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Am 12.12.2017 Auktion 67: Alte Meister - Moderne

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Druckgrafik, Zeichnungen und Aquarelle im Wiener Dorotheum

Die Wiesn kommt


Giovanni Francesco Barbieri, Studie eines sitzenden jungen Mannes, um 1640

Dieses Jahr begeht das Münchner Oktoberfest seinen 205. Geburtstag. Die zahlreichen Feiern anlässlich der Hochzeit zwischen Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese am 12. Oktober 1810 gelten als Startschuss für das größte Volksfest der Welt. Wer sich auf einen Besuch der Wiesn schon mal vorbereiten will, kann sich mit Peter Kraemers II. zwei alten Jägern in die rechte Stimmung bringen. Auf den beiden fein ausgearbeiteten Menschenschilderungen besticht insbesondere die Vitalität des in Lederhosen gekleideten Greises mit Wanderstock und weißem Rauschebart, die der Mann trotz hohen Alters und wettergegerbten Gesichts ausstrahlt. Sein Kompagnon, der pfeifenrauchende Bajuware, lächelt schelmisch wie ein Spitzbub samt Zahnlücke aus dem Bild. Auf der diesjährigen Wiesn mag der Besucher einen optischen Nachkommen der zwei Jäger erspähen. Die Blätter sind nun Teil der Auktion „Meisterzeichnungen, Druckgraphik bis 1900, Aquarelle und Miniaturen“ im Wiener Dorotheum und liegen mit einem Schätzwert zwischen 2.000 und 2.500 Euro in der mittleren Preisklasse. ...mehr

Van Ham setzt die Versteigerung der Achenbach-Kunstsammlung mit Großformaten in Köln fort

XXL – Alles muss raus!


Die Herbstsaison beginnt das Kölner Auktionshaus Van Ham einmal nicht mit Alten Meistern oder Kunstgewerbe, sondern schon am 30. September mit einer weiteren Ausgabe von „AAA“, der „Achenbach Art Auction“ also, deren Hauptbestand aus rund 2.300 Werken im vergangenen Juni 9 Millionen Euro umgesetzt hatte. Im Schlussteil kommen nun gut hundert Großformate aus der Insolvenzmasse des Kunstberaters Helge Achenbach unter den Hammer – „XXL“ sozusagen, und so lautet auch der Titel der Veranstaltung. Manche Arbeiten sind wirklich riesig, Ann-Kristin Hamms 2007 in Farbe und Schwarz-Weiß auf Papier gezeichnetes „o.T. (#07 100p)“ beispielsweise, das sich mit seinen Fächerformen auf 150 mal 427 Zentimetern erstreckt. Über drei Meter lang ist eine unbetitelte Eisenskulptur Wolfgang Nestlers aus dem Jahr 1978, bei der ein unwuchtiges Rad auf einer langen Stange zu balancieren scheint. Das Monsterformat aber steuert Manfred Ortner bei: Seine collagierte Pastellzeichnung „St. Gotthard II“ mit einer Ansicht des Alpenpasses misst fast acht Meter in der Breite und annähernd zwei Meter in der Höhe. Die Preise sind wie schon im Juni auffallend günstig. Hamms Mischtechnik und Nestlers Wippe sollen nur jeweils 2.000 bis 3.000 Euro kosten, der Ortner 3.000 bis 5.000 Euro. ...mehr

Das Auktionshaus Schmidt in Dresden punktet in seiner Versteigerung mit sächsischer Kunst

Jüdisches Sammlerleben


„In Dresden gab es damals für uns nicht nur allerhand Ausstellungsmöglichkeiten, sondern auch etliche Sammler, die immer mal wieder einiges kauften und die Ateliers durchstöberten. So tauchte eines Tages der Rechtsanwalt Dr. Fritz Glaser auf, der sich eine Reihe von Blättern aussuchte. Viel zahlte Dr. Glaser zwar nicht für die Blätter, aber mich freute, dass er mir etwas zuwendete und dass ein anspruchsvoller Kunstfreund, wie er es war, meine Arbeiten beachtete.“ So beschrieb Otto Griebel sein erstes Zusammentreffen mit Fritz Salo Glaser. Der jüdische Rechtsanwalt und Sammler war eine illustre Persönlichkeit im Dresdner Kulturleben der Zwischenkriegszeit. Seine Kanzlei im Barockviertel der Dresdner Neustadt war Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle. „Das Haus Glaser zeichnete sich durch eine außerordentliche geistige Offenheit aus. Glaser als auch seine Frau fühlten sich den Künstlern derart verbunden, dass sie deren Leben ein Stückchen mitlebten“, so Griebel weiter. Glaser sammelte Werke von Kandinsky, Klee, Kokoschka, Nolde oder Schmidt-Rottluff und unterstützte besonders Dresdner Künstler. So ging Otto Dix, der die Glasers häufiger malte, in ihrem Haus ein und aus. ...mehr

Bücher, alte und neuere Grafik, Handschriften sowie moderne und zeitgenössische Kunst bei Venator & Hanstein in Köln

