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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Auf und Ab in der Versteigerung von Gemälden und Zeichnungen der Alten Kunst bei Bassenge in Berlin

Unscheinbares Weidengewächs mit großer Wirkung


Claes van Beresteyn, Studie einer Kopfweide

Für einige Überraschungen sorgte die umfangreiche Auktion von Gemälden alter und neuerer Meister sowie Zeichnungen des 16. bis 19. Jahrhunderts beim Berliner Auktionshaus Bassenge. Denn von den über 500 Losnummern überboten so manche ihren Schätzwert gleich um ein Zehnfaches, während viele der hochpreisigen Objekte keine Abnehmer fanden. Eine Gewinnerin war Claes van Beresteyns in Feder gearbeitete „Studie einer Kopfweide“ aus dem 17. Jahrhundert. Das auf den ersten Blick unscheinbare Blatt stammt aus dem sehr überschaubaren Œuvre des niederländischen Zeichners und Radierers. Seine Studien gelten heute als wichtige Beiträge zur Entwicklung niederländischer Landschaftsmalerei, und auch die gestutzte knorrige Kopfweide mit ihren jungen Trieben lebt von der feinen Beobachtungsgabe und der naturalistischen Wirkung aufgrund der sicheren Federführung Beresteyns. Das sah ein Niederländer ebenso, blieb hartnäckig, auch als der Schätzwert von 18.000 Euro schon übertroffen war, und schmiss die Konkurrenz bei 75.000 Euro aus dem Rennen. ...mehr

Die Alter Meister bei Christie’s in London warten mit einem Rubens-Meisterwerk auf

Biblische Erotik


Peter Paul Rubens, Lot und seine Töchter, um 1613/14

Arbeiten aus der Werkstatt Peter Paul Rubens’ oder gemäldeähnliche Entwürfe des Meisters hält der Kunstmarkt noch immer in größerer Anzahl bereit. Ein vollgültig ausgeführtes Gemälde des großen flämischen Barockmalers ist aber selten. Christie’s trumpft nun in seiner Auktion „Old Master & British Paintings“ mit einem solchen auf: mit der fulminanten Darstellung „Lot und seine Töchter“. Die erotische Erzählung aus dem Alten Testament, in der Lot von seinen Töchtern betrunken gemacht wird, dass er mit ihnen Kinder zeuge, beflügelte die Fantasie der Künstler seit der Renaissance. Um 1613/14 schuf Rubens seine großformatige Version und konzentrierte sich ohne viel schmückendes Beiwerk auf die Interaktion der drei Personen. Lot, schon sichtlich berauscht, sitzt auf seinem Lager und wird von seinen beiden nackten Töchtern mit Wein und erlesenen Speisen umgarnt. Neben der großartigen malerischen Qualität wartet das Meisterwerk noch mit einer erlesenen Provenienz auf: zuerst in Händen wohlhabender Antwerpener Kaufleute, gehören auch der bayrische Kurfürst Maximilian II. Emanuel, Kaiser Josef I. oder die Herzöge von Marlborough zu den Vorbesitzern. Ende des 19. Jahrhunderts erwarb Baron Maurice de Hirsch das Gemälde aus englischem Adelsbesitz. Seit mehr als 100 Jahren nicht mehr öffentlich ausgestellt, verkaufen seine Nachkommen es nun und wollen dafür rund 20 Millionen Pfund sehen. ...mehr

Grisebach konnte in seiner Fotografie-Auktion nicht mit allem überzeugen. Doch es gab auch hohe Werte, vor allem für zwei Fotografinnen

Die schwebende Architektin


Weiße Augenbrauen und Wimpern setzen sich deutlich vom schwarzen Gesicht der entspannt nach unten blickenden Frau ab. Ihre Kleidung scheint regelrecht zu leuchten und lässt ihr Gesicht nur noch schwärzer wirken. Auch die kurzen leicht gewellten Haare sind nur von kleinen schwarzen Strähnen durchzogen. Die starke Wirkung des Hell-Dunkel-Kontrasts ist nicht zu übersehen. Der Vintage-Abzug zählt mit seiner bewussten Umkehrung von Positiv und Negativ zu den Klassikern der Bauhaus-Fotografie. Aus diesem Grund konnte das Negativporträt der Architektin Wera Meyer-Waldeck von Gertrud Arndt bei der vergangenen Auktion „Moderne und Zeitgenössische Photographie“ bei Grisebach für ein äußerst spannendes Bietgefecht sorgen. Zudem hat Arndt die Ansicht um 180 Grad gedreht, so dass der Kopf scheinbar aus dem Bild engelhaft schwebend hervortritt. Mit einem Zuschlag von 42.000 Euro zugunsten eines Schweizer Sammlers erzielte die experimentelle Negativkopie von 1930 mehr als das Vierfache ihres Schätzpreises und konnte damit einen internationalen Auktionsrekord für die Bauhaus-Fotografin verbuchen. ...mehr

