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Am 30.11.2017 110. Auktion: Druckgraphik des 15. - 19. Jahrhunderts

© Galerie Bassenge Berlin

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Für die Kunst seit 1945 tummeln sich auch bei Christie’s in New York die Millionenpreise. Genügend Geld scheint für die Stars des Abstrakten Expressionismus, der Pop Art und des Minimalismus da zu sein

Im Rausch


Franz Kline, Mark Rothko, Richard Diebenkorn – das sind einige der abstrakten Expressionisten aus Amerika, mit denen das New Yorker Auktionshaus Christie’s auf seiner abendlichen Prestigeauktion zeitgenössischer Kunst im vergangenen Herbst teils Rekordpreise erzielen konnte. Nun scheint es, als sollte dieser Coup eine Wiederholung finden: Am 15. Mai präsentiert das Unternehmen am selben Ort und bei gleicher Gelegenheit gut siebzig Kunstwerke, die mit ihren Schwerpunkten Abstraktion und Pop Art einen ähnlichen Querschnitt bieten wie vor etwa einem halben Jahr. Ein Meister, der damals fehlte, trägt diesmal sogar den Hauptpreis vor sich her: Jackson Pollocks „Number 19, 1948“ mit zahllosen übereinander liegenden und scheinbar miteinander verschlungenen Farbschlieren in der von ihm gleichsam erfundenen „Dripping“-Technik soll 25 bis 35 Millionen Dollar kosten. Sollte dieser Betrag noch leicht übertroffen werden, könnte es gerade noch für einen neuen Auktionsrekord reichen. Der bisherige wird seit vergangenem Herbst von Sotheby’s gehalten, ebenfalls mit einem „Dripping Painting“ aus dem Jahr 1951 bei 36 Millionen Dollar. ...mehr

Die Klassische Moderne im Wiener Dorotheum ist wieder stark von italienischen Positionen geprägt

Stille


Sanfte, fast unwirklich hingehauchte Landschaften und Stillleben waren seine Spezialität. Mit anderen Sujets hat sich Giorgio Morandi, der fast sein gesamtes, äußerlich völlig unspektakuläres Leben in seiner Heimatstadt Bologna verbrachte, kaum beschäftigt. Trotz ihrer Schlichtheit und des meist kleinen Formats entfalten diese Werke noch auf den heutigen Betrachter eine Wirkung, die ihrem Schöpfer Weltruhm sichern. Seine stillen Bilder hängen in den bedeutendsten Sammlungen und erzielen auf dem Kunstmarkt Millionenpreise. Unter den Auktionshäusern im deutschsprachigen Raum ist das Wiener Dorotheum einer der wichtigen Anbieter von Morandi-Werken. Auch in der Versteigerung von Kunst der klassischen Moderne am 15. Mai finden sich wieder zwei hochkarätige Werke des Italieners: ein fast ausschließlich in unterschiedliche Grüntöne gehüllter „Paesaggio“ von 1941 und eine „Natura morta“ mit drei Gefäßen – davon eines halb angeschnitten – aus der Zeit um 1948. Beide werden aus italienischem Privatbesitz eingeliefert, taxiert mit 300.000 bis 400.000 Euro beziehungsweise 250.000 bis 300.000 Euro. ...mehr

Resultate: Arbeiten auf Papier im Wiener Dorotheum

Wiener Vedute


Hans von Marées, Studienblatt mit Zentaur und zwei Figuren

Konnte das Wiener Auktionshaus Dorotheum Mitte April mit seinen Gemälden Alter und Neuerer Meister teils hervorragende Ergebnisse einspielen, so hielten sich die Jäger und Sammler eine Woche später gegenüber den Arbeiten auf Papier aus diesen Epochen etwas zurück. Rund 37 Prozent der über vierhundert Losnummern wurden weitervermittelt. Erhebliche Preissteigerungen waren selten, die größte gelang mit der Losnummer 201, einem Studienblatt aus der Hand des Deutschrömers Hans von Marées, der sich sowohl thematisch als auch stilistisch einen höchst eigenständigen Weg durch das 19te Jahrhundert bahnte. Die stellenweise weiß gehöhte, dadurch plastisch erscheinende Bleistift- und Kreidezeichnung zeigt einen Zentaur sowie eine männliche und eine weibliche Aktfigur. Auf nur 900 bis 1.200 Euro angesetzt, schraubten sich die Bieter im Wettkampf um das mit knapp sechzig Zentimetern Höhe recht großformatige Blatt schließlich auf stolze 14.000 Euro hinauf. ...mehr

Sotheby’s wartet bei der Zeitgenössischen Kunst in New York mit kapitalen Werken auf und hofft auf neue Rekorde und Umsatzhöhen

