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Am 21.09.2017 Auktionen 145-147 · September 2017

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Breiter Querschnitt durch die deutsche Kunst des 20sten Jahrhunderts Kunst bei Irene Lehr in Berlin

Der Bus ist voll!


Schlaglichtartig, mit teils krassem Hell-Dunkel-Kontrast und in scharfer Konturierung pflegte der expressionistische Maler Karl Hofer nicht nur innig-gefühlvolle Figuren zu zeichnen, sondern auch scheinbar so unprätentiöse Dinge wie stilllebenartige Arrangements. Doch auch diesen Sujets verlieh er durch seine charakteristische, unverwechselbare Bildsprache und seinen malerischen Stil eine tiefere Bedeutung. Dem „Stillleben mit Äpfeln und Birnen“ haftet, so schlicht sich das Motiv eigentlich präsentiert, etwas Geheimnisvolles, fast Bedrohliches an. Das Gemälde entstand wohl in den 1920er Jahren, ist jedoch wie viele Werke aus des Meisters mittlerer Schaffensphase nicht datiert. Früherer Besitzer des Bildes war der jüdische Unternehmer Ernst Eichenwald, der sich zusammen mit seiner Frau 1938/39 mit knapper Not vor den Nationalsozialisten retten konnte und später in New York lebte. Aus einer Berliner Privatsammlung wird das Stillleben jetzt für 60.000 Euro angeboten, am 27. April in der Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst bei Irene Lehr in Berlin. ...mehr

Meisterwerke der Malerei, Zeichnung und Skulptur des 19ten und 20sten Jahrhunderts mit österreichischer Prägung im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Ernst oder Gustav?


Meisterwerk reiht sich an Meisterwerk in der kommenden Versteigerung von Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts im Wiener Auktionshaus im Kinsky. Nur etwas über hundert Losnummern listet der Katalog, doch ihr geschätzter Gesamtwert liegt bei nicht weniger als 5 bis 10 Millionen Euro. Besonders aus der klassischen Moderne hat das Auktionshaus erstklassige Arbeiten vorwiegend österreichischer Meister im Programm. Mit an der Spitze – im Auktionsablauf allerdings erst ganz am Schluss – stehen zwei Landschaften Alfons Waldes, die die Fähigkeit des Tirolers zur plastischen Durchbildung seiner Sujets und damit seine große Unverwechselbarkeit einmal mehr eindrucksvoll belegen. Um 1927 widmete sich Walde einem Motiv aus Kitzbühel mit der Stadtpfarrkirche St. Andreas und dem direkt daneben stehenden mächtigen Turm der ansonsten recht bescheiden dimensionierten Liebfrauenkirche. Rundherum glänzen schneebedeckte Häuser und Berge. In die Zeit um 1930 datiert ein Blick auf den Wilden Kaiser mit einem Gehöft im Vordergrund. Beide Gemälde, eingeliefert von verschiedenen Besitzern aus Österreich und Dänemark, haben die Experten mit jeweils 150.000 bis 300.000 Euro angesetzt. Frappant ist dabei wieder einmal die Wiederholung der Sujets bei Walde. Einen Tag zuvor listet Kinskys Konkurrenz, das Wiener Auktionshaus Hassfurther, seinen identischen, etwa halb so großen Blick auf die Tiroler Stadt bei 60.000 bis 100.000 Euro. ...mehr

Mit Kunst vom Biedermeier bis zur Moderne wartet der Wiener Auktionator Wolfdietrich Hassfurther in seiner Frühjahrsauktion auf

Die Kammermaler des Erzherzogs


Bilder des Tiroler Malers Alfons Walde stehen wieder am Beginn und auch an der Preisspitze der kommenden Versteigerung von Kunst bei Wolfdietrich Hassfurther in Wien. Drei Ölgemälde und drei Plakate des berühmten Meisters, der sich vor allem als Landschafter in den winterlichen Gefilden seiner näheren Heimat einen Namen machte, gelangen am 22. April zum Aufruf. Am bedeutendsten und für seine Handschrift auch am charakteristischsten ist sein „Einsamer Berghof“ von 1935: Plastisch sind die verschneiten Felsen herausgearbeitet, die das breit ausgedehnte, aber recht flache Gehöft umschließen. Im Vordergrund ist ein Mann mit einem Kind auf dem Arm zu sehen. 100.000 bis 200.000 Euro hat Hassfurther für den gut fünfzig Zentimeter breiten Karton veranschlagt. Hier bleibt noch etwas Luft nach oben. Denn ein fast identisches, etwas breiter angelegtes Gemälde steigerte sich beim Kinsky vor einem Jahr auf 340.000 Euro. Waldes Blick von erhöhtem Standort aus auf Kitzbühel mit Liebfrauenkirchturm und Stadtpfarrkirche liegt bei 60.000 bis 100.000 Euro. Ein beliebtes Walde-Motiv waren auch Marterln, die allüberall die Wege säumen. Ein solches Wegkreuz sucht für 50.000 bis 100.000 Euro einen Abnehmer. ...mehr

