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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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AktuellAktuell:Auktionen

Resultate: Kunst des 19ten Jahrhunderts bei Sotheby’s in London

Untergang von Schiff und Sonne


Joaquín Sorolla y Bastida, Niños en la playa, Valencia

Nicht ganz so schwer wie Christie’s einen Tag zuvor hatte es das Londoner Auktionshaus Sotheby’s am 23. Mai, seine europäischen Meister des 19ten Jahrhunderts unter die Leute zu bringen. Ein Selbstläufer war diese Auktion allerdings auch wieder nicht. Knapp sechzig Prozent der 94 Losnummern konnte das Unternehmen versteigern, fast vierzig aber mussten an die Einlieferer zurückgeschickt werden. Zum Glück für die Gesamtbilanz stieß das Hauptwerk auf reges Interesse: Joaquín Sorolla y Bastidas impressionistische Momentaufnahme „Niños en la playa, Valencia“ aus dem Jahr 1916, die motivisch wie stilistisch charakteristisch für die souveräne Malerei des produktiven Spaniers ist, ging für 2,4 Millionen Pfund an einen Privatsammler. Das entsprach dem oberen Bereich der Schätzung, die bei 1,8 bis 2,5 Millionen Pfund gelegen hatte. Von 200.000 bis 300.000 Pfund auf 320.000 Pfund kletterten seine beiden weiß gekleideten Spaziergängerinnen „En la playa“ auf einem eher skizzenhaften Ölbild aus dem Jahr 1906. ...mehr

Kunst bei Kornfeld in Bern

Bunter Urlaub


Ernst Ludwig Kirchner, Mexikobucht auf Fehmarn, 1912

Ernst Ludwig Kirchner und Edvard Munch heißen die beiden Künstler, die bei Eberhard Kornfelds diesjähriger Prestigeversteigerung in Bern zahlenmäßig die größten Konvolute stellen. Von Munch sind es fast dreißig Werke, von dem deutschen Expressionisten noch einmal rund zwanzig. Letzterer liefert auch das kostbarste Werk der gesamten Veranstaltung: Genau 1 Million Franken soll sein Ölgemälde „Mexikobucht auf Fehmarn“ kosten, das 1912 während eines längeren Aufenthalts auf der idyllischen Ostseeinsel entstand. Als Malträger für die geradezu leuchtende Landschaft diente dem Künstler ein grober Matratzenstoff, den er pastos mit den bunten Farben bedeckte. Ansonsten gibt es von Kirchner eine Reihe hochkarätiger Druckgrafiken, darunter den kantigen Holzschnitt „Nacktes Paar auf einem Kanapee“ aus der „Brücke“-Hochzeit 1908/09 für 200.000 Franken, den in vorliegender Form bislang unbekannten Farbholzschnitt „Straßenszene“ von 1922 nach einem Ölbild von 1914 für 300.000 Franken und das Spätwerk „Drei Akte im Wald“ von 1933 in der damals neu entwickelten Schablonentechnik. Diese Blatt konnte Kornfeld vor zwei Jahren schon einmal für netto 190.000 Franken verkaufen. Nun stehen 175.000 Franken auf dem Etikett. ...mehr

Gute Ergebnisse für die Kunst des 19ten Jahrhunderts bei Grisebach in Berlin

Musik aus Blütenstengeln


Franz Ludwig Catel, Familienszene mit tanzenden Kindern bei Sonnenuntergang am Golf von Neapel mit Blick auf die Insel Capri, um 1825/35

Rege Beteiligung der angereisten Bieter kennzeichnete die Versteigerung von Kunst des 19ten Jahrhunderts, die Grisebach im Rahmen seiner großen Frühjahrsauktionen abhielt. Von den 108 angebotenen Werken wurden in Berlin 83 übernommen, was einer Zuschlagsquote von über 76 Prozent entspricht. Von den Toplosen blieb nur Ernst Fries’ romantische Landschaft „Tivoli (Großer Wasserfall mit Vesta- und Sibyllentempel)“ aus den frühen 1830er Jahren für 40.000 bis 60.000 Euro unveräußert. Alle anderen Hauptwerke fanden Abnehmer, so Franz Ludwig Catels stimmungsvolle Familienszene mit tanzenden Kindern bei Sonnenuntergang am Golf von Neapel mit Blick auf die Insel Capri für taxgerechte 70.000 Euro und die symbolistische Szene „Ritter und junges Weib“, die einander etwas statuarisch die Hand reichen, von dem seinerzeit sehr angesehenen Münchner Maler Carl von Marr zur unteren Taxe von 30.000 Euro. ...mehr

