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Am 08.12.2017 Auktion 119: Selections - Wertvolle Bücher und Kunst

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Nicht gut gelaufen: Design und Fotografie bei Lempertz

In der Schwebe


Claudio Salocchi, Libreria da Centro Girevole e Componibile, 1960er Jahre

Am Rande der großen Auktionswochen von Lempertz in Köln ging es auch um Fotografie und Design. Letzteres hatte seinen großen Auftritt 23. Mai in der Berlin Dependance, blieb mit einer Zuschlagsquote von gut 30 Prozent allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dabei ließen sich die zahlreichen Gläser, die das Auktionshaus zu Beginn von Wilhelm Wagenfeld präsentierte, durchaus gut an. Die Preise für die meist während der 1930er Jahre in der Lausitzer Glaswerke AG Weißwasser gefertigten Utensilien kletterten zwar nicht über 1.400 Euro hinaus, wurden jedoch insgesamt zu einem Gutteil übernommen. Von Peter Behrens wanderten hauptsächlich die weniger teuren Stücke weiter, so sein dreißigteiliges Besteck von etwa 1904 für die Firma Franz Bahner in Düsseldorf, von dem ein Käufer jetzt für 2.600 Euro speist (Taxe 2.500 EUR). Michael Powolnys berückend schlichte Vase für die Werkbundausstellung 1914 gefiel heute bei 2.400 Euro (Taxe 1.500 EUR). ...mehr

Zeitgenossen laufen bei Karl & Faber noch ein wenig besser als die Modernen

Da geht noch was


Nicht nur in den großen Auktionshäusern in New York und London, auch in den kleineren Zentren von Köln, München oder Berlin läuft die Zeitgenössische Kunst durchschnittlich immer noch ein bisschen besser als die Klassische Moderne. Auch Karl & Faber konnte sich bei seinen ausgewählten Werken am 29. Mai über 56,4 Prozent für die Zeitgenossen freuen, während von den Modernen nur 45 Prozent einen Abnehmer fanden. Dafür waren dort die Preise im Einzelnen höher – dies, wenn man an Rothko, Bacon und Warhol denkt, inzwischen nicht mehr selbstverständlich auf dem internationalen Markt. Während bei den Zeitgenossen Antonio Corporas verschleiertes, wie entmaterialisiertes „Mare ai Faraglioni“, eine Impression bei den drei berühmten Felsformationen an und vor der Küste Capris, aus dem Jahr 1957 mit 48.000 Euro der höchste Preis erzielt wurde (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR), kratzten die Vorläufer hart an der Grenze zur Sechsstelligkeit. Dank sei Hermann Max Pechstein und seiner mondänen Darstellung der Ehefrau Charlotte mit einem Spiegel. Symbolische Anspielungen in diesem Gemälde finden sich reichlich, neben dem blutroten Kleid und dem hoffnungsvoll grünen Umhang auch in Form eines Apfels, den sie in der linken Hand hält. Die zuletzt bei Grisebach für 120.000 bis 150.000 Euro angetretene, 1917 datierte Leinwand schaffte nun 98.000 Euro (Taxe 80.000 bis 100.000 EUR). ...mehr

Auch die dritte Berlin-Auktion von Lempertz kann sich sehen lassen

Ritt von rechts


Kratervase, KPM, Berlin um 1825

Waren der Königlichen Porzellan-Manufaktur gingen auf der Berlin-Auktion, die der Kölner Versteigerer Lempertz am 24. Mai zum dritten Mal in der deutschen Hauptstadt ausrichtete, weg wie warme Semmeln. Nicht nur, dass die Zuschlagsquote mit beachtlichen 60 Prozent hier noch einmal über drei Prozent höher lag als der Gesamtdurchschnitt, auch in den Einzelheiten ließen die Bieter hier die meisten Münzen klingeln. Glanzstücke waren neben den vielen Bildtellern, Tassen und Untertassen, die zum Teil deutlich über ihre Schätzwerte hinausgingen, vor allem die Vasen. Zunächst ging es um zwei Kratervasen mit üppigsten Blumendarstellungen, die ein leider unbekannter Porzellanmaler um 1825 auf das vielleicht von Karl Friedrich Schinkel entworfene Modell von KPM auftrug. Die hohe Qualität allein war aber schon genug: Auf 42.000 und 32.000 Euro kletterten die beiden Stücke, die auf nur 15.000 bis 18.000 Euro angesetzt waren. Käufer war in beiden Fällen ein Sammler aus der Ukraine. ...mehr

