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Am 01.12.2017 Auktion 1099: Moderne Kunst

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Auktionen

Das Kölner Auktionshaus Van Ham tritt am kommenden Wochenende mit Gemälden Alter Meister und des 19. Jahrhunderts, Europäischem Kunstgewerbe sowie Schmuck und Uhren an

Gut oder böse


Otto van Veen, Miles Christianus, um 1609/29

Eindrucksvoll erstreckt sich auf mehreren Etagen ein dramatischer Kampf zwischen Gut und Böse: Ein christlicher Ritter erhebt sich in den Wolken gegen die sieben Todsünden. Ihm stehen die Tugenden zur Seite. Unten sieht man die Verdammten, die in die Hölle abrutschen, oben erhält der fromme Kämpfer vom auferstandenen Christus die Siegeskrone, umgeben von geflügelten Engelchen, die die Marterwerkzeuge halten. Der Maler hat die Deutung dieser Allegorie gleich mitgeliefert und am unteren Bildrand den Text vermerkt: „Miles Christianus contra peccata mortalia pugnans coronam recipit.“ Die Wiederentdeckung dieses Werks Otto van Veens ist das Highlight unter den Altmeistergemälden bei Van Hams Auktion „Alte Kunst“. Der Lehrer von Peter Paul Rubens beweist damit einmal mehr, dass er seinen Ruf als einer der führenden Figurenmaler um 1700 verdient. Lange galt das Meisterwerk als verschollen, nachdem es – ursprünglich um 1609/29 als Auftrag eines Kölner Geistlichen entstanden – im 19. Jahrhundert in die Sammlung des Dichters und Forschers Johann Jakob Merlo gelangte und nach seinem Tod 1890 in eine ungewisse Existenz hinein versteigert wurde. Vor wenigen Jahren entdeckten es Experten in einer Kölner Privatsammlung wieder, und nun kann es für 100.000 bis 120.000 Euro gleich schon wieder vom Markt gezogen werden. ...mehr

Christie’s fährt in seiner viertägigen Auktion schwere Geschütze der modernen und zeitgenössischen Kunst auf und erwartet neue Auktionsrekorde

Geld wie Heu


Während das New Yorker Auktionshaus Sotheby’s auch heuer wieder gewohnt die beiden Frühjahrsversteigerungen klassisch-moderner und zeitgenössischer Kunst im Abstand von einer Woche abhält, fährt Konkurrent Christie’s seine großen Geschütze gleich alle auf einmal auf. Fünf Tage lang, vom 11. bis zum 15. Mai, steht der Rockefeller Center ganz im Zeichen der Kunst des späten 19. bis frühen 21. Jahrhunderts. Den pompösen Beginn macht am Montag eine Suite aus 35 Losnummern beider Abteilungen, die schon Werte der Superlative listet und den teuersten Zuschlag auf einer Kunstauktion anzusteuern scheint. Denn nicht weniger als 140 Millionen Dollar werden für Pablo Picassos „Les femmes d’Alger“ erwartet, eine Paraphrase nach Eugène Delacroix’ gleichnamigem Gemälde, die Picasso 1955 als letzte, sogenannte „Version O“ einer 15teiligen Serie schuf. Damit würde Christie’s die „Three Studies of Lucian Freud“ von Francis Bacon überrunden, die vor eineinhalb Jahren im selben Haus bei 127 Millionen Dollar über den Tresen gingen. Um die 55 Millionen Dollar werden als Schätzpreis für Picassos „Buste de femme (Femme à la résille)“ aus dem Jahr 1938 angegeben, ein buntes Gemälde seiner damaligen Muse Dora Maar in mehrperspektivischer, deformierter Gestalt, das schon Marina Picasso und Jan Krugier ihr Eigen nannten. Dora Maar tritt dann ein weiteres Mal in Gestalt einer Zeichnung Picassos aus dem Jahr 1942 für 4 bis 6 Millionen Dollar auf. ...mehr

Mit großen Namen der Klassischen Moderne und Werken des gesamten 20. Jahrhunderts vor allem aus Österreich lockt das Wiener Auktionshaus im Kinsky

