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Am 29.11.2018 Nachverkauf Auktion 69

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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Gemälde und Miniaturen Alter Meister und des 19. Jahrhunderts bei Bassenge in Berlin

Hässliche Fliege


Georg Flegel, Stillleben mit Kapaun, Austern und Artischocke, um 1635

Da hat jemand ein leckeres Mahl zubereitet. Auf dem Tisch stehen eine Silberplatte mit Kapaun und Zitronen, eine Artischocke auf einem frischgebackenen Brotlaib, ein Teller mit geöffneten Austern auf einem Kohleofen, eine Schale mit vier verschiedenen Gewürzen und ein Silberteller mit einer Brotscheibe und einem edel verzierten Besteck. Doch eine Kleinigkeit trübt den Augenschmaus. Es ist die Fliege, die sich auf der Scheibe Brot niedergelassen hat und die man gerne erst weghaben möchte, bevor man sich an den gedeckten Tisch setzt. Hineindrapiert hat sie Georg Flegel, einer der bedeutendsten Stilllebenmaler des frühen 17. Jahrhunderts. Und sie sollte den Genuss auch ein wenig stören. Denn die Fliege, die auf zahlreichen Werken des Frankfurter Künstlers wiederkehrt, ist als Hinweis auf die Vergänglichkeit aller irdischen Freuden zu verstehen, die Fegel auch in diesem Mahlzeitenstillleben um 1635 mit einem hohen Maß an Sinnlichkeit ausgebreitet hat. Die Tafel ist nun eines der Highlights der Versteigerung „Gemälde Alter und Neuerer Meister“ und geht bei Bassenge mit 60.000 Euro ins Rennen. ...mehr

27.11.2018

Die Klassische Moderne in Deutschland dominiert die „Ausgewählten Werke“ bei der modernen und zeitgenössischen Kunst von Grisebach in Berlin

Federleichter Stahl


Erich Heckel, Blaue Iris, 1908

Mehrmals kratzt das Berliner Auktionshaus Grisebach auf seiner Versteigerung ausgewählter Werke moderner und zeitgenössischer Kunst an der Millionengrenze. Das erste Mal startet ein Versuch mit Erich Heckels „Blauer Iris“ von 1908. Das seit den 1960er Jahren in westdeutschem Familienbesitz beheimatete Stillleben ist ein charakteristisches Frühwerk des 25jährigen Künstlers und lässt mit seinen kleinteiligen, farbenfrohen Pinselstrichen den französischen Impressionismus ebenso spüren wie die bahnbrechenden Neuerungen der angebrochenen „Brücke“-Zeit. 1 bis 1,5 Millionen Euro sollen es hier werden. Ebenfalls der Dresdner Künstlergruppe „Brücke“ gehörte Ernst Ludwig Kirchner zur Zeit der Entstehung seiner „Akte im Wald“ 1912 an. Die fast quadratische Leinwand ist eine Frucht mehrmaliger Fehmarn-Aufenthalte, in denen der Künstler mit seinen Freunden und seiner Geliebten Erna Schilling die freie Körperkultur ungeniert zelebrieren konnte. Das Gemälde gehörte einst dem jüdischen Schuhfabrikanten Alfred Hess, aus dessen erlesener Kunstsammlung seine Ehefrau Thekla 1936 unter anderem Kirchners berühmte „Berliner Straßenszene“ weit unter Wert verkaufen musste. Nach der Einigung mit den Erben konnten die drei „Akte im Wald“ 2009 bei Van Ham versteigert werden, erzielten damals 900.000 Euro und kommen jetzt für 1,2 bis 1,5 Millionen Euro erneut unter den Hammer. ...mehr

25.11.2018

Die Moderne Kunst bei Lempertz in Köln bietet einen Querschnitt durch die deutsche Malerei und Bildhauerei aus der ersten Jahrhunderthälfte, wirft aber auch noch einen ergiebigen Blick nach Frankreich

Die Frau des Sammlers


Alexej von Jawlensky, Portrait Frau Kirchhoff, 1925

Starke Positionen expressionistischer und abstrakter Meister prägen die kommende Versteigerung moderner Kunst bei Lempertz in Köln. Für 240.000 bis 260.000 Euro etwa hängt Alexej von Jawlenskys kleines „Portrait Frau Kirchhoff“ in Öl auf Karton bereit. Tony Kirchhoff war die Ehefrau des Wiesbadener Sammlers Heinrich Kirchhoff, der seit 1921 Werke des Malers kaufte und schließlich über 120 seiner Arbeiten zusammengetragen haben soll. Das Bildnis fügte Jawlensky 1926 aus kräftigen schwarzen Konturen und zarten Pastellfarben zusammen. Er schuf damit kein individuelles Abbild der Person, sondern wie so häufig eine abstrahierte bildnerische Synthese in klassischer Idealität. Das Portrait blieb im Besitz Jawlenskys und wurde erst nach seinem Tod von seiner Frau Helene einer befreundeten Familie geschenkt. Laut Katalog betritt es nun erstmals den Kunstmarkt. ...mehr

