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Am 02.12.2017 110. Auktion: Moderne Kunst Teil I und II

© Galerie Bassenge Berlin

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner
© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Das Münchner Auktionshaus Karl & Faber versteigert moderne und zeitgenössische Kunst sowie Druckgrafik des Expressionismus an zwei aufeinander folgenden Tagen

FKK-Urlaub an der Ostsee


In kräftigen Erdfarben und verschiedenen Schattierungen von Blau malt Hermann Max Pechstein 1919 seine Frau Lotte und ihren gemeinsamen Sohn Frank. Die Mutter schaut auf das Meer hinaus, der sechsjährige Junge, welcher ihre Hand hält, blickt den Maler und somit auch gleichzeitig seinen Vater ein wenig vor Kälte bibbernd an. Beide scheinen kurz davor, sich in die schäumenden Wellen der Ostsee zu werfen. Das an einen Familienschnappschuss erinnernde Gemälde des Expressionisten entstand in Nidden, einem kleinen Fischerdorf an der Kurischen Nehrung im heutigen Litauen. Der Künstler und seine Familie fanden hier beinahe unberührte Natur und viel Ruhe und verbrachten hier abseits des hektischen Großstadtlebens in Berlin mehrere Sommerurlaube. Das aus einer Serie von Strandszenen stammende Aktgemälde mit dem Titel „Vor dem Bad“ hat der Münchner Versteigerer Karl & Faber bei 600.000 bis 800.000 Euro angesetzt. ...mehr

Bei der zeitgenössischen Kunst von Ketterer in München steht ZERO an der Spitze

Missmutiger Elefantenpudel


Günther Uecker hat in seinem Leben viel genagelt. Seine ersten Nagelbilder datieren in die späten 1950er Jahre. Heute ist Uecker 85 Jahre alt und nagelt noch immer. Kein Wunder also, dass er in der kommenden Auktionsrunde bei Ketterer in München die meisten Objekte im sechsstelligen Bereich stellt. Zehn sind es an der Zahl. Im Katalog geht es los mit einer „Lichtscheibe“ von 1967, die schon die typischen Merkmale seiner Nagelbilder vereinigt: Der flache Bildträger, von dem die Nägel abstehen und ihn damit zum dreidimensionalen Relief erweitern, die monochrom weiße Bemalung, die alle Farben in sich vereinigt, die Wechselwirkung von Licht und Schatten und die daraus resultierende Dynamik, die hier durch die motorische Drehung der Scheibe noch verstärkt wird. 150.000 bis 250.000 Euro hat Ketterer hierfür vorgesehen. Nur ein Jahr jünger ist Ueckers „Serielles Nagelobjekt“, das trotz gleichbleibenden Materials in seinem Bezug auf das Quadrat und in der strengen Anordnung der Nägel eine andere Wirkung entfaltet. Mit 140.000 bis 180.000 Euro ist es ein wenig günstiger angesetzt. ...mehr

Große Namen, gute Qualität und jede Menge Mustermixe warten bei der zeitgenössischen Kunst im Wiener Dorotheum auf Käufer

Entspannt bis auf die Knochen


Das Leben kann ja so anstrengend sein, Yoga und Atemübungen sollen helfen abzuschalten. Auch das menschliche Skelett kann ein Lied davon singen. Ein besonders schweres Exemplar von Marc Quinn gibt es im Dorotheum zu bestaunen. Im Rahmen der Auktionstage zeitgenössischer Kunst in Wien ist auch der im Schneidersitz meditierende Knochenmann „Meditation on illusion“ des Londoner Bildhauers für einen Schätzpreis von 80.000 bis 120.000 Euro im Angebot. Laut Angabe des Auktionshauses kann das Werk auch an die Wand gehängt werden – mutiger Hinweis, beachtet man die Tatsache, dass die Skulptur tatsächlich aus weiß bemalter Bronze besteht. Weitere Arbeiten aus der jüngsten Gegenwart stammen von Thomas Schütte, der mit dem dreiteiligen „Restroom“ von 1984 vertreten ist, einer Heißluftmaschine, einem Ventilator und vier Stühlen aus übrig gebliebenen Restmaterialien für 90.000 bis 140.000 Euro, oder Eberhard Havekost mit einem fotorealistischen Ölgemälde eines verwirrend menschenleeren Wohnblocks für 40.000 bis 60.000 Euro. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Neumeister in München

