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Am 29.09.2017 Auktion 117: Moderne und Zeitgenössische Kunst, Moderne Photographie, Alte Gemälde, Antiquitäten

© Jeschke, van Vliet Kunstauktionen

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Ein buntes Allerlei in der „Orangerie“ bei der Villa Grisebach in Berlin

Auf den Hut gekommen


Jean Barthet, Hut Romy Schneiders aus dem Film „Die Bankiersfrau“, 1979/80

Diesen Hut hatte schon Romy Schneider auf dem Kopf. Die berühmte Filmschauspielerin trug die Kreation des französischen Starmodisten Jean Barthet in dem 1980 uraufgeführten Film „Die Bankiersfrau“, in der sie selbst eine Hutmacherin spielt, die in die bessere Pariser Gesellschaft einheiratet, sich jedoch vor allem als Anlagebetrügerin hervortut. Der Hut ging dann in den Besitz der Kostümausstatterin Pascale Robin über, die an dem – im Übrigen eher mittelmäßigen – Streifen beteiligt war. Bei Grisebach in Berlin bildet die mit Federn und Strass geschmückte Kopfbedeckung das Eröffnungslos der Auktion „Ausgewählte Objekte“: mit 2.000 bis 3.000 Euro keines der ganz großen, aber durch seine Herkunft eines der mondänen Objekte dieser Veranstaltung. ...mehr

Das Dorotheum versteigert Silberwaren in Wien

Erlesene Kostbarkeiten für die Festtage


Paar Weinkühler, Joseph & John Angell, London 1837

Mit raschen Schritten nähern sich die Festtage Weihnachten und Silvester. Damit verbunden sind Familienessen an einem festlich geschmückten Tisch, der zu Ehren der Feierlichkeiten auch mit glänzender Zier aus Silber aufwarten will. Stilvoll können Champagner und einige Weine in den Londoner Weinkühlern temperiert werden, die Joseph & John Angell in Erinnerung an barocke Formen und mit überbordender floraler Pracht 1837 herstellten. Sie besitzen ein reiches Dekor aus plastischem Trauben- und Weinlaub, das sich um eine Wappengravur rankt. Die Henkel verbinden ihre praktische Funktion mit dem Zierwerk aus reliefierten Blättern und plastischen Blüten, die im Rundfuß bereits auftreten und sich bis zum Deckel und seinen Handhaben hinziehen. 18.000 bis 26.000 Euro will das Dorotheum für die beiden Weinkühler sehen. ...mehr

Gemälde und Zeichnungen des 19. Jahrhunderts bei Grisebach in Berlin

Ritter Kunzens Prinzenklau


Johann Christian Reinhart, Der sächsische Prinzenraub (Altenburger Prinzenraub), 1785

Kunz von Kauffungen war ein Mann, mit dem hätte man nicht viel zu tun haben mögen. Im 15. Jahrhundert beteiligte er sich fleißig am seinerzeit blühenden Kleinkriegswesen, überfiel unbarmherzig die Kaufleute anderer Fürsten, um denen zu schaden, und war auch sonst ein Raub- und Fehderitter, wie er im Buche steht. Sein Meisterstück aber sollte der sogenannte Altenburger Prinzenraub sein: Nachdem ihm der sächsische Kurfürst Friedrich der Sanftmütige seine Güter entzogen hatte, machte er sich auf zu dessen Schloss in Altenburg, brachte Friedrichs Söhne Ernst und Albrecht in seine Gewalt und wollte vom Vater Lösegeld erpressen. Doch der Plan misslang, Kunz wurde auf der Flucht gestellt, die Prinzen befreit, der Übeltäter nach kurzem Prozess am 14. Juli 1455 in Freiberg hingerichtet. ...mehr

Hochkarätige impressionistische und moderne Werke bleiben bei Christie’s in New York hinter den Erfolgen der zeitgenössischen Kunst weit zurück