Polke kann nicht rechnen


Eine Auktion der Superlative verspricht sich Sotheby’s am 14. Mai mit seiner Abendversteigerung zeitgenössischer Kunst in New York. Rund 280 bis 380 Millionen Dollar sollen die 64 Losnummern einspielen, die in einem der wohl dicksten Auktionskataloge aller Zeit versammelt sind. Während noch vor nicht allzu vielen Jahren eine größere Anzahl von Millionenpreisen besonders vermerkt wurde, muss man jetzt die Zehnmillionenwerte an mehr als einer Hand abzählen: Für acht Werke erwartet Sotheby’s einen achtstelligen Preis. Einige davon stehen auch schon fest. So liegt ein unwiderrufliches Gebot auf Barnett Newmans „Onement VI“ aus dem Jahr 1953, einem tiefblauem Riesenformat mit hellblauem Vertikalstreifen etwas rechts der Mitte. Der abstrakte Expressionist ist nicht allzu häufig mit großen Werken auf Auktionen zu Gast. Bei Christie’s erzielte die Nummer fünf derselben Serie im Mai vergangenen Jahres den Rekordpreis von 20 Millionen Dollar. Für die jetzt eingelieferte Leinwand, die bislang noch nie auf einer Auktion zu haben war, sollen es mindestens 30 Millionen Dollar sein. ...mehr

Für Ernst Fries stellte der Heidelberger Auktionator Thilo Winterberg einen neuen Rekordpreis auf

Teure Frisur


Ernst Fries, Eingang in den Park der Villa Chigi, Ariccia, 1824

Es war eine kleine Sensation, als das Heidelberger Auktionshaus Winterberg auf seiner vergangenen Kunstauktion den „Eingang in den Park der Villa Chigi, Ariccia“ von Ernst Fries aufrief. Die kleine Ölstudie, entstanden wohl 1824 während eines Aufenthalts des pfälzischen Künstlers in der Kleinstadt nahe Rom, zeigt in ungewöhnlicher Perspektive hauptsächlich ein altes, von Pflanzen überwuchertes Gemäuer in dunkler Farbpalette. Lediglich im oberen Bereich der Bildfläche werden das Portal und ein Stück Himmel sichtbar. Dieser unorthodoxe Ausschnitt erweist den 1801 geborenen Künstler als einen frühen Vorläufer naturalistischer Malerei, der die liebliche Romantik bereits hinter sich ließ. Wohl dieser modernistische Zug war der Grund, dass es beim Bieten auf den gerade einmal 35 Zentimeter breiten Karton kein Halten gab. Mit 7.800 Euro hatte Winterberg den Wert des Bildes angegeben. Doch erst bei 72.000 Euro endeten die Gebote. So viel wurde noch nie auf einer Auktion für ein Werk von Ernst Fries entrichtet. ...mehr

Mohren im Schmuck, geizige Alte, sterbende Philosophen und allerlei andere Merkwürdigkeiten im Kunsthandwerk bei Lempertz in Köln

Höfische Amtswürde


Moretto-Anhänger, Gioielleria Nardi

Originelle Sammlungen stechen hervor aus dem Angebot, mit dem das Kölner Auktionshaus Lempertz seine Versteigerung alten Kunsthandwerks bestreiten wird. Ob ein Konvolut von Broschen, Ohrclips oder Krawattennadeln, die nicht nur mit allerlei kostbaren Steinen und Metallen, sondern auch mit kleinen Mohrengestalten geschmückt sind, oder ein gutes Dutzend meist italienischer Weihwasserbecken und Hausaltärchen aus einer rheinischen Privatsammlung – es sind nicht zuletzt diese Stücke, die die Blicke auf sich ziehen. Die Preise liegen hier oft noch im leichter erschwinglichen Bereich. Für die aus bemalter Majolika etwas derb, aber liebevoll gestalteten Gefäße des 18ten und 19ten Jahrhunderts werden drei- oder allenfalls niedrige vierstellige Beträge erwartet. Mit bis zu 10.000 Euro je nach Aufwand der Verarbeitung und Wert der verwendeten Materialien schlagen die Schmuckstücke, die fast ausschließlich aus dem bekannten venezianischen Juwelieratelier von Giulio Nardi seit den 1920er Jahren stammen, etwas höher zu Buche. Auch eine Sammlung von Wachsreliefs des ausgehenden 18ten Jahrhunderts von dem Kölner Kaspar Bernhard Hardy ist hier zu nennen. Die Preise für die Menschentypen, etwa eine geizige Alte, einen genügsamen Landmann, einen Prälat bei Gebet oder auch den sterbenden Voltaire, liegen im niedrigen vierstelligen Bereich. ...mehr