Die lächelnde Cédille


Eine Einführung in das heimliche Leben eines diakritischen Zeichens ermöglicht „La cédille qui sourit“. Robert Filliou und George Brecht entwickelten 1969 dieses Multiple, das seinen Anfang wohl in einer deutschen Streichholzschachtel mit einer rot geschriebenen Fünf fand. In der Ziffer erkannten beide die Form einer Cedille, des gekrümmten Häkchens unter einem c in den romanischen Sprachen, das eine besondere Aussprache markiert. Daher ziert den Deckel ihres Multiples seltsamerweise ein Streichholz. Der Titel der „Lächelnden Cedille“ war der Name des Ateliers und der Galerie, die beide im südfranzösischen Villefranche-sur-Mer von 1965 bis 1968 betrieben. In der Tat war es aber sehr schwierig, die Künstler dort zu besuchen, da sie oft abwesenden waren und eher in einem nahe gelegenen Café verweilten. Daher ist auf der Box auch die ehemalige Adresse der Werkstatt angegeben. Obwohl das Atelier in Südfrankreich aufgegeben wurde, scheint es durch das Multiple weiterzuleben, da es im III. Punkt heißt „Was das Cedille sein wird (ist)“. Ganz im Sinne der Kunstströmung Fluxus, der Filliou und Brecht angehörten, durchfließen Humor und das Absurde diese Arbeit und lassen sie gerade deswegen zu einem ständigen Quell der Freude werden. ...mehr

Bald ist es wieder soweit: Der Münchner Versteigerer Quittenbaum schickt an drei Auktionstagen Positionen aus italienischem und internationalem Design sowie Glaskunst aus Murano ins Auktionsgeschehen

Let the Music play


Sofatisch, Fontana Arte, Mailand um 1958

Nicht auf das möglichst opulente Preisschildchen soll es in der kommenden Design-Auktion bei Quittenbaum ankommen. Vielmehr lassen so manche Einlieferungen vor allem ihren bunten Charme spielen, präsentieren wieder Rares oder Originelles – also ein Paradies für Liebhaber. In der Offerte italienischen Designs besticht ein dem Auge schmeichelnder Sofatisch der Firma Fontana Arte, die in ihrer über 130jährigen Geschichte immer wieder mit hochkarätigen Designern zusammengearbeitet hat und sich womöglich auch für den aus schwarz lackiertem Metallblech und bronzebraun verspiegeltem Glas bestehenden Tisch prominente Unterstützung von Max Ingrand holte. Er war Ende der 1950er Jahre künstlerischer Leiter der Mailänder Designschmiede und könnte für den auf 30.000 bis 40.000 Euro geschätzten Tisch von etwa 1958 verantwortlich sein. Genau ist das bisher noch nicht geklärt, auch begabte Mitarbeiter seiner Abteilung kommen als Entwerfer in Frage. ...mehr

Ein künstlerisches Jubiläum nimmt Neumeister am 23. September zum Anlass, die Werke Carl Spitzwegs neben weiteren Preziosen der Alten Kunst in den Fokus ihrer Herbstauktion in München zu rücken

Perfektes Timing


Carl Spitzweg, Berglandschaft mit Liebespaar (Jäger und Mädchen), frühe 1860er Jahre

Zufall oder Absicht? Auf jeden Fall hätte es der Münchner Versteigerer Neumeister nicht besser inszenieren können. Genau am 130. Todestag Carl Spitzwegs findet seine diesjährige Septemberauktion Alter Kunst statt. Am 23. September 1885 starb der Meister des feinen Humors, und das Auktionshaus hat aus diesem Anlass zwölf Zeichnungen des volkstümlichen Malers aus einer süddeutschen Privatsammlung sowie ein für Spitzweg ungewöhnlich großformatiges Ölbild im Angebot. Das Gemälde einer detailliert ausgearbeiteten Berglandschaft mit den kleinen, eng umschlungenen Gestalten eines Mädchens in Tracht und eines Jägers entstand 1863 unter dem Originaltitel „Alpenscene (liebendes Paar)“ für die Prager Kaufmannsfamilie Bayer. Die Darstellung von Felsenschluchten mit Hohlwegen, belebt durch einzelne Figuren, ist für Spitzwegs Spätwerk typisch; er malte sie aus der Erinnerung an seine zahlreichen Reisen und Wanderungen durch die bayerischen und österreichischen Alpen. Wer dieses schöne Werk künftig sein Eigen nennen will, muss jedoch tief in die Taschen greifen: 100.000 bis 120.000 Euro sind dafür angesetzt, was es zum Spitzenlos der 369. Auktion im Hause Neumeister macht. ...mehr

Mit alter italienischer Buchmalerei kann Koller diesmal bei der alten Kunst punkten

Freudiges Leuchten


Buchmaler aus dem Gefolge des Meo da Siena, Initiale M mit den drei Marien am leeren Grab, um 1320/25

