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Am 28.10.2017 Auktion 47

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Quittenbaum tritt in München mit hochwertigem Design und nun auch mit Kunst des 20. Jahrhunderts auf das Auktionsparkett

Dinge fürs Auge


Clara Driscoll, Tischlampe „Dragonfly“, 1899

Sieben bunt schillernde Libellen reihen sich den Kopf nach unten gewendet in einem Kreis auf. So bilden sie den aus Opalglas gefertigten Schirm der Tischlampe „Dragonfly“. Um die Struktur der feingeäderten Flügel nachzubilden, wurden dünne Kupferstege zwischen den kleinen Glaspättchen eingefügt, die im Licht dann hellbraun schimmern. Eine an Blätter erinnernde Struktur zieht sich über den übrigen Schirm, der von einer türkisblauen, einer gelben und einer erneut blau schimmernden Line abgeschlossen wird. Der floral inspirierte Fuß aus Bronze ist gedreht und analog zum Gerüst des Schirmes braun und grün patiniert. 1899 entwarf Clara Driscoll diesen prächtigen Lampenschirm. Sie war lange die große Unbekannte der Tiffany Studios in New York, die neben Firmenchef Louis Comfort Tiffany die wichtigsten Kreationen des Hauses verantwortete. Nun steht die „Dragonfly“ bei Quittenbaum für 50.000 bis 60.000 Euro zum Verkauf. ...mehr

Turner rockt sie alle: Alte Meister bei Sotheby’s in London

Dädalus beschwingt


Joseph Mallord William Turner, Rome, from Mount Aventine, 1835

Knapp 54 Millionen Pfund einschließlich der Aufgelder setzte Sotheby’s in London am Abend des 3. Dezember mit 43 Werken Alter Meister um. Mehr als die Hälfte davon entfiel auf ein einziges Gemälde: Joseph Mallord William Turners großartiges Panorama „Rome, from Mount Aventine“ aus dem Jahr 1835 erzielte 27 Millionen Pfund, brutto sogar mehr als 30,3 Millionen Pfund. Dass der Preis hoch werden würde, war klar, doch mit diesem Betrag war wohl nicht ohne weiteres zu rechnen. Noch weit über die Schätzung von 15 bis 20 Millionen Pfund hinaus wurde um die querformatige Leinwand mit dem Blick an einer Pinie vorbei auf das abendsonnig beschienene Rom gestritten, bis ein Telefonbieter schließlich die Oberhand behielt. Der Preis übertraf auch den bisherigen Turner-Auktionsrekord, aufgestellt am selben Ort vor viereinhalb Jahren mit einem recht ähnlichen und fast genauso großen Bild für 26,5 Millionen Pfund. „Rome, from Mount Aventine“ konnte sich auf erlesene Provenienz berufen, gehörte es doch seit 1878 dem späteren Premierminister Archibald Philip Primrose, 5. Earl of Rosebery, und befand sich bis zuletzt im Besitz von dessen Nachkommen. ...mehr

Die diesjährige Dezemberauktion des Berliner Traditionshauses Leo Spik erstreckt sich über drei Tage und reicht von Malerei über Porzellan bis zu den Asiatica. Wichtigstes Standbein ist das Mobiliar, diesmal viel Sächsisches aus der Zeit Augusts des Starken und seines Sohnes Friedrich August II.

Wohnen auf Sächsisch


Ferdinand Konrad Bellermann, Golf von Neapel und Vesuv

Gleich zu Beginn der Auktion bei Leo Spik geht es einmal quer durch Europa. Den Anfang machen zwei neoklassische Stadtansichten Berlins mit Blick auf das königliche Schloss sowie auf die neue Wache von Peter Götz Pallmann, die auf 2.500 Euro und 3.200 Euro geschätzt sind. An die Ostsee bringt uns Louis Douzette mit seiner 1919 entstandenen stimmungsvollen Mondnacht an der Küste für 9.000 Euro. Von Deutschland geht es dann mit Ferdinand Konrad Bellermanns lichter, 6.000 Euro teuerer Ansicht des Golfes von Neapel und dem Vesuv nach Italien, ebenso mit der nach einem Canaletto-Gemälde gestalteten venezianischen Vedute „Der Bucintoro“ für 2.000 Euro. Elias Pieter van Bommels charmante kleine Darstellung des Gemüsemarktes in Amsterdam für 3.500 Euro entführt uns nach Holland und Manuel Ruiz Morales setzt mit seinen beiden Aquarellen zu je 700 Euro schließlich die französische Hauptstadt Paris mit all ihrem Trubel in Szene. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst mit umfangreichem und starkem Programm bei Ketterer in München

