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Am 18.11.2017 Auktion 1097: Alte Kunst - 19. Jahrhundert

© Kunsthaus Lempertz

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

„Absurd“, aber die Realität: Gerhard Richters rekordträchtige „Kerze“ führt die erfolgreiche Gegenwartskunstauktion bei Christie’s in London an

Krisenfest


Als „absurd“ hatte der Meister selbst bereits im Vorfeld der Versteigerung die astronomische Geldsumme bezeichnet, die sein eigenes Werk vermutlich verschlingen würde. Nun ist eingetreten, was Gerhard Richter befürchtet, der skandinavische Einlieferer und das Auktionshaus Christie’s in London aber wohl mehr erhofft hatten: 9,3 Millionen Pfund erzielte Richters fotorealistisches Ölgemälde „Kerze“ aus dem Jahr 1982 auf der Gegenwartskunstauktion am 14. Oktober. Damit wurde nicht nur die ohnehin ambitionierte Schätzung von 6 bis 9 Millionen Pfund übertroffen, sondern auch der alte Auktionsrekord, den vor zwei Jahren eine weitere seiner „Kerzen“ bei Sotheby’s in London aufgestellt hatte. Auch den zweiten Platz der Zuschlagsliste besetzte Gerhard Richter mit einem großen „Abstrakten Bild“ von 1992 für 3,2 Millionen Pfund im oberen Bereich der Schätzung, ebenso Platz sieben mit einer weiteren, wieder deutlich kleineren Arbeit von 1988 für 880.000 Pfund. Hier standen 500.000 bis 700.000 Pfund auf dem Etikett. ...mehr

Mit Tiepolo ganz vorne: Alte und Neuere Kunst bei Karl & Faber in München

Echt nicht schlecht


Giovanni Battista Tiepolo, Christus am Ölberg, um 1745/50

Offenbar einen echten Giovanni Battista Tiepolo hat das Münchner Auktionshaus Karl & Faber in seiner kommenden Versteigerung Alter und Neuerer Meister im Programm. Schon in der Vergangenheit für den venezianischen Meister in Anspruch genommen, wird gegen die Autorschaft Tiepolos am Gemälde „Christus am Ölberg“ auch im neuesten Fachgutachten kein Zweifel erhoben. In meisterhafter Dramaturgie sind auf dieser Leinwand, die wohl in die späten 1740er Jahre datiert, das Gebet Christi am hell erleuchteten Hügel und die unmittelbar darauf folgende Gefangennahme miteinander verquickt. Ungewöhnlich sind die bizarr aufragenden Nadelbäume im Hintergrund, typisch für Tiepolo dagegen die barocke Architekturkulisse. Der gesprengte Dreiecksgiebel findet sich auch in seinem wohl berühmtesten Werk, dem Europa-Teil des Treppenhausfreskos in der Würzburger Residenz. Für die aus Privatbesitz eingelieferte, mittelgroße Leinwand hat Karl & Faber einen realistischen Preis von 290.000 bis 350.000 Euro angesetzt. ...mehr

Ergebnisse: Alte Meister im Wiener Dorotheum

Erfolg der Damen


Sofonisba Anguissola, Bildnis der Erzherzogin Johanna von Spanien

Schöne und edle Damen haben dem Wiener Auktionshaus Dorotheum schon so manches Mal Glück und Erfolg beschert. Am 12. Oktober profitierten die Alten Meister von dieser Tradition. Die eine dieser Damen ist namentlich fassbar: Es handelt sich um Erzherzogin Johanna von Spanien, Tochter Kaiser Karls V., verheiratet an den portugiesischen Thronerben Johann Manuel, rasch verwitwet und als Statthalterin für Philipp II. von großer politischer Bedeutung für das iberische Reich. Auch die Schöpferin des repräsentativen Dreiviertelbildnisses hat ihre eigenartige Geschichte: Als Angehörige italienischen Aristokratie widmete sich Sofonisba Anguissola der Malerei, brachte es zu großem Ruhm und arbeitete seit 1559 am spanischen Hof. 1625 starb sie wohl mehr als 90jährig in Palermo. Auf 30.000 bis 50.000 Euro angesetzt, konnte der adlige Vorbesitzer schließlich 240.000 Euro netto für seine Einlieferung einstreichen. Völlig überraschend landete das Portrait damit auf Platz zwei der Preisliste – weltweiter Auktionsrekord inbegriffen. Die andere der beiden Schönheiten ist nur allgemein als eine Herzogin aus der Familie der Sforza mit ihren beiden Söhnen zu identifizieren und auch das nicht mit letzter Sicherheit. Als Autor des lebensgroßen Bildnisses wird Scipione Pulzone vermutet, ein wichtiger Maler der zweiten Hälfte des 16ten Jahrhunderts in Rom, der nach seinem Geburtsort Gaeta auch Il Gaetano genannt wird. Auch hier gab es eine Wertsteigerung, wenngleich nicht ganz so extrem von 100.000 bis 150.000 Euro auf 160.000 Euro. ...mehr