Impressionisten und Moderne bei Sotheby’s in London

Särge on tour


Ein Schaukelstuhl aus Bronze gefällig? Oder zwei Särge, die gemütlich auf der Balustrade einer Aussichtsplattform in den Bergen sitzen? Selbst das ist möglich am 25. Juni in der Impressionisten- und Moderneauktion von Sotheby’s in London. Dann ist es wieder so weit, und die große Londoner Auktionswoche wartet mit den Giganten des späten 19ten bis frühen 21sten Jahrhunderts auf Kundschaft aus aller Welt. Auch Henry Moores „Rocking chair No. 3“ ist dabei, eine 1950 in sechs Exemplaren gegossene Humoreske von freilich nicht ganz kindgerechter Beschaffenheit. Erstens ist das Stück mit 32 Zentimetern Gesamthöhe zu klein, und zweitens ist der Stuhl bereits besetzt: Eine langgewandete Frau mit froschartiger Maske hält hier bereits ihr eigenes Kind in die Höhe (Taxe 300.000 bis 500.000 GBP). Die ausgebüchsten Särge in holder Bergluft stellt René Magritte zur Verfügung. Der belgische Surrealist schuf 1964 seine nicht allzu große Gouache „Par une belle fin d’après-midi“ (Taxe 400.000 bis 600.000 GBP). Noch drei weitere Werke sind von ihm zu haben, darunter das Ölbild „La perspective amoureuse“ aus dem Jahr 1935. Vor nicht einmal zwei Jahren hatte der Einlieferer das etwas größere Bild für 3 Millionen Dollar erworben, jetzt will er es für 1,8 bis 2,5 Millionen Pfund wieder loswerden. ...mehr

Rückblick: Fotografie in der Villa Grisebach

Damen machen sich frei


Eingeleitet wurde Grisebachs großes Auktionswochenende am 29. Mai in Berlin mit der Fotografie. Verkauft wurde hier etwa die Hälfte des fast dreihundert Lose umfassenden Angebots für insgesamt rund 430.000 Euro ohne die Aufgelder, Einiges zu deutlich höheren Preisen als erwartet. Gleich zu Beginn wurde die fünf Posten umfassende Offerte Bernd und Hilla Bechers vollständig abgeräumt. Die Preise lagen zwischen 4.000 Euro für ihr „Wohnhaus Duisburg-Seven“ von 1980 (Taxe 4.500 bis 5.500 EUR) und 15.000 Euro, auf die ihre 18 etwas späteren Arbeitsabzüge der Serie „Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes“ von 1959/62 kamen (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR). Von gleicher Basis arbeiteten sich sechs weitere Arbeitsabzüge derselben Serie auf 8.500 Euro vor. ...mehr

Gute Abschlüsse der Moderne- und Zeitgenossenauktionen bei Hauswedell & Nolte

Mutter näht


„Keine Experimente“, warnte schon ein bedeutender deutscher Politiker vor allzu hohen Erwartungen, die nachher bitter enttäuscht werden könnten. Keine Experimente sorgten auch beim Hamburger Auktionshaus Hauswedell & Nolte dafür, dass die losbezogene Zuschlagsquote der ausgewählten Werke moderner Kunst am 13. Juni mit 54 Prozent zwar eher im Mittelfeld rangiert, aber kaum eine der wirklich wichtigen Offerten die Heimreise antreten musste. Die Schätzpreise waren in der Regel moderat angesetzt, betroffen von Rückgängen waren – wie fast überall auf dem derzeitigen Markt – vor allem die kleinen Preise. Sechs Zuschläge jenseits der 100.000 Euro und ein Gesamterlös von fast 2,2 Millionen Euro netto darf man auf der Haben-Seite verbuchen – ein sehr beachtliches Ergebnis, das im deutschen Auktionsgeschehen zwar nicht an die Villa Grisebach in Berlin heranreicht, aber auch nicht mehr weit von Lempertz in Köln entfernt ist. Rechnet man die Erträge der beiden starken Kataloge moderner und zeitgenössischer Kunst noch hinzu, so erhöht sich das Gesamtergebnis um rund 450.000 und 800.000 Euro auf fast 3,5 Millionen Euro. ...mehr

