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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Auktionen

Alte und Neuere Meister sowie Kunsthandwerk bei Van Ham in Köln

Russische Weiten


Franz Roubaud, Reiterzug heimkehrender Kosaken in Winterlandschaft

Im Jahr 2008 war es Karl Hofer, zu dem der Verlag Van Ham Art Publications des Kölner Auktionshauses Van Ham einen Werkkatalog herausbrachte, jetzt ist der Russe Franz Roubaud dran: Seit vielen Jahren schon macht der impressionistische Künstler mit seinen tscherkessischen Reitern, die über steinige Flussniederungen oder schneeige Anhöhen, aber stets unter gleißendem Sonnenlicht sprinten, als ein beliebter Vertreter westlich orientierter russischer Malerei auf sich aufmerksam. Der neue Band, bearbeitet von Olga Sugrobova-Roth und Eckart Lingenauber, kam erst vor ein paar Tagen heraus und könnte sich auch in pekuniärer Hinsicht gleich als nutzbringend erweisen. Denn nichts Geringeres als das Titelbild kommt nun auf der Versteigerung Alter und Neuerer Meister bei Van Ham unter den Hammer: ein „Reiterzug heimkehrender Kosaken in Winterlandschaft“ auf hundert mal siebzig Zentimetern. Wohl nicht zuletzt aufgrund der prominenten Verwendung des Ölbildes hat sich Van Ham zu einer recht anspruchsvollen Taxierung von 120.000 bis 140.000 Euro entschlossen. Zumindest auf dem Auktionsmarkt im deutschsprachigen Raum könnte das einen neuen Roubaud-Rekord bedeuten, der hier bislang bei 130.000 Euro liegt. ...mehr

Gegenwartskunst bei Christie’s in New York

Figur mit Fisch


So viel Abstraktion war selten auf einer der großen Abendauktionen in New York. Einen Tag nach dem Konkurrenten Sotheby’s, legt Christie’s am Mittwoch eine der qualitätvollsten Offerten ungegenständlicher Kunst vor, die jemals auf den Markt kamen. Dass sie auch gefragt sind, zeigen die bereits im Vorfeld unwiderruflich abgegebenen Gebote für einige der wichtigsten Stücke. Sogar für das Hauptlos hat sich ein Interessent bereits angemeldet: 20 bis 30 Millionen Dollar soll Franz Klines monumentales „Untitled“ von 1957 mit breiten, gestisch auf den weißen Grund gebannten schwarzen Balken einspielen – selbstredend ein neuer Auktionsrekord für den abstrakten Expressionisten. Auch Mark Rothkos „Black Stripe (Orange, Gold and Black)“ ebenfalls von 1957 aus einer anderen „important collection“ wurde schon beboten, wohl irgendwo zwischen 15 und 20 Millionen Dollar. Ein weiterer Solitär dieser Veranstaltung, Clyfford Stills „PH-915 (No. 1, 1946)“, wie Rothko ein hochformatiges, aber nicht einmal besonders großes Ölbild mit unverwechselbarem, dunklem Farbklang, wird ähnlich bei 15 bis 20 Millionen Dollar gehandelt. Seit 1970 befindet es sich in einer amerikanischen Privatsammlung, die es mehrmals für Ausstellungen hergegeben hat. ...mehr

Die moderne und zeitgenössische Kunst bei Neumeister in München wird von Werken aus der Siemens-Sammlung geprägt

Meditationen


Die Siemens-Sammlung in München will sie nicht mehr, sammelfreudige Freunde Per Kirkebys werden sich also vielleicht freuen: Eine Folge von zehn zusammengehörigen Gemälden des dänischen Malers bietet das Münchner Auktionshaus Neumeister in seiner kommenden Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst an. Jeweils 160 mal 100 Zentimeter messen die in Öl bemalten Leinwände, die den Betrachter vor landschaftlich anmutende Abstraktionen in passend zur Jahreszeit überwiegend herbstlichen Farben stellt. Schwer sind die gesteinsartigen Farbflächen auf den Hochformaten gegeneinander gesetzt, teils strukturiert durch Liniengespinste. Bei Siemens hing die Folge in der Hauptverwaltung am Wittelsbacherplatz in München. Hier wird nun umgebaut, und Kirkeby muss der Neustrukturierung weichen. Für seine Gemäldefolge wollen Siemens und Neumeister 280.000 bis 320.000 Euro sehen. ...mehr