24.11.2018

Mit Druckgrafiken aus dem 15. bis zum 19. Jahrhundert wartet das Berliner Auktionshaus Bassenge auf und bietet Seltenes und Hochwertiges zum Verkauf

Meister der Linie


Rembrandt, Selbstbildnis mit dem aufgelehnten Arm auf einer Steinbrüstung, 1639

Als Meister der Linie wird er bezeichnet, Rembrandt Harmensz van Rijn. Seine zahlreichen Radierungen brachten ihm diesen Titel ein. Fast malerisch wirkt die Linienführung, der Einsatz von Licht und Schatten ist ebenso bemerkenswert wie in seinen Historiengemälden. Für seine Drucke griff er jede der zur Barockzeit üblichen Gattungen der Kunst auf, ob Landschaft, Historie, Porträt oder Genre. Bei seinen radierten Landschaften weitet sich der Horizont und wird von einzelnen großen Bäumen oder Windmühlen unterbrochen. Skizzenhaft zeichnete er Reitergefechte, die eher an Studienblätter erinnern. Oft setzte er die Schraffuren so dicht, dass nur wenige Flächen oder einzelne Punkte des Bildes wirklich hell und licht erscheinen. Das schnelle Führen der Radiernadel ermöglichte es ihm, wie mit Feder oder Kohle zu arbeiten. Zudem konnte Rembrandt diese Art der Zeichnung vervielfältigen und immer mehr Linien hinzufügen, bis er den gewünschten Grad an Hell-Dunkel-Kontrasten erhielt. ...mehr

23.11.2018

Das Dorotheum in Wien streift durch die Nachkriegskunst und Zeitgenossen mit schlagkräftigen, zuweilen inhaltlich düsteren italienischen und deutschen Positionen

Poesie der Destruktion


Günther Uecker, Poesie der Destruktion, 1984

Aufgerissen liegt die Leinwand auf einer Holzplatte, über der sich ihre orangefarben und schwarz getupften Fetzen erheben. In diese Fläche, die aufgrund ihrer Farbigkeit wie aufgebrochene Erde oder ein Trümmerfeld wirkt, sind zahlreiche Nägel geschlagen. Keiner dieser mit dem Hammer eingeschlagenen Pfähle steht gerade, vielmehr steigern sie in ihrer krummen, spitzen und wirren Anordnung noch den gefährlich zerstörerischen Eindruck. Die Nägel sind damit ihrem Sinn als handwerkliches Mittel des Zusammenhalts und der Verbindung enthoben und dringen bedrohlich in das Kunstwerk ein. Im Ganzen betrachtet wohnt Günther Ueckers „Poesie der Destruktion“ jedoch bei allem Durcheinander eine homogene Regelmäßigkeit inne. Die sich so entwickelnde Struktur gibt der Arbeit bei aller Spannung und Kraft einen geordneten Rahmen und innere titelgebend poetische Ruhe. Die Tafel von 1984, die seit ihrer Entstehung in amerikanischen Besitz war und marktfrisch auf den europäischen Kontinent zurückgekehrt ist, steht nun beim Dorotheum für 160.000 bis 240.000 Euro im Angebot. ...mehr

22.11.2018

Neben der dicht besetzen Auswahl an deutschen Künstler hat Van Ham für seine kommende Auktionsrunde mit Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts interessante Positionen aus den USA zusammengetragen

Fliegender Teppich im Haus


Victor Vasarely, 1466 MÉH, 1981

Der Zeitpunkt für den Verkauf eines kapitalen Werkes von Victor Vasarely scheint günstig gewählt: Der ungarisch-französische Maler und Grafiker erlebt derzeit so etwas wie eine Renaissance, nachdem es seit seinem Tod 1997 einige Jahre lang ein bisschen ruhiger um ihn geworden war. Frucht dieser Renaissance auch in der seriösen Kunstgeschichte ist gerade eine große Vasarely-Ausstellung im Frankfurter Städel mit mehr als hundert Exponaten. Die derzeit noch in hessischem Privatbesitz befindliche, fast zweieinhalb Meter hohe Leinwand „1466 MÉH“ von 1981 hätte sich dort gut gemacht. Bunte Quadrate hat Vasarely hier zu einer dreidimensionalen Würfelstruktur zusammengesetzt, die sich sowohl vorwärts als auch rückwärts, fallend oder steigend lesen lässt und den Betrachter damit in steter Verwirrung hält. Bei Van Ham in Köln bildet das unverwechselbare Op-Art-Bild eines der Hauptlose der Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst, versehen mit einer Schätzung von 150.000 bis 200.000 Euro. ...mehr

20.11.2018

Österreicher und Italiener bestimmen die Moderne Kunst im Dorotheum. Doch auch andere Länder machen sich in der Wiener Auktion stark

