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Am 01.12.2017 110. Auktion: Gemälde Alter und Neuerer Meister - Zeichnungen des 15. - 19. Jahrhunderts

© Galerie Bassenge Berlin

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Ergebnisse: Schweizer Kunst bei Sotheby’s in Zürich

Lichtspiel am Tanker


Ferdinand Hodler, Montanalandschaft mit Becs de Bosson und Vallon de Réchy, 1915

Ein zähes Ringen ging dem Augenblick voraus, als der Hammer endlich aufs Pult schlug: Von einer unteren Schätzung um die 3,8 Millionen Franken ausgehend, schraubte sich eine Reihe von Bietern an den Telefonen und im Saal der Zürcher Dependance von Sotheby’s bis auf 7 Millionen Franken hinauf, als es um Ferdinand Hodlers 1915 gemalte „Montanalandschaft mit Becs de Bosson und Vallon de Réchy“ ging. Die Oberhand im Rennen um die achtzig Zentimeter breite Leinwand mit einer der für Hodlers Spätwerk so charakteristischen streng abgezirkelten Naturansichten behielt schließlich ein europäischer Privatsammler. In den Ranglisten für den Schweizer Symbolisten hat sich das Gemälde mit diesem Wert auf die vorderen Plätze geschoben. Rekordhalter ist immer noch Hodlers „Genfersee von Saint-Prex aus“, der vor sechs Jahren am selben Ort für 9,7 Millionen Franken versteigert wurde. Danach folgt aber schon die aktuelle „Montanalandschaft“, die nun erstmals seit dem Ankauf direkt beim Künstler vor rund 95 Jahren den Besitzer wechselte. ...mehr

Kunst und Antiquitäten bei Fischer in Luzern

Der Charme der Dirne


Eigentlich hieß sie Yvonne Marguerite Poiraudeau, und ihre bisherige Lebensgeschichte war nicht gerade glücklich verlaufen: Die gerade einmal 21jährige Tochter eines Zuhälters, der seiner eigenen Hand zum Opfer gefallen war, hatte selbst schon einen Selbstmordversuch hinter sich. Auf dem Montparnasse ging sie der Prostitution nach, verkehrte auch sonst in zwielichtigem Milieu, saß 1960 kurze Zeit im Gefängnis – und angelte sich eines Tages einen besonders großen Fisch: Alberto Giacometti, der sie bereits im Oktober 1959 kennengelernt hatte, erlag heillos dem Charme der jungen Frau, steckte Unsummen in ihren aufwendigen Lebensstil, hatte aber selten auch ein solch geduldiges Modell wie „Caroline“ – so der Name, den sie sich verliehen hatte. Zahlreiche Gemälde entstanden in den folgenden Jahren, doch nur zu einer einzigen Skulptur brachte der Künstler die Kraft auf. Ein Exemplar dieser „Buste de Caroline“, die 1961 sechsmal in Bronze ausgeführt wurde, hat das Luzerner Auktionshaus Fischer in seiner Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst im Programm. Schätzpreis: 3 bis 5 Millionen Franken. ...mehr

Im Wiener Dorotheum behauptete sich die Zeitgenössische Kunst marktsicher

Toilettenplan


Die „beste Zeitgenossen-Auktion in der Geschichte des Hauses“ meldete das Wiener Dorotheum nach seiner vergangenen Versteigerung von Kunst der Gegenwart. 5,75 Millionen Euro einschließlich der Aufgelder konnte das österreichische Unternehmen am 16. Mai mit den 250 Losnummern umsetzen, bei einer losbezogenen Zuschlagsquote von etwas über sechzig Prozent. Spitzenreiter wurde wie erwartet Ilya Kabakovs großformatige Grafit- und Ölzeichnung „Die Toilette“ von 2001 mit einer Art Architekturanweisung für die entsprechende Kabinenanlage. Die intellektualistische Leinwand schaffte netto ihre untere Schätzung von 300.000 Euro. Um 200.000 Euro ebenfalls an der unteren Taxgrenze wechselte eine monströse aufgerissene Aluminium-Stahl-Skulptur Frank Stellas, „Etymology (Q 10)“ betitelt und 1990 als Teil der umfangreichen „Moby Dick“-Serie entstanden, den Besitzer. Auch eine vierfach in Grün und Grau quadrierte „Homage“ Josef Albers’ mit dem Beinamen „Spring“ von 1962 ging für 200.000 Euro etwa zur Mitte des Schätzrahmens weg, das zweite Quadrat des Meisters, „Looking forward“ im gleichen, allenfalls etwas dunkleren Farbklang, blieb mit 100.000 Euro dagegen unterhalb der Erwartungen von mindestens 110.000 Euro hängen. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Ketterer in München