Impressionisten und Moderne bei Sotheby’s in New York mit gemischten Resultaten

Starker Auftritt des Jahrhundertkünstlers


Ein eher zwiespältiges Ergebnis zeitigte die abendliche Impressionisten- und Moderneauktion gestern bei Sotheby’s in New York. Spitzenpreisen für hochkarätige Einzelstücke steht eine Reihe magerer Ergebnisse vor allem im mittleren und unteren Segment gegenüber, und immerhin 21 der 67 angebotenen Werke fanden überhaupt keinen Abnehmer. Denn die Käufer wollten nicht jede hohe Schätzung des Auktionshauses mittragen. So blieb auch die Gesamtsumme von rund 163 Millionen Dollar einschließlich der Aufgelder hinter den Erwartungen von 170 bis 250 Millionen Dollar zurück. Jedoch für Pablo Picasso war die Veranstaltung eine Gala der Extraklasse. Gleich fünfmal findet sich sein Name auf der Top Ten-Liste, darunter auf den ersten drei Plätzen. 37 Millionen Dollar erzielte seine „Nature morte aux tulipes“ von 1932 mit einer Büste seiner damaligen Geliebten Marie-Thérèse Walter. Angesetzt war die Hackennasige mit 35 bis 50 Millionen Dollar, die zugleich Modell seiner buntfarbigen „Femme à la fenêtre“ aus dem Jahr 1936 war. Dieses schöne Gemälde wechselte um 15,3 Millionen Dollar ebenfalls im unteren Bereich der Schätzung den Besitzer. ...mehr

Moderne Kunst, Jugendstil und Kunsthandwerk im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Kurz vor dem Tod


Egon Schiele, Mädchenportrait (Hilde Ziegler), 1918

Egon Schiele ist der teuerste Künstler der Abteilung moderne Kunst auf der großen Herbstauktion im Kinsky: 150.000 bis 300.000 Euro erwartet der Wiener Versteigerer für das in Kohle und schwarzer Tempera gestaltete Bildnis der damals 17jährigen Hilde Ziegler aus dem Jahr 1918. Sie war Schülerin der reformpädagogisch orientierten Wiener Privatschule von Eugenie Schwarzwald und trat auf Anregung der Schulleitung an den damals 28jährigen Künstler heran, damit er etwas für die Schulzeitung male. Schiele willigte ein, wünschte sich die junge Hilde aber als Modell für eine Portraitzeichnung. Diese kam, so belegen es Schriftdokumente, am 5. Oktober zustande, das Bild für die Zeitung aber nicht mehr: Denn gut drei Wochen später war Schiele tot, dahingerafft von der Spanischen Grippe, der nur drei Tage zuvor schon seine schwangere Frau zum Opfer gefallen war. 1921 erwarb Hilde Ziegler das Blatt aus der Sammlung des Wiener Arztes Heinrich Rieger, und seither befand es sich in Familienbesitz. ...mehr

Die zeitgenössische Kunst könnte bei Sotheby’s in New York einen der höchsten Auktionsumsätze erwirtschaften

Handverlesene Meisterwerke


Eine Auktion der Superlative steht der Kunstszene bevor, wenn die Zeitgenossen am 13. November in New York das halten, was Sotheby’s sich von ihnen verspricht: Fast 400 Millionen Dollar – gemessen an der oberen Gesamtschätzung – und damit so viel wie selten zuvor auf einer Kunstauktion visiert das Auktionshaus für die 71 Losnummern dieser Abendversteigerung an. Bei nicht weniger als neun Arbeiten möchte das Unternehmen mehr als zehn Millionen Dollar sehen. Dementsprechend sind es vor allem die Klassiker der Kunst nach 1945, mit denen der Hammerumsatz gemacht werden soll. Allen voran steht eine fast drei Meter hohe Leinwand Mark Rothkos: „No. 1 (Royal Red and Blue)“ von 1954. Noch im Jahr seiner Entstehung als eines von acht Gemälden vom Künstler für seine Soloshow im Art Institute of Chicago ausgewählt, wurde es von seinem bisherigen Besitzer während der vergangenen dreißig Jahre streng unter Verschluss gehalten. 35 bis 50 Millionen Dollar verlangt er jetzt für das Gemälde, das den Betrachter einem höchst eigenartigen Farbklang aus verschiedenen Rottönen und einem blauen Feld gegenüberstellt. ...mehr

Nicht alles, was Christie’s in New York an impressionistischer und moderner Kunst zu bieten hatte, wollte gehen

