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Am 21.10.2017 Kunstauktion 95 bei Winterberg|Kunst in Heidelberg

© Winterberg|Kunst

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Impressionisten und Moderne bei Sotheby’s – vor allem erstere mit guten Zuschlägen

Hast Du Tamaras Nummer schon?


Die Erfolgsnachrichten in der Kunstwirtschaft haben sich nicht völlig verabschiedet, und auch bei Sotheby’s setzte am 5. Mai eine in Teilen durchaus erfolgreiche New Yorker Abendauktion mit 29 verkauften von 36 angebotenen Losen gut 61 Millionen Dollar um, was immerhin einen ganz guten Durchschnittspreis verspricht. Das ist freilich nichts gegen die 235 Millionen Dollar, die noch vor einem Jahr in gleicher Rubrik erzielt wurden, und auch die Mindesttaxe von 80 Millionen – wohlgemerkt ohne Aufgelder – ist hier nicht ansatzweise angeschnitten. Aber nur sieben Arbeiten blieben unverkauft. Besonders die Impressionisten profitierten von einem offenbar lebhaften Interesse einzelner Sammler und Händler, sich auf dem etwas schwächelnden Markt günstig für profitablere Zeiten einzudecken. Alles könnte also gut sein – wären da nicht zwei kapitale Fehlbeträge gewesen. ...mehr

Jugendstil und angewandte Kunst des 20sten Jahrhunderts im Dorotheum

Extravagante Posen


Eduard Klablena, Die Berühmtheit, 1909

Selbst für eine eigene Jugendstilauktion reicht das Repertoire des Wiener Dorotheums in diesem Mai noch, und das, obwohl sich die Versteigerung am 13. Mai mit der Designauktion einen Tag darauf thematisch durchaus überschneidet. Möbel des Wiener Jugendstil hier wie dort, und auch die Muranogläser glänzen in beiden Veranstaltungen. Was soll’s, noch diese Zweitauflage von über 250 Losnummern stellt ein Kompendium dar, von dem manch andere Häuser nur träumen können. Und dabei geht es dem Dorotheum keineswegs wie Eduard Klablenas satirischer Witzfigur „Die Berühmtheit“, einem aufgeblasenen, mit Orden behängten und in prunkenden Mantel gehüllten Vogel sein. Der Entwurf zu dieser Porzellanfigur stammt von 1909, den malerischen Dekor schuf Heinrich Lang 1910, ausgeliefert wurde sie von der Königlich Preußischen Porzellanmanufaktur in 205 Exemplaren (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR). ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in New York

Musik am Arsch der Kunst


Kunst oder Kitsch, Geniestreich oder Dekoration auf dem Niveau zwanzig Jahre alter Postergrafik – gleichgültig, was man über Dan Colen denken mag, einer der wichtigsten Kunstmogule im internationalen Geschäft hat sich für ihn entschieden: Charles Saatchi. Und mit der Aufnahme in dessen Galerie ist Colen ein gemachter Mann, der es wohl als einer der jüngsten Künstler jemals jetzt in die Abendauktion der großen Häuser in New York geschafft hat. Sotheby’s bietet ein scheinbar dem Trickfilm entlehntes Stillleben mit Tintenfass, Hochzeitsdekoration und verlöschter Kerze an, deren Rauch soeben den Titel des Bildes „Blow Me“ in die blaugetränkte Luft schreibt. Der kometenhafte Aufstieg des 1979 geborenen Malers, Bildhauers, Installateurs und überhaupt in allen Gattungen tätigen Künstlern verdankt sich auch seiner ungeheuren Wandelbarkeit, die von Street Art über expressive Zufallsprodukte im Stil abstrakter Expressionisten eben bis zu technoid anmutender Gegenständlichkeit wie in „Blow Me“ von 2005 reicht. Mit einem Schätzpreis 100.000 bis 150.000 Dollar ist er fraglos in die obere Liga eingestiegen. ...mehr

Irene Lehr setzte ihre Auswahl an moderner und zeitgenössischer Kunst sehr gut ab