Neumeister hat raren Schmuck und Alte Kunst von Silber über Porzellan bis zu Gemälden im Angebot, die den einen oder anderen Bieterwettstreit auslösen werden

Von glitzernden Klunkern, grünen Lampen und einer Verfolgungsjagd


Rubin-Diamantring, London, 2000er Jahre

Wie bereits im März geht Neumeister in München mit der Versteigerung von Schmuck einen Tag vor den restlichen Losen der Alten Kunst an den Start, um mit der hochkarätigen Abendauktion die glitzernden Pretiosen besonders herausheben. Highlight ist ein neuwertiger Diamantring aus London für 55.000 bis 68.000 Euro, den ein pinkroter Burma-Rubin im facettierten Ovalschliff krönt. Aus dieser erlesenen Gruppe von Farbedelsteinen stammen auch die beiden burmesischen Saphire in Kornblumenblau, die als Tropfen ein Paar Ohrringen mit Brillanten aus den USA der 1940er Jahre für 7.500 bis 10.000 Euro zieren, oder ein dunkelblauer, thailändischer Saphir auf einem weißgoldenen Londoner Brillantring von 1961 für 13.000 bis 16.000 Euro. ...mehr

Drei neue Weltrekorde für die zeitgenössische Kunst im Wiener Dorotheum

Blau, blau, blau ist alles, was ich habe


Durch die Bildhauerei seines Vaters war Lucio Fontana zur Kunst gekommen, studierte an der Accademia di Brera in Mailand auch dieses Fach und arbeitete zunächst in eher konventionellen Bahnen. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg initiierte er 1946 das „Manifesto bianco“, das die Gedanken des Futurismus aufnahm und eine Synthese von Malerei, Bildhauerei, Musik und Dichtung vorschlug. Zudem forderte er eine Abkehr von den herkömmlichen Materialien. So gelangte Fontana Ende der 1940er Jahre schließlich zu seiner Werkserie der „Concetti Spaziali“, monochromen Bilder mit Einschnitten, die die ebene Bildfläche für die dritte Dimension öffnen und damit in den kosmischen Raum vordringen. Eine strahlend blaue Leinwand mit einem vertikalen Riss in der Mitte forderte den Höchstpreis der Auktion „Zeitgenössische Kunst“ im Dorotheum. Fontanas „Concetto Speziale, Attesa“ von 1967/68 erreichte die untere Schätzung von 600.000 Euro. ...mehr

Auch Sotheby’s in London hat bei seiner Auktion „Contemporary Art“ mit der Schwäche des Markts zu kämpfen

Bruegel im roten Fisch


Dass ein deutscher Künstler an der Spitze einer Zeitgenossen-Auktion in London steht und nicht Gerhard Richter heißt, kommt selten vor. Diesmal stellt aber sein alter Malerfreund Sigmar Polke das Hauptlos bei Sotheby’s. 1992 schuf er seine wandfüllende Malerei „Roter Fisch“, ein charakteristisches Werk für seinen genialen Eklektizismus, das zwischen Abstraktion, geometrischen Formen und Figuration oszilliert. Dafür nutzte Polke einen grün-schwarz karierten Stoff, setzte einen dunkelblauen Balken an den oberen Rand und ließ weiße Farbinseln darüber laufen. In einige Abschnitte dieser Inseln malte er in Punktrastertechnik mit roter und blauer Farbe einen Ausschnitt aus Pieter Bruegels d.Ä. moralisierenden Kupferstich „Invividia“ aus seiner Folge der „Sieben Todsünden“ von 1557/58. Aus diesem betörenden Amalgam zwischen Kunstgeschichte, Farbenlehre, malerischen Grundlagen und neuer Kunst schält sich dann wie zufällig die Form eines Fisches heraus, die Polke zur Titelvergabe veranlasste. Der Sammler Frieder Burda kaufte das Werk direkt beim Künstler, trennte sich aber später von ihm. Zuletzt war es bis Januar 2015 bei der New Yorker Galerie Nahmad Contemporary in der Ausstellung „Threads of Metamorphosis: Fabric Pictures by Sigmar Polke“ zu sehen. Nun steht es bei Sotheby’s für 3,5 bis 4,5 Millionen Pfund zum Verkauf. ...mehr

Trotz des schwierigen Umfelds begeht Christie’s in London seinen 250. Geburtstag vorab mit einer Hommage an die Heimat