Der Frühling kommt nach Los Angeles


Edouard Manet, Le Printemps, 1881

Edouard Manets Frauengestalt „Le Printemps“ mit Sonnenschirm geht an das J. Paul Getty Museum in Los Angeles. Das ist die wichtigste Nachricht von der Auktion „Impressionist & Modern Art“ bei Christie’s in New York. Bald kann sich die Öffentlichkeit an dem heiter-eleganten Gemälde des Impressionisten erfreuen, für das 1881 die Schauspielerin Jeanne Demarsy Modell gestanden hat. Es war das letzte Meisterwerk Manets in Privatbesitz. Daher war das Interesse groß, und es ragen private Sammler und öffentliche Institutionen aus Amerika, Europa und Asien um dieses impressionistische Bilderbuchportrait, bis schließlich der Yorker Händler Otto Naumann bei 58 Millionen Dollar die Oberhand behielt. Er hatte im Auftrag des Getty Museums gehandelt, die Schätzung von 25 bis 35 Millionen Dollar in etwa zum Doppelten überführt und damit einen neuen Auktionsrekord für Werke Manets erzielt. In der Dauerausstellung des Museums soll „Le Printemps“ andere hochkarätige Werke seiner Zeit und auch von Manet selbst zu Nachbarn haben. ...mehr

Große Namen und große Preise warten im Wiener Dorotheum, das bald wieder seine Pforten für Freunde der Klassischen Moderne öffnet

Scheibenkopf


Alexander Archipenko, Head (Construction with crossing planes), 1913

Eigentlich als Holzkonstrukt konzipiert, wurde aus dem „Head: Construction with crossing planes“ von Alexander Archipenko dann doch ein etwas gewichtigeres Objekt aus Bronze. Ursprünglich diente es als Entwurf für das zwei Meter hohe Werk „Woman in front of a mirror“, das leider im Zuge des Ersten Weltkrieges unwiderruflich verschwand. Aber nicht nur das Material der rund 38 Zentimeter hohen Kleinplastik ist einschlägig, auch ihre Bedeutung von hohem Gewicht. Denn der aus Kiew stammende Schöpfer machte in der Zeit ihrer Entstehung um 1913 wichtige Entwicklungsschritte in seiner persönlichen Schaffensphilosophie. Kubistische und konstruktivistische Elemente übertrug Archipenko in seiner Moskauer Zeit erstmals von der Malerei in seine skulpturalen dreidimensionalen Objekte. Er experimentierte mit Formen, Linien, Kurven, Ecken, Leerräumen, Licht und Schatten und brachte mit seiner neuen Sichtweise die sogenannte „Skulpto-Malerei“ auf den Weg. Sein bronzener Kopf ist einflussreicher Zeitzeuge und Produkt einer neuen künstlerischen Strömung. Daher hat das Dorotheum den an Archipenkos Lebensende gegossenen „Head“ nun mit 180.000 bis 250.000 Euro ausgezeichnet und ihn als Hoffnungsträger seiner Wiener Auktion mit moderner Kunst auf das Katalogcover gehoben. ...mehr

Kunst vom Klassizismus bis zur Gegenwart bei Hassfurther in Wien

Schöne Damen in funkelndem Gold


Dieses Bild kommt einem doch gleich bekannt vor. Bereits im Mai 2008 hatte das Wiener Auktionshaus Hassfurther Herbert Boeckls „Leda mit dem Schwan“ im Programm, eine mit mehr als 180 Zentimetern Breite großformatige Leinwand, die sich den alten mythologischen Stoff auf neue Art zum Gegenstand nimmt: Auf Leda, eine junge und offenbar äußerst begehrenswerte Königstochter, hat wieder einmal Zeus seine nimmersatten Augen geworfen. Er nähert sich ihr in Gestalt eines schwarzen Schwanes. Die entkleidet auf den Lagen sich räkelnde Leda empfängt das Gott-Tier bereitwillig und macht mit ihrem Blick zum Betrachter auch diesen zum Mitwisser. Der Pinselstrich ist rasch und kraftvoll, und das Bild zeigt einen der bedeutendsten österreichischen Expressionisten von seiner besten Seite. Vor sechseinhalb Jahren scheiterte das Gemälde noch an 100.000 bis 180.000 Euro, aber vielleicht klappt es jetzt mit einem geringeren Betrag. Auch bei Boeckls fast abstrakt aufgefasstem, farbintensivem „Erzberg V“ aus einer Werkserie des Jahres 1948 verrät Wolfdietrich Hassfurther die Schätzung auf Anfrage. ...mehr

Mit einem umfangreichen Zeichnungskonvolut aus der ehemaligen Sammlung Wilhelm Laaff hat Ketterer in München seine Auktion mit Alten und Neueren Meistern bereichert

