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Am 27.10.2018 Auktion 49

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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
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Nature morte au crane / Pablo Picasso

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AktuellAktuell:Auktionen

Vor allem mit Möbeln wartet das Wiener Dorotheum unter dem Motto „Design First“ auf und sucht Liebhaber für seine vielfältige, hochwertige, aber auch hochpreisige Auswahl

Weniger ist langweilig


Ettore Sottsass, Bücherregal „Liana“, 1985/92

„Less is a bore“ konterte der amerikanische Architekt Robert Venturi provokant auf Ludwig Mies van der Rohes bekannten Ausspruch „Less is more“. So präsentieren sich seine Bauten in verwinkelter, unübersichtlicher und skulpturaler Aufmachung mit teilweise völlig sinnfreien gestalterischen Elementen, wie etwa Treppen, die ins Nichts führen. Er ist damit einer der Hauptvertreter der Postmoderne, die vorher gültigen Grundsätzen wie „Form follows function“ bewusst abschwor. Diesem Stil, der seinen Höhepunkt in den 1980er Jahren hatte, ist auch die Designergruppe Memphis und allen voran ihr berühmter italienischer Vertreter Ettore Sottsass verhaftet. 1985 gestaltete er das Bücherregal „Liana“. Zweckdienlich sollte es nicht sein, sondern vielmehr bunt, verspielt und abwechslungsreich. Die vier quadratischen roten Boxen über dem dunklen Sockel erinnern dabei noch am ehesten an ein typisches Regal. Andere Elemente, wie schrägstehend zylindrische Streben, kleine Lagerflächen oder geometrisch geformte Stützen, die allerdings nichts tragen, stehen der Nützlichkeit eines solchen Möbels nur im Wege. Postmodernes Design ist optisch auffällig und im Aufbau oft eigen, was derartigen Stücken schnell den Ruf von Staubfängern einbrachte. Heute schätzt man wieder ihre bewusste Aussage als Abkehr von den Prinzipien der Moderne – mit all deren Rationalismus-, Wahrheits- und Universalansprüchen. ...mehr

Bei der zeitgenössischen Kunst wird die Haltedauer immer kürzer, und Sammler hoffen auf Gewinne im derzeit brummenden Markt. Das zeigte auch die Auktion bei Sotheby’s in London

Keine langen Lagerzeiten


Dieses Bild hat wirklich schon reichlich Auktionserfahrungen gesammelt in seiner nicht gerade langen Lebensgeschichte: Nicht weniger als fünf Mal war Peter Doigs zwei mal zweieinhalb Meter große Leinwand „The Architect’s Home in the Ravine“ aus dem Jahr 1991 inzwischen zu Gast bei Sotheby’s und Christie’s in London oder New York. Erstmals kam es im Juni 2002 unter den Hammer und erzielte bei Sotheby’s in London einschließlich des Aufgeldes rund 315.000 Pfund. Fünf Jahre später in New York waren es bereits 3,2 Millionen Dollar netto. Bei Christie’s in London kostete die schillernde Darstellung, auf der sich hinter einem schier undurchdringlichen Netz winterlich kahler Pflanzen im Vordergrund eine Wohnarchitektur abzeichnet, im Februar 2013 dann schon 6,8 Millionen Pfund. Zur unteren Taxe von 10 Millionen Pfund stieß der damalige Käufer es im Februar 2016 wieder ab. Und nochmals zwei Jahre später konnten 12,6 Millionen Pfund verbucht werden. Denn am 7. März 2018 kehrte das Bild zu Sotheby’s nach London zurück. Ob damit die Auktionsreise beendet ist? Wohl kaum, denn Kunst im Höchstpreissegment erfreut sich in Zeiten niedriger Zinsen als Geldanlage immer größerer Beliebtheit, und für den jetzigen Besitzer war das Bild nicht nur gemessen an der bisherigen Preisentwicklung, sondern auch am anvisierten Schätzpreis ein regelrechtes Schnäppchen: Der hatte bei 14 bis 18 Millionen Pfund gelegen. ...mehr

Alte Kunst und Antiquitäten bei Nagel in Stuttgart mit vielen guten Werten und einigen Überraschungen

Eine kostspielige Jungfrau


Meister von Sigmaringen, Altarretabel mit der Gottesmutter und dem Kind sowie den Heiligen Katharina, Barbara, Augustinus und Blasius