Abstrakter Tänzer im Narrenkostüm


Otto Mueller, Liebespaar (Selbstbildnis mit Irene Altmann), um 1920

Nach Neumeister und Karl & Faber fährt auch das Münchner Auktionshaus Ketterer sein breites Angebot moderner und zeitgenössischer Kunst auf und verspricht damit einen würdigen Abschluss der Saison im deutschsprachigen Raum. Nicht weniger als sieben Kataloge liegen vor, um die rund 880 Losnummern gebührend zu präsentieren. Die klassische Moderne ist in eine teure und eine weniger teure Sektion geteilt, erstere listet ziemlich genau hundert Objekte. Hier findet sich auch der einzige Millionenkandidat in Gestalt von Otto Muellers „Liebespaar (Selbstbildnis mit Irene Altmann)“ aus der Zeit um 1920. Recht frivol hat der gar nicht mehr so junge Maler seine wesentliche jüngere Gefährtin vollkommen unbekleidet auf seinem Schoß platziert. Zuletzt wurde das in charakteristisch gedämpften Leimfarben gemalte Bild in der Mueller-Retrospektive in Zwickau, Heilbronn und Duisburg gezeigt. Jetzt soll es für 800.000 bis 1,2 Millionen Euro unter den Hammer kommen. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Karl & Faber in München

Ein Tango tanzendes Huhn


Bei den derzeitigen mal panisch, mal wahnsinnig anmutenden Einkaufsabenteuern und der Jagd nach Geschenken könnte Césars Tango tanzenden Huhns geradezu als normal gelten. Die vergoldete Bronze des „Poulet dansant le tango“ von 1957 ist eine gegossene Version des aus Schrotteilen konstruierten Federviehs, das elegant einen schlanken Fuß zum Schreiten erhebt. Das Tier scheint sich aufzuplustern und keck seinen kleinen Kopf zur Seite zu legen, als sähe es sich etwas genauer an. Nach dem erfolgreichen Erwerb aller notwendigen Präsente darf man sich ins eigene Heim zurückziehen. Dort könnten die strapazierten Nerven Ruhe und Erholung in der strengen Ordnung der Geometrie in László Moholy-Nagys Lithografie „Brechung Schwarz-Weiß-Grau“ von 1923 finden. Der signierte Druck spielt mit dem Gleichgewicht der Formen. An der querverlaufenden oberen Seite eines auf Eck gestellten Quadrats hat sich ein schlankes und langgezogenes Rechteck angedockt. Überlagert werden diese beiden Grundelemente von zwei weiteren schlanken Vierecken in unterschiedlichen Grautönen und einem weiter nach Links versetzten, fast weißen und besonders schmalen Geviert. Moholy-Nagy erreicht in dieser harmonischen und konzentrierten Komposition ein Bild tiefster Ruhe. ...mehr

Farbenfroh und lebendig wird die kommende Auktion moderner Kunst bei Neumeister in München

Lovestories


Träumerisch versunken schenkt die schöne Londa einer zart rosafarbenen Heckenrose ihre Aufmerksamkeit, deren Kolorit sich in dem luftig-leichten Kleid der jungen Frau wiederholt. Hinter ihr öffnet sich eine weite Landschaft in satten Grüntönen, die durch rote Akzente aufgelockert werden. Das Himmelsgewölbe kommt in weichem Blau daher und wird von einer fliederfarbenen Wolke durchzogen. Die zärtlich-liebenden Gefühle von Conrad Felixmüller zu seiner Frau, die er 1918 heiratete und so 1927 in Öl portraitierte, sind unverkennbar präsent. Der Dresdner Akademiekünstler wandte sich in dieser Ölmalerei neuen Inhalten und Ausdrucksformen zu, hatte er doch zuvor noch als Expressionist vorrangig sozial-politische Themen aufgegriffen, die er oft in verstörend anklagender Weise umsetzte. Seine „Himmlische Rose – Londa mit der Heckenrose“ erscheint dagegen familiär und privat. Londa ist mit sich im Reinen, nichts trübt ihr Gemüt, wodurch sie unmittelbar an innerer Schönheit gewinnt. Ihr Inkarnat ergibt sich durch ein reiches Farbspektrum aus grünen, gelben und roten Abstufungen, ihr leicht lächelnder Mund erscheint in saftigem Kirschrot. Einerseits weit geöffnet und expressiv durch die prächtige Landschaft und den kühnen Umgang mit den Farben, evoziert Felixmüller andererseits eine intime Stille, die einen klaren, aber auch vergeistigten, fast meditativen Eindruck hervorruft. Diese durch und durch positive Arbeit geht nun mit 70.000 bis 90.000 Euro bei Neumeister ins Rennen. ...mehr

