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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Große Namen zu Gast bei der modernen Kunst im Wiener Dorotheum

Ein Feuerwerk der Farben


Als einen Poeten der Farbe möchte man Marc Chagall beim Anblick eines üppigen Bouquets bezeichnen. Der französische Maler osteuropäisch-jüdischer Herkunft beschäftigte sich vor allem in seinen späten Lebensjahren immer wieder mit diesem Motiv. Aber schon in der Mitte der 1920er Jahre setzte er sich mit Blumenbouquets auseinander. In diese Zeit lässt sich auch das farbenprächtige Gemälde „Fleurs“ einordnen. Wie bei einem Feuerwerk springen die roten, gelben, weißen und blauen Blüten aus der vergleichsweise kleinen Vase heraus. Links neben ihr liegt ein rotes Buch mit der Künstlersignatur. Für einen Spitzenpreis von 750.000 bis 1 Million Euro möchte diese expressive Malerei aus dem Jahr 1924 im Wiener Dorotheum einen neuen Besitzer finden. Ebenfalls mit einem Blumenbouquet wartet Oskar Kokoschka auf. Das Aquarell „Strauß mit Frühlingsblumen“ aus Tulpen, Schwertlilien und Narzissen, die mit 35.000 bis 50.000 Euro gehandelt werden, hat er 1965 mit schnellen Pinselstrichen in leuchtenden Farben entwickelt. ...mehr

Alte Kunst mit einigen Neuentdeckungen bei Van Ham in Köln

Inniges Mysterium


Hausbuchmeister Umkreis, Verkündigung an Maria, um 1505

Bis heute gibt der Hausbuchmeister den Forschern Rätsel auf. Identität und Œuvre gehören zu den Mysterien der Kunstgeschichte und sind Gegenstand von so manchem Streit unter den Experten. Er war als Maler, Zeichner und Stecher um 1480/1500 am Mittelrhein, vielleicht am Heidelberger Hof, oder in Frankfurt am Main tätig und schuf vor allem Federzeichnungen und Kaltnadelstiche, vermutlich auf einige Tafelgemälde. Aber niemand kann mit Sicherheit sagen, wie viele Werke tatsächlich von seiner Hand stammen. Herausragend und geheimnisvoll ist sein um 1480 gemaltes „Gothaer Liebespaar“, das erste eigenständige Doppelporträt der deutschen Tafelmalerei. Das Kölner Auktionshaus Van Ham bringt nun eine anrührende „Verkündigung an Maria“ mit dem Hausbuchmeister in Verbindung und preist die um 1505 in seinem Umkreis gefertigte Holztafel als „beeindruckendes Exempel mittelalterlicher Tafelmalerei“ an. Zahlreiche Ähnlichkeiten ließen sich zum Werk des Hausbuchmeisters identifizieren: so gleichen der Verkündigungsengel und die Anlage des Gewölbes einem Kaltnadelstich des Meisters, der Nimbus Mariens und das Mauerwerk sind mit seiner Darstellung der Heiligen Familie vergleichbar. Die innig-verhaltene Tafel aus Aachener Privatbesitz, die vermutlich als Teil eines Diptychons zur häuslichen Andacht erstellt wurde, geht nun mit 180.000 bis 200.000 ins Rennen. ...mehr

Sogar ein Haus offeriert Quittenbaum diesmal bei seiner Jugendstil- und Art Déco-Auktion in München

Batwoman & Das Fertighaus


René Lalique, Anhänger „Femme chauve souris“, 1898/1900

In den letzten Jahren jagte in den Kinos ein Superheldenfilm den nächsten, sei es „Die Fantastischen Vier“, „Spiderman“ oder die viel gelobte Serie der Batman-Filme. Im Lichte der jüngsten Ereignisse des Weltgeschehens ist die Sehnsucht nach solchen Helden verständlich. Der berühmte Gründer der Schmuck- und Glasfirma René Lalique schuf unwissentlich zur 1956 erstmals eingeführten „Batwoman“ zwischen 1898/1900 den Anhänger „Femme chauve souris“. Diese wohl als Unikat zu verstehnde Arbeit aus Gold mit Email präsentiert in einer herzförmigen Blattform einen Frauenakt mit erhobenen Armen, so dass ihre Fledermausflügel zur vollen Geltung kommen. Zu ihren Füßen bildet eine kleine Perle den Abschluß. Anders als ihre jüngere amerikanische Kollegin fehlt der Französin das Superheldenkostüm, jedoch ist dieses bei einem Wert in Höhe von 30.000 bis 50.000 Euro nicht zwingend erforderlich. Sollte das Portemonnaie solche Ausgaben nicht verkraften, findet sich das Thema der Fledermaus bei der kommenden Auktion von Quittenbaum auch in einer Vase von Eugène Feuillâtre. Seine Metallarbeit „La Nuit“ war ein Modell für die Pariser Weltausstellung 1900 und zeigt auf dreikantiger Wandung zwei fliegende Fledermäuse in einer nächtlichen Landschaft. Hier stehen 10.000 bis 14.000 Euro auf dem Preisschild. ...mehr