Sonnenbaden


Das Motiv der liegenden, unbekleideten Venus einerseits, andererseits aber auch das faule Sonnenbaden auf einem knallroten Handtuch verbindet Erich Heckel in seinem Holzschnitt „Fränzi liegend“. Das junge Mädchen, welches ihm hier als Modell dient, wohnte in der Dresdner Nachbarschaft des Künstlers. Der 1910 entstandene Abzug setzt sich aus den schwarzen Umrisslinien, dem roten Handtuch sowie der ausgesparten und auf dem weißen Papier blasser Haut gleichenden Fläche zusammen, welche Fränzis Körper bildet. Durch die kleinen schwarzen Höhungen im Bereich des Bauchs und der Beine erzeugt der Künstler Plastizität. Die gerade einmal zehnjährige Lina Franziska Fehrmann, ein bevorzugtes Modell der Brücke-Künstler zwischen 1909 und 1911, scheint das lässige Posieren für Heckel zu genießen, worauf ihr breites Lächeln schließen lässt. Das warme Rot erinnert an die Sommersonne, die Fränzi auf den Bauch zu scheinen scheint. Durch die kantigen Formen des Expressionismus verhindert Heckel ein Abdriften des Druckes ins Süßliche. Der berühmte Holzschnitt ist nun einer der Favoriten in der Auktion „Meisterwerke“ im Kinsky und geht mit 150.000 bis 300.000 Euro ins Rennen. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in New York

Pophochzeit


Klassiker der Abstraktion und der amerikanischen Pop Art bilden die Schwerpunkte der kommenden Zeitgenossenauktion, mit der Sotheby’s in New York wieder einen der Höhepunkte auf dem Frühjahrskunstmarkt ansteuert. Wer von ihnen am Ende das Treppchen besteigen wird, ist noch offen. Bei um die 50 Millionen Dollar liegt die Zielvorgabe für Roy Lichtensteins „The Ring (Engagement)“, mit dem der Künstler 1962 eine fulminante Pophochzeit feiert. Vor knapp zwanzig Jahren hat das großformatige Rasterölbild mit den beiden Händen noch schlappe 2 Millionen Dollar netto gekostet. Um die 50 Millionen Dollar – genauer gesagt 40 bis 60 Millionen Dollar – sollen es aber auch für Mark Rothkos Farbflächenbild „Untitled (Yellow and Blue)“ aus dem Jahr 1954 sein, das nach dem Selbstmord des Künstlers 1970 an den amerikanischen Unternehmer Paul Mellon und von diesem an den Franzosen François Pinault ging. ...mehr

Alte und Neuere Meister bei Lempertz in Köln

Guter Hirt aus Indien


Nicolas Poussin, Landschaft mit Apoll und Marsyas, um 1627

Diesen Wettbewerb wäre Marsyas besser nicht eingegangen. Er hatte es doch tatsächlich gewagt, den Sonnengott Apoll höchstpersönlich zum musikalischen Wettstreit herauszufordern. Düster brütet der Unsterbliche bereits seinen Racheplan aus, derweil Marsyas ahnungslos und unschuldig auf seiner Flöte bläst. Der Gegenschlag wird fürchterlich sein: Apoll wird seinen Gegner an einem Baum aufhängen und häuten – so streng waren die Sitten mitunter im alten Griechenland. Kein Geringerer als der berühmte Franzose Nicolas Poussin widmete sich gegen 1627 dieser Begebenheit aus Ovids „Metamorphosen“. Bei Lempertz in Köln bildet das Ergebnis dieser künstlerischen Auseinandersetzung das Hauptlos der großen Altmeisterfrühjahrsauktion. Die in eine weite Landschaft versetzte Szene, die der Künstler in der frühen Zeit seines Rom-Aufenthaltes schuf, wird bei 300.000 bis 400.000 Euro gehandelt und dürfte angesichts des Renommees ihres Schöpfers auch ausländische Interessenten auf den Plan rufen. ...mehr

Gute Ergebnisse für die Gemälde des 19. Jahrhunderts im Wiener Dorotheum

Böhmens Prunkstück


Gabriel von Max, Die Gelehrten

Einen sehr gelehrten Eindruck machen die beiden Affen, von denen der eine sein Lorgnon abgenommen hat und den anderen scharf anblickt, als habe er ihm soeben eine eingehende Lektion erteilt. Jener aber schaut, als habe er immer noch nicht verstanden. Es ist ja auch kein einfacher Stoff, dem sie sich da widmen: „Dualismus“ steht auf dem Titel des großen Folianten und „Natur“ auf seinem Rücken, was nach schwerer wissenschaftlicher Kost klingt. Schaut man aber etwas genauer hin, erheben sich doch Zweifel, ob die Tiere sich wirklich so rein geistig ihrem Gegenstand widmen: Ein paar Seiten nämlich lugen recht lädiert aus dem Einband hervor, und daran sind die beiden Affen wohl nicht völlig unschuldig. ...mehr