Sotheby’s tritt in Paris mit impressionistischer und moderner Kunst sowie Vertretern der zeitgenössischen Szene an zwei aufeinander folgenden Tagen an

Picassos Frauen und Chagalls Blumen


Pablo Picasso gilt als einer der produktivsten Künstler überhaupt. Unermüdlich erscheint sein Repertoire an Stilen und Medien, seine Motive bewegen sich dagegen in einem relativ engen Rahmen. Typisch für ihn sind unter anderem Porträts, Stillleben, Strandbilder und Stiere. Als Beispiele seiner Vielfalt können die Auktionsbeiträge bei Sotheby’s in Paris gelten: zunächst sein „Tête d’homme“, ein spätes Männergesicht von 1965. Mit wenigen dicken Pinselstrichen erschafft Picasso ein lebendiges individuelles Antlitz, ohne jedoch jemand bestimmtes zu meinen. Sein Stil ist zudem unverkennbar präsent; einfach und beinahe kindlich, gleichzeitig aber auch gekonnt bringt Picasso den Kopf auf die Leinwand. Er verwendet blasses Rosa, Dunkelgrün, Schwarz und Dunkelblau für seine schnellen Striche. Bei Sotheby’s ist die Schnellmalerei mit 1 bis 1,5 Millionen Euro veranschlagt. ...mehr

Moderne, zeitgenössische und Schweizer Kunst bei Koller in Zürich

Eindrücke für Renoir


Albert Anker, Großmutter gibt ihrem Enkelkind die Suppe, um 1868

Albert Anker ist der Star der Schweizer Kunstszene des 19. Jahrhunderts, kein anderer Künstler seiner Generation wird heute mehr geschätzt als er, keiner ist teurer auf dem Markt. Auch die kommende Versteigerung bei Koller in Zürich belegt dies unmissverständlich. Während Landschafter wie Alexandre Calame oder François Diday auch mit größeren Arbeiten wie den sonnenbeschienen Berggipfeln „Souvenir de la Handeck“ aus dem Jahr 1852 oder dem wilden „Sturm auf dem Vierwaldstätter See“ von 1865 über die Fünfstelligkeit selten oder nie hinausgelangen, wird bei Anker auch für kleinere Arbeiten mit Millionenwerten gerechnet. So soll seine Großmutter, die ihrem Enkelkind die Suppe gibt und vorher noch einmal pustet, damit es ja nicht zu heiß ist, stolze 700.000 bis 1 Million Franken kosten. Nur gut fünfzig Zentimeter misst das um 1868 entstandene Ölbild in der Höhe. Bei Calame und Diday stehen dagegen jeweils zwischen 50.000 bis 70.000 Franken auf dem Etikett. ...mehr

Alte Kunst bei Neumeister in München

Verteidigung mit allen Mitteln


Carl Friedrich Moritz Müller, Eine Tiroler Bauernfamilie verteidigt ihr Haus gegen angreifende Soldaten, 1844

Das ist eine Situation, da muss Jeder ran und Jede: Nicht nur die Männer verteidigen ihr Eigentum nach besten Kräften, sondern auch Frauen und Kinder haben sich aufs Dach ihres Hauses geflüchtet, um sich gegen die anrückenden Soldaten der feindlichen Besatzungsmacht zu schützen. Die Feinde – das waren die Bayern, die während der napoleonischen Kriege 1809 in Tirol eindrangen und dort auf heftigste Widerstände stießen. Im Licht der benachbarten Pfarrkirche, die schon in helle Flammen aufgegangen ist, schießt die Bauernfamilie aus Gewehren und wirft mit Steinen. Es wird wohl nicht viel nützen, aber Leute wie sie sind als Volkshelden in die Geschichte eingegangen. Gemalt hat das Bild 35 Jahre nach den Ereignissen der gebürtige Dresdner Carl Friedrich Moritz Müller, genannt „Feuermüller“, weil er spezialisiert war auf derartige Szenen und das Licht der Flammen so gekonnt genutzt hat, wie anderthalb Jahrhunderte vor ihm der Niederländer Godfried Schalcken. Den Zeitgenossen galt Müller als eine eminente Begabung, heute ist er in Vergessenheit geraten, doch 10.000 bis 15.000 Euro soll die gut einen Meter breite Leinwand auf der Versteigerung Alter Kunst bei Neumeister in München kosten. ...mehr

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Zeitz MOCAA in Kapstadt öffnet seine Pforten

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