Bei der Versteigerung von Gemälden und Grafiken Alter und Neuerer Meister kann Ketterer in München mit einem der seltenen Werke Willem van de Veldes aufwarten

Mit geblähten Segeln


Willem van de Velde d.Ä., Englische Kriegsschiffe, 1680er Jahre

Protagonist des Gemäldes ist nicht etwa die aufgewühlte See oder ein bestimmtes taktisches Manöver, sondern ein getreu gemaltes englisches Kriegsschiff. Willem van de Velde d.Ä. legte in der ihm eigenen Technik, der Grisaille auf Leinwand, eine hohe Präzision und Detailliebe an den Tag. In den Niederlanden geboren, malte er ursprünglich für die niederländische Admiralität, doch wechselte er Anfang der 1670er Jahre nach England. Seine malerische Genauigkeit als Augenzeuge des Kriegsgeschehens von einem eigens für ihn bereitgestellten Boot, behält er aber auch im Dienst der gegnerischen Marine bei. Willem van de Veldes Gemälde, fast schon als Schiffsportrait zu bezeichnen, kann nicht zuletzt dank seiner zarten Schraffuren, der hohen Plastizität und Tiefenwirkung als Highlight der Auktion „Alte und Neuere Meister“ bei Ketterer bezeichnet werden. Mit einer Schätzung von 70.000 bis 90.000 Euro führt der wichtigste Schiffsmaler des 17ten Jahrhunderts die Abteilung der Alten Meister im Münchner Auktionshaus an. ...mehr

Glas bei Fischer in Heilbronn

Hasenbraten in spe


Goldrubinpokal, Süddeutschland, um 1690

Nach der exzeptionell besetzten und insgesamt gut bebotenen Jubiläumsversteigerung vor drei Wochen wird das Heilbronner Auktionshaus Jürgen Fischer wieder zu einem seiner Kerngeschäfte zurückkehren: dem Glas. Von den ältesten Stücken wie einem zylinderförmigen, mit sechs Horizontalfäden bespannten Passglas des 17ten Jahrhunderts aus dem deutschsprachigen Raum für 2.500 bis 3.000 Euro bis hin zur unmittelbaren Gegenwart hat Fischer rund siebenhundert Losnummern anzubieten. Dabei kommen gelegentlich geschlossene Sammlungen oder Offerten mit hochkarätiger Provenienz zum Aufruf. Zu letzteren gehört ein glockenförmiges Rubinglas in einer vergoldeten Silbermontierung des Augsburger Meisters Matthäus Baur II. um 1690. Einst gehörte es zum Besitz derer von Thurn und Taxis. 4.000 bis 4.500 Euro hat Fischer dafür veranschlagt. Das Monogramm des hessischen Landgrafen Karl, der seit 1670 für die nächsten 55 Jahre sein kleines Reich regierte, ziert einen Pokal des Eisenacher Glasschneiders Georg Ernst Kunckel aus der Zeit um 1720/30, der mit 1.500 bis 2.500 Euro bewertet ist. Von atemberaubender Virtuosität in der Wiedergabe einer Landschaft mit einer Wildschweinjagd ist ein fast dreißig Zentimeter hoher Balusterpokal des Nürnbergers Johann Wolfgang Schmidt. Auch ohne fürstliche Herkunft dürften hier 3.000 bis 4.000 Euro berechtigt sein. ...mehr

Rückblick: Möbel und Antiquitäten bei Koller in Zürich

Steinerne Pracht


Kabinett mit Pietra Dura-Einlagen, Florenz, um 1650

So recht anbeißen wollten die Freunde des Luxus und der teuren Moden diesmal nicht auf Kollers großer Möbel- und Einrichtungsauktion in Zürich. Von den circa 340 Losen wurden nur rund 42 Prozent versteigert. Den einzigen Hunderttausender gab es gleich am Anfang, und er war – selten genug – sogar ein Aufsteiger: 300.000 Franken, noch über die wie üblich weit gespannte Schätzung von 180.000 bis 280.000 Franken hinaus, vereinigte ein Florentiner Renaissancekabinett auf sich, das um die Mitte des 17ten Jahrhunderts mit feinen Pflanzen- und Vogeldarstellungen in Pietra-Dura-Technik verziert worden war. Hier fand einmal ein echter Preiskampf nach oben statt, den ein Schweizer Sammler für sich entschied. Die übrigen Hauptlose scheiterten dagegen an zu hohen Erwartungen: François Rübestücks chinoise Lackkommode um 1760 an 100.000 bis 150.000 Franken ebenso wie ein Bernard Molitor zugeschriebener Sekretär mit „verre églomisé“-Feldern an 150.000 bis 250.000 Franken oder ein monumentaler Empire-Schreibtisch wohl von Alexandre Régnier um 1801/02, der sich einst im Besitz Eugène de Beauharnais’, eines Stiefsohnes Napoleons und Schwiegersohns des bayerischen Königs Max I. Joseph, befand. Hier waren 250.000 bis 350.000 Franken zu viel. ...mehr

Alexander Rothaug macht diesmal bei Hassfurther in Wien Alfons Walde große Konkurrenz

