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Am 01.12.2017 Auktion 1099: Moderne Kunst

© Kunsthaus Lempertz

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Rückblick: Kunst vom 15ten bis zum 20ten Jahrhundert bei Winterberg in Heidelberg

Adel verzücket


Anton Axmann, Brustbild des Kurfürsten Carl Theodor, 1757

Adel war bei Winterbergs Frühjahrsauktion gefragt. Schon eine Serie von druckgrafischen Bildnissen des pfälzischen Kurfürsten Carl Theodor und seiner Familie, en bloc für 980 Euro angeboten, brachte es nach heftigem Wettbewerb mehrerer Interessenten in Heidelberg auf stattliche 4.200 Euro. Wenig später gelangte ein Pastell desselben Mannes, gemalt im Jahr 1757 von dem zeitweise in Würzburg tätigen Anton Axmann, sogar von 1.800 Euro auf 5.400 Euro. Ein weiteres Portrait des 1799 gestorbenen Förderers der Wissenschaften und Künste, schon in deutlich fortgeschrittenem Alter von unbekannter Hand in Öl auf Leinwand geschaffen, spielte immerhin noch 2.400 Euro ein (Taxe 3.500 EUR). Auch die vollständige Folge der sechs Ansichten des Heidelberger Schlosses von Ernst Fries, eine Inkunabel der Lithografie von 1820, ließ sich in ihrer Heimat nicht lumpen und spielte der vorgesehenen 980 Euro immerhin 1.800 Euro ein, und auch die „Six Vues du Jardin de Schwetzigen“, als typisch klassizistische Aquatintaradierungen den Schwetzinger Schlossgartens von Karl Kuntz um 1795 geschaffen, verabschiedeten sich erst 600 Euro über der Schätzung bei 4.400 Euro. ...mehr

Die teueren alten Möbel und Einrichtungsgegenstände fielen bei Koller in Zürich fast alle durch

Nach Luxus kein Bedarf


Adrien Delorme, Kommode, Paris um 1750

Die Verkaufsrate ist wieder leicht gestiegen: Knapp die Hälfte seines Angebots an Möbeln und Einrichtungsgegenständen konnte das Zürcher Auktionshaus Koller am 23. Juni absetzen, etwa sieben Prozent mehr als im vergangenen Frühjahr. Dennoch geriet ihm das Programm in seinem Hauptteil zum dramatischsten Einbruch seit Jahren. Es kam seit langem nicht mehr vor, dass nur ein einziges der kostbaren alten Möbelstücke, eine reich mit Bronzen verzierte Kommode Adrien Delormes um 1750 für 115.000 Franken 5.000 Franken unterhalb der Schätzung, mit Ach und Krach die Sechsstelligkeit erreichte, dass von allen übrigen Toplosen kein einziges verkauft wurde und damit also fast die gesamte Spitzenware zum Rückgang wurde. Was schon die vergangene Auktion im März befürchten ließ, scheint nunmehr Gewissheit: Der Markt auf diesem Sektor ist nicht nur eng geworden, er ist geradezu gesättigt. Nach Luxus also kein Bedarf. ...mehr

August Sander rettet die Fotografieauktion bei Van Ham. Insgesamt lief die Versteigerung in Köln eher mäßig. Einige extreme Ausreißer sichern jedoch das solide Gesamtergebnis