„Più ridon le carte…“ – mit diesem Worten bewunderte Dante Alighieri in seiner Divina Commedia die frühe italienische Buchmalerei. Von den prachtvoll illuminierten Buchseiten ginge ein „erheiternder Glanz“ aus. Der mag auch den österreichischen Internisten und Musiker Friedrich Georg Zeileis in seinen Bann gezogen haben. Denn mit genau diesen Worten überschrieb der 1939 geborene Kunstkenner und Spross der bekannten Kurhaus-Dynastie Zeileis im oberösterreichischen Gallspach sein erstmals 2001/02 im Eigenverlag erschienenes Buch. In mehreren Bänden hat Zeileis seine umfangreiche, in den vergangenen 30 Jahren aufgebaute Sammlung mit mittelalterlicher Buchmalerei seither veröffentlicht. Nun trennt er sich von rund 70 kostbaren Blättern aus Italien und hat sich dazu das Auktionshaus Koller in Zürich ausgesucht. Die feinen Miniaturen zeichnen die künstlerischen Entwicklungen von 1250 bis ins frühe 16. Jahrhundert nach und vereinen Prunkstücke der in jüngerer Zeit aufgelösten Bestände von zentralen Gestalten dieses Sammelbereichs wie James Dennistoun, Charles Fairfax Murray oder Robert Lehmann. ...mehr

Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm ein sechstägiger Auktionsmarathon im Hause Koller in Zürich. Zu ersteigern gibt es Wertvolles aus Gold und Silber, edel geschnitzten Hölzern und geknüpfter Wolle sowie glänzenden Juwelen

Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich


Carl Wendelin Anreiter von Ziernfeld, Hausmalerbecher mit Unterschale, um 1722/23

Die letzte Sommerhitze ist gerade ausgestanden, da kündigt Koller bereits seine fulminanten Herbstauktionen an, die alte sakrale und weltliche Kunst in sich vereinigen. Den Anfang macht frühes Porzellan aus einer Schweizer Privatsammlung, darunter der barocke Hausmaler-Becher und die passende Unterschale aus der Wiener Manufaktur Claudius Innocentius du Paquiers mit Eisenrot- und Schwarzlotmalereien einer umlaufenden Uferlandschaft samt Architekturen und Szenen aus dem Bergmannsleben. Das Monogramm auf der Unterseite warf lange Fragen auf, wurde nun aber eindeutig dem Schemnitzer Künstler Carl Wendelin Anreiter von Ziernfeld zugewiesen. Der Becher stammt aus dem Bestand der legendären Sammlung Rudolf Just und ist nun für 2.000 bis 3.000 Franken erhältlich. Dem gegenüber steht ein Becher mit Untersetzer derselben Wiener Manufaktur um 1725 im Chinoiseriestil in Kobaltblau und Eisenrot für 3.000 bis 5.000 Franken. Ein ungewöhnliches Motiv weist ein Du Paquier-Teller um 1740 auf, ziert ihn neben Blüten und Früchten doch auch ein keck springender grüner Frosch. Hier stehen 1.200 bis 1.800 Franken auf dem Etikett. ...mehr

In der Offerte an Jugendstil und Art Déco bei Quittenbaum in München war vor allem das Glas gefragt

Hoffmann ist Trumpf


Josef Hoffmann, Vase, 1911/12

Wer sich gegenwärtig im Bereich Jugendstil erfolgreich am Markt positionieren möchte, ist gut bestellt, wenn er ein Stück aus dem Schaffen Josef Hoffmanns anbieten kann. Denn derzeit erfahren Objekte aus der Hand des österreichischen Architekten, Designers und Gründungsmitglieds der „Wiener Werkstätte“ ein unerwartetes sommerliches Hoch, was einmal mehr die letzte Jugendstilauktion beim Münchner Versteigerer Quittenbaum eindrücklich bewiesen hat. Denn seine seltene Vase aus dem Jahr 1911/12, die von der böhmischen Glashütte Lötz Witwe in Klostermühle gefertigt wurde, zog in ihrer violett-grünen Optik und ihren drei umlaufenden Blütenrankenbändern flink an ihrem Schätzwert von bis zu 3.000 Euro vorbei, um einen hartnäckigen Saalbieter schließlich zu einem Gebot von 19.000 Euro zu veranlassen. Da kam gute Laune auf, das Schmuckstück entpuppte sich als ungeahnter Trumpf der Versteigerung, die immerhin 865 Losnummern im Rennen hatte. Gut die Hälfte des Angebots aus böhmischem und französischem Glas, Porzellan und Keramik einer überschaubaren Möbelsammlung sowie Bronzefiguren wechselte ihren Besitzer. Über den Gesamtumsatz von rund 823.000 Euro freute sich Quittenbaum und sieht sich im Bereich Jugendstil und Art Déco, besonders beim französischen Glas, gut aufgestellt. ...mehr

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News vom 11.12.2017

Erich Kuithan in Jena

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Nikola Dietrich leitet Kölnischen Kunstverein

Torbjørn Rødland in Berlin

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Baden-Baden hinterfragt die Wahrheitsfindung in Amerika

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