Zeitgenössische Kunst mit einigen Rekordanwärtern bei Christie’s in New York

Wo ist Donald Trump?


Die Abfolge ist straff getaktet. Hatten die beiden Auktionsriesen Christie’s und Sotheby’s die moderne und zeitgenössische Kunst früher in New York auf zwei Wochen verteilt, drängt sich nun das gesamte Programm von den Impressionisten bis zur Gegenwartskunst in eine Woche. Das hat eine Konzentration des Angebots zum Vorteil, zumal die Kunden immer weniger streng zwischen den beiden Segmenten unterscheiden und sich für qualitätvolle Kunstwerke aus den vergangenen 140 Jahren interessieren. Doch müssen sie nun in fünf Tagen einen Marathon von dreizehn Auktionen bestreiten, rechnet man die Versteigerungen von Phillips hinzu. In diesem Nerven aufreibenden Gefechtsreigen muss der Käufer schon genau wissen, zu welchem Zeitpunkt er wo sein muss, damit er nicht im falschen Auktionshaus seine Hand zum Kauf hebt. ...mehr

Das Heidelberger Auktionshaus Winterberg erweist sich wieder als Hort der grafischen Künste aus fünf Jahrhunderten

Mord im Hot Club


Friedrich Overbeck, Toter Fuchs, 1818

Da liegt er nun und rührt sich nicht mehr, der tote Fuchs, den Friedrich Overbeck „am Tage St. Thomas Ao 1818“ zu Papier brachte. Auch den Ort, wo das arme schöne Tier sein Leben lassen musste, gibt der Nazarener an: „er ward gefangen in Villa Palombra“, dem Wohnhaus der Overbecks in Rom, das zu einem wichtigen Treffpunkt der Lukasbündler wurde. Die genauen Farben und Farbverläufe des Fells hat Overbeck ebenfalls auf dem Blatt niedergeschrieben: „Der Rücken braun und grau gemischt, Bauch grau – nach hinten weißlich, so auch die Brust grau und der helle Fleck am Kinnbacken weiß – gegen das Ohr ist der Hals aber auch schön braun. Der Kopf spielt aber in allerley grau und schwarz braunen Tönen.“ Mit diesem akkurat und aussagekräftig gezeichneten Blatt geht Thilo Winterberg in seine nächste Auktionsrunde und will dafür 7.800 Euro sehen. ...mehr

Sotheby’s in New York wartet bei seiner Abendversteigerung impressionistischer und moderner Kunst mit einer überschaubaren Offerte großer Maler auf, die preislich jedoch bis in den achtstelligen Bereich aufsteigen

Bis zum Ende der Straße


Edvard Munch, Pikene på broen (Mädchen auf der Brücke), 1902

Eine Gruppe von jungen Frauen drängt sich geheimnisvoll zusammen. Ihre Kleider in knalligem Rot, Gelb, Weiß und Türkis leuchten im Kontrast zu der in hellen Pastellnuancen gehaltenen Landungsbrücke, auf der die Frauen stehen. Durch den fließenden Pinselstrich scheinen die Konturen der einzelnen Figuren geradezu zu pulsieren. Das diagonal angelegte Brückengeländer sowie die weiße Mauer und die rote Hauswand im Hintergrund lenken den Blick des Betrachters immer weiter in das Bild hinein, bis der weitere Verlauf der Straße nicht mehr zu verfolgen ist. Der Norweger Edvard Munch konnte im Mai 2012 mit seinem Pastell „Der Schrei“ bei netto 107 Millionen US-Dollar den Rekord für das teuerste in einer Auktion verkaufte Gemälde brechen. Auch wenn dieser Spitzenwert bisher viermal übertroffen wurde, rechnet Sotheby’s in New York für Munchs „Pikene på broen“ – seine Mädchen auf der Brücke von 1902 – mit einem lukrativen Erlös: mehr als 50 Millionen US-Dollar soll die expressiv kolorierte Arbeit nun einbringen. ...mehr

Die Alten und Neueren Meister bei Lempertz in Köln überzeugen mit stimmungsvollen Landschaften und präzisen Stillleben

Wo fängt der Himmel an?


