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Am 01.12.2017 110. Auktion: Gemälde Alter und Neuerer Meister - Zeichnungen des 15. - 19. Jahrhunderts

© Galerie Bassenge Berlin

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Mit Max Liebermann und Silberwaren tut sich diesmal der Münchner Versteigerer Art & Auktionen hervor

Berliner Leben


Max Liebermann, Colomierstraße in Wannsee mit Gemüsehändlern, 1924/33

Seit 1916 bewohnt Max Liebermann eine Villa in der Colomierstraße 3 am Wannsee in Berlin und verewigt das ruhige Dasein in der noblen Wohngegend in zahlreichen Bildern von Haus, Garten und See. Zwischen 1924 und 1933 tut er einen Blick in die baumbestandene Allee vor seinem Anwesen und reichert sie mit einem Auto und einigen Gemüsehändlerinnen an. Das umtriebige gesellschaftliche Leben in einem der zahlreichen Gartenlokale an der Havel nimmt er für ein zweites Werk in Anspruch. Aufgrund einer Fotografie Herbert Sonnenfelds, die das Gemälde auf der Staffelei im Atelier des Impressionisten zeigt, kann der Liebermann-Experte Matthias Eberle es exakt ins Jahr 1933 datieren. Schon allein aufgrund ihres Schätzpreises stehen die beiden flotten Gemäldeskizzen Liebermanns über dem Rest des Programms, das der Münchner Versteigerer Art & Auktionen für den 19. März zusammengestellt hat: Mit 70.000 Euro ist die „Colomierstraße in Wannsee mit Gemüsehändlern“ und gar mit 100.000 Euro das „Gartenlokal an der Havel unter Bäumen“ ausgezeichnet. ...mehr

„Meisterwerke“, die ihren Namen zu Recht tragen, versteigert das Wiener Kinsky Anfang März

Ein Fest der österreichischen Kunst


Anton Hartinger, Blumenstillleben, 1834

Mit einer erlesenen Sammlung „Meisterwerke“, so der verheißungsvolle und auch berechtigte Auktionstitel, startet das Wiener Kinsky am 2. März in sein neues Auktionsjahr. Unter die knapp 150 Lose hat sich fast Alles gemischt, was künstlerischen Rang und Namen im Österreich des 19ten und 20ten Jahrhunderts hat oder zumindest hatte. Da steht natürlich ein Ferdinand Georg Waldmüller an der Spitze, und zwar mit einem seiner ebenso sachlichen wie subtil psychologisierenden Portraits, das im Jahr 1826 den Freiherrn von Odkolek mit seiner etwas überproportionierten Gattin und den beiden Söhnen in lockerer häuslicher Atmosphäre präsentiert. Als Vorreiter des Realismus macht sich der Wiener Meister hier wieder alle Ehre. 150.000 bis 300.000 Euro soll die mittelgroße Holztafel kosten. Ganz oben rangiert auch Rudolf von Alt, der in solchem Umfeld nie fehlen darf. Er ist mit einer Innenansicht des Marcusdomes in Venedig um 1874 für 35.000 bis 70.000 Euro und dann vor allem mit einer sonnigen Impression des Strandes von Santa Lucia vor Neapel aus den mittleren 1830er Jahren für 70.000 bis 140.000 Euro zugegen. ...mehr

Erfolgreicher Saisonstart bei Nagel in Stuttgart

Reich mit St. Petersburg


Mandylion, Moskau, 1908

Einen starken Start in die neue Saison hat das Stuttgarter Auktionshaus Nagel am 10. Februar mit seiner Auktion von über 630 Kunstwerken und Antiquitäten hingelegt. Der Umsatz lag bei 2,6 Millionen Euro, nach Losen wurden zwei Drittel des Angebots abgegeben, die Vorbehaltszuschläge herausgerechnet immer noch gute 54 Prozent, und eine Reihe Spitzenpreise ließ die Verkaufsquote gemessen an der Schätzpreissumme nach Angaben des Hauses sogar auf 125 Prozent schnellen. Gleich die ersten beiden Positionen ließen ahnen, wie die Versteigerung verlaufen werde: Für 110.000 Euro sowie 30.000 Euro wurden ein russisches Ikonenbild mit dem Christusantlitz und reichem Emailoklad von 1908 und eine im spätnazarenischen Stil gehaltene Darstellung der Heiligen Alexandra und Paulus aus dem Jahr 1889 zugeschlagen. Vielleicht hat die Provenienz aus dem Hause der russischen Zaren diese enorme Steigerung veranlasst. Die Schätzungen lagen lediglich bei 10.000 und 3.000 Euro. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Christie’s in London