Betuchte Vermieterin


Wenngleich Sensationsergebnisse diesmal nicht zu vermelden sind, war Irene Lehrs Berliner Auktion am 24. April wieder einmal ein voller Erfolg. Eine Zuschlagsquote von über 80 Prozent ist für die meisten anderen Versteigerer inzwischen in weite Fernen gerückt, und auch das Nettoergebnis von über 750.000 Euro kann sich sehen lassen. Die beiden Spitzenwerke waren Hermann Max Pechsteins Bildnis seiner Berliner Vermieterin Frau Cuhrt und Otto Dix’ „Kirche von Arnas II“. Beide erhielten ihre neue Heimat, allerdings unter leichten Einbußen. Pechsteins Portrait, 1908 vermutlich im Auftrag der Cuhrts für ihre großzügige Wohnungsausstattung am Kurfürstendamm entstanden, musste sich ebenso mit 40.000 Euro zufrieden geben (Taxe 50.000 EUR) wie das Spätwerk seines zehn Jahren jüngeren Kollegen aus dem Jahr 1958 (Taxe 45.000 EUR). Dessen Lithografie „Südlicher Matrose“ entstand 1923 zur expressionistischen Hochzeit des Meisters. Hier waren 6.500 Euro leicht über dem Schätzpreis der Lohn. ...mehr

Moderne Kunst im Dorotheum Wien

Viel Italien im Land ohne Küste


Italienisches Flair durchzieht die Versteigerung Moderner Kunst im Wiener Dorotheum – noch mehr als sonst. Wenn es auch alles keine erstklassigen Arbeiten sind, die am 12. Mai in den Auktionssaal geschoben werden – die guten Beziehungen des Hauses gen Süden machen sich besonders in Zeiten, in denen andere Werke berühmter Künstler gern für bessere Zeiten zurückgehalten werden, besonders vorteilhaft bemerkbar. So fallen also Filippo de Pisis’ „Rio Veneziano“ von 1944, Mario Tozzis 1970 datiertes Spätwerk „Fanciulla di spalle“, Marino Marinis schöne Tuschezeichnung mit blauem Gouachehintergrund „Cavalli e Cavalieri“ von 1950, eine aus acht ausschnittartigen Motiven bestehende Komposition Mario Sironis aus der Zeit um 1948, Felice Casoratis zweischichtiges und dreifarbiges Temperabild „Uova e Genziane“ aus dem Jahr 1960 oder Renato Guttusos spätes Stillleben mit Früchten, Kanne und Spielkarten von 1983 besonders ins Auge. Die Preise für alle Bilder liegen zwischen 25.000 und 45.000 Euro. Einer der bekanntesten ist Gino Severini, der einst zum Kern der Futuristen gehörte. Sein kleines Ölgemälde „Natura morta con fruttiera“ aus dem Jahr 1947 lässt davon noch eine fast schreiende Farbigkeit und einen kubistischen Anhauch erkennen (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR). ...mehr

Winterbergs große Kunst- und Grafikauktion am 9. Mai mit ihren Höhepunkten

Des Dichters Wort und Zeichnung


Hartmann Schedel, Buch der Chroniken und Geschichten, 1493

Die Schedelsche Weltchronik, tausendfach publiziert und den meisten Menschen von Stand und Bildung wenigstens vom Namen her bekannt, bildet – als Losnummer eins rund 1450 weiteren Objekten vorangestellt – das Toplos der Auktion von Winterberg am 9. Mai: 72.000 Euro soll die vollständige, altkolorierte und rubrizierte Ausgabe mit ungefähr 1800 Holzschnitten unter anderem von Michael Wolgemut, dem Lehrer Dürers, und Wilhelm Pleydenwurff einbringen. Albrecht Dürer selbst steht wenig später im Mittelpunkt der Alten Meister. Sein bekannter Kupferstich „Das Wappen mit dem Totenschädel“, datiert 1503 und neben der symbolträchtigen gedanklichen Tiefe ein Blatt von höchster technischer Meisterschaft, ist bei dem Heidelberger Auktionshaus erneut zugegen und soll 22.500 Euro kosten. Rund fünf Jahre früher dürfte sein Kupferstich „Der Traum des Doktors“ entstanden sein. Weniger berühmt, ist er mit 8.500 Euro auch weniger teuer, wenngleich hier in Gestalt der Venus eine der gelungensten Aktdarstellungen Dürers vorliegen dürfte. Der Kupferstich „Die Jungfrau mit Haarband im Strahlenkranz auf der Mondsichel“ von 1514 liegt bei 7.800 Euro. ...mehr