Ergebnisse: Schweizer Kunst bei Sotheby’s in Zürich

Lichtspiel am Tanker


Ferdinand Hodler, Montanalandschaft mit Becs de Bosson und Vallon de Réchy, 1915

Ein zähes Ringen ging dem Augenblick voraus, als der Hammer endlich aufs Pult schlug: Von einer unteren Schätzung um die 3,8 Millionen Franken ausgehend, schraubte sich eine Reihe von Bietern an den Telefonen und im Saal der Zürcher Dependance von Sotheby’s bis auf 7 Millionen Franken hinauf, als es um Ferdinand Hodlers 1915 gemalte „Montanalandschaft mit Becs de Bosson und Vallon de Réchy“ ging. Die Oberhand im Rennen um die achtzig Zentimeter breite Leinwand mit einer der für Hodlers Spätwerk so charakteristischen streng abgezirkelten Naturansichten behielt schließlich ein europäischer Privatsammler. In den Ranglisten für den Schweizer Symbolisten hat sich das Gemälde mit diesem Wert auf die vorderen Plätze geschoben. Rekordhalter ist immer noch Hodlers „Genfersee von Saint-Prex aus“, der vor sechs Jahren am selben Ort für 9,7 Millionen Franken versteigert wurde. Danach folgt aber schon die aktuelle „Montanalandschaft“, die nun erstmals seit dem Ankauf direkt beim Künstler vor rund 95 Jahren den Besitzer wechselte. ...mehr

Kunst und Antiquitäten bei Fischer in Luzern

Der Charme der Dirne


Eigentlich hieß sie Yvonne Marguerite Poiraudeau, und ihre bisherige Lebensgeschichte war nicht gerade glücklich verlaufen: Die gerade einmal 21jährige Tochter eines Zuhälters, der seiner eigenen Hand zum Opfer gefallen war, hatte selbst schon einen Selbstmordversuch hinter sich. Auf dem Montparnasse ging sie der Prostitution nach, verkehrte auch sonst in zwielichtigem Milieu, saß 1960 kurze Zeit im Gefängnis – und angelte sich eines Tages einen besonders großen Fisch: Alberto Giacometti, der sie bereits im Oktober 1959 kennengelernt hatte, erlag heillos dem Charme der jungen Frau, steckte Unsummen in ihren aufwendigen Lebensstil, hatte aber selten auch ein solch geduldiges Modell wie „Caroline“ – so der Name, den sie sich verliehen hatte. Zahlreiche Gemälde entstanden in den folgenden Jahren, doch nur zu einer einzigen Skulptur brachte der Künstler die Kraft auf. Ein Exemplar dieser „Buste de Caroline“, die 1961 sechsmal in Bronze ausgeführt wurde, hat das Luzerner Auktionshaus Fischer in seiner Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst im Programm. Schätzpreis: 3 bis 5 Millionen Franken. ...mehr

Im Wiener Dorotheum behauptete sich die Zeitgenössische Kunst marktsicher

Toilettenplan


Die „beste Zeitgenossen-Auktion in der Geschichte des Hauses“ meldete das Wiener Dorotheum nach seiner vergangenen Versteigerung von Kunst der Gegenwart. 5,75 Millionen Euro einschließlich der Aufgelder konnte das österreichische Unternehmen am 16. Mai mit den 250 Losnummern umsetzen, bei einer losbezogenen Zuschlagsquote von etwas über sechzig Prozent. Spitzenreiter wurde wie erwartet Ilya Kabakovs großformatige Grafit- und Ölzeichnung „Die Toilette“ von 2001 mit einer Art Architekturanweisung für die entsprechende Kabinenanlage. Die intellektualistische Leinwand schaffte netto ihre untere Schätzung von 300.000 Euro. Um 200.000 Euro ebenfalls an der unteren Taxgrenze wechselte eine monströse aufgerissene Aluminium-Stahl-Skulptur Frank Stellas, „Etymology (Q 10)“ betitelt und 1990 als Teil der umfangreichen „Moby Dick“-Serie entstanden, den Besitzer. Auch eine vierfach in Grün und Grau quadrierte „Homage“ Josef Albers’ mit dem Beinamen „Spring“ von 1962 ging für 200.000 Euro etwa zur Mitte des Schätzrahmens weg, das zweite Quadrat des Meisters, „Looking forward“ im gleichen, allenfalls etwas dunkleren Farbklang, blieb mit 100.000 Euro dagegen unterhalb der Erwartungen von mindestens 110.000 Euro hängen. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Ketterer in München