Gunters Hand


1968 ließ sich Gunter Sachs zusammen mit seiner frisch vermählten neuen Frau, dem schwedischen Model Mirja, im Turmzimmer des Badrutt’s Palace Hotel in St. Moritz ablichten, das der bekannte „Playboy“ kurz zuvor erworben hatte, um es zu einem „Art-Happening“ der 1960er Jahre zu gestalten. Umgeben sind die beiden von allerlei damals brandaktuellen Kunstwerken, darunter einer Schafherde des Franzosen François-Xavier Lalanne. Im Hintergrund, vor einer Sofagarnitur quasi als Ersatz für einen kleinen Couchtisch, findet sich eine große geöffnete Hand, die dazu einlädt, darauf die Gläser und Tellerchen abzustellen. Diese überdimensionierte Hand stammt von César, einem der bekanntesten Meisters des Nouveau Réalisme. Er hatte sie kurz vorher aus orangefarbenem Polyester mit geradezu naturalistischer Präzision geschaffen. Später ging das Kunstwerk in eine süddeutsche Privatsammlung über, die sich nun wieder von der Hand trennen möchte. Bei Neumeister in München ist „Main“, so der Titel der Tisch-Skulptur aus dem Jahr 1968, ein wahrer Hingucker und mit 100.000 bis 150.000 Euro eines der Hauptlose der Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst. ...mehr

Gute Ergebnisse bei nicht allzu hoher Zuschlagsrate für die Alten und Neueren Meister bei Lempertz in Köln

Unbekannt und trotzdem besser als Rubens


Leonardo da Vinci Umkreis, Madonna mit Kind in felsiger LandschaftAU-LEMP-150516-1007

Die beiden Höhepunkte erlebte das Kölner Auktionshaus Lempertz auf seiner Versteigerung Alter und Neuerer Meister am 16. Mai gleich zu Beginn. Da war zunächst eine Darstellung der Madonna aus der Hand eines norditalienischen Meisters, der seine künstlerische Handschrift sichtlich im engen Umkreis Leonardo da Vincis geschult hat. Trotz Unsicherheiten in der Zuschreibung – insbesondere Andrea Solario wurde vorgeschlagen und wieder verworfen – entfachte sich um die 77 Zentimeter hohe Holztafel mit der Mutter Gottes samt Buch und nacktem Jesusknaben im Schoß vor einer fantasievollen felsigen Flusslandschaft mit Stadt ein heftiges Bietgefecht, das österreichischer Kunsthandel erst bei 240.000 Euro und damit zum Doppelten der Schätzung für sich entschied. Gleich darauf gelangte ein kompletter, wenn auch recht kleiner Flügelaltar des sogenannten Meisters von Hoogstraeten mit Otto Wesendonck-Provenienz zum Aufruf. Die Schätzung lag zwar schon bei 200.000 bis 240.000 Euro, doch für die von den Märtyrerinnen Katharina und Barbara flankierte Heilige Familie mit musizierender und dienender Engelschar in weiter sattgrüner Landschaft zahlte ein belgischer Sammler schließlich 260.000 Euro. ...mehr

Nicht nur Design bei Quittenbaum in München

Malerknochen düngen die Nacht


Christian Rohlfs, Ohne Titel (Weiblicher Akt), 1910

Jeweils nur wenige Millimeter dick sind die vier Kataloge zur kommenden Versteigerung im Münchner Auktionshaus Quittenbaum, doch sie haben es in sich. Besondere Aufmerksamkeit beansprucht die Veranstaltung mit der Nummer „121C“, verlässt das auf Design spezialisierte Unternehmen hier doch seine gewohnten Bahnen und legt ein teils hochpreisiges Angebot moderner und zeitgenössischer bildender Kunst vor. Manches mag noch als Dekoration durchgehen wie John Armleders stachelige Glasskulptur „Silvano 2“ von 2009/11 für 12.000 bis 15.000 Euro oder August Gauls buckelige Bronze-„Katze“ von 1901 für 10.000 bis 12.000 Euro. Doch spätestens ein stehender Frauenakt vor grünem Hintergrund von Christian Rohlfs aus dem Jahr 1910, der den Einfluss der jungen Expressionisten auf den schon über sechzigjährigen Meister dokumentiert, wird vornehmlich Gemäldesammler auf den Plan rufen. Bis zu 30.000 Euro soll die einen Meter hohe Leinwand kosten. ...mehr

Moderne Kunst im Wiener Auktionshaus Dorotheum

Mensch oder Statue?