Typisch und individuell zugleich


In seinem Hauptwerk „Menschen des 20. Jahrhunderts“ erstellte August Sander ein Gesellschaftsportrait seiner Zeit. Über Jahrzehnte hinweg lichtete der Fotograf unterschiedliche Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen in mannigfaltigen Portraits ab. Dabei gelang es ihm mit dokumentarisch sachlichem Blick zwischen Charakteristischem und höchst Individuellen zu oszillieren. Insgesamt sechs Portraits des Westerwälder hatte das Kölner Auktionshaus Van Ham nun auf seiner Fotografieauktion im Angebot. Aus Sicht des Hauses lässt sich wohl sagen: Gott sei dank. Denn August Sander wurde der Star des Nachmittags und rettete Van Ham so vor einer miserablen Gesamtbilanz. Sein „Sänger und Schauspieler“, für den er den rumänischen Tenor Leonardo Aramesco ergriffen und pathetisch mit zusammengezogenen Augenbrauen und an die Brust gelegter Hand seitlich aus dem Bild herausblicken lässt, verzwölffachte seine Taxe. Statt der geschätzten 3.500 Euro schnellte der Vintage auf außerordentliche 42.000 Euro und wanderte in deutschen Handel ab. Aber auch der spätere Gelatinesilberabzug vom Anfang der 1950er Jahre, der einen „Junglehrer“ in steifer Haltung mit seinem Hund im Wald abbildet, kletterte von 3.800 Euro auf 11.000 Euro. Der dritte im Bunde unter den erfolgreichen Menschentypen war der „Winkeladvokat“ mit alten Augen und forderndem Gesichtsausdruck. Den Vintage von 1952 schätzte das Haus auf 5.000 Euro, der Endpreis lag schließlich bei 28.000 Euro. ...mehr

Alte Meister bei Sotheby’s: Neun Rekorde und ein seltener Turner

Ewiges Rom


Joseph Mallord William Turner, Modern Rome – Campo Vaccino, 1839

Bei diesem Gemälde hat alles gepasst: Die malerische Qualität, das noble Thema, der vortreffliche Erhaltungszustand, die adelige Provenienz, die Marktfrische und sogar der originale Rahmen. Dass die Morgenstimmung „Das neue Rom – Campo Vaccino“ dazu noch aus der Hand des bedeutendsten britischen Malers William Turner stammt, ließ für die Auktion „Old Master & British Paintings“ bei Sotheby’s in London einiges erwarten. Mit 12 bis 18 Millionen Pfund waren die Schätzungen schon recht hoch bemessen. Doch das sollte nicht genug sein. Sechs Bieter kämpften am vergangenen Mittwochabend fünf Minuten lang um das kapitale Werk, das letzte von Turners großen Rom-Bildern aus dem Jahr 1839, zum Schluss noch zwei, bis John Morton-Morris von der Londoner Galerie Hazlitt, Gooden & Fox im Auftrag des J. Paul Getty Museums bei 26,5 Millionen Pfund als Sieger feststand. Mit Aufgeld muss das wohlhabende Museum aus Los Angeles, das sich seit der Finanzkrise dennoch etwas bedeckt hielt, doch bei dieser seltenen Gelegenheit unbedingt zuschlagen wollte, knapp 30 Millionen Pfund auf den Tisch legen. Über den Verkauf wird sich vor allem die schottische Familie Primrose, Earl of Rosebery, freuen, in deren Besitz sich seit 1878 das Gemälde befand und die mit dem Geld ihre Güter erhalten will. Der Öffentlichkeit, die „Das Neue Rom“ seit 1978 in der National Gallery of Scotland in Edinburgh bestaunen konnte, bleibt es nun in Kalifornien erhalten. ...mehr

Rückblick: Zeitgenössische Kunst im Wiener Dorotheum

Gekauft wird, was gängig ist und gefällt


Ungefähr in der Mitte seiner Erwartungen landete das Wiener Dorotheum mit seiner Versteigerung zeitgenössischer Kunst. Knapp die Hälfte der fast 190 Losnummern wurde verkauft. Hohe Zuschläge und hohe Rückgänge in dieser spannenden, zum Teil heiß geführten Auktion wechselten sich regelmäßig ab. Erzielte Günther Ueckers genagelte „Sandinsel“ von 1970 die obere Schätzung von 220.000 Euro, so scheiterte gleich darauf sein kunsthistorisch vielleicht bedeutenderes, ab sperrigeres „Vernageltes Tor zur Ausstellung“ aus dem Jahr 1983 an 140.000 bis 180.000 Euro. Nicht anders bei den großen Österreichern: Arnulf Rainers „Konstruktion TRR“, eine frühe abstrakte Arbeit von 1952, musste bei 120.000 bis 160.000 Euro an den Einlieferer zurück, das folgende Los dagegen, besetzt mit Friedensreich Hundertwassers Aquarell-, Temerpa- und Ölarbeit „La Mosquee“ aus dem Jahr 1959, konnte die Erwartungen mit 150.000 Euro erfüllen. Von Emilio Vedova wurde die informelle schwarzweiße Arbeit „Oltre“ mit roten Einsprengseln aus dem Jahr 1985 zur unteren Schätzung von 80.000 Euro übernommen, die beiden anderen Werke, das strenger geometrisch gefasste „Il semaforo“ aus der Frühzeit um 1945 für geschätzte 60.000 bis 80.000 Euro und die wiederum stark freie Malerei „Rosso 83-5“ für 100.000 bis 150.000 Euro blieben liegen. ...mehr