Europäer ganz oben


Ein ähnliches Verhältnis wie bei den Impressionisten und Modernen prägte auch die Zeitgenossenauktionen von Christie’s und Sotheby’s in London vergangene Woche. Letzterer marschierte im pekuniären Gesamtvolumen ein gutes Stück voraus, Christie’s aber hielt mit hohen Zuschlagsquoten und soliden Einzelergebnissen Schritt. In Zahlen heißt das: Einer Schätzpreissumme von rund 26 bis 38 Pfund stand ein Gesamtumsatz von 39 Millionen Pfund gegenüber. Lediglich 5 der 51 angebotenen Lose blieben unveräußert. Auf einen Knaller wie die ZERO-Sammlung Lenz Schönberg konnte Christie’s nicht zurückblicken. Das qualitätvolle, vor allem auf europäische Kunst konzentrierte Angebot wurde aber ebenso freundlich honoriert wie bei der Konkurrenz. Die höchsten Preise gingen sogar an Christie’s: 5,2 Millionen kostete Yves Kleins mit Gold veredeltes Schwamm-„Relief éponge or (RE 47 II)“ von 1961 (Taxe 5 bis 7 Millionen GBP). Und mit 3,65 Millionen Pfund für das ein Jahr später entstandene Körpergemälde „Anthropométrie (ANT 5)“ belegte der früh vollendete Franzose auch Platz zwei der Londoner Gegenwartsauktionen (Taxe 1,5 bis 2 Millionen GBP). ...mehr

Gegenwartskunst bei Sotheby’s mit überbordenden Ergebnissen für ZERO

Rekorde für lauter Nullen


„Die ZERO-Kunst hat nun den Kunstmarkt erobert“, jubelte Cheyenne Westphal am Mittwoch in London. Grund dazu hatte die Leiterin der Abteilung für zeitgenössische europäische Kunst bei Sotheby’s. Denn die Versteigerung der ZERO-Sammlung Lenz Schönberg war eine Rehabilitierung der etwas ins Abseits geratenen, doch nicht minder bedeutenden Kunstströmung der Nachkriegszeit. Hier blieb fast kein Los unverkauft – im Gegenteil: Die meisten konnten ihre Schätzungen deutlich überflügeln. Und weil die Vertreter dieser Strömung bisher eher ein deutsches Phänomen sind und sich im internationalen Vergleich noch wacker in der zweiten Reihe halten, wimmelte es nun bei dieser ausgezeichneten Provenienz nur so von neuen Künstlerrekorden. 19 waren es an der Zahl bei insgesamt 27 Künstlern. Mit einem Ergebnis von 23, 2 Millionen Pfund kam für Uecker, Piene, Mack und ihre Mitstreiter doppelt soviel zusammen, wie erwartet. Nun hat die ZERO-Bewegung endlich Einzug in den internationalen Kunstmarkt gehalten. ...mehr

Impressionisten und Moderne bei Christie’s in London

Auch nicht schlecht


Am 2. Februar hatte Christie’s seinen großen Auftritt mit Impressionisten und Modernen in London. Klar, dass diese Abendauktion durch Sotheby’s einen Tag später rasch in den Schatten gestellt wurde. Allein der Giacometti und der Klimt dort brachten mehr als die gesamten 85 Lose der zweiteiligen Abendauktion bei Christie’s zusammen. Mit rund 76,8 Millionen Pfund lag jedoch auch hier das Ergebnis im guten Bereich der Gesamttaxe und kann sich ebenfalls sehen lassen: Der Erfolg des Konkurrenten auf dem sich erholenden Markt ist prinzipiell nicht uneinholbar, und wählerische Sammler aus aller Welt sind noch immer bereit einzukaufen, wenn die Qualität stimmt. Jenseits der 10-Millionen-Pfund-Grenze fand sich allerdings kein Werk ein. Mit 7,2 Millionen Pfund als Höchstpreis musste sich Christie’s bescheiden – immerhin aber schaffte Pablo Picassos „Tête de femme, Jacqueline“ aus dem Jahr 1963 damit rund das Doppelte seiner Schätzung von 3 bis 4 Millionen Pfund. ...mehr

Die Zeitgenossenauktion bei Sotheby’s in London im Februar schließt eine umfangreiche ZERO-Sammlung ein