Drei Frauen für Picasso


Vieles, aber keineswegs alles ist möglich in der derzeitigen Situation von Kunstkauf und -verkauf, wo sammelfreudige Millionäre und Milliardäre scheinbar alles haben wollen, was nach großer Kunst ausschaut. Christie’s musste auf seiner Versteigerung von Impressionisten und Modernen gestern Abend in New York feststellen, dass es da durchaus Grenzen gibt: Vor allem im mittleren Preissegment klafften in der Bilanz auffallende Lücken, worauf schon der Rückgang von rund einem Drittel der 69 Losnummern hindeutet – darunter auch eines der Toplose: Für Pablo Picassos bronzenes Huhn aus dem Jahr 1932 in einem Guss der 1950er Jahre lag kein ausreichendes Gebot von mindestens 10 Millionen Dollar vor. So blieb das Gesamtergebnis dieser Auktion auch hinter den Erwartungen zurück: Statt der anvisierten 250 Millionen Dollar standen nur knapp 205 Millionen Dollar brutto unterm Strich. Auf Hurrikane Sandy schoben die Verantwortlichen bei Christie’s dies jedenfalls nicht. Ob das selektive, oft auch etwas überlegte und selten enthusiastische Kaufverhalten ein Vorbote für die besonders anspruchsvollen Zeitgenossenauktionen in der kommenden Woche sein wird, weiß man freilich erst hinterher. ...mehr

Erfolge mit Malerei des 19ten Jahrhunderts: Kunst und Antiquitäten bei Neumeister in München

Kuss und Gruß


Als einer der interessantesten Anbieter von Malerei des 19ten Jahrhunderts in Süddeutschland hat sich das Münchner Auktionshaus Neumeister in seiner vergangenen Versteigerung alter Kunst einmal mehr profiliert. Die rund 120 Losnummern aus Romantik, Biedermeier und Realismus zogen mit Abstand die größte Aufmerksamkeit auf sich. Als begehrtestes Stück erwies sich eine Landschaft des dänischen Meisters Peder Mork Mønsted, der mit seinen fast fotorealistischen, gestochen scharfen Blicken in die heimische Natur international auch schon einmal im sechsstelligen Preisbereich reüssiert. Ganz so weit brachte es sein „Waldbach“ aus dem Jahr 1905 zwar nicht, doch die günstige Schätzung von 6.000 bis 8.000 Euro wurde um ein Vielfaches übertroffen: Erst bei 28.000 Euro konnte sich ein deutscher Sammler gegen teils ausländische Konkurrenz durchsetzen. Auf 34.000 Euro verdoppelte sich der Wert eines „Bergbauernhofes“ von dem Tiroler Maler Oskar Mulley, der vor allem in seiner österreichischen Heimat für seine kraftvollen, pastos aufgetragenen Gebirgsbilder sehr geschätzt ist. ...mehr

Alte und Neuere Meister im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Zweifellos gut


Franz Christoph Janneck, Kreuzigung Christi, um 1750

Mit seiner dreitägigen Herbstauktion vom 13. bis 15. November macht das Wiener Auktionshaus im Kinsky seinem Ruf als Mitspieler im Hochglanzbereich wieder alle Ehre. Nur rund achtzig Losnummern umfasst beispielsweise das Angebot Alter Meister, weitere 120 die Neueren, doch qualitativ sind die Gemälde des 17ten bis 19ten Jahrhunderts, die am 13. November den Auftakt machen, über jeden Zweifel erhaben. Als hervorragendes Werk des Rokoko firmiert etwa Franz Christoph Jannecks auf Kupfer gemalte „Kreuzigung Christi“ um 1750 mit einer Überfülle innerlich und äußerlich bewegter Figuren. Komposition, Technik und Gehalt dieser Arbeit zeugen von echter Meisterschaft und berechtigen die Schätzung von 80.000 bis 140.000 Euro. Schon der Architekt Heinrich von Ferstel, einer der wichtigsten Vertreter der Neugotik in Österreich, schätzte Jan Davidsz de Heems Prunkstillleben mit Deckelpokal, Flötenglas und allerlei Früchten, als er die um 1645 datierte Leinwand wohl 1872 in Paris erwarb. Bis heute befindet sich das Gemälde im Besitz der Nachfahren Ferstels und wird jetzt für 80.000 bis 150.000 Euro angeboten. ...mehr

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News vom 17.11.2017

Oskar Kokoschka-Preis für Martha Jungwirth

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Der dunkle Victor Hugo in Wien

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Der erste Vonovia Award für Fotografie geht an Ina Schoenenburg

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Saarlandmuseum eröffnet Moderne Galerie

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Florian Hecker in Wien

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