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Am 02.12.2017 110. Auktion: Moderne Kunst Teil I und II

© Galerie Bassenge Berlin

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Sammlung Rau sorgte für gute Umsätze bei der Modernen Kunst von Lempertz in Köln

Bezaubernde Tänzerin aus der Ferne


Max Slevogt, Portrait der Tänzerin Sada Yakko mit ihrem Ziehsohn Raikichi, 1901

Für die Sammlung Rau für Unicef war diese Sitzung insgesamt ein großer Erfolg: Rund 1,5 Millionen Euro konnte Lempertz am 25. Mai für knapp fünfzig Kunstwerke der klassischen Moderne aus der Sammlung des deutschen Arztes und Philanthropen Gustav Rau umsetzen. Das Auktionshaus verzichtete dafür auf das Aufgeld, so dass sich die potentiellen Interessenten mit besonderem Eifer auf die angebotenen Gemälde, Grafiken und Skulpturen stürzen konnten. Das taten sie zwar nicht in allen, aber in den meisten Fällen, teils mit besonderer Hingabe. So konnte schon das Hauptlos der Sammlung, Max Slevogts laut Datierung genau am 2. Dezember 1901 und damit ganz zu Beginn von des Künstlers Berliner Zeit gemaltes Bildnis der japanischen Tänzerin Sada Yakko mit ihrem Ziehsohn Raikichi die Schätzung deutlich übertreffen. Statt der anvisierten 250.000 bis 300.000 Euro bewilligte ein deutscher Sammler im Rennen um das impressionistische Ölbild schließlich stattliche 360.000 Euro heraus, der zweithöchste Betrag, der jemals für einen Slevogt auf einer Auktion gezahlt wurde. ...mehr

Gemälde Alter und Neuerer Meister sowie Zeichnungen des 15ten bis 19ten Jahrhunderts bei Bassenge in Berlin

Madonna im Morgenland


Gustav Bauernfeind, Blick auf das Flusstal Wadi Kelt bei Jerusalem

Für seine Frühjahrsauktionsrunde hat der Berliner Versteigerer Bassenge auch diesmal wieder eine reich gefüllte Schatztruhe an Gemälden und Arbeiten auf Papier älterer Epochen bis etwa zum Jahr 1900 zusammengetragen. Einmal mehr können die Kunstliebhaber in niederländischen Heiligenbildern, italienischen und deutschen Architekturveduten und diesmal auch in zahlreichen orientalischen Landschaften schwelgen. So macht eine intime Madonnendarstellung vom „Meister mit dem Papagei“ den Auftakt. Der Notname für diesen Maler, hinter dem eigentlich eine ganze Werkstatt von Antwerpener Künstlern zusammengefasst wird, stammt von dem bunten Vogel, der aufgeregt auf dem Schoß des blondgelockten Christusknaben flattert und von eben jenem mit einer Kirsche gefüttert wird. Für 12.500 Euro kann die Madonna mit dem zarten Puppengesicht aus dem ersten Drittel des 16ten Jahrhunderts ersteigert werden. ...mehr

Die Moderne Kunst im Wiener Dorotheum mit einem Auktionsrekord für Hutter

Hits vom Walde


Die größte Überraschung hatte sich das Wiener Auktionshaus Dorotheum auf seiner Versteigerung moderner Kunst für den Schlussspurt aufgehoben. Da kam als Losnummer 1426 Wolfgang Hutters breitformatige Holztafel „Die Witwe (II)“ von 1969/70 zum Aufruf. Zu sehen ist auf der fast zwei Meter langen Platte ein Frauenakt, der mit hybrider Frisur und riesigem Schweif aus Flügeln, Federn und Bändern vor einer Art Feuerwand nach links schreitet und, bevor er das Bild verlässt, noch einmal den Betrachter anblickt. Die aus spanischem Privatbesitz eingelieferte Tafel in der für den „Phantastischen Realisten“ charakteristischen exakten Malweise war auf nur 18.000 bis 26.000 Euro angesetzt. Herausgekommen ist etwa das Zehnfache: Auf 195.000 Euro schraubten sich mehrere Interessenten im Wettstreit um die eigenartige, in ihrer Suggestion jedoch auch bestechende Komposition hinauf – Auktionsweltrekord für den ob seiner Sorgfalt nicht sehr produktiven Hutter, den das Dorotheum wie seine Wiener Kollegen derselben klar umrissenen Stilrichtung neuerdings der klassischen Moderne zurechnet, obwohl er als Jahrgang 1928 eigentlich in der Gegenwart verhaftet ist. ...mehr