Feiern mit Briten und anderen


John Constable, View on the Stour near Dedham, full-scale sketch, um 1821/22

Ideale Zeiten sind es gerade nicht für eine große Feier im internationalen Handel mit bedeutender Kunst. Nach den Rekordauktionen der vergangenen Jahre hat sich das Klima derzeit erheblich abgekühlt, und mancher Experte raunt von einer strukturellen, längerfristigen Krise – anders als in den Jahren 2009/10 nach der weltweiten Finanzkrise. Auch Christie’s bekommt das zu spüren, wenngleich das Unternehmen im Besitz des französischen Milliardärs und Kunstsammlers François Pinault noch immer zu den Hauptakteuren auf dieser großen Bühne gehört. Und den 250. Geburtstag lässt man sich am Hauptsitz in London trotz drohenden Brexit auch nicht vermiesen: Im Dezember des Jahres 1766 fand unter der Leitung von Namensgeber James Christie die erste Versteigerung in der Geschichte des Hauses statt. Das wird am 30. Juni gebührend gefeiert, und zwar mit einer erlesenen Suite von 33 in dem opulenten Katalog „Defining British Art“ vorgestellten sowie vor und nach der Auktion insgesamt vier Wochen lang öffentlich gezeigten Werken britischer Künstler des 18. bis 20. Jahrhunderts – sozusagen als Hommage an die Heimat. ...mehr

Mit guten, aber nicht überschwänglichen Ergebnissen schloss Grisebach in Berlin seine Auktion mit ausgewählten Objekten des Kunsthandwerks, Designs und der Alte Kunst ab

Der Ruf der Circe


Ron Arad, Cone chair (Studio piece), 1986

Manchmal fällt es schwer, in Worte zu fassen, weshalb eine Person besonders anziehend ist oder was sie vor allen anderen auszeichnet. Etwas Besonderes im Aussehen oder der Hintergrundgeschichte wiesen auch die Posten in der Auktion „Ausgewählte Objekte“ bei Grisebach auf. Ein geeignetes Exempel wäre Ron Arads „Cone Chair“ von 1986. Die Zick-Zack-Form der konischen Metalllehne und die gläserne Sitzfläche lassen das Möbel nicht sofort als Sitzgelegenheit erkennen. Genau darin liegt der besondere Charme, denn so entpuppt sich die anfangs wohl als moderne Plastik verstandene Arbeit des in Tel Aviv geborenen Designers als ein Stuhl. Auch wenn er nicht Jedermanns ästhetischen Nerv treffen mag, so besitzt er dennoch das Besondere. Das Eigensinnige des Objekts war wohl auch der Grund, weshalb es an der unteren Grenze des angesetzten Preises festhielt und für 15.000 Euro in neue Hände wechselte. ...mehr

Bassenge verbuchte guten Erfolg mit der Druckgrafik des 15. bis 19. Jahrhunderts und heimste mit einigen Werken unerwartet hohe Gewinne ein

Überraschung aus der Tiefe


Fries mit einer gespiegelten Darstellung von Meerwesen, Deutschland, 16. Jahrhundert

Der Holzschnitt trat recht bescheiden an. Verzeichnet war er im Katalog zur Druckgrafikauktion bei Bassenge in Berlin nur mit „Deutsch“ und „16. Jahrhundert“ sowie einem Schätzpreis von 750 Euro. Doch die beiden männlichen Meereswesen, die sich mit menschlichem Ober- und drachenartigem Unterkörper gegenüber stehen und jeweils ein Bündel mit zwei Fischen in ihrer Hand halten, ließen die Bieter nicht zur Ruhe kommen. Umgeben von üppigem Ornament und oben sowie unten begrenzt durch Zierleisten, hoben sie die gespiegelte Darstellung des Renaissance-Frieses entschlossen auf stolze 18.000 Euro. Auch insgesamt verlief die Auktion mit einer Zuschlagsquote von guten 53,5 Prozent erfreulich. Den absoluten Spitzenwert erzielte eine Mappe von Ferdinand Olivier. Die Folge der „Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden. Geordnet nach den sieben Tagen der Woche“ von 1823 ist sein grafisches Hauptwerk und zugleich der bedeutendste Zyklus, den die deutsche Romantik hervorgebracht hat. Die idyllischen Blätter verbinden eine naturalistische Landschaftsschilderung mit der allegorischen Wiedergabe des christlichen Lebens. Für sage und schreibe 80.000 Euro fand diese Mappe mit acht Blättern und den originalen Deckeln einen neuen Liebhaber in Amerika. Bewertet war sie nur mit 50.000 Euro. ...mehr

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Josef Bauer erhält Alfred-Kubin-Preis

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Rostocker Kunstpreis für Felix Baxmann

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Bharti Kher in Berlin

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