Giacometti und Hodler stehen an der Spitze der Schweizer Kunst bei Sotheby’s

Zwischen Engadin und Genfer See


Ferdinand Hodler, Genfersee von Chexbres aus, um 1911

Mit vier Millionenpreisen, einem Bruttoumsatz von fast 16 Millionen Franken, Zuschlagsquoten von 70 Prozent nach Anzahl der Lose und fast 90 Prozent auf den Gesamtschätzpreis bezogen verbuchte Sotheby’s in Zürich die beste Auktion mit Schweizer Kunst dieser Saison und hängte die Konkurrenz von Christie’s und Koller souverän ab. Im Ergebnis machte Sotheby’s ein so gutes Geschäft wie die drei vergangenen Schweiz-Versteigerungen zusammengenommen. Es hatte auch da Erfolg, wo die Kollegen eher Schwierigkeiten hatten. Denn während Christie’s und Koller den ein oder anderen Giovanni Giacometti wieder dem Einlieferer zustellen mussten, wurden seine Landschaften bei Sotheby’s zu Rennern. Von 1,2 Millionen Franken auf 2,1 Millionen Franken kletterte sein farbenfroher, in der Sonne flimmernder Blick „Am Cavlocciosee“ aus dem Jahr 1921, und bei 2,6 Millionen Franken schlug der Hammer für die kontrastreiche, noch vom Jugendstil beeinflusste Ansicht der Maira bei Stampa von 1904/05 aufs Pult. 1,8 bis 2,5 Millionen Franken waren erwartet worden. In beiden Fällen bemühte sich eine Schweizer Privatsammlung wacker um den Zuschlag. ...mehr

Resultate: Gegenwartskunst bei Christie’s in London

Der Übermensch


So richtig in der krisenfreien Gegenwart angekommen sind die Auktionshäuser mit dem zeitgenössischen Programm bisher noch nicht. Nach Sotheby’s musste am 30. Juni auch Christie’s mit seiner Londoner Abendauktion diese Erfahrung machen. Zu bedeckt hielt sich das Angebot, zu gering waren die großen Einlieferungen, um einen wirklich bedeutenden Sprung nach vorn daraus zu machen. Schon die Gesamtschätzung hatte dementsprechend nur bei 54 bis 77 Millionen Pfund gelegen, mit 46 Millionen Pfund Gesamtumsatz wurde sie jedoch nicht erreicht. Die Großen hielten sich fast alle an ihre Vorgaben: Andy Warhols „Silver Liz“ von 1963 erreichte ihre untere Schätzung von 6 Millionen Pfund, Cy Twomblys „Untitled (Gaeta)“ von 2004 in verlaufenden Farben 2,2 Millionen Pfund, und Jeff Koons’ leckeres Gemälde „Loopy“ aus dem Jahr 1999 traf die Mitte von 2,5 bis 3,5 Millionen Pfund. Unerwartet auf das Drei- bis Vierfache der Schätzung wurde Roy Lichtensteins „Collage for Nude with Red Shirt“ aus dem Jahr 1995 gesteigert und gilt mit 2,4 Millionen Pfund nun als teuerste Papierarbeit des Pop Artisten, doch blieb im Gegenzug seine kubistische „Woman Reading“ aus dem Jahr 1980 bei 2 bis 3 Millionen Pfund unveräußert, ebenso der aufgerissene Männerkopf Jean-Michel Basquiats von 1982, ein Hauptlos aus der jüngeren Generation bei 2,5 bis 3,5 Millionen Pfund. ...mehr

