle beim Harfenspiel


Salomon van Ruysdael, Schlittschuhläufer auf dem zugefrorenen Fluss Lek vor der Stadt Vianen, 1653

Seine jüngste Versteigerung Alter Meister wird die New Yorker Dependance des Auktionshauses Christie’s wohl recht rasch vergessen wollen: Von mehr als fünfzig Offerten konnten nur 22 weitervermittelt werden – eine Zuschlagsquote, die selbst bei manchen kleineren Auktionshäusern hierzulande lange Gesichter auslösen würde. Kein einziges der hoch gehandelten Stücke fand einen Abnehmer: Ob der melonenschneidende Junge, der nach Ansicht einiger Experten und auch des Anbieters als ein Frühwerk von Michelangelo Merisi da Caravaggio gilt, zwei Venedig-Impressionen Giovanni Antonio Canals, Hubert Roberts zwei Parkszenen mit Kanal und Kaskade oder die elegante und ausgelassene Tischgesellschaft des flämischen Caravaggisten Theodoor Rombouts – nirgendwo kamen für die zwischen 2 und 5 Millionen Dollar taxierten Werke die notwendigen Gebote zustande. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in London mit viel deutscher Kunst

Zwei Rehe, zwei Kissen


Nach den Rekordergebnissen mit den Impressionisten und Modernen am 3. Februar geht es in der kommenden Woche bei Sotheby’s in London weiter mit den Werken zeitgenössischer Künstler. 77 Losnummern im Gesamtwert von bis zu 127 Millionen Pfund suchen in der Abendauktion nach neuen Heimstätten, vorwiegend von Meistern anglo-amerikanischer, deutscher und italienischer Herkunft. Die meisten Werke bewegen sich preislich im sechs- oder niedrigeren siebenstelligen Bereich. Ein weißes, vielfach in zwei Reihen geschlitztes „Concetto Spaziale, Attese“ Lucio Fontanas von 1965 für 5 bis 7 Millionen Pfund oder Cy Twomblys 1960 kleinteilig hingekritzelte Zeichnung „Crimes of Passion I“ für 4 bis 6 Millionen Pfund gehören zu den teuersten Arbeiten. ...mehr

Die Alten Meister gingen bei Christie’s in London routiniert über die Bühne; einige Porträts und Veduten konnten den Kunden dann aber doch unerwartete Summen entlocken

Alte Schinken, teures Geld


Anthonis van Dyck, Portrait Hendrick Liberti

Den heutigen Schönheitsvorstellungen entspricht der teigig wirkende junge Mann mit Doppelkinn nicht. Seine blonden Locken reichen ihm beinahe bis zu den Schultern. Die eleganten schwarzen Gewänder sind mit Knöpfen aus Gold geschlossen, welches sich in einer dreifachen Kette wiederfindet, die der Mann schärpenartig über seiner rechten Schulter trägt. An Hals und Handgelenk schaut lässig ein weißes Hemd hervor. Sein Blick geht über seine linke Schulter aus dem Bild heraus. Entspannt lehnt er sich auf die Basis einer Säule, in der linken Hand hält er ein Notenblatt, welches auf seine Tätigkeit als Musiker hinweist. Anthonis van Dyck hielt sein Modell in den 1630er Jahren gekonnt und eindrucksvoll fest, auch wenn dem heutigen Betrachter die Art der Präsentation etwas fremd vorkommen mag. Hendrick Liberti ist der Portraitierte, der ab 1617 als Chorist und später auch als Organist und Komponist an der Kathedrale von Antwerpen nachweisbar ist. In der Dezember-Auktion Alter Meister bei Christie’s in London belegte das Porträt des jungen Sängers bei taxgerechten 2,5 Millionen Pfund Platz eins. ...mehr

Viele deutsche Künstler unter den Impressionisten und Modernen bei Christie’s in London

Lauter Badende


Gut bestückt ist die Surrealistenofferte auf der kommenden Abendversteigerung des Londoner Auktionshauses Christie’s. Der Katalog ist fast so dick wie der der übrigen Impressionisten und Modernen und enthält mit 34 Losnummern auch nur etwa zehn weniger. Spitzenreiter ist der Spanier Joan Miró, von dem neben kleineren Arbeiten zwei schöne, große, bunte Figurenbilder zum Aufruf kommen: Das träumerische „Painting (Women, Moon, Birds)“ von 1950 für 4 bis 7 Millionen Pfund und das ebenso verspielte Werk „L’Oiseau au plumage déployé vole vers l’arbre argenté“ von 1953, das erst 2006 bei Sotheby’s in London für netto 4,6 Millionen Pfund über das Auktionspult wanderte. Nun sollen 7 bis 9 Millionen Pfund daraus werden. Daneben gibt es natürlich die üblichen Stars des Surrealismus, allen voran René Magritte mit den aus Blättern wachsenden Eulen „Les compagnons de la peur“ von 1942 und einer Marmorfigur am Strand unter dem Titel „Quand l’heure sonnera“ von circa 1964/65 für jeweils bis zu 3,5 Millionen Pfund. Auch Marc Chagall ist hier eingereiht mit dem blauen Traumbild „Jeune fille au cheval“ mit Geiger vor einer recht mitteleuropäischen Stadtkulisse aus den späten 1920er Jahren für 2,2 bis 2,8 Millionen Pfund. ...mehr

Spektakuläres, Exklusives und Standards – nicht weniger hatte das Dorotheum für die angewandte Kunst des 20. Jahrhunderts versprochen. Doch trotz hochkarätiger Exponate konnte die Design-Sparte nicht mit den diesjährigen Rekordauktionen mithalten

Ein spärlicher Wald aus italienischen Totems


Es war ein gutes Jahr für das Wiener Traditionshaus: Neun der zehn besten Auktionsergebnisse Österreichs konnte das Dorotheum für sich verbuchen, darunter einige Weltrekorde und einen Gesamtumsatz von 14 Millionen Euro für die Zeitgenössische Kunst. Mit knappen 46 Prozent losbezogene Zuschlagsquote rangiert die vergangene Design-Auktion daher vergleichsweise im unteren Mittelfeld. Das Spitzenlos, ein monumentales, dreiteiliges Keramikbild des Italieners Ettore Sottsass, fand sogar erst im Nachverkauf einen Liebhaber. Diesem war das farben- und formenfrohe Wandbild mit einem Gebot von knappen 90.000 Euro gerade einmal die Hälfte des angesetzten Preises von 170.000 bis 250.000 Euro wert. Auch von Sottsass’ acht angebotenen Totems schafften es nur zwei, den Hammer zum Fallen zu bringen. Das vermutlich erste Exemplar dieser geometrischen Stelen aus dem Jahr 1966 wurde ganz nach den Einschätzungen der Wiener Experten für 50.000 Euro veräußert. Und auch im Fall des „Claire de Lune“-Totems lag der Katalogpreis richtig; die hellblau und weiß glasierte Keramikplastik fand für 15.000 Euro einen neuen Besitzer. ...mehr

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