Von einem frivolen Ibis, zugeknöpften Spitzweg und der Malerin Carl Freibach


Carl Spitzweg, In Erwartung der Zeitung, um 1865/70

Wer den kommenden kalten Wintermonaten mit einem Seelenfeuer die Stirn bieten will, mag in Richard Müllers Gemälde „Der rote Ibis“ von 1916 und dem Rückenakt seiner sich lasziv räkelnden Begleitung ein elegantes Mittel finden. Sucht man eher das Gegenteil zu dieser erotischen Boudoir-Dekoration ist Carl Spitzwegs gemütliche Szene „In Erwartung der Zeitung“ ein Kandidat. In gewohnt leisem Humor scheint ein älterer Herr noch etwas schläfrig seine Pfeife im sonnigen Innenhof zu stopfen. Sein gescheckter Chihuahua aber sprintet voller Vorfreude aufs Bellen und in der Hoffnung, das Hosenbein des Zeitungsträgers zu erwischen, bereits dem Treppenaufgang entgegen. Besteht eine Vorliebe für das Ungewöhnliche, darf man sein Interesse zu einer Malerin wenden: Ilka von Fabrice lernte ihr Handwerk bei Franz von Lenbach und gehörte 1882 zu den Gründerinnen des Münchner Künstlerinnenvereins. Ihr ausdrucksstarkes Selbstportrait von 1897 dominiert ein warmer Braunton. Aus der gedämpften Farbe des dunklen Grundes und der Kleidung tritt das erleuchtete, ernste Antlitz der reifen Malerin mit ernsten und klugen Augen hervor. Sie wirkt selbstbewusst; trotzdem hat sie ihr Konterfei mit ihrem Pseudonym „Carl Freibach“ signiert. ...mehr

Die zeitgenössische Kunst notiert bei Sotheby’s in New York stark, trumpft aber nicht auf

Amerikanische Ikone


Vor dem Hintergrund der einen Tag später bei Christie’s abgehaltenen Abendauktion mit ihren gut 850 Millionen Dollar nahm sich die Versteigerung zeitgenössischer Kunst am 11. November bei Sotheby’s fast bescheiden aus: 343,6 Millionen Dollar setzte der New Yorker Hauptsitz mit seinen 78 Losnummern um, von denen elf ohne Abnehmer und einige teils deutlich unterhalb der Erwartungen blieben. Das galt wohl auch für das Hauptlos des Abends, Mark Rothkos knapp zweieinhalb Meter hohe Farbfeldmalerei „No. 21“ in Rot, Braun, Schwarz und Orange von 1953. Der Schätzpreis für das aus der Schlumberger Collection stammende Bild war zwar nicht öffentlich angegeben worden, aber um die 50 Millionen Dollar hätten es Berichten zufolge doch sein sollen. Heraus kamen aber nur 40 Millionen Dollar, was auch mit dem Aufgeld von fast 5 Millionen Dollar noch deutlich unterhalb der Erwartungen lag. Dennoch sind die Ergebnisse bei Sotheby’s ein deutliches Zeichen für einen starken Zeitgenossenmarkt. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Christie’s in New York – die Milliarde ist es nicht ganz geworden

Warhol-Geld


Nun sind sie weg: Andy Warhols „Triple Elvis“ von 1963 und „Four Marlons“ von 1966, über deren Verkauf aus Beständen des NRW-landeseigenen Casinobetreibers Westspiel in Deutschland viel gestritten wurde, sind über den Großen Teich nach New York gewandert und dort am 12. November durch das Auktionshaus Christie’s versteigert worden. 73 Millionen Dollar hat der dreifache Elvis, 62 Millionen Dollar der vierfache Marlon gebracht, mit Aufgeld zusammen rund 151,5 Millionen Dollar, die Schätzung lag jeweils bei etwa 60 Millionen Dollar. Wer die Käufer waren, ist noch nicht heraus, jedenfalls haben sich zwei verschiedene Personen hier bedient. Um die Querelen in der deutschen Kultur-, Politik- und Medienszene bei diesem vermeintlichen oder tatsächlichen Ausverkauf kultureller Güter dürfte man sich an Amerikas Ostküste wenig geschert haben. Da zählte nur, dass wieder zwei brillante Warhols den Weg auf den sensationshungrigen Markt geschafft hatten. ...mehr

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News vom 20.09.2017

Matisse und Bonnard in Frankfurt

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Zeitgenössische arabische Kunst in Berlin

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Documenta bilanziert positiv

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Furchtlos mit Alicia Framis in der Kunsthalle Nürnberg

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Kunsthaus Lempertz - Löwenjagd nach Rubens, französischer Meister, 19. Jahrhundert

Sensationelle Preissteigerung für Löwenjagd
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Slinkachu: Tug of War - letztes Exemplar
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2. ArtWeekend in Nürnberg 06.-08.10.2017
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