Jan Brueghel d.Ä., Weite Landschaft mit Windmühlen, um 1611

Es ist ein sonniger Tag, an dem die Bauern mit ihren Pferden auf die Felder ziehen und gerade mit der Arbeit beginnen. Vor der immensen Weite des blauen Himmels wirken sie klein und lediglich wie Staffagefiguren. Es ist beeindruckend, wie viel Tiefe Jan Brueghel d.Ä. in dem kleinformatigen Gemälde „Weite Landschaft mit Windmühlen“ zu suggerieren vermochte. Dies gelang ihm durch die Aufhebung einer klaren Trennung der drei Bildgründe: Vorder-, Mittel- und Hintergrund verschwimmen miteinander. Der Blick in den strahlend blauen Himmel wird nur durch zwei Windmühlen durchbrochen. Kleine detaillierte Landschaftsmalereien wie diese stellten für Kunstsammler große Kostbarkeiten dar und dienten oft als fürstliche Geschenke. Auch in der Auktion „Alte Kunst“ beansprucht die präzise, um 1611 entstandene Malerei mit 260.000 bis 300.000 Euro den Spitzenwert bei Lempertz in Köln. ...mehr

Andreas Sturies wartet in Düsseldorf mit bekannten Namen wie Käthe Kollwitz, Joseph Beuys, Andy Warhol, Pablo Picasso und Gotthard Graubner auf

Der mütterliche Blick


Käthe Kollwitz, Mutter und Kind, wohl nach 1912

Fürsorglich legt die Mutter ihren Arm um das Kind, während ihr Blick in die Ferne gerichtet ist. Schnell wird klar, welcher Partie die deutsche Malerin, Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz bei dieser Arbeit besondere Aufmerksamkeit zukommen ließ. Der Gesichtsausdruck der Frau ist mit Schattierungen in grauer Kreide und schwarzer Kohle genau festgehalten. Den restlichen Körper sowie das Kind brachte Kollwitz nur in flüchtigen und groben Strichen aufs Papier. Auf der Rückseite der wohl nach 1912 entstandenen eindrücklichen Menschenstudie befindet sich die Kreidezeichnung „Weibergefängnis“. Bei der teils verwischten Arbeit handelt es sich um die Studie zu einer Figurengruppe in einem Innenraum. Einzelne Figuren der Komposition lassen sich in anderen ihrer Werke dieser Zeit wiederfinden. Am 19. November sollen diese beiden Skizzen aus der Sammlung Erwin Himmelseher bei Andreas Sturies in Düsseldorf 20.000 Euro einfahren. Damit sind sie das Toplos der Auktion zur modernen und zeitgenössischen Kunst. Des Weiteren hält die Offerte zahlreiche Druckgrafiken von Kollwitz bereit, wie die dramatische Szene „Gefallen“ von 1920 für 1.800 Euro oder das melancholische Portrait „Nachdenkende Frau“ für 1.000 Euro. ...mehr

Das Dorotheum in Wien verbuchte in seiner Auktion „Gemälde des 19. Jahrhunderts“ teils hohe Preissteigerungen und einige Rekordpreise

Spiel mir das Lied vom Erfolg


Ulisse Caputo, Die Klavierspielerin, 1913

Ulisse Caputo hatte zwei große Leidenschaften: die Musik und die Malerei. Mit Bildern von Theaterinnenräumen und Konzerten verband der Italiener oftmals beide Elemente und stellte somit einige seiner gelungensten Arbeiten her. Auch in der „Klavierspielerin“ von 1913 spiegelt sich Caputos Hingabe zur Musik wider. Andächtig lauschen die beiden am Tisch sitzenden Frauen ihrer am Klavier musizierenden Freundin. Verträumt und in Gedanken versunken scheinen die beiden während des Nachmittagstees nichts anderes wahrzunehmen. Der Betrachter fühlt sich direkt in das von lebhaften Farbtönen gehaltene Bild hineinversetzt. Fast glaubt man, den Klang des Klaviers zu vernehmen. Das nachimpressionistische Gemälde sorgte im Wiener Dorotheum nun für ein reges Bietgefecht und spielte mit 80.000 Euro nicht nur das Vierfache seines Schätzwertes ein, sondern konnte zudem einen Rekordpreis für den vermerken. ...mehr

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