Fotografie bei Grisebach in Berlin

Kunst ist ein krimineller Akt


Sie hat bei Andy Warhol geklaut! 1969 hat sich Ulrike Rosenbach einfach bei dessen bekannter Elvis-Darstellung als Cowboy mit der gezogenen Pistole bedient und sie für ihre eigene Kunst adaptiert. Nun steht der King of Rock-n-Roll in der Mitte, rechts und links ist ihm das Bildnis der Künstlerin als Cowgirl beigesellt, und alle drei richten ihre Waffe auf den Betrachter. Na, wenn das krimineller Akt ist! Der Feministin und Medienkünstlerin Rosenbach, die für ihre Arbeit mit Performance, Fotografie und Video bekannt ist, geht es in ihrer Fotomontage um mehrere Dinge. Sie entlarvt den Musik- und Filmstar, der als Inbegriff der Männlichkeit für eine ganze Generation galt, als Aggressor, als Bild des gewalttätigen Mannes. Gleichzeitig deckt sie männliche Dominanz in der visuellen Kunst auf, sowohl die des Schöpfers, als auch die des Objekts, indem sie sich ein fremdes Motiv angeeignet und in ihre eigene Kunstproduktion übernommen hat. Schließlich stellt Ulrike Rosenbach die Kunstproduktion als solche – den Starkult, die Erkennbarkeit einer künstlerischen Handschrift, die Idee des Originals und Unikats oder die unkritische Rezeption durch den Betrachter – in Frage. ...mehr

Ausgewählte Kunststücke aus dreitausend Jahren bei Grisebach in Berlin

Geheimnisvolle Zarenwitwe


Bronzeboot mit Stierprotome, Sardinien, 8. oder 7. Jahrhundert vor Christus

Nur knapp fünfzig Objekte hat das Berliner Auktionshaus Grisebach für seine Versteigerung „Orangerie“ zusammengestellt, doch die Bandbreite ist enorm. Da findet sich als ältestes Stück ein kleines bronzenes Boot aus dem achten oder siebten vorchristlichen Jahrhundert. Es gehört der sardischen Nuraghenkultur an, einer später durch die Römer verschwundenen Kultur, die ihren Namen von den charakteristischen kegelförmigen Bauten erhalten hat, die noch überall auf Sardinien stehen. Wozu das kleine Gefährt gedient hat, ob als Kultobjekt oder als Talisman oder auch als Dekoration, weiß kein Mensch. 8.000 bis 10.000 Euro möchte Grisebach für das Kleinod sehen. Da findet sich aber auch eine Staffelei, auf der niemand Geringeres als Lovis Corinth seine Leinwände platzierte. Als Geschenk der Künstlertochter gelangte das Holzgestell 1948 an den jungen Maler Walter Voigt, der es allerdings nicht zu demselben Ruhm gebracht hat wie der große Impressionist. Jetzt aus Hamburger Privatbesitz eingeliefert, soll das eher als Zeitdokument interessante Stück 2.000 bis 3.000 Euro bringen. ...mehr

Kunst des 19ten Jahrhunderts bei Grisebach in Berlin

Tod beim Schach


Joseph Anton Koch, Das Lauterbrunnental nach Norden, 1794

Die Landschaft steht im Mittelpunkt der Versteigerung von Kunst des 19ten Jahrhunderts bei Grisebach in Berlin. Schon die ältesten der gut hundert Losnummern beschäftigen sich mit diesem gerade in Romantik und Realismus so beliebten Sujet: Johann Georg von Dillis, eine Art Vorimpressionist, der es vor allem in seiner bayerischen Heimat zu Ansehen gebracht hat, hielt um 1806 in der Münchner Vorstadt Au ein Bachufer mit Steg und Fußgängern fest und damit ein recht unprätentiöses Motiv, über das die Meister des Klassizismus wohl noch ziemlich die Nase gerümpft hätten. 3.000 bis 4.000 Euro sind für diese mit Feder und Pinsel in Grau und Schwarz angelegte Zeichnung ein fairer Preis. Joseph Anton Koch war ebenfalls einer, der auf der Schwelle zwischen Klassizismus und Romantik stand. Er verewigte auf einem Aquarell 1794 das felsengesäumte Lauterbrunnental im Berner Oberland mit Blick nach Norden. Hier werden 16.000 bis 20.000 Euro erwartet. ...mehr

