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Am 28.10.2017 Auktion 47

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Ergebnisse: Alte und Neuere Meister bei Bassenge in Berlin

Teure Nazarener und andere Schätze


Albrecht Dürer, Christus am Kreuz mit der Engelbordüre, 1516

Ein erlesenes Angebot, dennoch moderate und realistische Preisbewertungen, ein Sinn auch fürs Feine und Edle in der zweiten Reihe der nationalen wie internationalen Kunst sowie Stetigkeit und Berechenbarkeit im Ausbau des Gesamtprogramms – diese Komponenten sind Basis für die erfolgreiche Entwicklung, die das Berliner Auktionshaus Bassenge in den vergangenen Jahren zunehmend in die erste Reihe des deutschen Kunstmarktes gerückt haben. Wer sonst in Deutschland kann so ein Angebot an Druckgrafik und Zeichnungen vom 15ten bis 19ten Jahrhundert vorweisen? Der Lohn für eine gewisse Knochenarbeit, die Art und Umfang der Einlieferungen im Vorfeld mit sich bringen, bestätigt fast jede Auktion in der Richtigkeit ihrer Anlage aufs Neue – auch diesmal: Kaum ein deutsches Auktionshaus kann in diesem Herbst auf derart hohe Zuschlagsquoten wie Bassenge zurückblicken. Fast 70 Prozent der Lose wurden bei den Alten und Neueren Meister verkauft. Gerade bei der gelegentlich etwas schwergängigen, von vielen anderen Häusern darum eher gemiedenen älteren Kunst ein Ergebnis geradezu mit Seltenheitswert. ...mehr

Resultate: Moderne und zeitgenössische Kunst bei Van Ham in Köln

Das große dicke Schokomädchen räumt ab


Mit Erfolg brachte das Kölner Auktionshaus Van Ham seine Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst am 3. Dezember über die Bühne. Die verhältnismäßig hohe Zuschlagsquote von fast 59 Prozent, ohne Vorbehalte von gut 51 Prozent, verdankt sich vor allem der Gegenwartskunst. Diese hatte mit Fernando Boteros draller Bronzeskulptur eines stehenden Frauenaktes „La Pudeur“ als viertes von sechs Exemplaren aus dem Jahr 1981 auch das Hauptlos zu bieten. Die obere Schätzung von 500.000 Euro erzielte die schokoladenbraune, in ihrer selbstsicheren Kompaktheit anmutige Schönheit. Vor allem aber beeindruckten die Zeitgenossen durch mehrere neue Auktionsrekorde – wenn auch nicht auf dem Niveau von Christie’s oder Sotheby’s. ...mehr

Alte Meister bei Christie’s: Mit drei Spitzenwerken in Rekordtaumel

Im Höhenflug


Rembrandt, Halbportrait eines Mannes mit in die Hüfte gestemmten Armen, 1658

Finanz- und Wirtschaftskrise hin oder her. Für seltene Highlights auf dem Kunstmarkt haben die Reichen der Reichen immer noch genügend Geld übrig. So geschehen am Dienstag in der Versteigerung „Old Master Paintings“ bei Christie’s in London. Trotz einer Rückgangliste von immerhin 15 der 43 Lose – also rund 35 Prozent – wurde ein Gesamtumsatz von 68,4 Millionen Pfund eingefahren, was 97 Prozent der Schätzpreissumme entspricht. Dies war den drei schon lange im Vorhinein angepriesenen Hauptlosen zu verdanken, die Christie’s glücklich an den Mann bringen konnte. Rembrandts melancholisches, die Schatten des Spätwerks ausdrückendes Halbportrait eines Mannes mit in die Hüfte gestemmten Armen aus dem Jahr 1658 erzielte die untere Taxe von 18 Millionen Pfund und wanderte von Barbara Piasecka Johnson in eine nicht näher genannte Privatsammlung. Die großartige Darstellung des jugendlichen Evangelisten Johannes, der gerade intensiv an der Abfassung seiner heiligen Schrift arbeitet und sich dabei von zwei drolligen Putten sowie seinem Attribut, dem Adler, assistieren lässt, machte sich bei 8,2 Millionen Pfund etwa zur Mitte der Schätzgrenzen davon. Verantwortlich dafür ist der römische Barockmaler Domenico Zampieri, der unter seinem Künstlernamen Il Domenichino besser bekannt ist. ...mehr