Ungewohnter teurer Gast


Ein Déjà-vu-Erlebnis könnte man auf der anstehenden Herbstversteigerung Wolfdietrich Hassfurthers haben: Mit Alfons Waldes „Aufstieg der Skifahrer“ hatte der Wiener Auktionator doch vor einigen Jahren einen neuen Walde-Rekord aufgestellt, der bei 420.000 Euro netto lag. Stimmt: Im Mai 2003 ist das gewesen, und erst acht Jahre später wurde dieser Rekord im Dorotheum geschlagen. Doch der österreichische Künstler hat bekanntlich mitunter von ein und demselben Motiv eine ganze Menge fast identischer Fassungen geschaffen. Und so ist auch das Gemälde, das Hassfurther als erstes Los am kommenden Montag anbieten wird, eine andere Version, die sich vor allem in den Maßen von jenem Gemälde unterscheidet. Von keinem Geringeren als Rudolf Leopold wurde dieses 1933 datierte Gemälde als die „beste, künstlerisch überzeugendste“ Variante bezeichnet. Mit 200.000 bis 300.000 Euro bewegt sich Hassfurther deutlich unterhalb des seinerzeitigen Ergebnisses – wohl mit der Absicht, den Anreiz zur Beteiligung am Wettstreit der Interessenten zu erhöhen. ...mehr

Moderne Einrichtungsgegenstände vom Jugendstil bis zum zeitgenössischem Design bei Zezschwitz in München

Kraftprotz in Bronze


Franz von Stuck, Athlet, 1892

Vor Stärke strotzend, glänzen die schwarzbraun patinierten Muskeln des Athleten aus Bronze. Unter großer Anstrengung ist er im Begriff eine Kugel über seinen Kopf in die Höhe zu stemmen. Mit dem Münchner Ringkämpfer bannte Franz von Stuck 1892 seine erste Skulptur in Bewegung. Bisher nur als Maler und Zeichner bekannt, versuchte er sich erstmalig im römischen Atelier von Max Klinger an der vollplastischen Darstellung des berühmten Sportlers. Der Gießer Cosmas Leyrer aus München fertigte sie 1906, und von Stuck signierte sie. Lange Zeit war die Plastik in Stucks Atelier auf dem Künstleraltar beheimatet. Jetzt kann ein Exemplar auf der kommenden Auktion bei Zezschwitz in München für 9.500 Euro ersteigert werden. Weitere Bronzearbeiten des Jugendstil gibt es mit einem Tafelaufsatz von Hugo Lederer, bei dem die Schale von zwei Kentauren gestützt wird, für 3.500 Euro und einem nackten Paar beim „Abschied“ von Paul Oesten für 1.500 Euro, das schon Züge des Art Déco aufweist. ...mehr

Die Gemälde des 19ten Jahrhunderts konnten sich im Wiener Dorotheum über eine generöse Kundschaft freuen

Zaristischer Auftrag


Franz Ludwig Catel, Spaziergang in Palermo

Großen Anklang fand das qualitätvolle Angebot an Gemälden des 19ten Jahrhunderts am letzten Dienstag im Wiener Dorotheum. Sechzig Prozent der rund 180 Losnummern konnten weitervermittelt werden, darunter die meisten Toplose, viele Schätzungen insbesondere in den höheren Regionen wurden übertroffen. Mit einem Umsatz von brutto 3,4 Millionen Euro und einigen neuen Auktionsrekorden gehörte diese Versteigerung zu den erfolgreichsten ihrer Sparte in der Geschichte des Dorotheums. Auch der Favorit bewährte sich: Franz Ludwig Catels „Spaziergang in Palermo“ mit Zarin Alexandra Fjodorowna in einer Sänfte vor herrlichem Uferblick bis auf den mächtigen Monte Pellegrino im Hintergrund, steht mit einem Nettozuschlag bei 260.000 Euro nun an der Spitze im Ranking des deutschen Romantikers. 250.000 bis 350.000 Euro hatte das Dorotheum für die von Zar Nikolaus I. in Auftrag gegebene Großleinwand veranschlagt. ...mehr

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News vom 17.11.2017

Oskar Kokoschka-Preis für Martha Jungwirth

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Der dunkle Victor Hugo in Wien

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Der erste Vonovia Award für Fotografie geht an Ina Schoenenburg

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Saarlandmuseum eröffnet Moderne Galerie

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Florian Hecker in Wien

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Galerie Flügel-Roncak - Alex Katz - Chance.

Alex Katz Chance Cutout verfügbar.
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Galerie Flügel-Roncak - Andy Warhol Kölner Dom Rot

Andy Warhol Kölner Dom Cologne Cathedral Rot verfügbar
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Ostdeutsche Kunstauktionen - Berlin - Albert Wigand, Stilleben mit dunkler Kerze und Schale

49. Versteigerung
Ostdeutsche Kunstauktionen - Berlin

Schmidt Kunstauktionen Dresden - Fritz Beckert, Dresden - Rampische Straße mit Blick auf die Frauenkirche. 1917.

Vorbericht der 54. Kunstauktion
Schmidt Kunstauktionen Dresden





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