400 Jahre druckgrafische Kunst bei Bassenge in Berlin

Evangelienharmonie


Rembrandt, Christus heilt die Kranken. „Hundertguldenblatt“, um 1649

Rembrandt setzte sich im seinem Schaffen immer wieder mit biblischen Themen auseinander. Noch heute ist die gängige Vorstellung über ihn von den vielen Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament geprägt. Trotz der langen Bildtration vor allem bei den neutestamentlichen Szenen gelang es seiner schöpferischen Kraft, originäre Bilder zu kreieren, sich in die Personen und ihre Interaktion hineinzudenken und ihre Empfindungen ausdrucksstark umzusetzen. Dass er dabei nicht immer ganz korrekt den Evangelien folgte, macht etwa sein sogenanntes „Hundertguldenblatt“ deutlich. Hier verknüpft Rembrandt Ereignisse aus dem Leben Jesu, die die Evangelisten Markus, Matthäus und Lukas an unterschiedlichen Stellen schildern: die Segnung der Kinder und die Heilung der Kranken. Dafür hat sich Rembrandt eine sprechende Komposition ausgedacht. Im Zentrum des Blattes steht Jesus, von dem kreisförmig ein Strahlenkranz ausgeht. Auf der linken Seite ist die Segnung angesiedelt, auf der rechten die Heilung der Krüppel und Blinden. Daher wird Rembrandts Radierung in der Literatur auch unter den Titeln „Christus, dem die kleinen Kinder gebracht werden“ und „Christus heilt die Kranken“ geführt. ...mehr

Ausgewählte Werke bei Grisebach in Berlin

Ein Bild, zwei Ehen


Was er in Aquarell konnte, konnte er auch in Öl: Bezaubernde Marschlandschaften in leuchtender Farbigkeit gehören zu den unverwechselbaren Markenzeichen Emil Noldes, immer wieder erklärte er seiner norddeutschen Heimat bildlich die Liebe. Meist in Aquarell gestaltet, gibt es auch einige Ölbilder dieses Sujets. Eine solche Leinwand von 73 mal 88 Zentimetern Größe gelangt bei Grisebach in Berlin in der Versteigerung „Ausgewählte Werke“ zum Aufruf. Es zeigt die flache Ebene mit einem kleinen Gehöft unter einer riesigen grauschwarzen Regenwolke, die sich soeben über die saftig-grünen Wiesen entlädt. Darüber ist schon wieder der sonnige blaue Himmel zu sehen. Datiert ist das Gemälde 1925, als Nolde sich allmählich dauerhaft in Nordfriesland niederließ. Zuletzt 2006 in Murnau ausgestellt, liegt bereits eine weitere Leihanfrage für die große Emil Nolde-Retrospektive 2014 im Frankfurter Städel vor. Zunächst aber muss sich noch ein Käufer finden, der 1 bis 1,5 Millionen Euro für die „Landschaft (mit Regenwolke)“ zu zahlen bereit ist. ...mehr

Ergebnisse: Alte und Neuere Meister bei Lempertz in Köln

Triumph des Hundes


Anton Mozart, Der Turmbau zu Babel

Ein echter Mozart ist das teuerste Kunstwerk der vergangenen Kunstversteigerung bei Lempertz in Köln. Zwar kein Wolfgang Amadeus, aber ein Anton Mozart erzielte bei den Alten Meistern den Auktionsrekordpreis von 250.000 Euro. Der Augsburger Künstler, der auf der Schwelle vom 16ten zum 17ten Jahrhundert im Stil der zeitgenössischen Niederländer großartige Stadtlandschaften mit meist biblischen oder antik-mythologischen Themen schuf, war diesmal mit einer Version des Turmbaus zu Babel vertreten. Ein vielfiguriges Gewirr fleißiger Arbeiter mit Fuhrwerken und Bauleuten, Steinmetzen und Bildhauern prägt die mittelgroße Kupfertafel, die aus einer belgischen Privatsammlung eingeliefert wurde. Der Turmbau selbst, der schon recht weit gediehen zu sein scheint, ragt, nach oben hin im Maßstab immer kleiner werdend, bis in den Wolkenhimmel über der Küstenstadt hinein. Die Schätzung für das minutiös gemalte Bild hatte bei 250.000 bis 300.000 Euro gelegen. ...mehr

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News vom 17.11.2017

Der erste Vonovia Award für Fotografie geht an Ina Schoenenburg

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Saarlandmuseum eröffnet Moderne Galerie

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Florian Hecker in Wien

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Galerie Flügel-Roncak - Alex Katz - Chance.

Alex Katz Chance Cutout verfügbar.
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Galerie Flügel-Roncak - Andy Warhol Kölner Dom Rot

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Galerie Flügel-Roncak

Ostdeutsche Kunstauktionen - Berlin - Albert Wigand, Stilleben mit dunkler Kerze und Schale

49. Versteigerung
Ostdeutsche Kunstauktionen - Berlin

Schmidt Kunstauktionen Dresden - Fritz Beckert, Dresden - Rampische Straße mit Blick auf die Frauenkirche. 1917.

Vorbericht der 54. Kunstauktion
Schmidt Kunstauktionen Dresden





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