Wackelnde Bäume


Ernst Ludwig Kirchner, Zwei mit Katzen spielende Mädchen, 1907

Es kommt selten vor, dass ein einziges Gemälde den künstlerischen Wandel eines großen Meisters so eindrucksvoll dokumentiert wie die Leinwand, die am Samstag im Münchner Auktionshaus Ketterer auf der Losnummer 30 zum Aufruf gelangt. Da ist einmal der frühe Ernst Ludwig Kirchner zu sehen: Zwei kleine Mädchen sind dort abgebildet, wie sie sich zwanglos im Gras niedergelassen haben und ungestört mit zwei Katzen spielen. Die aus überwiegend kurzen, breiten, eher unruhigen Pinselstrichen gefügte Malerei entstand 1907 und belegt den großen Einfluss der französischen Meister um André Derain oder Maurice de Vlaminck auf den frühen Kirchner. Das andere Bild, auf der Rückseite der Leinwand, würde man gar nicht für ein Werk desselben Künstlers halten, wenn es sich nicht um Kirchner handelte. Denn hier hat sich der ehemalige „Brücke“-Vertreter von den Prinzipien seines frühen Schaffens schon längst verabschiedet. Aus breiten, stark kontrastierenden Farbflächen und kantig wie ein Holzschnitt sind um 1924/26 nun ein Frauen- und ein Männerkopf, einander teilweise überschneidend, gebannt. Eine Leinwand mit zwei derart exemplarischen Schöpfungen hat natürlich ihren Preis: 600.000 bis 800.000 Euro möchte Ketterer für das überdies marktfrische, von den Vorfahren der heutigen Besitzer noch aus dem Nachlass Kirchners erworbene Doppelbild sehen. ...mehr

Alfons Walde war wieder der Star der Auktion bei Hassfurther in Wien

Getürmte Schneemassen


An der Dominanz Alfons Waldes gab es wieder nichts zu rütteln auf der vergangenen Versteigerung bei dem Wiener Auktionator Wolfdietrich Hassfurther. Der offensichtliche Lieblingslandschafter der österreichischen Moderne bestach mit seinem in der allmählich untergehenden Sonne liegenden „Einsamen Berghof“ von 1935 durch das heimatliche Motiv ebenso wie durch die unverwechselbare plastische Ausgestaltung, mit der Gehöft, Berge und Schnee aus der Fläche herausmodelliert sind. Die 340.000 Euro, die der Einlieferer für den knapp einen halben Meter breiten Karton erhielt, waren wohlverdient. 100.000 bis 200.000 Euro hatten auf dem Etikett gestanden. 105.000 Euro mindestens 5.000 Euro über der Schätzung kostete Waldes „Wegkreuz in Tirol“, ein ebenso beliebtes winterliches Motiv des Meisters. Die obere Grenze von 60.000 bis 100.000 Euro schaffte sein Blick auf Kitzbühel mit den beiden markanten Kirchen im Nordwesten der Altstadt, die Walde ebenfalls fast von den Schneemassen erdrücken ließ. ...mehr

Wenig Interesse an Kunst des 19ten Jahrhunderts bei Christie’s in London

Lohnender Kampf


Franz von Stuck, Herkules und die Hydra, 1915

Mit einigen Absatzschwierigkeiten hatte Christie’s in seiner jüngsten Versteigerung von Kunst des 19ten Jahrhunderts zu kämpfen. Wert- und losbezogen konnte am 22. Mai in London nur knapp die Hälfte der 87 Losnummern unter die Leute gebracht werden, und vor allem die hochgehandelten Stücke erwiesen sich als Ladenhüter. Das betraf französische Vorimpressionisten wie Jean-Baptiste Camille Corot und Gustave Courbet für bis zu 300.000 Pfund ebenso wie den berühmten Spanier Joaquín Sorolla y Bastida mit seinem ungewohnten Motiv der „Palangreros“ von circa 1898/99 für 150.000 bis 250.000 Pfund. Auch bei der Orientmalerei blieben sämtliche Toplose der Künstler Edwin Lord Weeks, Frederick Arthur Bridgman und Alberto Pasini liegen. Insgesamt hätten knapp zwanzig Werke sechsstellige Preise erzielen sollen, am Ende schafften diese Marke nur drei Arbeiten. ...mehr

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News vom 13.12.2017

Studienpreis der HGB Leipzig geht an Julie Hart

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Wie sich Künstler sehen – Selbstporträts in Rüsselsheim

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Preisträgerausstellung in Hannover

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Abu Dhabi hat Salvator Mundi gekauft

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News

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Nachbericht: 80. Auktion - Glückbringende Gottesmutter
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Vorbericht: 81. Auktion - Moderne & Zeitgenössische Kunst
Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf

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Vorbericht: 82. Auktion - Modern Merry Christmas
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Nachbericht: 81. Auktion - Alpine Ruhe und städtische Ruhelosigkeit
Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf

Nachbericht: 82. Auktion - Das beliebte ‚Enfant terrible‘ der Uhrenwelt
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