Mit einem dreifachen Carl Moll startet das Wiener Dorotheum in seine Versteigerung moderner Kunst ein. Der 1861 geborene Österreicher, der stilistisch etwa die gleiche Entwicklung gemacht hat wie das impressionistische Dreigestirn Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt in Deutschland, war nicht nur aus der Rückschau ein hervorragender Maler, sondern tut auch auf dem Kunstmarkt heute seine Schuldigkeit. Schon über 200.000 Euro haben seine Arbeiten auf Auktionen der letzten Jahre eingespielt. Im Dorotheum beeindruckt er mit ausgezeichneten Arbeiten wie insbesondere einem Blumenstillleben am geöffneten Fenster, durch das der Blick auf den Kirchturm von St. Michael in Heiligenstadt bei Wien geht. Die sechzig Zentimeter hohe Leinwand datiert 1930 und rechnet sich Chancen auf 90.000 bis 160.000 Euro aus. Ein weiteres Stillleben aus etwa der gleichen Zeit mit Blumentöpfen und Äpfeln soll 70.000 bis 100.000 Euro kosten und eine kleine studienhafte grüne Parklandschaft vom Auwald im Prater 40.000 bis 60.000 Euro. Alle drei Bilder stammen aus einer Privatsammlung und hingen längere Zeit als Leihgabe im Belvedere. ...mehr

Kurz vor Beginn des Sommers hat die Villa Grisebach ihre schönsten Lose für ihre Frühjahrsauktionen zusammengesucht und lädt mit großen Namen nach Berlin ein

Tänzelnde Schraffuren


In der Villa Grisebach in Berlin geben sich wieder bekannte Vertreter der modernen und zeitgenössischen Kunst von van Gogh über Twombly bis Gursky die Klinke in die Hand. Den Anfang machen Werke aus der Sammlung Manfred Wandel, der mit seiner Gattin Gabriele Kübler Initiator der renommierten Stiftung für konkrete Kunst in Reutlingen ist. Der Erlös der Auktion kommt seiner Stiftung zugute. Ein konsequenter Vertreter des gestisch-abstrakten Stils ist Hans Hartung, der mit dynamischem Schwung schwarzgraue Kreidestriche in „T-1960-7“ zu seinem informellen Ausdrucksmittel macht. Diesmal hat Hartung seine typischen Strichschraffuren filigran, ja fast spielerisch aufgelöst und lässt sie auf querformatiger, himmelblauer Leinwand tänzeln. Für das Werk aus dem Jahr 1960 sind 70.000 bis 90.000 Euro vorgesehen. Ein geschlossenerer Strichduktus liegt Arnulf Rainers Öl- und Ölkreidebild „Gekämmte“ von 1962 zu Grunde, der durch übermalende Wiederholung als Strichbündel die Oberfläche reliefartig bedeckt. Hier stehen 60.000 bis 80.000 Euro auf dem Etikett. ...mehr

Klassische und moderne Lichtbildkunst im Berliner Auktionshaus Bassenge

Im Land des Lächelns


Deutsches Andenkenalbum aus China, um 1900

Voluminöse 582 Silbergelatineabzüge enthält das deutsche Souvenir-Album, das mittels fotografischer Zeugnisse persönliche Reiseerfahrungen in China um 1900 schildert. Unter dem Namen „China“ preist der Berliner Versteigerer Bassenge nun dieses dokumentarische Fotobuch als Hoffnungsträger der über 400 gelisteten Einlieferungen für die kommende Fotoauktion an. Es entstand in der Zeit des sogenannten Boxeraufstandes, also der chinesischen Bewegung gegen europäische, nordamerikanische und japanische Alliierte. Die Ankunft chinesischer Truppen am Hafen, eine Sammlung von großformatigen Portraits hochrangiger Offiziere, der Auftritt wichtiger Militärfunktionäre bei feierlichen Anlässen oder grausame Szenen von Folter und menschlicher Entwürdigung sowie kulturelle Facetten chinesischer Lebensart im öffentlichen oder privatem Bereich tragen zu der Einmaligkeit des Albums bei, das nicht nur aufgrund seiner teils unikaten Fotos Seltenheit beanspruchen kann. Trotz einiger verblasster Stellen oder ausgefranster Ränder könnte die gebundene Fotosammlung 10.000 Euro einspielen. Ein weiteres Album aus China beinhaltet 94 Fotodrucke und stammt aus den Jahren 1904 bis 1905. Im Zentrum steht hier der aufwendige Ausbau der Eisenbahnstrecke zwischen Bejing und Hankow, dem heutigen Wuhan. Die Sammlung lebt von der Schilderung der Arbeitsbedingungen für die Menschen, der Materialbeschaffung oder der damit verbundenen Zeremonien und des weiten Lächelns der Abgelichteten. Hier stehen 9.000 Euro auf dem Etikett. ...mehr

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