Kunst bei Winterberg in Heidelberg

Selbstportrait mit Hexensabbat


Meisterzeichnungen zweier herausragender Künstler der Neuen Sachlichkeit stehen im Mittelpunkt der kommenden Kunstversteigerung bei Winterberg in Heidelberg. Der eine von ihnen ist Otto Dix. Von ihm versteigert das Auktionshaus aus der Sammlung Alfred Gunzenhauser einen in Bleistift gezeichneten Mädchenkopf von 1924, der den Betrachter etwas skeptisch und mit leicht geöffnetem Mund anblickt. Für dieses trotz aller Nüchternheit doch lebensvolle Blatt werden 54.000 Euro erwartet. Die selbe Provenienz besitzt die drei Jahre ältere „Bertha“, ein stehender weiblicher Akt ab den Knien aufwärts. 30.000 Euro stehen hier auf dem Etikett. Sein Jünglingskopf im Profil nach links von 1934 mit Detailstudien zum Auge des Dargestellten ist auf 12.000 Euro angesetzt. Die 1922 entstandene, noch ganz expressionistische Kaltnadelradierung „Verächter des Todes“ für 15.000 Euro und die späte Farblithografie „Zwei Kinder (mit Sonnenblume)“ von 1966 für 6.500 Euro ergänzen die insgesamt recht umfängliche Dix-Offerte. ...mehr

Akzeptables Ergebnis für die Gemälde Alter und Neuer Meister bei Lempertz

Heiliger Hieronymus sorgte für Überraschung


Marinus van Reymerswaele Werkstatt, Der heilige Hieronymus in der Studierstube

Entsprechend dem momentanen Trend war die Nachfrage bei der Auktion mit nicht allzu qualitätvollen, günstig bewerteten Gemälden des 15ten bis 19ten Jahrhunderts von Lempertz nicht von übermäßig hohem Interesse geprägt. Zwar erzielten einige wenige Ausnahmen hohe Gewinne, dennoch liegt die losbezogene Zuschlagsquote mit rund 46 Prozent eher im Mittelfeld. Das Interesse der Käufer galt den Werken Alter und Neuer Meister zu gleichen Teilen. „Der heilige Hieronymus in der Studierstube“, der zur Zeiten der flämischen Renaissance in der Werkstatt Marinus van Reymerswaeles entstand, war unerwartet das begehrteste Objekt der Versteigerung: Das fein ausgearbeitete Bildnis des nachdenklichen Gelehrten an seinem Schreibtisch, umgeben von Vanitas-Utensilien mit dem Fensterausblick auf eine Dorflandschaft, war auf 4.000 bis 5.000 Euro taxiert, erlangte nach einer regen Kundenbeteiligung aber einen Preis von 28.000 Euro. ...mehr

Antiquitäten und Möbel im Wiener Dorotheum

Verliebt, verlobt, verheiratet


Johann Joachim Kändler und Friedrich Elias Meyer, Apotheose Augusts des Starken, um 1750/60

Gleich drei junge Damen und zusätzlich noch zwei Putten bemühen sich eifrig darum, den Ruhm des großen Herrschers zu vermehren und für die Ewigkeit zu fixieren. Dichtkunst, Musik und Malerei, verbildlicht durch die drei mehr oder eher weniger bekleideten Frauengestalten, dienen als Apotheose Augusts des Starken, der als der wohl berühmteste sächsische Herrscher der frühen Neuzeit in die Geschichte einging und als König von Polen seinem Geschlecht europäische Geltung verschaffte. Zu seinen Großtaten zählte auch eine intensive Förderung der Künste. 1710 gründete er die „Königlich-Polnische und Kurfürstlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur“ in Meißen. Rund vierzig bis fünfzig Jahre später erinnerte man in Form jener oben beschriebenen Porzellangruppe an den 1733 verstorbenen Monarchen. Johann Joachim Kändler, Meißens prominentester Modelleur, und Friedrich Elias Meyer boten ihr ganzes Geschick für dieses Figurenarrangement auf. Etwas später, um 1770, wurde das Exemplar bemalt, das im Wiener Dorotheum jetzt versteigert wird. 50.000 bis 90.000 Euro erwartet das Auktionshaus für diese fürstliche Verherrlichung, die in vorliegender Form als Unikat gilt. ...mehr

Mit knapp 1000 Positionen bestreitet Ketterer seine Auktionsrunde mit moderner und zeitgenössischer Kunst in München

