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Am 21.10.2017 Kunstauktion 95 bei Winterberg|Kunst in Heidelberg

© Winterberg|Kunst

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Alte und Neuere Kunst ist bei Lempertz vor allem in Spitzenwerken noch immer gefragt, das Mittelfeld dagegen schwächelt

Rekord für einen alten Hasen


Barent van Orley, Kalvarienberg

Schwer wurde es dem Kölner Auktionshaus Lempertz manchmal gemacht, seine anspruchsvoller Offerte Alter und Neuerer Kunst in der vergangenen Herbstsaison unter die Leute zu bringen. Vor allem bei den Meistern des 15ten bis 18ten Jahrhunderts gab es einige herbe Rückschläge. So lag die losbezogene Zuschlagsquote für die gesamte Versteigerung nur bei knapp 40 Prozent. Triumphiert haben dagegen jene Werke, die ob ihrer herausragenden Qualität auch in Krisenzeiten über alle Zweifel erhaben scheinen. Bester Beleg war eine großformatige Tafel mit einer Darstellung des volkreichen Kalvarienberges samt Stifterfigur um 1520, die dem Brüsseler Meister Barent van Orley zugeschrieben wird und sich einst in der während der Säkularisation untergegangenen Kölner Kirche St. Maria ad Gradus befand. Zwar verfehlte sie ihre hohe Taxe von 1 bis 1,3 Millionen Euro denn doch um stattliche 150.000 Euro, doch liegt man mit den 850.000 Euro dicht am alten Auktionsrekord von 700.000 Pfund, den Christie’s 1996 für eine seiner Tafeln aufstellte. ...mehr

Rückblick: Moderne und zeitgenössische Kunst bei Karl & Faber

Ausgefallenes mehr gefragt


Leo Putz setzte sich an die Spitze der modernen Kunst bei Karl & Faber. Allerdings lagen die 98.000 Euro für seine Frau im Boot „Am Ufer“ aus dem Jahr 1913 immerhin 22.000 Euro unterhalb des unteren Schätzpreises. Ähnliche Einbußen mussten auch Max Liebermanns skizzenhaftes Ölbild einer Strandszene in Noordwijk von 1908 bei 90.000 Euro (Taxe 100.000 bis 120.000 EUR) und Albert Marquets tunesisches Dorf „Sidi Bou Said“ für 18.000 Euro (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Das spricht dafür, dass sich am 5. Dezember nicht allzu viele Sammler um die Kunstwerke rissen und die Zuschläge meist zum Limit erfolgten. Auch die losbezogene Zuschlagsquote war nach der Auktion mit 37,7 Prozent nicht gerade überschwänglich. Der Nachverkauf half bisher wenigstens noch auf knapp 41 Prozent, für die 286 „Ausgewählten Werke“ auf gute 47,5 Prozent. Dennoch zeigte sich Rupert Keim, Chef des Münchner Versteigerers, mit den Jubiläumsauktionen zum 85jährigen Firmenbestehen zufrieden und gab trotz „herausfordernden Marktumfeldes“ einen höheren Umsatz als in den Frühjahrsauktionen 2008 bekannt. ...mehr

Zeichen der Zeit: Zeitgenössische Kunst bei Lempertz in Köln

Gutes geht immer


Lynn Chadwick, High Wind, 1984

Lempertz in Köln bestätigte, was die Stunde für die Kunst in Zeiten der Krise geschlagen hat: Spitzenwerke der Zeitgenössischen Kunst gingen zum Teil hervorragend, blass dagegen mitunter die Ergebnisse im qualitativen und preislichen Mittelfeld. Als eine herausragende Arbeit kann etwa Lynn Chadwicks leicht überlebensgroße Bronzefigur einer Frau im „High wind“ gelten, gegossen 1984 in insgesamt sechs Exemplaren. Das museale Stück erzielte bei 520.000 Euro einen Preis von internationalem Format (Taxe 400.000 bis 500.000 EUR). Bezeichnend war auch das starke Engagement deutscher Sammler und Händler, die sich bei allen Spitzenlosen mächtig ins Zeug legten. Der deutsche Privatmann, der den Chadwick ersteigerte, setzte sich auch bei drei jeweils rund 260 Zentimeter hohen Nana-Brunnenfiguren von Niki de Saint Phalles durch und erwarb sie zur unteren Gesamttaxe von 750.000 Euro. Deutscher Handel war im Rennen um Eduardo Chillidas Chinatusche auf Japanpapier „Gravitación“ von 1989 mit 120.000 Euro erfolgreich (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR), erneut ein deutscher Sammler schlug mehrere Telefone aus dem Feld, als es um Ernst Wilhelm Nays „Blaue Scheiben“ von 1954 ging. Die hier investierten 95.000 Euro (Taxe 70.000 bis 90.000 EUR) fehlten allerdings bei zwei weiteren großen Ölabstraktionen des Altmeisters für bis zu 70.000 Euro. ...mehr

