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Am 28.10.2017 Auktion 47

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Kunst und Antiquitäten bei Leo Spik in Berlin

Baldige Rettung, grausamer Tod


Hans Thoma, Apollo und Marsyas, 1886

Apoll war gar nicht begeistert: Da wagte es doch tatsächlich so ein Wicht namens Marsyas, ihn zum musikalischen Wettstreit herauszufordern. Und dann spielte dieser Kerl auf seiner Flöte noch nicht einmal so schlecht. Das ging zu weit! Dumpf brütet der Gott der Künste bereits über seiner grausamen Rache, derweil Marsyas arg- und ahnungslos mit seinem Spiel unter Bäumen drei anmutige Damen verzaubert. Später wird Apoll seinen Gegner an einem Baum aufhängen und häuten – so streng waren die Sitten mitunter im alten Griechenland. Das 1886 entstandene Gemälde des badischen Malers Hans Thoma, das in der kommenden Versteigerung bei Leo Spik in Berlin für 25.000 Euro zum Aufruf gelangt, ist jedoch noch aus einem anderen Grund als lediglich der künstlerischen Umsetzung eines beliebten Bildthemas bemerkenswert. Denn einst befand sich der Karton im Besitz des jüdischen Unternehmers Adolf Bensinger aus Mannheim, bis dieser ihn 1940 unter Zwang verkaufen musste. Erst kürzlich haben sich der jetzige Einlieferer und die Bensinger-Erben gütlich geeinigt, so dass es nun unbedenklich ersteigert werden kann. ...mehr

Wittelsbacher und Habsburger Hochadel bereichert die Auktion mit Alter Kunst und Kunsthandwerk bei Neumeister in München

Fürstengalerie


Georges Desmarées, Clemens August von Bayern als Hochmeister des Deutschen Ordens

Hochadlige Prominenz hat sich zur kommenden Versteigerung alter Kunst am Herbstabend des 24. September bei Neumeister in München eingefunden. Zu Gast sind dort zahlreiche Mitglieder der Häuser Wittelsbach und Habsburg, zu sehen allerdings nicht in natura – ohnehin gehören sie allesamt nicht mehr zu den Lebenden –, sondern überwiegend auf Gemälden und Zeichnungen des 17. bis 20. Jahrhunderts, die aus verschiedenen Nachlässen der beiden weitverzweigten Großfamilien stammen. Je nach Linie traten als Schöpfer der teils großformatigen Portraits jeweils dieselben Maler in Erscheinung. Für die Bayern in München beispielsweise arbeitete der 1697 in Schweden geborene Georges Desmarées, der mit schwungvollem Pinselstrich einige der schönsten Rokokogemälde schuf. Neue Freunde sucht hier etwa Clemens August, der als geistlicher Oberhirte nicht weniger als fünf Bistümer in Rheinland-Westfalen unter seiner Obhut hatte, hier aber noch recht weltlich im Ritterharnisch auftritt. 15.000 bis 20.000 Euro werden für das anderthalb Meter hohe Bildnis erwartet. ...mehr

Gemälde Alter und Neuerer Meister bei Koller in Zürich

Übermacht der Niederländer


Mariotto di Nardo, Thronende Madonna mit Kind und Heiligen, um 1420

Zu den ersten Höhepunkten der langsam anlaufenden Herbstsaison auf dem europäischen Auktionsmarkt gehört die Versteigerung Alter und Neuerer Meister, die das Zürcher Auktionshaus Koller am kommenden Samstag abhalten wird. Zahlreiche sechsstellige Zuschlagspreise werden dort erwartet, mitunter steht eine halbe Million auf dem Etikett, und die erlesene Qualität insbesondere der Einlieferungen älteren Datums lässt manche Wertsteigerung erwarten. Monetär noch verhältnismäßig bescheiden geht es los mit einigen Italienern, die einmal mehr die ältesten Arbeiten stellen. Allen voran schreitet oder vielmehr thront hier eine von vier Heiligen umringte Madonna das Florentiner Malers Mariotto di Nardo von circa 1416/17. Mit ihrem Goldgrund, dem Spitzbogenabschluss und der deutlich voneinander unterschiedenen Größe der dargestellten Personen ist die gut siebzig Zentimeter hohe Holztafel charakteristisch für die italienische Spätgotik. Ihr Wert ist mit 120.000 bis 180.000 Franken beziffert. ...mehr

