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Am 01.12.2017 Auktion 1099: Moderne Kunst

© Kunsthaus Lempertz

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Alte Meister bei Christie’s in London

Ross hoch zu Ross


John E. Ferneley, Clinker mit Captain Horatio Ross, 1826

Die Erfahrungen der letzten großen Londoner Altmeisterauktion im vergangenen Juli im Hinterkopf – rund ein Drittel der gut sechzig Offerten blieb damals ohne Abnehmer –, beschränkt sich Christie’s für die nächste Runde am 6. Dezember auf ein kompaktes Angebot von 36 Losnummern. Bei rund 18 bis 24 Millionen Pfund liegt die Schätzpreissumme – mehr wird nicht verlangt, und im Vergleich zu den Versteigerungen der Moderne und Zeitgenossen ein Klacks. Dafür haben auch ein paar kleine, aber feine Arbeiten Aufnahme gefunden: Nur 13 Zentimeter misst eine kleine „Maria Lactans“ im gedrückten Rundbogen, die zwar 1535 datiert ist, dem aus der Lombardei stammenden und vornehmlich in Flandern tätigen Ambrosius Benson aber lediglich zugeschrieben werden kann. 40.000 bis 60.000 Pfund sind trotzdem ein stattlicher Flächenpreis. Eindrucksvoll in seiner Leidenspräsenz ist ein dornengekrönter und mit den Wundmalen gekennzeichneter „Christus als Schmerzensmann“ aus der Werkstatt des Löwener Meisters Aelbert Bouts. Die ebenfalls rundbogige Tafel von knapp vierzig Zentimetern Höhe ist mit 60.000 bis 80.000 Pfund bewertet. ...mehr

Bei Koller in Zürich kommt ein Renoir zum Aufruf – Hohe Taxen für den Schweizer Albert Anker

Millionen für die Meister-Kinder


Pierre-Auguste Renoir, Le Repos (Gabrielle), um 1900

Womit touchiert Koller die Millionengrenze? In seiner Dezember-Auktion gelingt das dem Zürcher Auktionshaus mit einem Werke Pierre-Auguste Renoirs, das auch den Titel des Kataloges schmückt: „Le Repos“, ein in warmen Farben und mit flüchtig-flüssigem Pinselstrich gemaltes Bild von Renoirs liebstem Modell, Gabrielle Renard, die sich in der freien Natur der Muße hingibt und mit sanftem Blick zu einem unbestimmten Ort in der Ferne schaut. Das um 1900 entstandene Werk mit seinen intensiven warmen Farbtönen kommt aus Schweizer Familienbesitz und war laut Katalog nie öffentlich zu sehen. Angesetzt ist dieser so charakteristische Renoir mit 700.000 bis eine Million Franken. Wer nicht so viel investieren kann, findet in Kollers Katalog zudem eine zehn mal dreißig Zentimeter kleine, flüchtige „Landschaft“ Renoirs in Öl für 70.000 bis 90.000 Franken. ...mehr

Kunst und Design vom Besten zur hundertsten Auktion bei Quittenbaum in München

Sessel mit Licht für den Maharadscha


August Macke, Mackes Haus in Bonn, 1911

Die Jubiläen überschlagen sich bei den deutschen Auktionshäusern in diesem Herbst. Eben erst konnte Grisebach in Berlin zum 25. Geburtstag sensationelle Ergebnisse mit moderner und zeitgenössischer Kunst erzielen, von Zezschwitz in München freut sich über sein zehnjähriges Bestehen, und am 6. Dezember richtet der ebenfalls in München ansässige Jugendstil-, Art Déco- und Design-Experte Quittenbaum seine hundertste Auktion aus. Dabei hat man sich diesmal besonders viel vorgenommen, denn zum Aufruf kommen nicht nur erlesene Objekte aus der eigenen Domäne, sondern auch Arbeiten der bildenden Kunst, für die sich auch einer der großen Anbieter klassischer Moderne sicher nicht zu schade gewesen wäre. Den Anfang macht Ernst Ludwig Kirchners aquarellierte Tuschpinselzeichnung „Zwei Akte unter Bäumen“, ein Spätwerk des ehemaligen „Brücke“-Künstlers aus der Zeit um 1930 und mit 40.000 bis 50.000 Euro realistisch bewertet. Gleich darauf folgt mit August Mackes farbkräftig aquarellierter Ansicht des eigenen Wohnhauses in Bonn aus dem Jahr 1911 ein Meisterwerk des „Blauen Reiters“. Hier werden 350.000 bis 450.000 Euro erwartet. ...mehr