Ergebnisse: Höhepunkte der Design-Geschichte VI bei Quittenbaum

Gut, manchmal günstig eingekauft


René Lalique, Vase „Poissons“, 1921

Eine Gemengelage an erfreulichen und enttäuschenden Ergebnissen brachte die große Jahresabschlussauktion von Quittenbaum am 1. Dezember. Unerwarteten Preissteigerungen standen in München schmerzliche Rückgänge hoch gehandelter Stücke gegenüber. Insgesamt aber gestaltete sich diese sechste, unter dem Motto „Tischkultur“ stehende Ausgabe der „Höhepunkt der Design-Geschichte“ zu einer guten Veranstaltung. Mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von rund 45 Prozent, mit dem Nachverkauf von knapp 48 Prozent lag das Ergebnis rund zehn Punkte höher als bei Nummer fünf im vergangenen Jahr, wenngleich die Umsatzsumme mit gut 328.000 Euro um circa 50.000 Euro unter derjenigen der Vergleichsauktion lag. Acht Zuschläge lagen jenseits der 10.000 Euro-Grenze. Den ersten Platz teilten sich bei 15.000 Euro eine von Franz Hofstötter entworfene und von Lötz Witwe für die Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 ausgeführte kalebassenartigen Phänomenvase sowie René Laliques Kugelvase „Poissons“ von 1921 diesmal in kräftigem Rot. Beide Artefakte wanderten in die USA ab (Taxen 9.000 und 13.000 EUR). ...mehr

Rückblick: Der modernen und zeitgenössischen Kunst mangelte es bei Hauswedell & Nolte an Spitzenwerken

Kollwitz geht immer


Erwartungsgemäß nicht euphorisch wurden die „Ausgewählten Werke“ aufgenommen, die Hauswedell & Nolte seinen Kunden am 4. Dezember präsentierte. Ein herausragendes Spitzenlos schien diesmal einfach nicht zu bekommen zu sein. Auch das Hamburger Auktionshaus spürte die Zurückhaltung der Einlieferer, und so fand sich in der Zuschlagsliste hinterher auch kein sechsstelliger Betrag. Pablo Picassos Aquatintaradierung eines hieratischen „Torse de femme – L’Égyptienne“ von 1953 blieb mit 98.000 Euro knapp darunter (Taxe 90.000 EUR). Immerhin fiel die Zuschlagsquote aller drei Auktionsteile am 4. und 5. Dezember mit gut 48 Prozent noch ganz solide aus, konnte sich mit dem Nachverkauf bisher auf knapp 53 Prozent steigern und dokumentierte ein reges Interesse nicht nur am qualitativ guten, preislichen Mittelfeld, sondern auch an ausgefallenen Stücken selten auf dem Markt anzutreffender Künstler. Der bedeutendste von ihnen war Carlo Mense. Seine „Madonna mit Kind“ in einem kubistischen Strahlenkranz vor einer Stadtlandschaft aus der Zeit um 1913/14 blieb mit 75.000 Euro zwar knapp unterhalb der Schätzung von 80.000 Euro, dennoch markiert dieses Nettoergebnis den neuen Auktionsrekord für Mense. Gleich darauf konnte Hannah Höchs Collage „Lustige Person“, entstanden 1932 in Holland, ihren Wert auf hohe 70.000 Euro glatt verdoppeln. ...mehr

Alte und Zeitgenössische Kunst bei Ketterer in München

Kunst ist zu verkaufen


In der zeitgenössischen Kunst gilt Ketterer als Experte für Abstraktes. Auch am 12. Dezember tritt nach der „Modernen Kunst“ wieder ein ganzes Bataillon an gegenstandslosen Werken an. Der Münchner Auktionator lässt fast die komplette Garde deutscher informeller Künstler aus den 1950er und 1960er Jahren auffahren, darunter Gerhard Hoehmes pastose blaue Farbschlieren „Wohin? (Hommage à Fautrier)“ von 1958 (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR), Carl Buchheisters im selben Jahr gemalte, feine Farbkleckse „Komposition Chartem“, die wie ein bunter Steinfußboden wirken (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR), Emil Schumachers Höhlenmalerei „Grüner Akzent“ von 1956 (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR) oder Walter Stöhrers blutrote „Hommage à Soutine“ mit einigen weißen Aussparungen von 1962 (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR). Während sich Fritz Winter 1951 für schwere schwarze Blaken „Aus einer Landschaft“ (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR) oder 1964 in „Einfallend“ für ausgefranste, schwebende Farbflächen begeistern kann (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR), bringt Karl Otto Götz 1956 in „Norwe“ die Farbe schwungvoll auf die Leinwand (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). ...mehr

