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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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AktuellAktuell:Auktionen

Möbel und Einrichtungsgegenstände bereiten dem Schweizer Auktionshaus Koller diesmal keine große Freude

Keine Lust auf Möbel


Pierre Roussel, Gueridon, Paris um 1750

Wo sind die Freunde des alten Luxus und der Moden? Sie müssen wie vom Erdboden verschluckt gewesen sein, als das Zürcher Auktionshaus Koller am 21. Juni seine Versteigerung von Möbeln und Einrichtungsgegenständen abhielt: Kein Vergleich jedenfalls mit den Auktionen früherer Jahre, in denen mitunter die Millionengrenze überschritten wurde und die Sensationszuschläge nur so umeinanderpurzelten. Stattdessen lag die Zuschlagsquote diesmal bei mageren 30 Prozent, und sogar einen sechsstelligen Preis verzeichnet die Zuschlagsliste nicht. Das Auktionshaus selbst kleidet die Enttäuschung in charmante Worte: Es sei eben schwierig, in diesem „stark fragmentierten Markt“ den „individuellen Stil der privaten Sammler zu treffen“. Es dürften in der Tat weniger die von Koller verlangten Preise als vielmehr das Überangebot und die Erosion der Käuferschicht gewesen sein, die auf eine gewisse Sättigung im Bereich alter Mobilien stießen, was auch die drei oder vier Spitzenstücke betraf. ...mehr

Vor allem die abstrakte Malerei war bei Ketterer in München gesucht

Gegenwart übertrifft Moderne


Mehr noch als mit den Modernen brillierte das Münchner Auktionshaus Ketterer in seiner diesjährigen großen Frühjahrsauktion mit seinen 130 Werken der zeitgenössischen Kunst. Besonders die ungegenständliche Malerei brachte fast schon sensationelle Ergebnisse hervor. Da war zum Beispiel ein mit mehr als anderthalb Metern Breite ziemlich großformatiges, puzzleartiges Zusammenspiel weniger monochromer Farbflächen des russischfranzösischen Künstlers Serge Poliakoff aus dem Jahr 1964, betitelt „Composition abstraite orange, jaune, vert, lie de vin“ und besonders in den Jahren unmittelbar nach seiner Entstehung mehrmals in Paris und in der Schweiz ausgestellt. Auf 250.000 bis 350.000 Euro bereits anspruchsvoll angesetzt, nannte erst beim Tageshöchstpreis von 430.000 Euro ein Schweizer Sammler das Gemälde sein Eigen. Ein kleinerer, blau-grüner Poliakoff in Gouache von 1962 kletterte von 25.000 bis 35.000 Euro auf 38.000 Euro. Weitere 400.000 Euro stellte ein deutscher Sammler für das düstere, nur mit wenigen rot-gelben und weißen Schimmern versehene „Peinture 81 x 60, 2 mai 1957“ des Franzosen Pierre Soulages bereit. Auch hier wurde die Schätzung von 150.000 bis 180.000 Euro weit übertroffen. ...mehr

Rückblick: Alte Meister bei Christie’s und Sotheby’s in New York

Romanino so teuer wie noch nie


Girolamo Romanino, Christus trägt das Kreuz, um 1542/43

Das Spitzenlos hatte sich Christie’s bis zuletzt aufgehoben. So setzte der Renaissance-Künstler Girolamo Romanino bei der letzten Versteigerungsrunde mit Gemälden Alter Meister in New York einen fulminanten Schlusspunkt und bescherte dem Auktionshaus einen neuen Rekord. Noch nie zuvor war ein Bild des Italieners über die Millionengrenze gegangen, dafür schwang sich diesmal sein kreuztragender Christus direkt zu 4 Millionen Dollar auf. In Brescia, dem geografischen Schnittfeld zwischen Mailand und Venedig, verband Romanino die lombardischen Einflüsse und dem venezianischen Hochrenaissancestil von Giorgione und Tizian zu einem eigenen Kompositionsstil. Auch sein ausschnitthaftes Gemälde „Christus trägt das Kreuz“ verbindet beide Richtungen und war auf Grund seiner herausragenden künstlerischen Qualität, die vor allem im Gleichgewicht der Bildelemente und der anrührenden Darstellung Christi besteht, schon auf 2,5 bis 3,5 Millionen Dollar geschätzt worden. ...mehr