Sichtbar reduziert: Impressionisten und klassische Moderne bei Sotheby’s

Stimmungsbarometer in Zeiten der Krise


Deutlich verschlankt tritt Sotheby’s heuer die großen New Yorker Frühjahrsauktionen an: Die Einlieferungen für die Versteigerung klassischer Moderne am 5. und 6. Mai sind gegenüber dem Vorjahr in Abend- und nachfolgender Tagesauktion auf rund die Hälfte zusammengeschrumpft, ebenso die Gesamttaxe der Abendveranstaltung von rund 80 Millionen Dollar. Im Mai 2008 wurden hier noch gut 235 Millionen Dollar umgesetzt. Es wird wieder einmal klar, dass die Sammler in wirtschaftlich schlechten Zeiten ihre Ware zurückhalten und das Angebot spürbar ausdünnen. Dass die Auktion dennoch spannende Augenblicke verspricht, liegt an einer Handvoll erstklassiger Spitzenwerke mit Preisen im achtstelligen Dollarbereich. Die besten Chancen auf Platz eins wird wohl Alberto Giacomettis Bronzeskulptur „Le Chat“ haben. Das Modell dazu erstellte der Südschweizer Künstler 1951, ausgeführt wurde die Nummer 7/8 des extrem dünnen, auf hohen Beinen daherschleichenden Tieres, das einen großen massiven Kopf voranträgt, im Jahr 1959. Bis 1967 ist die Besitzerliste unter anderem mit Heinz Berggruen und der Galerie Beyeler lang, dann aber verschwand das Stück für mehr als vierzig Jahre in Privatbesitz. 16 bis 24 Millionen Dollar sind veranschlagt. Damit knüpft man an den Giacometti-Rekord an, der zu besten Kunstmarktzeiten vor einem Jahr bei Christie’s in New York mit 24,5 Millionen Dollar für die „Grande femme debout II“ zustande kam. Das kaufkräftige Publikum ist also immer noch gefragt, und die New Yorker Auktionen gelten als Testfall für die Stimmung im internationalen Kunstmarkt. ...mehr

Silber im Dorotheum

Rundreise durch das silberne Europa


Caspar Beutmüller d.Ä., Doppelbecher, Nürnberg um 1590

Das Dorotheum blitzt und funkelt wieder aus allen Knopflöchern bei seiner großen Silberauktion am 11. Mai in Wien. Wenngleich wichtige Werke bereits in der Antiquitätenauktion Anfang April auf dem Programm standen, bleibt für das Familientreffen der eigenen Gattung immer noch eine reiche Auswahl, die weit über vierhundert Losnummern füllt. Die frühesten Stücke reichen bis ins späte 16te Jahrhundert zurück – und machen auch gleich den Anfang. Caspar Beutmüller, der erste seines Namens einer Nürnberger Goldschmiededynastie, schuf um 1590 einen Doppelbecher mit kräftiger Buckelgliederung. Manche Details lassen noch die Nachwirkungen der Spätgotik spüren (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Rasch landet man in der bedeutenden Gold- und Silberschmiedemetropole Augsburg. Hier ist Gabriel Bessmann mit einem Deckelhumpen zu nennen, dessen Wandung mit getriebenen Bacchanalszenen geschmückt ist (Taxe 7.000 bis 10.000 EUR). Und verlässt sie ebenso rasch wieder, um über einen für medizinische Zwecke gedachten Bisamapfel süddeutscher Herkunft des 17ten Jahrhunderts (Taxe 14.000 bis 18.000 EUR) in südostmitteleuropäische Gefilde einzudringen. ...mehr

Rückblick: Bücher und Grafik bei Venator & Hanstein

4.000 Euro für zwei Striche


Ein „Atlas, das ist Abbildung der gantzen Welt mit allen darin begriffenen Ländern und Provintzen“ von Gerhard Mercator und Jodocus Hondius aus dem Jahr 1633, der für 25.000 Euro in den ausländischen Handel ging (Taxe 10.000 EUR), oder eine Sammelhandschrift mit Predigten des niederländischen Klerikers Geerte Grote und anderer Theologen aus dem frühen 15ten Jahrhundert für 26.000 Euro, von der ein weiteres bekanntes Exemplar wohl beim Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln untergegangen ist (Taxe 9.000 EUR): das waren zwei der Höhepunkte in der Bücher-, Grafik- und Autografenauktion von Venator & Hanstein am 27. März in Köln. Demgegenüber mussten die grafischen Arbeiten Alter Meister der Kunst etwas zurückstecken – wäre da nicht Rembrandt gewesen. Für seine Blätter konnte das Haus erfolgreich Beträge bis in den niedrigen fünfstelligen Bereich hinein verlangen, so dass der Hammer am Ende bei 14.500 Euro für seine 1655 entstandene Radierung „Abrahams Opfer“ (Taxe 15.000 EUR) und bei 11.500 Euro für die „Landschaft mit der saufenden Kuh“ aus der Zeit um 1650 fiel (Taxe 6.000 EUR). ...mehr

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