Wackelnde Bäume


Ernst Ludwig Kirchner, Zwei mit Katzen spielende Mädchen, 1907

Es kommt selten vor, dass ein einziges Gemälde den künstlerischen Wandel eines großen Meisters so eindrucksvoll dokumentiert wie die Leinwand, die am Samstag im Münchner Auktionshaus Ketterer auf der Losnummer 30 zum Aufruf gelangt. Da ist einmal der frühe Ernst Ludwig Kirchner zu sehen: Zwei kleine Mädchen sind dort abgebildet, wie sie sich zwanglos im Gras niedergelassen haben und ungestört mit zwei Katzen spielen. Die aus überwiegend kurzen, breiten, eher unruhigen Pinselstrichen gefügte Malerei entstand 1907 und belegt den großen Einfluss der französischen Meister um André Derain oder Maurice de Vlaminck auf den frühen Kirchner. Das andere Bild, auf der Rückseite der Leinwand, würde man gar nicht für ein Werk desselben Künstlers halten, wenn es sich nicht um Kirchner handelte. Denn hier hat sich der ehemalige „Brücke“-Vertreter von den Prinzipien seines frühen Schaffens schon längst verabschiedet. Aus breiten, stark kontrastierenden Farbflächen und kantig wie ein Holzschnitt sind um 1924/26 nun ein Frauen- und ein Männerkopf, einander teilweise überschneidend, gebannt. Eine Leinwand mit zwei derart exemplarischen Schöpfungen hat natürlich ihren Preis: 600.000 bis 800.000 Euro möchte Ketterer für das überdies marktfrische, von den Vorfahren der heutigen Besitzer noch aus dem Nachlass Kirchners erworbene Doppelbild sehen. ...mehr

Alfons Walde war wieder der Star der Auktion bei Hassfurther in Wien

Getürmte Schneemassen


An der Dominanz Alfons Waldes gab es wieder nichts zu rütteln auf der vergangenen Versteigerung bei dem Wiener Auktionator Wolfdietrich Hassfurther. Der offensichtliche Lieblingslandschafter der österreichischen Moderne bestach mit seinem in der allmählich untergehenden Sonne liegenden „Einsamen Berghof“ von 1935 durch das heimatliche Motiv ebenso wie durch die unverwechselbare plastische Ausgestaltung, mit der Gehöft, Berge und Schnee aus der Fläche herausmodelliert sind. Die 340.000 Euro, die der Einlieferer für den knapp einen halben Meter breiten Karton erhielt, waren wohlverdient. 100.000 bis 200.000 Euro hatten auf dem Etikett gestanden. 105.000 Euro mindestens 5.000 Euro über der Schätzung kostete Waldes „Wegkreuz in Tirol“, ein ebenso beliebtes winterliches Motiv des Meisters. Die obere Grenze von 60.000 bis 100.000 Euro schaffte sein Blick auf Kitzbühel mit den beiden markanten Kirchen im Nordwesten der Altstadt, die Walde ebenfalls fast von den Schneemassen erdrücken ließ. ...mehr

Wenig Interesse an Kunst des 19ten Jahrhunderts bei Christie’s in London

Lohnender Kampf


Franz von Stuck, Herkules und die Hydra, 1915

Mit einigen Absatzschwierigkeiten hatte Christie’s in seiner jüngsten Versteigerung von Kunst des 19ten Jahrhunderts zu kämpfen. Wert- und losbezogen konnte am 22. Mai in London nur knapp die Hälfte der 87 Losnummern unter die Leute gebracht werden, und vor allem die hochgehandelten Stücke erwiesen sich als Ladenhüter. Das betraf französische Vorimpressionisten wie Jean-Baptiste Camille Corot und Gustave Courbet für bis zu 300.000 Pfund ebenso wie den berühmten Spanier Joaquín Sorolla y Bastida mit seinem ungewohnten Motiv der „Palangreros“ von circa 1898/99 für 150.000 bis 250.000 Pfund. Auch bei der Orientmalerei blieben sämtliche Toplose der Künstler Edwin Lord Weeks, Frederick Arthur Bridgman und Alberto Pasini liegen. Insgesamt hätten knapp zwanzig Werke sechsstellige Preise erzielen sollen, am Ende schafften diese Marke nur drei Arbeiten. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Karl & Faber in München

Weiß vor Grün?