Schon der Auftakt mit der Fotografie gestaltete sich in der Frühjahrsauktionsrunde für die Villa Grisebach gut

Stabile Ergebnisse in Berlin


Angesichts des sich rasch erholenden Kunstmarktes war auch die erfolgsverwöhnte Villa Grisebach über einer Zuschlagsquote von stattlichen 71 Prozent einschließlich des Nachverkaufs sehr zufrieden: 130 Werke von den 182 angebotenen Losen fanden in der Fotografieabteilung neue Besitzer und spülten brutto gut 475.000 Euro in die Kassen des Berliner Auktionshauses. Auch in der deutschen Hauptstadt heißt es wohl „sex sells“: Die ellenlangen Beine einer jungen Frau in von Strapsen gehaltenen Strümpfen und umgeben von einem Tüllrock aus dem Jahr 1987 von Horst P. Horst waren einem unbekannten Käufer 12.000 Euro wert und belegten damit den dritten Platz der teuersten Lose der Versteigerung am 3. Juni. Veranschlagt waren für den rund zehn Jahre jüngeren Silbergelatineabzug mit dem mehrdeutigen Titel „Round the clock, New York“, der von Horsts Tätigkeit als Modefotograf zeugt, 8.000 bis 10.000 Euro. ...mehr

Alte Meister bei Sotheby’s in London

Diesiges Wetter in Rom


Joseph Mallord William Turner, Modern Rome – Campo Vaccino, 1839

Auch William Turner war einer der Nordeuropäer, die sich von der Geschichte und Kultur Italiens begeistern ließen. Gewichtiges Zeugnis davon legt sein Gemälde „Das neue Rom – Campo Vaccino“ ab, das letzte der großen Rom-Bilder, das er erstmals 1839 in der Ausstellung der Royal Academy präsentierte. Turner nimmt dabei einen Standpunkt auf dem Kapitol ein und blickt auf das alte Forum Romanum mit seinen antiken Ruinen, der christlichen Tradition der Renaissance- und Barockbauten und dem Kolosseum als zentralem Fluchtpunkt hinab. Zwei Reisen in die Ewige Stadt 1819 und 1828 boten ihm unvermitteltes Anschauungsmaterial. Doch Turner geht es weniger um eine topografische Akkuratesse. Vielmehr legt er über die Niederung den dunstigen Schleier eines römischen Morgens, der die Ansicht einer realen Situation enthebt und die Stadt in eine überkommene Ferne transformiert. Und dennoch ist es nicht das Alte an Rom, das Turner mit dem Bild darstellen will. Denn von unten steigen junge Hirtenfamilien mit ihren Ziegen empor, die dem Alten ihre Zukunft geben. ...mehr

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News vom 23.11.2017

Schenkungen für Wiener Museum

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Hans-Jürgen Papier leitet Raubkunst-Kommission

Regensburg zeigt Jakub Nepraš

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Selbstbildnis von Modersohn-Becker für Kunsthalle Bielefeld

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Galerie Bassenge Berlin - Hermann Max Pechstein, Vor blauem Vorhang, 1917

Schwester vor blauem Vorhang
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Van Ham Kunstauktionen - Sammlung Rozenburger Eierschalenporzellan

Maladie de porcelaine
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Van Ham Kunstauktionen - Hemmerle Granat-Ohrclips, München, um 2000

Teurer Diamantenregen
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Van Ham Kunstauktionen - Esaias van de Velde d.Ä., Landschaft mit Schlittschuhläufern, 1625

Ein seltenes Eisvergnügen
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in focus Fotografie - Hooft Graafland - Still Life with Camel, 2016

Adventsfeier mit Büchermarkt
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