Die Stunde Null der Kunst


Am Anfang steht erstmal eine große Null – zum Glück nur im übertragenen Sinne: 49 Beispiele aus dem Schaffen schon verstorbener oder noch lebender Künstler aus und um die Gruppe ZERO hat das Auktionshaus Sotheby’s seiner Londoner Abendversteigerung von Gegenwartskunst vorangestellt. Sie alle stammen aus der Sammlung Lenz Schönberg, seit fast fünfzig Jahren zusammengestellt, seitdem Gerhard Lenz 1963 das erste Mal eine Ausstellung Otto Pienes in Düsseldorf sah. Die rund 600 Werke der Sammlung, die in eine Stiftung überführt werden soll, beehrten 2006 etwa noch das Museum der Moderne in Salzburg. Nun werden Teile daraus verkauft. Die international bekanntesten Künstler sind hier die teuersten: Ein „Concetto Spaziale, Ritratto di Carlo Cardazzo“ von 1956 für 1 bis 1,5 Millionen Pfund und zwei weitere durchlöcherte Kupferplatten Lucio Fontanas von 1962 und 1964 für jeweils 1,5 bis 2 Millionen Pfund sowie die gülden glänzende Nummer „MG 25“ für 800.000 bis 1,2 Millionen Pfund und der angesengte Köperabdruck einer Frau „F 88“ von Yves Klein, letzter mit 2,8 bis 3,5 Millionen Pfund der Höhepunkt der Sammlung. ...mehr

Kunst und Antiquitäten bei Nagel in Stuttgart

In bester Gesellschaft


Michael Powolny, Putto Frühling, um 1907

Möbel und Gemälde aus Schloss Morstein in der Hohenloher Ebene, Einrichtungsgegenstände aus Schloss Hohenaschau, eine 1908 datierte Christusikone aus dem Besitz der russischen Zarenfamilie für 10.000 Euro, Gemälde aus dem Nachlass der Königin Olga von Württemberg sowie weitere Werke aus den Kollektionen des Prinzen Joseph Clemens von Bayern und der Familien von Ledebur und Peisser von und zu Wertenau – beim Auktionshaus Nagel versammelt sich am 10. Februar eine illustre Schar des deutschen und europäischen Adels. Die qualitativ gemischte, aber von zahlreichen herausragenden Losen gekrönte Versteigerung von Kunst und Antiquitäten macht dem Tausendsassa in Stuttgart wieder alle Ehre. Von klassischen Holzskulpturen des späten Mittelalters wie einer Allgäuer Figur des heiligen Antonius um 1460/65 für 5.500 Euro über eine originelle Art Déco-Deckenlampe in Form eines schwebenden Zeppelins um 1930 für 3.800 Euro und Michael Powolnys berühmte Jahreszeitenputti „Frühling“ und „Herbst“ um 1907 jeweils für günstige 2.500 Euro bis hin zu impressionistischen Gemälden, wie Heinrich von Zügels spielerischen Kampf „In der Höhle des Löwen“ von 1909 für 14.000 Euro oder seinen friedlicheren Schafen samt Hütehund am Stalleingang für 4.000 Euro, finden sich hier vielfältige europäische Kunstäußerungen. ...mehr

Sensationelle Auktion mit Impressionisten und Modernen bei Sotheby’s in London

Alberto Giacometti steigt auf den Thron


Das war sie nun also, die erste Sensation eines offenbar erstaunlich schnell wiederhergestellten Marktes. Netto 58 Millionen Pfund, inklusive Aufgeld rund 65 Millionen Pfund, umgerechnet genau 104.327.006 Dollar, erzielte Alberto Giacomettis „L’Homme qui marche“ auf der großen Impressionisten- und Moderneauktion von Sotheby’s in London. Geschätzt auf 12 bis 18 Millionen Pfund, hatte die 1961 als eine von sechs Exemplaren gegossene Bronze eher an Erfolge wie den „L’homme qui chavire“, im vergangenen November für 17,2 Millionen Dollar verkauft, oder die „Grande femme debout II“ von 1959/60 denken lassen, die vor knapp zwei Jahren bei Christie’s für 24,5 Millionen Dollar über die Bühne ging. Doch ebenso verbissene wie begeisterte Bieter vor allem an den Telefonen trieben den Preis in wenigen Minuten auf ungeahnte Höhen. Über den Käufer erfährt man nichts Näheres. Sotheby’s hüllt sich über den siegreichen Telefonbieter in Schweigen. ...mehr

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Schenkungen für Wiener Museum

Hans-Jürgen Papier leitet Raubkunst-Kommission

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