Ergebnisse: Alte Kunst und Antiquitäten bei Neumeister in München

Geld für Kurtisanen


Christiaen van Couwenbergh zugeschrieben, Kavalier mit drei musizierenden Kurtisanen

Ihre eigenen Wege gingen die Jäger und Sammler auf der 356. Versteigerung des Münchner Auktionshauses Neumeister am 27. Juni. Besonders bei den Alten Meistern purzelten die Preise munter ganz schön durcheinander. Zwei Querschläger schossen rasant nach oben: Die schwül-erotische Szene eines jungen Kavaliers mit drei musizierenden Kurtisanen, gemalt im zweiten Drittel des 17ten Jahrhunderts vermutlich von dem aus Delft stammenden und 1667 in Köln gestorbenen Meister Christiaen van Couwenbergh, ging bei einer Schätzung von 10.000 bis 12.000 Euro erst für 51.000 Euro an einen Schweizer Interessenten. Die in kontrastreichem Hell-Dunkel inszenierte Darstellung des Philosophen Platon, etwa im gleichen Zeitraum wie Couwenberghs Genre sichtlich von einem unter dem Bann Jusepe de Riberas stehenden Neapolitaner geschaffen, wurde von 12.000 bis 15.000 Euro auf 44.000 Euro gehoben. In beiden Fällen ließ die hohe technische Brillanz von vornherein mehr erwarten, als angegeben war. ...mehr

Kunst und Antiquitäten im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Der andere Walde


Die klassische Moderne war unbestreitbar das attraktivste Angebot auf der dreitägigen Versteigerung von Kunst und Antiquitäten vom 19. bis 21. Juni im Wiener Auktionshaus im Kinsky, und konsequenterweise wurde es auch am heftigsten beboten. Schon mit der losbezogenen Zuschlagsquote von knapp 53 Prozent lag unter den übrigen vier Abteilungen nur die des Jugendstil gleichauf. Auch der einzige sechsstellige Zuschlag kam aus der Riege der Künstler des frühen 20sten Jahrhunderts. Alfons Waldes „Almen im Schnee“, plastisch geformt aus viel Weiß mit schwarzen Bäumen, die unterm stahlblauen Himmel blaue Schatten werfen, wurden für 130.000 Euro im unteren Bereich der Schätzung weitervermittelt. Die untere Grenze von 50.000 bis 100.000 Euro erzielte ein weiteres Werk des Tiroler Malers, „Herrgott“ betitelt, mit der schrundigen Aufnahme eines überdachten Kruzifixus, wie man sie zahlreich in jener Gegend finden kann. Der andere Walde, der Liebhaber schöner Frauen, erwies sich als nicht weniger begehrt: Ein stehender Akt mit Fächer und Hut wurde von 8.000 bis 15.000 Euro auf stattliche 35.000 Euro gehoben. ...mehr

Das Auktionshaus Fischer versteigert eine große Bandbreite an Glas in Zwiesel

Nabel der Glaskunst


Friedrich Egermann, Lithyalinbecher, um 1830/35

Mit seiner fast 700jährigen Tradition ist die kleine niederbayerische Stadt Zwiesel ein Zentrum der Glaskunst. Viele kleine und große Glasbetriebe reihen sich hier aneinander. Für Freunde des Glashandwerks gibt es dieses Jahr nicht nur eine Kunstausstellungen, eine Modenschau und eine Glasmesse, sondern auch die Versteigerung des Auktionshauses Dr. Fischer. Der Heilbronner Auktionator ruft am 7. Juli über 900 Lose in dem Städtchen im Bayerischen Wald auf. Er startet mit knapp 80 Formgläsern, also Objekten, die direkt am Ofen vollendet werden und nicht noch durch Glasur, Schliff oder Bemalung verziert werden. Zu dieser Kategorie gehören die Nabelflaschen, die vor allem im alpenländischen Bereich gefertigt wurden. Das grüne, längsoptisch geblasene Glas mit Abriss und mittig beidseitig eingestochenem Nabel aus dem 18ten Jahrhundert soll zwischen 2.000 bis 2.500 Euro einbringen. Ihr blaues Pendant mit etwas gekrümmten Hals steht bei 1.500 bis 2.500 Euro und eine gleichaltrige braune Schnapsflasche, diesmal ohne Nabel, bei 2.500 bis 3.500 Euro. ...mehr