Joseph Beuys war schon zu Lebzeiten kein Künstler, den man einfach in eine Schublade stecken konnte, und auch keiner, den man wie jeden x-beliebigen anderen Künstler behandeln konnte. Das mussten leidvoll auch all die amerikanischen Galeristen, Kunsthändler und Kunstinteressierten erfahren, die jahrelang versuchten, den störrischen Rheinländer über den großen Teich zu schaffen. Als er sich Anfang 1974 endlich dazu bereiterklärte, wollte er keine Ausstellungen haben, sondern eine Vortragsreise, die ihm der New Yorker Galerist Ronald Feldman organisierte und die ihn außer an die Ostküste unter anderem auch nach Chicago und Minneapolis führte. Für einen Vortrag in letzterer Stadt fertigte er sechs Platten an, von denen 1977 die Grafikfolge „Minneapolis Fragmente“ gedruckt wurden. Durch ein großes „X“ wurden die Platten zwar hinterher für ungültig erklärt, so dass keine weitere Abzüge entstehen konnten, doch bearbeitete sie der Künstler als selbständige Kunstwerke weiter. Ein solches Stück, mit einem Hut und dem Stempel „Free International University“ versehen sowie mit Hasenblut übergangen, ist eines der Hauptlose der Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst bei Karl & Faber in München. 150.000 bis 200.000 Euro möchte die gemeinnützige Korff-Stiftung als bisherige Eigentümerin für die eisengerahmte Aluminiumplatte haben. ...mehr

Bei den „Ausgewählten Werke“ von Grisebach in Berlin fehlte manchmal die Bieterlaune

Zwei Ehen gescheitert


Jeweils knapp hat es gereicht für die Hauptlose der Versteigerung „Ausgewählte Werke“ am 30. Mai bei Grisebach in Berlin. Zunächst kam Karl Schmidt-Rottluffs „Landschaft mit Leuchtturm und Windmühle“ zum Aufruf, eine strahlend bunte Leinwand aus dem Jahr 1920, die einige Zeitlang als Leihgabe in der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen in Schloss Gottorf hing. Genau bei 800.000 Euro, der unteren Grenze der Erwartungen, konnte das Gemälde weitervermittelt werden. Kurz darauf war es Emil Nolde, der mit seiner in Öl gemalten „Landschaft (mit Regenwolke)“ aus dem Jahr 1925 einen Millionenwert erzielen sollte. Auch hier langte es zur unteren Schätzung von 1 Million Euro, die ein Schweizer Privatmann bewilligte. Und Ernst Ludwig Kirchners „Lützowufer am Morgen“ von 1929, in der typischen schablonenartigen Flächigkeit des späten Schaffens gehalten mit leicht kubistischen Einschlägen, schaffte die untere Taxe 500.000 Euro. Einzig Otto Mueller war kein Glück beschieden. Seine beiden, Ende der 1920er Jahre auf Vor- und Rückseite einer Leinwand gemalten Frauenakte „Mädchen mit grünem Schal“ und „Stehender Mädchenakt“, die des Künstlers erste Frau Maschka Mueller und seine letzte Liebe Elfriede Timm zeigen, mussten bei 700.000 bis 1 Million Euro die Heimreise antreten. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in Paris

Großvaters Erbe


Ihre Beziehung zum berühmten Großvater war alles andere als harmonisch: Als Kinder, so behauptete Marina Picasso in ihrem 2001 veröffentlichten Buch „Und trotzdem eine Picasso“, hätten sie und ihr Bruder Pablito unter der Egomanie Pablo Picassos ebenso gelitten wie die Frauen und Freundinnen an der Seite des großen Künstlers. Als dieser 1973 starb, bediente sich zunächst der französische Staat am gewaltigen Bestand, der im Atelier hinterlassen war, der Rest wurde unter den Familienmitgliedern aufgeteilt. Zwei der Werke, die Marina Picasso damals erhielt, sollen jetzt auf der Auktion moderner Kunst bei Sotheby’s in Paris versteigert werden. Zum einen geht es um die „Femme assise (Femme assise en robe grise)“, deren Kleid genauso trist ausschaut wie der Hintergrund – kein Wunder: Am 31. August 1943 malte Picasso das deformierte Bildnis von Dora Maar, als auch ihm die politischen Verhältnisse seiner Zeit zusetzten. Das andere Bild, in der lediglich grauen Farbigkeit noch karger, zeigt das stilllebenartige Motiv „Palette et tête de taureau“ und entstand 1938. Dieses Werk soll 1 bis 1,5 Millionen Euro kosten, das Portrait 2,5 bis 3,5 Millionen Euro. Der Erlös beider soll laut Marina Picasso vor allem Kindern und Jugendlichen in Schwierigkeiten zugute kommen. ...mehr

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