Erst der Nachverkauf konnte Neumeister Kunst und Design des 20ten Jahrhunderts erfolgreich absetzen, afrikanische Kunst aus der Sammlung Walter Bareiss lief äußerst gut

Auf und ab


Nur mit gemischten Gefühlen lässt sich die vergangene Moderne-Auktion von Neumeister in München resümieren. Manchen schmerzlichen Rückgängen standen erfreuliche Steigerungen vor allem bei den kleinen Preisen gegenüber. So kletterte eine fauvistisch angehauchte Ölkomposition Gaston Balandes, die zwei jungen Damen beim Lesen unter schattigen Bäumen vor Schloss Gaillard zeigt, von 3.000 auf 4.500 Euro, eine impressionistische Ansicht der Friedrichstraße in Berlin von Otto Pippel wurde von 2.000 auf 3.300 Euro gehoben. 4.600 Euro für eine Mutter mit Kind des Münchner „Scholle“-Künstlers Erich Erler-Samaden, 2.000 Euro für einen Zigeunerwagen seines Bruders Fritz Erler und 3.800 Euro für Josef Scharls surreales Früchtestillleben im Mondschein von 1943 lagen noch innerhalb der Erwartungen. ...mehr

Bei Koller geht die Schweizer Kunst solide, die Moderne und vor allem die Zeitgenossen verlieren an Boden

Schweizer Ernüchterung


Giovanni Giacometti, Nevicata, Schneefall, 1919

Ein wenig zurückgegangen ist das Interesse an moderner und zeitgenössischer Kunst auch beim Zürcher Auktionshaus Koller. Nachdem schon Sotheby’s mit seiner Auktion Schweizer Kunst Ende November nicht an frühere Erfolge anknüpfen konnte, musste die wohl stärkste heimische Konkurrenz am 5. Dezember ebenfalls eine stattliche Reihe von Rückgängen hinnehmen. Betroffen waren vor allem die teuren Stücke, von denen weder Giovanni Giacomettis rosagrüne Bergbachimpression „Il mulino“ von 1916 (Taxe 700.000 bis 1 Million SFR) noch sein bunt schillernder Blick auf Monte Forno von 1921 (Taxe 950.000 bis 1,5 Millionen SFR) einen Abnehmer fanden. Giacomettis Blick auf den hohen Schnee in seinem Vorgarten, überhöht durch einen rosa Abendhimmel, aus dem Jahr 1919 avancierte mit einem Zuschlag bei 350.000 Franken zum Toplos der Versteigerung, lag aber ebenfalls satte 50.000 Franken unterhalb der Erwartungen. ...mehr

Alte und Neuere Meister bei Karl & Faber: Gute Einzelresultate, schwaches Gesamtergebnis

Riberas Heimspiel


Jusepe de Ribera zugeschrieben, Die letzte Fahrt

Jusepe de Ribera oder nicht? Die braun lavierte Federzeichnung, auf der ein armer Totengräber „Die letzte Fahrt“ eines Verstorbenen ausführt, während ein lustiger Putto mit Windrad dem Karren munter vorausstolpert, wurde bereits 1978 bei Karl & Faber dem Spanier zugeschrieben, damals mit einem Zuschlag bei 950 Mark. Dreißig Jahre später, am 4. Dezember des letzten Jahres, hatte der Münchner Versteigerer das sauber und spritzig gezeichnete Blatt erneut im Angebot, auf 1.800 Euro ebenfalls recht vorsichtig taxiert, ebenfalls mit dem Etikett Jusepe der Ribera „zugeschrieben“. Diesmal fiel die Entscheidung pro oder contra jedoch weniger eindeutig aus. 105.000 Euro lautete schließlich das Ergebnis, um das Pariser und Londoner Handel rangen, bis letzterer die Oberhand behielt. ...mehr