Möbel, Skulpturen, Porzellan, Fayencen, Silber und Uhren in erlesener Auswahl bei Koller in Zürich

Die Qual der reichen Auswahl


André-Charles Boulle, Bureau-Plat, Paris um 1720

Diesmal ist es gar nicht so einfach, das Spitzenstück bei den kunsthandwerklichen Gegenständen im Auktionshaus Koller ausfindig zu machen. Denn gleich mehrere Objekte streben die Favoritenrolle an. Soll man nach dem Taxwert entscheiden, nach der Seltenheit der Stücke, nach dem Alter, nach der Kuriosität oder nach der künstlerischen und handwerklichen Qualität? Ist dem wiederentdeckten Bureau-Plat „aux têtes de satyre“ von André-Charles Boulle, den beiden ungewöhnlich großen Albarelli um 1540/50 aus Faenza, der kleinen griechischen Bronzefigur des Göttervaters Zeus aus dem fünften Jahrhundert v. Chr., der technisch anspruchsvollen Pendule „aux trois figures d’Atlas“ um 1820 oder doch der wunderlichen Zusammenstellung von rund 200 Taschenuhrenschlüsseln des 19. Jahrhunderts aus Frankreich und Schweiz, die mit mindestens 28.000 Franken gar nicht so hoch taxiert sind, der Vorzug zu geben? Ohne eine Wertung vornehmen zu wollen, entscheiden wir uns zunächst für den Preis und damit für Boulles Bureau-Plat. ...mehr

Gute Werte für die moderne und zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in Paris

Freundestaumel


Amedeo Modigliani, Portrait de Paul Alexandre, 1911/12

Ernst und vielleicht ein wenig verlegen steht er da. Dabei könnte sich Paul Alexandre eigentlich freuen. Denn der Freund, Vertraute und Förderer Amedeo Modiglianis wurde auf der Auktion „Art Impressionniste & Moderne“ bei Sotheby’s in Paris seiner Favoritenrolle gerecht. Doch das Portrait des Arztes, das Modigliani 1911/12 in der für ihn typischen Malweise der überlängten Formen mit den stilisierten, leicht facettierten Gesichtszügen fertigte, entstand kurz nach dem Tod der Mutter Alexandres. Den Kunden war der milde melancholische Grundton des Werks aber angenehm. Sechs internationale Bieter stritten sich um diese Ikone im Schaffen Modiglianis und ließen den Wert von veranschlagten 5 Millionen Euro schnell auf 12 Millionen Euro steigen. Das ist nicht nur der höchste Preis für den Künstler bei Auktionen in Frankreich, sondern mit dem Aufgeld von rund 1,5 Millionen Euro auch schon mehr als die Hälfte der Einnahmen von Sotheby’s an diesem Abend. ...mehr

Gemälde und Zeichnungen heimischer Künstler bei Schmidt in Dresden

Biedermeierliche Sachlichkeit


Überwiegend Künstler aus dem engeren heimischen Umkreis bilden den Schwerpunkt des Programms, mit dem das Dresdner Auktionshaus Schmidt am kommenden Samstag seine Herbstsaison eröffnet. Und wiederum sind es großteils moderne und zeitgenössische Künstler, die sich ins Depot eingefunden haben. Da wäre beispielsweise die gemäßigt expressionistische Landschaft „Elbe bei Wehlen“ von Johannes Beutner aus dem Jahr 1921 für 8.000 Euro. Beutner war einst Schüler von Richard Müller, der selbst mit einem beeindruckend präsenten „Italienerhahn“ in schwarzer Kreide auf Karton von 1940 vertreten ist. 1.500 Euro soll diese Zeichnung kosten. Auch Paul Wilhelm reihte sich in die Schar der Müller-Schüler ein und pflegte wie dieser im malerischen Duktus einen eher nüchternen Stil. So kommt auch seine „Feldlandschaft“ mit Erntearbeitern von 1930 sachlich-schlicht, aber dennoch idyllisch für 3.200 Euro daher. ...mehr