Eines der klassischen Motive in der Kunst ist die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind. Neben ihrem jugendlichen Aussehen und ihrem oftmals melancholischen Blick trägt sie häufig einen blauen Mantel. Diese Elemente ihrer Ikonografie haben sich seit dem Mittelalter als feste Erkennungsmerkmale etabliert. Auch der Meister von Sigmaringen nutzt sie zwischen 1500 und 1530 in seinem Altarretabel mit der Gottesmutter und dem Kind. Mit leuchtenden Farben in Rot und Orange flankieren die heiligen Katharina und Barbara mit ihren Attributen die spätgotische voluminöse Gestalt der Maria. Über dem Haupt der Gottesmutter halten zwei schwebende Engel ihre Krone. Auf den Seitentafeln bereichern noch der heilige Augustinus und der heilige Blasius in prächtigem Bischofsornat die fromme Gesellschaft auf himmlischem Goldgrund. Dieser vom dem Ulmer Stil beeinflusste Altar führt mit 72.000 Euro als teuerster Posten die Versteigerung von Kunst und Antiquitäten bei Nagel in Stuttgart an und durfte sich über eine Verdreifachung der Preisvorstellungen freuen. ...mehr

Impressionisten, Moderne und Surrealisten sorgten auch bei Sotheby’s in London für gute Stimmung

Kunst als Investition: Es klappt nicht immer


Helena Newman versteigert Picassos „Femme au béret et à la robe quadrillée“

Einen wahren Großeinkauf an Werken Pablo Picassos betrieb in den jüngsten Londoner Versteigerungen impressionistischer und klassisch-moderner Kunst das weltweit tätige Kunstberatungsunternehmen Gurr Johns. Hatte die Firma mit Sitz in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland bereits bei Christie’s am 27. Februar unter anderem das Hauptlos „Mousquetaire et nu assis“ für 12 Millionen Pfund erworben, so schlug es einen Tag später auch bei Sotheby’s kräftig zu. 44 Millionen Pfund ließ Gurr Johns für Picassos „Femme au béret et à la robe quadrillée“ springen, ein im Dezember 1937 entstandenes Portrait seiner damaligen Noch-Geliebten Marie-Thérèse Walter – mit Betonung auf „Noch“, denn bereits das Bild selbst zeigt als Schattenriss im Hintergrund Walters Nachfolgerin Dora Maar. Das aus dem Nachlass des Künstlers in die Sammlung des Einlieferers gelangte, damit fast marktfrische Bild war mit einer Taxe von um die 37 Millionen Pfund versehen. ...mehr

Das Kunstbarometer zeigt weiterhin nach oben: Impressionisten, klassische Moderne und Surrealisten bei Christie’s in London

Eine starke Vorstellung


Jussi Pylkkanen versteigert Pablo Picassos „Mousquetaire et nu assis“

Der Kunstmarkt brummt – auch im brexitgeschüttelten England, wie die jüngste Impressionisten- und Moderneauktion der Londoner Zentrale von Christie’s eindrucksvoll unter Beweis stellte. 149,6 Millionen Pfund setzte das Unternehmen am vergangenen Dienstagabend mit einer starken Besetzung von knapp hundert Losnummern um, darunter 34 Surrealisten. 76 Losnummern konnten zugeschlagen werden, was einer Verkaufsrate von 78 Prozent entspricht. Wertmäßig kamen sogar 91 Prozent zusammen. Die Gesamttaxe hatte bei netto 122 bis 167 Millionen Pfund gelegen. In dieser Kategorie war das der zweithöchste Umsatz in der Geschichte des Londoner Hauses; mehr ist man bei Kunst des späten 19. und früheren 20. Jahrhunderts sonst nur aus New York gewohnt. Für Georges Vantongerloo und Antoine Pevsner wurden sogar neue Auktionsrekordpreise aufgestellt. ...mehr

Gemischt war der Zuspruch auf den Jahresauftakt bei Quittenbaum. Die Kunden zog es in den Süden, den Norden ließen sie eher links liegen

Dänisch-japanische Connection


Hans J. Wegner, 2 Armlehnstühle „Y - CH-24“, 1950

Mit Designobjekten aus den skandinavischen Ländern ist das Münchner Auktionshaus Quittenbaum in das neue Jahr gestartet. Doch der Auftakt war nur selten von Fortune bestimmt. So übernahm die wählerische Kundschaft nur etwas mehr als ein Fünftel der 205 Positionen und ließ einige hochpreisige Stücke links liegen, darunter Hans J. Wegners scheinbar auf seinen Vierkantstahlrohrfüßen schwebendes Sideboard „Ry 25“ mit braunem Palisanderfurnier um 1962 für 7.000 bis 8.000 Euro, seinen gemütlichen Armlehnsessel „Mama Bear“ von 1954 aus Eichenholz und grauem Textilbezug in gleicher Preislage, Finn Juhls ausgewogen geschwungene Schale aus Teakholz um 1951 für 2.500 bis 2.800 Euro, Ilmari Tapiovaaras rechtwinklige Holzkastenkonstruktion seines Sideboard „La Selettiva“ um 1957 mit zentraler weißer Textiltür für 3.200 bis 3.800 Euro oder die beiden dunkelgrauen Zweisitzer-Sofas aus der Serie „Paradiset“ mit halbrund geschlossener Lehne von Kerstin Hörlin-Holmquist um 1958 für 4.000 bis 5.000 Euro. ...mehr