Ergebnisse: Teuerstes Design im Dorotheum blieb liegen

Was zu erwarten war


Zaha Hadid, Tee- und Kaffee-Service, 1997

Es war vorauszusehen, dass nicht alles, was das Dorotheum in seiner bislang wohl größten Designauktion an neuesten Neuigkeiten aus dem Hause Sawaya & Moroni in Mailand auftischte, Begeisterung hervorrufen würde. Mit höchsten fünf- und teilweise nicht geringen sechsstelligen Preisen für Dominique Jakobs und Brendan MacFarlanes Schale „Tissue“ aus einzelnen durchbrochenen Elementen in Form von Silberdreiecken (Taxe 85.000 bis 95.000 EUR) oder ein zu verschiedenen Kombinationen zusammensetzbares „No End“-Sofa desselben Designerpaares mit giftgrünen Lederpolstern (Taxe 55.000 bis 65.000 EUR), eine Silbervase namens „Quartetto“ von Dominique Perrault für 70.000 bis 80.000 Euro und vor allem das futuristische Sitzobjekt „Darwish“, das Meister William Sawaya dieses Jahr in acht Exemplaren auslieferte und beim Dorotheum mit 190.000 bis 220.000 Euro im Katalog stand, waren die Kunden zur gegenwärtigen Zeit einfach überfordert. Wenigstens ein Trostpflaster gab es aber: Zaha Hadids vierteiliges Tee- und Kaffeeservice aus windschiefen Silberkuben, die zusammengestellt eine beeindruckende Skyline en miniature ergeben, wurde von einem Sammler zum unteren Schätzpreis von 60.000 Euro übernommen. ...mehr

Rückblick: Moderne und zeitgenössische Kunst bei Van Ham

Nicht so überzeugend


Spannende Bietgefechte vor allem im preislichen Mittelfeld entfachte die Auktion moderner und zeitgenössischer Kunst am 3. Dezember bei Van Ham in Köln. Gleich zu Beginn machte Arnold Balwé mit einem bunt blühenden „Bauerngarten“ auf sich aufmerksam, der erst bei 20.000 Euro vom deutschen Kunsthandel übernommen wurde (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR). Auf 14.000 Euro verdoppelte sich die untere Taxe für ein Hochformat des Niederländers Felix de Boeck, das 1920 unter dem Titel „Abstrakt“ seinem flächenkomponierenden Landsmann Piet Mondrian nacheifert. Für die Neue Sachlichkeit stand Georg Schrimpfs 1932 datierte Abendstimmung am Staffelsee für 16.000 Euro (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Bei den hochpreisigen Stücken haperte es dagegen mitunter, gute Kunst sei „in Krisenzeiten offenbar kein Garant für Spitzenpreise“, so das Resümee des Hauses zu einer insgesamt nicht ganz zufriedenstellenden Versteigerung. ...mehr

Kunstgewerbe bei Lempertz läuft

Keine Übereinstimmung der Initialen


Tapisserie mit Szenen von Abraham und Isaac, wohl Brüssel, letztes Viertel 16. Jahrhundert

Eine alles in allem erfreuliche Kunstgewerbeauktion gelang dem Kölner Auktionshaus Lempertz am 20. und 21. November. Die konservative Schätzpreispolitik mit nicht zu hohen Erwartungen ließ eine Reihe spannende Bietgefechte zu, die zu einigen erheblichen Preissteigerungen führten. Mit 54 Prozent lag die Zuschlagsquote nach der Auktion schon in einem respektablen Rahmen und wurde im Nachverkauf noch auf 62 Prozent gesteigert. Wie schon im vergangenen Frühjahr, wo ein Großteil des Angebots aus der zu 100 Prozent veräußerten Sammlung Schuster stammte und zu einem guten Zweck verkauft wurde, kamen jetzt noch einmal ein paar Sahnestückchen dieser erlesenen Kollektion zugunsten der Kinderkrebshilfe unter den Hammer, darunter einige Glasbecher von Gottlob Samuel Mohn, Ludwig Mohn und Anton Kothgasser, die im niedrigen vierstelligen Schätzpreisen erwartungsgemäß zu günstig bemessen waren und daher auf bis zu 10.500 Euro gingen. ...mehr

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