Sotheby’s allein mit Impressionisten und Moderne in New York

Monet total


Claude Monet, Nymphéas, 1905

In diesem Frühjahr ist Sotheby’s allein. Nachdem Großkonkurrent Christie’s aus der üblichen Abfolge ausschert, die Abendauktionen mit Impressionisten und Moderne sowie Zeitgenossen in einer Woche komprimiert und am 11. Mai aus allen drei Bereichen zusammen Spitzenwerke auf den Markt bringen wird, gibt es nächste Woche in New York nur einen „Evening Sale“ für Impressionisten und Moderne – am 5. Mai eben nur bei Sotheby’s. Knapp siebzig Losnummern hat der Versteigerer hierfür zusammengetragen im geschätzten Gesamtwert von bis zu 387 Millionen Dollar. Die Spitzenpositionen teilen sich gleich drei Künstler. Der älteste von ihnen heißt Claude Monet und ist mit einem halben Dutzend Arbeiten für 78 bis 110 Millionen Dollar vertreten. 30 bis 45 Millionen Dollar soll ein rund einen Meter breites Exemplar seiner berühmten „Nymphéas“-Serie von 1905 kosten. Den tiefblauen Teichausschnitt aus Monets Garten in Giverny, in dem einige Seerosenansammlungen ruhig dahinschwimmen und Farbtupfer setzen, hat sich Sotheby’s durch eine Verkaufsgarantie an den Einlieferer gesichert, aber auch ein unwiderrufliches Gebot liegt dafür schon vor. ...mehr

Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik Alter Meister sowie des 19. Jahrhunderts stehen bei Karl & Faber auf dem Plan

Dürers große Theorien


Franz Anton Maulbertsch, Christus erscheint dem heiligen Thomas, 1764

Gut aufgestellt ist das Programm des Münchner Auktionshauses Karl & Faber für seine kommende Versteigerung mit alter Kunst. Die annähernd 400 Losnummern setzen sich aus einem vielfältigen Allerlei teils großer und kostspieliger Berühmtheiten sowie nicht ganz so namhafter Künstler zusammen, deren Arbeiten auch Besitzer übersichtlicher Geldbeutel zum Kauf anregen. Spannend für Liebhaber süddeutscher Rokokomalerei ist eine Wiener Privatsammlung. Teils musealen Charakter haben die Gemälde, die als Bozzetti für Kirchenausstattungen dienten und neutestamentarische Szenen, Martyriumsdarstellungen oder Klosterstiftungen schildern. Besonders glanzvoll sticht die Szene „Christus erscheint dem heiligen Thomas“ von Franz Anton Maulbertsch heraus. Die Ölskizze von 1764 markiert die Grundlage für den Auftrag eines Hochaltargemäldes in der Augustinerkirche St. Thomas im mährischen Brünn. Maulbertsch wählte einen dunklen, gotischen Innenraum, aus dem die zentrale Figur des auferstandenen Christus’ schlaglichtartig hervortritt. Die expressive Physiognomie und die große Farbpalette des Inkarnats zeugen von der virtuosen Meisterschaft des Künstlers. Links zu Christus kniet Thomas im Halbschatten und richtet seinen Arm in Richtung der Seitenwunde des Heilands; einige Apostel ringen sich um das Geschehen. Die durch die Lichtregie sowie die vielen bewegten Gesten aufgebaute Dramatik unterstreicht die mystisch-bewegte Gesamtkomposition. Das österliche Gemälde war bis zum Jahr 1982 im Niederösterreichischen Landesmuseum öffentlich ausgestellt und kam im Anschluss über das Wiener Dorotheum in die heutige Privatsammlung. Wer sich dieses Schmuckstück sichern will, sollte 80.000 bis 120.000 Euro bereithalten. ...mehr

Rückblick: Design und Glas aus Murano bei Quittenbaum in München

Dick oder schlank – je nach Blickwinkel


Fulvio Bianconi, Vase „A fasce verticale“, 1951

Da hat sich Fulvio Bianconi 1951 schon ein ganz besonderes Stück ausgedacht. Denn seine Vase „A fasce verticale“ greift auf eine Idee des Manierismus zurück. Im ausgehenden 16. Jahrhundert schufen die Bilderhauer allansichtige Skulpturen, die man umrunden musste, um alle Aspekte wahrnehmen zu können. Ebenso ist es bei Bianconis farblosem Glasgefäß, das von bunten Vertikalstreifen in Grün, Blau, Gelb und Rot durchzogen und zweifach in unterschiedlichen Richtungen ausgebuchtet ist. Betrachtet man die Vase in der ersten Position, ist sie unten dicker und verjüngt sich nach oben; dreht man sie um 90 Grad, erhält man zuerst den schlanken Körperteil, der im zweiten Abschnitt vor dem Trichterhals sich dann voluminös verdickt. Außerdem variiert die Farbenkombination der aufgeschmolzenen Bänder. Soviel spielerische Gedankenarbeit Bianconis honorierte ein deutscher Sammler in der vergangenen Auktion „Murano Glas“ bei Quittenbaum mit taxgerechten 24.000 Euro. ...mehr

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Großer Auftritt für Bernd Koberling in Duisburg

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