Resultate: Design, Kunst nach 1945 und afrikanische Objekte bei Quittenbaum in München

Teure Plastikröhrchen


Philip Arctander, Sessel „Clam chair“, 1944

Zwei Armlehnsessel des dänischen Designers Philip Arctander gehörten zu den begehrtesten Stücken auf der vergangenen Versteigerung von Einrichtungsgegenständen des 20. Jahrhunderts bei Quittenbaum in München. Die beiden Möbelstücke waren baugleich, es handelte sich jeweils um gut achtzig Zentimeter hohe, bequeme Sitzgelegenheiten mit dem Titel „Clam chair“ aus dunkel gebeiztem Buchenholz mit erneuertem weißem Schaffell, das durch Lederknöpfe fixiert ist. Bislang galten sie als Entwurf von Arctanders nordeuropäischen Kollegen Viggo Boesen oder Martin Olsen, erst kürzlich wurde ihr wahrer Schöpfer identifiziert. Die Ausführung erfolgte mitten während des Krieges 1944 bei Vik & Blindheim in Norwegen. Bei einer Schätzung von jeweils 10.000 bis 20.000 Euro erzielten die beiden Sessel beachtliche 17.000 Euro und 16.000 Euro. ...mehr

Rückblick: Moderne und zeitgenössische Kunst bei Neumeister in München

Pfälzer Freunde


Wieder einmal nicht zu stoppen waren die Freunde und Verehrer des Pfälzer Malers und Grafikers Johann Georg Müller auf der vergangenen Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst bei Neumeister. Der 1913 in Ludwigshafen geborene Künstler ist seit Jahren eine der merkwürdigsten Größen auf dem deutschen Kunstmarkt, vor allem das Münchner Auktionshaus, aber auch Grisebach in Berlin oder Lempertz in Köln profitierten in der Vergangenheit immer wieder von der Begeisterung einer wohl nicht allzu großen, aber sehr potenten Käuferschaft für die meist figuralen, im malerischen Stil zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit changierenden Werke des Meisters. Bei Neumeister waren es das chiffrenartige Stillleben „Birnen“ von 1972 und das anrührende Zweipersonenstück „Mutter und Kind“ von 1980, die zwei große Bietgefechte entfachten. Ersteres Werk brachte es dabei von 20.000 bis 30.000 Euro auf 50.000 Euro, letzteres von 40.000 bis 50.000 Euro sogar auf 85.000 Euro. Einzig die für Müller eher untypische, fast kubistische „Tänzerin“ von 1959 blieb bei 30.000 bis 40.000 Euro unveräußert liegen. ...mehr

Objekte aus Silber waren der Renner der vergangenen Design-Auktion im Dorotheum, die sich mit der Hälfte verkaufter Lose gut schlug

Joops Pilzgericht


Wolfgang Joop, Set „Magic Mushroom“,2013

Frühe tschechische Stahlrohrmöbel, Modernistisches aus Skandinavien, Frankreich und Italien, Fifties-Muranoglas, moderne Prototypen und auch zahlreiche Beispiele österreichischer Formgebung spannten in der Auktion des Dorotheums den Bogen vom frühen Design bis heute. Mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von knapp 50 Prozent kann sich das Wiener Auktionshaus eigentlich nicht beschweren, doch hatte man sich von manchen hochkarätigen Losen mehr erwartet. Große Namen und vorher beworbene Glanzstücke wie Aldo Turas mit zerbrochenen Eierschalen überzogener Barschrank um 1940 für 24.000 bis 27.000 Euro, ein exquisites Zeugnis des Art Déco, oder die beiden Stühle aus dem Telegrafenbüro der Wiener Dependance „Der Zeit“ von Otto Wagner um 1902 für 50.000 bis 70.000 Euro fanden keine Käufer. ...mehr

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News vom 18.10.2017

Chobot Skulpturenpreis für Sofie Thorsen

Chobot Skulpturenpreis für Sofie Thorsen

Druckgrafik von Georg Baselitz in Morsbroich

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Karl Fred Dahmen zum 100. Geburtstag in Duisburg und Düren

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Museum Ludwig Köln würdigt den Fotografen Werner Mantz

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