Kunst und Antiquitäten bei Nagel in Stuttgart

Borsos’ rosa Rosen


József Borsos, Stillleben mit rosa und weißen Rosen, Schmuckschatulle und Armreifen

Schnäppchenjäger dürfen sich wieder freuen auf die Kunst- und Antiquitätenauktion von Nagel am 25. und 26. Juni. Eine Darstellung der Delila, wie sie gleich dem schlafenden Simson die Haare abschneiden wird, aus dem Kreis von Valentin de Boulogne oder ein Stilllebenpaar, das stilistisch auf Meiffren Conte verweist, für jeweils 800 Euro sollten eigentlich keine Absatzprobleme bekommen. Simson und Delila sind auch noch einmal Gegenstand des Gemäldes eines vermutlich aus Holland stammenden Unbekannten, der der Szene im 17ten Jahrhundert noch erheblich mehr Leben einhaucht (Taxe 4.500 EUR). Auch 6.800 Euro für eine Auffindung des Mosesknaben aus der Werkstatt Giovanni Battista Pittonis dürften für die an sich gute, aber etwas verschmutzte Leinwand nicht zuviel sein. ...mehr

Das neue Auktionshaus Art & Auktionen in München hat die gleichen Stärken wie seine Mutter Neumeister

Bescheidener Russe


Alexander Evgenevich Iacovleff, Maler in südfranzösischer Landschaft, 1927

Geglückt darf man den Start des neuen Münchner Auktionshauses Art & Auktionen nennen. Die erste Auktion am 12. und 13. Juni spielte gut 400.000 Euro ohne die Aufgelder ein und erzielte eine Zuschlagsquote von rund 45 Prozent. Und sie zeigte, dass die Stärken des Hauses wie bei Neumeister, von dem sich Martina und Michael Scheublein abspalteten, vor allem im bei den Gemälden des 19ten Jahrhunderts liegen. Hier wurden die spannendsten Bietgefechte entfacht, hier kamen die größten Steigerungen zustande, hier lag auch die Quote nach Losen mit fast 50 Prozent etwas höher. An die Spitze setzte sich eine weite französische Landschaft mit Blick aufs Meer von 1927. Ganz unten rechts, kaum zu sehen, hat sich der Maler, den das Auktionshaus mit A. Iacovleff angibt, selbst dargestellt. Darin wird man den 1887 in St. Petersburg geborenen und 1938 verstorbenen Künstler Alexander Evgenevich Iacovleff sehen dürfen, der als russischer Meister mit erhöhter Aufmerksamkeit rechnen konnte und im weltweiten Auktionsgeschehen auch schon mit Millionenwerten bedacht wird. Von 5.000 auf den Hammerpreis von 90.000 Euro schoss jetzt die feine Naturdarstellung. ...mehr

Ergebnisse: Zeitgenössische Kunst bei Ketterer in München

Seltsamer Oehlen, komischer Meese


Mit einer Zuschlagsquote von rund 55 Prozent, einem Gesamtergebnis von brutto etwa 2,4 Millionen Euro und einigen schönen Preissteigerungen, die vielfach von Interessenten aus dem Süden herrührten, schlossen einen Tag nach der zum Teil spannenden Moderneauktion auch die Zeitgenossen bei Ketterer in München gut ab. Gefragt war sowohl Gegenständliches als auch Abstraktes. Letztere Richtung vertritt auch im gesegneten Alter von 100 Jahren noch Rupprecht Geiger. In der Mitte seines Lebens, 1957, schuf er eine „Schwarze Form vor Blau“, die jetzt 27.000 Euro einspielte (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). 58.000 Euro für die Nummer „OE 299/59“ von 1959 honorierten ein etwas größeres, nur aus Violett und Rot sowie einem schmalen weißen Streifen, der von den aneinanderstoßenden Farbmassen noch verschont zu sein scheint, bestehendes Gemälde (Taxe 40.000 bis 50.000 EUR). Auf 43.000 Euro brachte es Adolf Fleischmanns technoid anmutende „Composition Md“ von 1952, die mit ihren linearen Feldern schon Aspekte der Op Art vorwegzunehmen scheint (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). ...mehr

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