Mit seinen „Ausgewählten Werken“ hat sich die Villa Grisebach zum 25jährigen Bestehen ein besonderes Geburtstagsgeschenk bereitet

Keine Wünsche offen


Werte, von denen andere deutsche Auktionshäuser nur träumen können: Eine Zuschlagsquote von 91,5 Prozent nach der Anzahl der Lose erreichte die Villa Grisebach mit ihren „Ausgewählten Werken“ am 24. November – oder anders ausgedrückt: Von den 71 Offerten blieben nur sechs unveräußert. Stolze 17,7 Millionen Euro einschließlich der Aufgelder spülten die Meisterstücke von Gustav Klimt bis Gerhard Richter in die Kassen des Hauses. Über 55 Millionen Euro Jahresumsatz verkündete Bernd Schultz zudem nach der Auktionsrunde – das höchste Ergebnis in der 25jährigen Firmengeschichte des Berliner Versteigerers. Die Konzentration nur auf das Beste, was man im Lauf des vergangenen halben Jahres akquirieren konnte, hat sich gelohnt: Der Trend zum Besitz eines einmaligen, herausragenden Kunstwerks ist nicht nur bei den Platzhirschen in London oder New York zu beobachten, sondern eben auch bei den großen Häusern in Deutschland. Grisebach profitierte zusätzlich von dem Rummel, den es um sein eigenes Jubiläum machen durfte: 25 Jahre gibt es das Unternehmen in der Fasanenstraße nun schon und mit erstaunlicher Geschwindigkeit hat es sich als einer der führenden Anbieter moderner und zeitgenössischer Kunst auf dem deutschsprachigen Markt etabliert. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Lempertz in Köln

Kein Klischee ausgelassen


Die Gegenwartskunstauktionen gehören zu den ungewöhnlichsten Veranstaltungen des Kölner Auktionshauses Lempertz. Vielleicht ruft aber auch nur die Zusammenstellung der rund 340 Losnummern diesen Eindruck hervor: Wo andere Häuser die Spitzenstücke extrahieren und zu eigenen kleinen Sessions zusammenstellen, landet bei Lempertz alles in einem großen Topf. Man muss sie daher ein wenig suchen: das ausgefranste Scheibenbild Ernst Wilhelm Nays beispielsweise, ein gut anderthalb Meter hohes Ölgemälde unter dem Titel „Jota“ von 1959 für 280.000 bis 350.000 Euro, oder die rot-rot-rote „Homage to the Square“ von Josef Albers aus dem Jahr 1966 für 130.000 bis 160.000 Euro. Eine „Hommage à Mozart“ gestaltete Gerhard Hoehme ebenfalls 1959 als ein Breitformat mit einer Unzahl zeichenhafter rhythmisierter Motive. Ein Jahr nach seiner Entstehung war das collagierte Gemälde im Kunstverein Hannover und in Rio de Janeiro öffentlich ausgestellt. Jetzt werden 100.000 bis 120.000 Euro erwartet. ...mehr

Kunst und Antiquitäten bei Fischer in Heilbronn

Große Köpfe, kleine Dose


Michael Gatthi, Deckelpokal, Klausenburg um 1630

Die vorletzte Veranstaltung dieses Jahres führt das Heilbronner Auktionshaus Jürgen Fischer noch einmal zu einem Rundumschlag durch Kunst und Antiquitäten der vergangenen fünfhundert Jahre. Dem Kunsthandwerk gebührt hier wie gewöhnlich der Vorrang, denn trotz einer gewissen Angebotsbreite sind die Hauptlose der bildenden Kunst rasch gefunden: eine schöne Madonna mit schlafendem Jesusknaben und verschattetem Joseph aus der Hand eines italienischen Malers des 17ten Jahrhunderts für 8.000 bis 9.000 Euro, Karl Gottfried Traugott Fabers biedermeierlicher Ansicht durch die laubenartige Trinkhalle des Bades in Teplitz-Schönau mit wandelnden Kurgästen von 1822 für 9.000 bis 11.000 Euro und Peter Beckers liebevoller Blick auf die alte Universitätsstadt Marburg mit den Türmen von St. Elisabeth im Zentrum, ein Aquarell mit Deckfarben aus dem Jahr 1874 für 9.000 bis 10.000 Euro. ...mehr

Bedeutende Rückgänge und bedeutende Steigerungen: Alte und Neuere Meister, Klassische Moderne und Kunsthandwerk im Wiener Kinsky