Torerofrau


Arturo Martini, Pietà, 1941

Als Italiener hatte der 1889 geborene Bildhauer Arturo Martini die großen Vorbilder seines Faches gleich vor der Haustür. Michelangelo dürfte sicherlich dazugehört haben, und wenn man die 1941 aus Carrara-Marmor gehauene Pietà Martinis betrachtet, so drängt sich die Assoziation mit dem berühmten Renaissancekünstler geradezu auf: Nicht nur das Material, sondern auch die Form erinnert an die Pietà im Petersdom zu Rom, und das Nonfinito, das Martinis Schöpfung ausmacht, war ja geradezu ein Markenzeichen Michelangelos. Martini hat es nicht ganz zu dessen Bekanntheit gebracht, gilt aber zumindest als einer der wichtigsten Bildhauer Italiens im 20. Jahrhundert. Die 65 Zentimeter hohe Pietà gelangt nun im Wiener Dorotheum als eines der Hauptlose der Versteigerung moderner Kunst unter den Hammer, versehen mit einer Schätzung von 250.000 bis 350.000 Euro. ...mehr

19.11.2018

Mit der Kunst des 19. Jahrhunderts reist das Münchner Auktionshaus Ketterer in ferne Länder, streift aber auch heimatliche Gefilde

Der Zauber des Meeres


Ivan Konstantinovich Ajvazovskij, Ruhige See, 1887

Das Meer besitzt eine Magie, der sich selbst Landratten nur schlecht entziehen können, wenn sie die vielfältige Farbenpracht und die Wildheit des Wassers vor Ort oder in Bildern bewundern: Seeschlachten, ruhige Boote im Hafen, apokalyptische Stürme mit entfesselten Wellen, die mit den Schiffen spielen, als seien sie Nussschalen – das sind nur einige der Themen in Marinebildern. Die sanfte und friedliche Seite der See wusste Ivan Konstantinovich Ajvazovskij in einem Gemälde des Jahres 1887 einzufangen. Ein zartes, fein nuanciertes Kolorit in Pastelltönen von Blau über Gelb bis Rosa beherrscht das Werk. Meer und der Himmel nehmen beinahe die ganze Leinwand ein, der kleine braune Küstenstreifen dient zu deren Erdung. Der erfolgreiche armenisch-russische Künstler bereiste mehrfach Europa, 1842 traf er in Rom sein großes Vorbild William Turner. Eint beide die Liebe zur Landschaft, zur Farbe und zum Meer, so könnte ihre Malweise nicht unterschiedlicher sein. Der Brite nutzt energische Pinselzüge oder schabt Bögen mit dem Nagel in die pastose Farbschicht hinein; der zwei Generationen jüngere Ajvazovskij ist auf feine lasierende Farbschichten und eine detailreiche Sprache aus. Die lyrische Harmonie, die Ivan Konstantinovich Ajvazovskij in seiner „Ruhigen See“ erzeugt, soll nun bei den Kunden von Ketterer die Begeisterung wecken. Mit 120.000 bis 150.000 Euro geht das Gemälde als Favorit in die Auktion „Kunst des 19. Jahrhunderts“. ...mehr

18.11.2018

Nicht gerade aufregend: bei Christie’s in New York ging die Kunst des Impressionismus und der Moderne recht routiniert über die Bühne

Der Abend der Tamara


Tamara de Lempicka, La Musicienne, 1929

Christie’s war diesmal an der Reihe, die New Yorker Auktionswoche mit Kunst vom Impressionismus bis in die Gegenwart zu eröffnen. Doch die wenig spannende Auswahl und die teils hohen Preiserwartungen trieben die Sammler am vergangenen Sonntag nur selten zu Höhenflügen an. Das meiste wanderte geschäftsmäßig über das Auktionspult. Wie beim Konkurrenten Sotheby’s einen Tag später musste auch bei Christie’s der Favorit des Abends passen: Zwar hatte Vincent van Goghs ausschnitthaftes Gartenstück „Coin de jardin avec papillons“ bis zum Sommer noch eine illustre Ausstellungstournee durch Japan und Holland hinter sich und war zuletzt im Van Gogh Museum in Amsterdam zu sehen, doch wollte den heiteren Sommertag mit Gräsern, Blüten und Schmetterlingen „in the region of 40 Millionen Dollar“ niemand mitnehmen. ...mehr

15.11.2018

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News vom 12.12.2018

Zurich Art Prize für Leonor Antunes

Zurich Art Prize für Leonor Antunes

Spätgotische Madonna für das Frankfurter Liebieghaus

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Mario Pfeifers politische Videoarbeit in Dresden

Exquisites zu Weihnachten bei Metz in Heidelberg

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News

Galerie Frank Fluegel - Mr. Brainwash - Einstein Love is the Answer.

neue Mr. Brainwash Arbeiten eingetroffen. Unikate direkt aus den USA,
Galerie Frank Fluegel

Koller Auktionen AG - Chanel Tweedjacken, Hermès Tasche Sac Constance und Louis Vuitton Koffer

Erste rein virtuelle Auktion «ibid» endet in wenigen Tagen
Koller Auktionen AG

Nachbericht Auktion 268 'Siebenbürgische Kunst' und 269 'Kunst, Antiquitäten & Schmuck'
Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn





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