Ergebnisse: Möbel, Einrichtungsgegenstände, Kunsthandwerk und Schmuck bei Koller in Zürich

Skulpturen statt Möbel


Thronende Madonna mit Kind, Spanien, 12. oder 13. Jahrhundert

Als überraschend erfolgreich erwiesen sich die Skulpturen auf der Versteigerung von Möbeln und Antiquitäten bei Koller in Zürich. Teuerstes Exemplar wurde bei 98.000 Franken eine thronende Madonna des 12ten oder 13ten Jahrhunderts aus dem spanischen Raum. Nur 12.000 bis 18.000 Franken hatten auf dem Etikett gestanden. Bei taxgerechten 70.000 Franken schlossen zwei betende Hände aus vergoldetem Kupfer ab, die ursprünglich zu einer Figur auf einem Grabmal gehört haben müssen und im 14ten Jahrhundert in Limoges gefertigt wurden. Knapp dahinter rangierte ein spätromanisches Prozessionskreuz, das nach Typus und Material ebenfalls nach Limoges weist, aber früher entstanden ist. Das mit Glassteinen und Email-Plaketten besetzte Stück verbesserte sich von 24.000 bis 36.000 Franken auf 62.000 Franken. Eine schöne, betont schwungvoll stehende Maria mit Kind aus dem mitteldeutschen Raum um 1500 wurde von 10.000 bis 15.000 Franken auf 48.000 Franken gehoben. ...mehr

Impressionisten und Moderne bei Christie’s in New York

Mürrischer Konditor


Chaïm Soutine, Le petit pâtissier, um 1927

Prominente Einlieferungen bereichern die Impressionisten und klassischen Modernen, mit denen Christie’s in New York am 8. Mai seine Abendversteigerung abhalten wird. Pablo Picassos surreale „Composition (Figure féminine sur une plage)“ aus dem Jahr 1927 beispielsweise stammt aus der Sammlung des im September vergangenen Jahres verstorbenen amerikanischen Sängers und Entertainers Andy Williams und ist mit 800.000 bis 1,2 Millionen Dollar ausgepreist. Eine andere Gabe sind einige Arbeiten aus dem Nachlass des 2005 verstorbenen Architekten Armand Bartos und seiner erst kürzlich verstorbenen Ehefrau Celeste. Dazu gehört Theo van Doesburgs streng geometrische „Compositie“ von 1917/18 in Schwarz, Weiß und Gelb auf kleinem Quadrat für 700.000 bis 1 Million Dollar. Der Arthur M. Sackler Collection, aus der immer mal wieder Werke auf großen Auktionen auftauchen, entstammt Fernand Légers „Nature morte (Les Camées)“ mit zwei Profilköpfen von 1926 für 4 bis 6 Millionen Dollar, und mit „Les deux figures“ desselben Meisters aus dem Jahr 1929 beschickt die Auktion der Nachlass des Schauspielers Gregory Peck und seiner Frau Veronique und erwartet sich dafür 3 bis 5 Millionen Dollar. ...mehr

Alte und Neuere Meister bei Lempertz in Köln

Singen, tanzen, backen anno dazumal


Pieter de Hooch, Kücheninterieur mit zwei Frauen bei der Arbeit

Es menschelt merklich in der Versteigerung Alter Meister bei Lempertz in Köln. Die Niederländer des 17ten Jahrhunderts sind es vor allem, die die einfachen Leute auch in ihrem alltäglichen Tun immer wieder festgehalten und auf diese Weise ein Sozialbild vergangener Zeit dokumentiert haben. Da wäre zum Beispiel Pieter de Hooch, der mit seinen feinen Interieurszenen bleibenden Wert erlangt hat. Trotz nicht eben optimalen Zustandes erlaubt auch sein auf Leinwand gebanntes Kücheninterieur mit zwei Frauen bei der Arbeit – gerade begutachten sie einen großen Kohlkopf –, die stille, friedliche Atmosphäre dieser Bilder nachzuvollziehen. 30.000 bis 35.000 Euro werden hier erwartet. Gemeinsam musiziert und gesungen wird auf einem Gemälde Gabriel Metsus: Ein Großelternehepaar führt darauf ihren kleinen Enkel vielleicht etwas dürftig, aber aus umso tieferem Herzen heraus in diese Kunst ein. „So die Alten sungen, so pfeifen die Jungen“ ist das mit 130.000 bis 150.000 Euro bewertete Gemälde denn auch überschrieben. ...mehr

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Großer Auftritt für Bernd Koberling in Duisburg

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