Moderne Kunst bei Ketterer in München

Dreifach Mueller


Otto Mueller, Artistenpaar, 1910/11

Eng aneinander geschmiegt haben sie sich, in den Umrissen verschmelzen sie sogar zu einer Einheit. Etwas schüchtern, fast linkisch präsentiert sich die junge Frau, herausfordernd und selbstbewusst dagegen der junge Mann, der sie fest an seine Schulter drückt und energisch den linken Arm an den Oberschenkel stemmt. Dabei sind die beiden Schwarzen alles andere als Kraftnaturen, im Gegenteil: Es sind Artisten, die Otto Mueller, der Schöpfer dieses Doppelkniestücks, vermutlich in Berlin getroffen hat. Das Exotische und zugleich erschütternd Menschliche dieses Paares inspirierte ihn zu diesem Gemälde. Nicht zuletzt konnte er ganz neue Farbwirkungen ausprobieren: Die beiden Menschen, sie in etwas hellerem, er in kräftigem Braun, stehen vor einem grünlichen Hintergrund, der sich nicht näher definieren lässt und an den Rändern sogar einfach mit dem Bildträger verschwimmt. 1910/11, in einer seiner wichtigsten Werkphasen, schuf Mueller dieses Bild, hatte er doch erst kürzlich mit den „Brücke“-Künstlern Verbindung aufgenommen und sich freundschaftlich besonders an Kirchner angelehnt. Doch künstlerisch blieb seine Sprache immer unverwechselbar und eigenständig bis zu seinem Tod 1930. ...mehr

Alte Meister bei Sotheby’s in London

Dudelsackspötter


Anthonis van Dyck, Selbstportrait

Fielen bei Sotheby’s die Bilanzen der Kunstauktionen in den vergangenen Monaten öfters deutlich besser aus als bei Christie’s, so halten sich die Londoner Altmeisterauktionen am 9. Dezember gegenüber der Konkurrenz tags zuvor ein wenig zurück. Nur drei Werke strecken ihre Fühler in Richtung siebenstellige Schätzpreise aus. Ein Selbstportrait Sir Anthonis van Dycks, wie er sich in vornehmer Haltung über die Schulter hinweg aus dem Oval herauswendet (Taxe 2 bis 3 Millionen GBP), und Sir Edwin Henry Landseers Breitformat „Rückkehr von der Treibjagd“, das 1837 in der Ausstellung der Royal Academy den Beifall des Publikums erregte (Taxe 800.000 bis 1,2 Millionen GBP), belegen Platz zwei und drei. An der Spitze steht ein Damenportrait Peter Paul Rubens’. Das allerdings ist eine Entdeckung, stellt es doch einen völlig neuen Beitrag zum Œuvre des Meisters dar. Möglicherweise hing es einst in der „Galerie der Schönheiten“ Herzog Vincenzo Gonzagas von Mantua, im 19ten Jahrhundert jedenfalls verschwand es in englischem Adelsbesitz. Die Dame, bei der vor allem der Kopf fein ausgearbeitet ist, würde bei 4 bis 6 Millionen Pfund über einen Umzug nachdenken. ...mehr

Rückblick: Moderne im Wiener Dorotheum

Nicht immer auf die armen Italiener


Trotz einer hohen Zuschlagsquote von rund 62 Prozent war die Moderneauktion im Wiener Dorotheum am 26. November kein durchschlagender Erfolg. Schon das vergleichsweise dünne Angebot ließ den Gesamtumsatz gegenüber dem Frühjahr um rund 600.000 auf brutto gut 1,8 Millionen Euro zurückfallen. Und ein Gutteil der hoch gehandelten Stücke musste das Haus als „durchgefallen“ vermelden: Massimo Campiglis „Anfiteatro“ von 1957 (Taxe 130.000 bis 180.000 EUR), ein „Table-Feuilles“ aus grünlich patinierter Bronze des Jahr 1970, mit dem das Dorotheum bei 90.000 bis 110.000 Euro die Preisschraube für Diego Giacomettis Kunst- und Designobjekte etwas höherstellen wollte, Max Liebermanns Impression „Aus dem Grunewald“ von 1912 (Taxe 180.000 bis 240.000 EUR), die beiden Terrakottareliefs „La Terre et l’Eau“ von Henri Laurens aus dem Jahr 1937 (Taxe 100.000 bis 140.000 EUR), ferner zwei Arbeiten aus Alfons Waldes expressionistischer Schaffensphase, „Wegkreuz“ um 1920 und „Granatenwerfer“ von 1919 (Taxen zwischen 70.000 und 100.000 EUR), und auch Gustav Klimts Kalksteinkopf, den er gegen 1913/14 als einen seiner wenigen plastischen Werke gestaltete – und wieder verwarf. Worüber man sich allerdings wenig wundert. Den Schätzpreis hatte das Dorotheum zum Glück nicht kundgetan. ...mehr

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News vom 16.10.2017

Jacob Dahlgren im Museum Ritter

Jacob Dahlgren im Museum Ritter

Erika Kiffls Archiv geht an Düsseldorf

Mittelalterliche Wandmalerei in Bamberg entdeckt

Würzburg ruft Peter Dell in Erinnerung

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