Lohn der Dressur


Johann Georg Platzer, Anbetung der Hirten – Kreuzabnahme

Der malerischen Brillanz und gestalterischen Virtuosität des Südtiroler Rokokomalers Johann Georg Platzer konnten sich während der letzten Auktion Alter Meister im Wiener Palais Kinsky wohl niemand entziehen. Das Unternehmen ist für allzu verlockende Schnäppchenschätzpreise eigentlich nicht bekannt, doch im Fall der beiden Kupferplatten „Anbetung der Hirten“ und „Kreuzabnahme“ hatte man sich mit 150.000 bis 250.000 Euro verschätzt. Die an Motivreichtum und Personenstaffage geradezu überbordenden Darstellungen, die überdies noch reiche Landschaftshintergründe und einen mit drolligen Engeln gut gefüllten Himmel bieten, konnten schließlich erst bei 360.000 Euro zugeschlagen werden. Insbesondere die „Anbetung“ erscheint in ihrer schimmernden Pracht wie eine Verwirklichung des weihnachtlichen Geschehens. Da nimmt man auch manche schematische Wiederholung der Gesichtszüge und die ein oder andere affektierte Bewegung gerne in Kauf. Die 360.000 Euro markieren nun den höchsten Preis, der für ein Werk eines österreichischen Künstlers vor 1800 in einer österreichischen Auktion erzielt wurde. Darauf kann das Kinsky nicht zuletzt bei der großen Konkurrenz des Dorotheums in diesem Bereich stolz sein. ...mehr

Guillermo Kahlos Portfolio mexikanischer Ansichten für die Fotografieauktion bei Lempertz an

Mrs. Braverman beim Golfen


Guillermo Kahlo, Recuerdo de México y Chapultepec, um 1905

Den „Einäugigen“ soll Frida Kahlo ihren Vater in Anspielung auf sein Arbeitswerkzeug, den Fotoapparat mit der Linse, gern genannt haben. So hat sie ihn auch 1951 aus der Erinnerung verewigt: Als ruhigen, strengen Herrn mit Schnurrbart an der Seite seiner Plattenkamera. Mit 19 Jahren wanderte Guillermo Kahlo, der 1871 als Sohn einer Kaufmannsfamilie in Pforzheim zur Welt kam, nach Mexiko aus und verdingte sich dort zunächst als Angestellter bei anderen deutschen Kaufleuten. Laut Frida soll Guillermo durch seinen mexikanischen Schwiegervater zur Fotografie gekommen sein. Dieser lieh ihm eine Kamera, und beide reisten durch Mexiko, um indigene und koloniale Architektur zu fotografieren. In seinem neuen Beruf stellte sich für Guillermo bald der Erfolg ein; es folgten etliche staatliche, institutionelle und private Aufträge, die ihm ein gutes Einkommen sicherten. 1904 brachte ihm die Dokumentation der „Kirchen in Bundesbesitz“, ein Auftrag des Finanzministeriums und sein wichtigstes Projekt, den Titel „Offizieller Fotograf historischer Baudenkmäler“ ein. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Hauswedell & Nolte in Hamburg

Höhere Mächte für gute Kunst


Seinem Ruf als Stammgast des Hamburger Auktionshauses Hauswedell & Nolte macht der deutsche Künstler Willi Baumeister auch diesmal wieder alle Ehre: Die knapp hundert ausgewählten Werke moderner und zeitgenössischer Kunst krönt Baumeister mit einer reliefartig strukturierten Abstraktion aus seiner bekannten „Monturi“-Serie von 1954. Dominierend ist ein großer weißer körniger Kreis in der Mitte, der sich über eine Reihe von Farbflächen schiebt, von diesen aber zum Teil auch selber überlagert wird. 180.000 Euro haben Hauswedell & Nolte für die aus süddeutschem Privatbesitz eingelieferte Leinwand angesetzt. Für 50.000 Euro steht ein Bild aus der zeitgleichen Werkreihe „Montaru“ zur Verfügung. Es ist mit 26 Zentimetern Höhe erheblich kleiner und eine Papierarbeit unter anderem mit Collage und Pastell. Hier dominiert nun ein schwarzes Zentrum, dem ebenfalls die Grundfarben Gelb, Rot und Blau sowie etwas Grün und Violett beigesellt sind. Aus dem früheren Schaffen Baumeisters gibt es schließlich die gouachierte und aquarellierte Bleistiftzeichnung „Springer-Gruppe“ aus dem Jahr 1926, die noch wenig von den freien Abstraktionen aus Baumeisters letzter Werk- und Lebensphase verrät (Taxe 12.000 EUR). ...mehr

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News vom 23.11.2017

Schenkungen für Wiener Museum

Hans-Jürgen Papier leitet Raubkunst-Kommission

Regensburg zeigt Jakub Nepraš

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Selbstbildnis von Modersohn-Becker für Kunsthalle Bielefeld

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