Die Kleinen und die Großen


Als Vorgeschmack auf die große Hauptversteigerung im Juni bietet das Münchner Auktionshaus Ketterer in der kommenden Woche schon eine ziemlich umfangreiche Auktion moderner und zeitgenössischer Kunst im Niedrigpreissektor. So gelangen auch im ersten Teil überwiegend Papierarbeiten zum Aufruf und einige Ölgemälde solcher Künstler, die in der zweiten oder dritten Reihe der Kunstgeschichte des 20sten Jahrhunderts stehen. Zu ersterer Rubrik gehören die Arbeiten Pablo Picassos wie seine berühmte Radierung „Le repas frugal“ aus dem Jahr 1904 von der verworfenen und daher mehrmals gekreuzten Platte 1913 für 10.000 bis 15.000 Euro oder seine spätere Lithografie „Jeune femme au corsage à triangles“ von 1947 zum selben Preis. Als Plakatkünstler tritt Henri de Toulouse-Lautrec auf, so mit seiner 1892 datierten Farblithografie „Divan Japonais“ zur Eröffnung des gleichnamigen Nachtlokals für 14.000 bis 18.000 Euro. In etwa der gleichen Preisklasse liegen Paul Klees Lithografie einer lustigen Kopfgestalt namens „Der Verliebte“ aus der Bauhaus-Mappe des Jahres 1923, El Lissitzkys konstruktivistische „Ängstliche“ aus demselben Jahr und Emil Noldes Aquatintaradierung „Ringelrosenkranz“ mehrerer Kinder von 1908. ...mehr

Originelle Arbeiten wenig bekannter Meister bereichern die Alte Kunst im Wiener Dorotheum

Ausgefallen und hochkarätig


Alessandro Magnasco, Josef als Traumdeuter

Als Bühnenbildner brächte Alessandro Magnasco noch heute hervorragende Qualitäten mit. Mit großem Gespür für szenische Wirkung richtete der norditalienische Maler im frühen 18ten Jahrhundert die alttestamentliche Szene „Josef als Traumdeuter“ ein, in welcher der israelitische Patriarchensohn, eingekerkert im ägyptischen Gefängnis, nachdem er die Ehefrau Potiphars bedrängt haben soll, seinen Mitgefangenen deren Träume deutet. Eine hohe steinerne Halle mit gotischen Spitzbögen hat Magnasco dazu aufeinandergetürmt, hölzerne Emporen an den Wänden entlang gespannt, überall sitzen und lagern die armseligen, meist nur dürftig bekleideten Gefangenen, gefesselt an ihre klirrenden Ketten. Mit lockerem, fast nervösem Pinselstrich sind insbesondere die Details gezeichnet, Merkmal des späten Schaffens Magnascos. 1667 in Genua geboren und ebenda 1749 gestorben, aber überwiegend in Mailand tätig, gehörte er damit zu den Wegbereitern der norditalienischen Rokokomalerei. Seine Version von „Josef als Traumdeuter“ ist eines der Hauptlose auf der Versteigerung Alter Meister im Dorotheum. 200.000 bis 300.000 Euro möchte das Wiener Auktionshaus für die großformatige Leinwand sehen – das wäre zumindest auf dem Auktionsmarkt ein neuer Preisrekord für den Künstler. ...mehr

Alte Kunst und Antiquitäten stießen bei Neumeister in München auf reges Interesse

Frühling mit Frühling


Johann Franz Albert Frühling, Tafelaufsatz mit vier Gewürzgefäßern, Augsburg 1765/67

Ein Gemälde und ein Objekt aus Silber standen an der Spitze der Zuschlagsliste der Versteigerung Alter Kunst bei Neumeister in München. Beides waren große Überraschungen für Einlieferer und Veranstalter. Eduard Gaertners lediglich 25 mal 31 Zentimeter großes Ölbild „Berlin – Der Königsgraben mit der Herkulesbrücke“ aus dem Jahr 1836 hatte Neumeister lediglich mit 20.000 bis 25.000 Euro angesetzt. Nach langem Bietgefecht aber bewilligte ein deutscher Sammler für die realistische Momentaufnahme, die sich so ganz den Sehgewohnheiten der vedutenverwöhnten Betrachter jener Zeit entzieht, stolze 162.000 Euro und mit Aufgeld sogar etwas über 205.000 Euro. Das andere Toplos war ein großer Rokokotafelaufsatz des Augsburger Silberschmieds Johann Franz Albert Frühling aus den 1760er Jahren, dessen figürlichen Schmuck ein Jäger mit erhobener Flinte samt Jagdhunden bildete. Bei einer Schätzung von 35.000 bis 40.000 Euro erzielte das außerordentlich fein gearbeitete Gebilde schließlich 130.000 Euro – vielleicht auch dank der schönen Aufmachung des Auktionskatalogs für Kunsthandwerk, in dessen Mittelpunkt Neumeister diesen Aufsatz gestellt hatte. ...mehr

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