Fischer in Luzern frohlockt mit Albert Anker

Dosenrummel


Albert Anker, Stillleben mit Kaffee, 1882

In den Schweizer Auktionen läuft derzeit nichts ohne Albert Anker. Auch das Auktionshaus Fischer in Luzern konnte in seiner umfangreichen Versteigerungsrunde von Kunst und Antiquitäten Mitte Juni ein kapitales Werk des Schweizer Realisten offerieren. Schließlich stand mit 2 Millionen Franken Ankers „Stillleben mit Kaffee“ einsam an der Spitze der Zuschlagsliste und spülte sogar mindestens 500.000 Franken mehr als erwartet in die Kassen des privaten Einlieferers. Das bereits in seinem Entstehungsjahr 1882 erstmals in Neuchâtel ausgestellte Gemälde war im Vorhinein schon als das Toplos der Veranstaltung gehandelt worden. Dass es darum unter den Alten und Neueren Meistern schließlich so einsam werden sollte, war allerdings nicht zu ahnen. Aber schon ein weiteres Werk Ankers, der ins Dreiviertelprofil gerückte Charakterkopf des Mechanikers Jean-Jacques Küffer, versagte bei 250.000 bis 450.000 Franken seine Dienste. Und bei den frühesten Kunstwerken konnte sich eine mythologische Szene Erasmus Quellinus’ II. mit Zeus, Semele und Hera bei 150.000 bis 180.000 Franken nicht durchsetzen. ...mehr

Ergebnisse: Gegenwartskunst bei Sotheby’s in London

Effektvoll


Tobias Meyer versteigert Glenn Browns „The Tragic Conversion of Salvador Dalí (After John Martin)“

Bei den Londoner Abendauktionen zeitgenössischer Kunst musste sich Sotheby’s seinem Konkurrenten Christie’s diesmal klar geschlagen geben. Knapp 70 Millionen Pfund und damit nur etwas mehr als die Hälfte dessen, was Christie’s umsetzte, spülten die rund achtzig Losnummern am 26. Juni in die Kassen von Chefauktionator Tobias Meyer und seiner Crew. Das Angebot war breit aufgestellt, mangelte aber an wirklichen Höhepunkten. So kam auch kein Zuschlag jenseits der 10-Millionen-Grenze zustande, im Gegensatz zu Christie’s, wo das gleich viermal gelang. Bei 4,95 Millionen Pfund war Schluss: Jean-Michel Basquiats „Warrior“ von 1982, vor fünf Jahren am selben Ort noch für 2,5 Millionen Pfund gehandelt, war bereits im Vorfeld mit einem unwiderruflichen Gebot in dieser Höhe belegt worden. Die Schätzung hatte bei 5 bis 7 Millionen Pfund gelegen. Recht enttäuschend waren die 4 Millionen Pfund für Francis Bacons „Study of Self-Portrait“ von 1980, ebenfalls mit einer Garantie versehen und mit 5 bis 7 Millionen Pfund bewertet. Vor etwas über zehn Jahren hatten allerdings noch 1,6 Millionen Dollar für die kleine Leinwand ausgereicht, damals in der legendären Stanley J. Seeger-Auktion bei Sotheby’s in New York. ...mehr

Nach der fulminanten Auktion mit Alter Kunst konnte Lempertz auch die Moderne erfolgreich an den Sammler bringen

Kinder an die Macht


Gewohnt solide bestritt das Kölner Auktionshaus Lempertz seine Frühjahrsauktion Moderner Kunst. Mit einer ansehnlichen losbezogenen Zuschlagsquote von über 60 Prozent setzt sich der Erfolgstrend am Rhein fort, der sich schon bei der äußerst ertragreichen Auktion der Alten Meister abgezeichnet hatte. Die Versteigerung lieferte einige, wenn auch nicht allzu viele Überraschungen; die Highlights unter den Kunstwerken konnten fast vollständig zu den veranschlagten oder darüber Preisen abgesetzt werden. Wie erwartet erzielte Giorgio de Chiricos antik nachempfundener Gladiatorenkampf von 1927, der als Spitzenlos ins Rennen gegangen war, 480.000 Euro und lag damit genau im Schätzrahmen von 450.000 bis 550.000 Euro. Das Gemälde kehrt nun zurück nach Italien in Privatbesitz. ...mehr

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News vom 15.12.2017

Pieter Hugo in Dortmund und das Leben in Südafrika

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Heute vor 140 Jahren: Friedrichsbad in Baden-Baden eröffnet

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