Die Auktion von Jugendstil und angewandter Kunst im Wiener Dorotheum schließt mit soliden Ergebnissen. Josef Hofmann führt den Verkauf wieder einmal an

Kaffeekultur in Silber


Josef Hoffmann, Sahnekanne, 1904/05

Was könnte eine Versteigerung von Silber und Kunsthandwerk in Wien besser krönen als ein Stück, das die traditionelle Wiener Kaffeehauskultur repräsentiert? Die zarte Oberskanne des Wiener Designers Josef Hoffmann erwies sich dafür sehr geeignet. Das zierliche Sahnekrüglein entstand 1904/05 als Teil eines Kaffeeservices in Hofmanns Wiener Werkstätte und kann sich in den ruhigen puristischen Formen nicht der Herkunft seines vom Architekturstudium geprägten Erschaffers lossagen. Die Kanne mit ihrem klar konturierten Korpus ist mit einem hochkant angelegten Viereck geziert, der aus Ebenholz gefertigte kantige Henkel nimmt die klaren Linien auf. Bei gerade einmal neun Zentimetern Höhe lockte das Behältnis dennoch mehrere Interessenten unter den Kunden in Dorotheum. Bei 68.000 Euro fiel schließlich der Hammer, womit er die untere Schätzgrenze mehr als verdoppelte und die Kanne zum teuersten Objekt des Tages machte. ...mehr

Sotheby’s trumpfte bei den Alten Meistern in London mit internationalen Künstlern und Käufern auf, die für Rekorde und starken Absatz sorgten

Ein aufklärerischer Blick hinter die Kulissen


Joseph Wright of Derby, An Academy by Lamplight, um 1770

Eine einzige Öllampe erhellt den Raum, um nicht zu blenden von einem roten Tuch verdeckt. Dies weckt Assoziationen an einen zurückgezogenen Vorhang, hinter dem eine Bühnenszene sichtbar wird. In deren Zentrum befindet sich eine sitzende Skulptur, halb verschattet und so fein gearbeitet, dass sie beinahe lebendig erscheint. Ihre makellose Haut wirkt weich und durch das rötliche Licht der Öllampe annähernd körperwarm. Das Wenige, was sie an Textil trägt, ist so stofflich dargestellt, dass es noch weiter von der Schulter zu rutschen scheint. Von ihrem Podest aus blickt die „Nymphe mit Muschel“, die heute im Louvre steht, zu einem jungen Mann links im Bild herab, der ihr gedankenversunken entgegenschaut. Im Kreis sind weitere männliche Figuren jungen Alters angeordnet, die das Bildhauerwerk in ihrer Mitte studieren. Einige befinden sich beim Zeichnen. ...mehr

Rückblick: Sotheby’s überzeugt bei den Moderne-Auktionen in Paris vor allem mit Surrealismus und Dadaismus

Das Auffangdach der Erde


Als die Vorstellung aufkam, dass die Erde rund ist, fragten sich so manche, wie das sein könne und wie Menschen am unteren Kugelteil nicht herunterfallen. Mit der Zeit wurde auch diese Befürchtung überwunden. Den immer noch naiv Ängstlichen darf man jedoch René Magrittes Lösung vorstellen, der nämlich der Welt kurzerhand ein Dach gab. Entsprechend der Kugelform ginge das ja nun auch im Kreise, so dass selbst jene Australier, die von der Erde fallen, sicher im Dachstuhl landen. Das Gemälde „Le Toit du monde“ von 1926 gehört zu den ersten surrealistischen Werken des Belgiers. Magritte malte sein „Dach der Welt“ als grauen Gebirgsverlauf, der von schwarzen Adern durchwirkt ist. Im Vordergrund steht auf einem löchrigen rosafarbenen Boden ein weißer Tisch mit einem Menschenbein, in dessen Mitte der Hals und die Schnecke eines Streichinstruments emporragen. ...mehr

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Archäologie und Migration in Berlin

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